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Kultur

Der Stormarner Kulturpreis geht an….: Erdmute Partecke

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Langbein/hfr

Erdmute Partecke erhielt im Schloss Reinbek den Kulturpreis des Kreises Stormarn.

Im festlichen Rahmen des Reinbeker Schlosses hat Erdmute Partecke den Kulturpreis 2014 am Montag, 1. Dezember, entgegen genommen. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth überreichte ihr die Urkunde und verlas die Laudatio von Dr. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg und Vorsitzender der Jury. »Ich fühle mich sehr geehrt«, sagte die Reinbekerin.

120 Literaturinteressierte und Gratulanten waren in den Festsaal des Schlosses gekommen, um die Preisverleihung zu erleben. Kreispräsident Hans-Werner Harmuth begrüßte die Gäste und dankte ganz besonders der Vorsitzenden des Kreiskulturausschusses, Sigrid Kuhlwein, und den Jury-Mitgliedern. Im Kreis müsse man ein Pfund in der Kultur haben, sagte Hans-Werner Harmuth.

Und das habe man mit dem Kulturpreis geschaffen. Der Preis war in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschrieben worden. Vor zwei Jahren gewann ihn die bildende Künstlerin Lucia Schoop. 2014 war er ausschließlich in der Sparte Literatur ausgeschrieben. Aufgreifen sollten alle Teilnehmer das Thema »Begegnungen«.

»Was für tolle Texte wurden eingereicht«, sagte Dr. Regula Venske, Jury-Mitglied und Vorsitzende des deutschen PEN. Wenn sie in Zukunft Ortsnamen aus dem Kreis höre, die ihr bislang kaum etwas sagten, werde sie vor allem an die ausdrucksvolle Kreativität der Stormarner und die Vielfalt des Genres denken. Piraten- und Indianergeschichten, historische Erzählungen, Romanprojekte, Gedanken eines werdenden Vaters in Rap-Form, Gedichte, Krimis, Begegnungen mit Tieren und mit Geistern sowie Texte um Trauer – oftmals habe sie sich eine Träne abwischen müssen.

Preisübergabe im Schloss Reinbek: (von links) Kreispräsident Hans-Werner Hartmuth, Preisträgerin Erdmute Partecke und Armin Diedrichsen, Programmleiter des Marstalls.Mehr als 70 Arbeiten wurden eingereicht, von Einzelpersonen, von Autorenteams, Schreibwerkstätten und von einer Schulklasse. Das Schreiben sei eine große Ressource und öffne Türen zum Traum und zur Welt gleichermaßen, betonte Dr. Regula Venske.

Auch wenn es nur einen Gewinner gebe, existierten alle anderen Texte und gingen in die Herzen und Köpfe der Leser. »Genießen Sie es und machen Sie weiter«, forderte sie die Teilnehmer auf.

Auch Erdmute Partecke war beeindruckt von der Vielzahl der eingereichten Arbeiten. Die 75-Jährige ist erstmals mit ihrer Belletristik an die Öffentlichkeit gegangen. Vorher hat die Diplom-Psychologin und Therapeutin Fachbücher zur frühkindlichen Pädagogik geschrieben. Preisgekrönt wurde ihre Erzählung »Der weiße Elefant«. Vorgelesen wurden die Geschichte von Armin Diedrichsen, Programmleiter des Marstalls und bekannt als Schauspieler und Regisseur. Mit einfühlsamer Stimme ließ er sie Bilder der Geschichte sichtbar werden.

Das kleine Mädchen Josefine, das verträumt in ihrer ganz eigenen Welt spielt, mit Mutter Marie, deren Handtasche mit den weißen Elefanten sie besonders liebt. Sie müssen im Krieg flüchten, sehen Dresden brennen, kommen zur Großmutter, doch in ihrer spielerischen Welt, angefüllt von Märchenfiguren, erlebt das Mädchen Josefine die Flucht und Ankunft nicht mit großem Schrecken und in Angst. Sie ist gemeinsam mit der Mutter unterwegs, Hand in Hand, die Fausthandschuhe eng verknüpft, »nichts kann uns trennen«. Dann lernt sie als junges Mädchen einen Jungen aus Burma kennen, der einige Zeit in der Familie lebt, in den sie sich unsterblich verliebt und der ihr einen fingernagelgroßen weißen Elefant schenkt. Ihre Liebesbotschaften an alle Häfen seiner Rückreise bleiben jedoch unbeantwortet.

Der Abend und die Lesung wurden von Klaviermusik begleitet. Thomas Goralczyk spielte Stücke von Mussorgsky und Skrjabin sowie das selbst komponierte Stück »Der Clown«.

Im Anschluss gab es noch viele Begegnungen vor Ort zwischen den Teilnehmern des Wettbewerbs, den politischen Vertretern, Kulturschaffenden und natürlich der Preisträgerin.

 

 

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Kultur

Ohnsorg Theater spielt neue Komödie „Bares is nix Rares“ in Bargteheide

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Bargteheide Mit der plattdeutschen Erstaufführung der Komödie „Bares is nix Rares“ von Michael Cooney kommt das Ohnsorg Theater am 20. Mai ins Kleine Theater Bargteheide.

Meike Meiners und Erkki Hopf, Ensemblemitglieder des Ohnsorg Theaters. Foto: Oliver Fantitsch,

Viele Lacher und kräftigen Applaus gab es im Februar bei der Premiere im Ohnsorg Theater. Die aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie ist mitten aus dem Leben gegriffen und überrascht mit Situationskomik und schlagfertigen Wortspielen.

Zehn Personen stehen an diesem Abend auf der Bühne. Sie alle liefern sich einen äußerst temporeichen Schlagabtausch.

Allen voran Erkki Hopf, der mitterweile seit fast 30 Jahren auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters zu erleben ist.

Mit seiner wunderbaren Mimik und seiner Spielfreude zeigt er sich auch in seiner Rolle als total überforderter Betrüger wieder einmal in schauspielerischer und komödiantischer Höchstform. Ihm kongenial zur Seite steht mit ebenso treffsicherer und pointierter Komik Peter Christoph Grünberg als kurz vor seiner Hochzeit stehender Norbert Grundermann. Auch Beate Kiupel als Eriks hysterische Ehefrau spielt ihr schauspielerisches Können voll aus.

Seit mehr als 100 Jahren gehört das Ohnsorg Theater als feste Institution zu Hamburg. Stars wie Heidi Kabel und Henry Wahl machten die Bühne über die Grenzen der Hansestadt bekannt, die auch durch die regelmäßigen Fernsehausstrahlungen im NDR an Popularität gewann.

Seit der Spielzeit 2017/2018 beweist Intendant Michael Lang mit einem abwechslungsreichen Spielplan vom Singspiel bis zur Charakterkomödie, dass Volkstheater keinesfalls nur platte Unterhaltung ist. Als besonderes Bonbon geht das Ensemble mit ausgewählten Stücken auf Tour. So auch mit der Komödie „Bares is nix Rares“ nach dem Original von Michael Cooney „Cash – und ewig rauschen die Gelder“.

Zur Geschichte: Erich bringt es einfach nicht übers Herz seiner Frau Linda zu gestehen, dass er bereits vor Zeiten seinen Job verloren hat. Stattdessen sucht er andere Lösungen, um die anfallenden Kosten zu decken. Zum Beispiel die Zuwendung vom Sozialamt für seinen angeblich gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter. Oder finanzielle Zuschüsse für diverse andere hilfsbedürftige Hausbewohner, die ihm gerade so einfallen. Da bietet der Sozialstaat doch etliche Möglichkeiten! Und während Linda noch glaubt, Erich ginge jeden Morgen brav zur Arbeit, bringt dieser eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft ins Rollen – und kassiert: Von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch lässt er nichts aus. Als dann eines Tages ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür steht, droht die Lawine über ihm zusammenzubrechen …

Regie: Murat Yeginer | Mit: Robert Eder, Markus Gillich, Konstantin Graudus, Peter Christoph Grünberg, Erkki Hopf, Meike Meiners, Rabea Lübbers u. a.

“BARES IS NIX RARES” Freitag, 20.05.2022, 20 Uhr, Eintrittspreise VVK 31 Euro, VVK ermäßigt 29 Euro AK 33 Euro, AK ermäßigt 31 Euro. Mehr Informationen: www.kleines-theater-bargteheide.de

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Bad Oldesloe

PflasterArt Festival kommt zurück in die Oldesloer Innenstadt

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Bad Oldesloe Nach zwei Jahren Exil auf der Bühne des Open Air-Festivals auf dem Gut Altfresenburg, kehrt das PflasterArt Straßenkünstlerfesival nun endlich wieder zurück in die Straßen der Bad Oldesloer Innenstadt.

Ein besonderes Highlight ist die Künstlerin Sara Twister mit ihrer Show „Ready.Aim.Fire

Am Sonntag, den 8. Mai 2022 von 12 bis 18 Uhr freuen sich sieben internationale Spitzenkünstler über Beifall, Jubel und gut gefüllte Hüte. Der Einzelhandel schließt sich der Veranstaltung an und öffnet von 13 bis 18 Uhr die Türen zum verkaufsoffenen Sonntag.   

Zum sechsten Mal hält das beliebte PflasterArt Straßenkünstlerfestival Einzug in die Kreisstadt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen fand die Veranstaltung in den letzten zwei Jahren in kleinerer Form während des Open Air-Festivals „KuB auf dem Feld“ auf dem Gut Altfresenburg statt. In diesem Jahr kann sich die Straßenkunst nun endlich wieder dort zeigen, wo sie hingehört: Auf dem Pflaster der Oldesloer Innenstadt.

Vom Marktplatz über die Hindenburgstraße und Mühlenstraße bis hin zur Hude sind die verschiedenen Spielflächen durch farbige Fahnen markiert, die in dicht gestaffelten Shows im Zeitraum von 12 Uhr bis 18 Uhr bespielt werden.

Das diesjährige Programm könnte bunter nicht sein. Auf das Publikum warten sieben Spitzenkünstler aus Deutschland, Italien und Indien aus den Bereichen Clownerie, Pantomime, Visual Comedy, Akrobatik und Seiltanz. Ein besonderes Highlight ist die Künstlerin Sara Twister mit ihrer Show „Ready.Aim.Fire“. Sie ist eine der wenigen Schlangenmenschen auf der Welt, die mit ihren Füßen Bogenschießen kann während sie auf den Armen balanciert.

Eine Circusschule für Kinder ist auch wieder mit dabei. Angeleitet durch professionelle Artisten und erfahrene Circuspädagogen können Jung und gerne auch Alt u.a. jonglieren, balancieren oder Einrad fahren lernen und ihre Kunststücke während einer Circus-Show sogar auch dem Oldesloer Publikum präsentieren.

Alle Shows finden unter freiem Himmel statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Das Publikum wird um Beifall, Lachen und Jubeln, sowie um angemessene Hut-Spenden für die Künstler gebeten. Internationale Spitzenkünstler kommen nur nach Deutschland, wenn Sie auch hier von Ihrer Kunst leben können!

Auf der KuB Website www.kub-badoldesloe.de unter dem Menüpunkt „Events“ werden in Kürze weitere Informationen, sowie der finale Spielplan zur Verfügung gestellt.

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Bad Oldesloe

Kultur blüht auf: Das KuB-Programm von April bis Juni ist da

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Bad Oldesloe Aufmerksamen Kulturliebhabern ist es längst aufgefallen: Der Programmflyer des KuB endet mit dem März. Höchste Zeit für das Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, das neue Programm der Monate April bis Juni zu veröffentlichen, das ab heute an vielen Stellen ausliegt und online buchbar ist.

„Unser neues Programm ist eine Einladung zum Kulturerleben – jetzt wo es endlich wieder möglich ist“, freut sich Kulturchefin Inken Kautter. „Die vielfältigen Veranstaltungen lohnen mehr als nur einen Blick.“

Der April startet emotionsgeladen mit klanggewaltigem Balkan-Brass aus Nordmazedonien – das vielköpfige Džambo Aguševi Orchestra lässt die Wände des KuB-Saals beben. Verspielter wird es bei der zweiten Live-Edition von „Jazz im Rathaus“ bei intimer Atmosphäre und hochklassigem Jazz mit dem Richard Schumacher Trio und Sängerin Caro Josèe.

Für Kinder stehen mit „Maja“ und „Firiwizi Naseweis“ zwei spannende Theaterstücke im Programm, hinzu kommt ein Tanz-Gastspiel für Kinder ab sechs Jahren. Die Allerkleinsten sind bei „A Soundscape“ dazu eingeladen, gemeinsam mit den Eltern einen Raum zum Klingen zu bringen und dem Klang zu lauschen.

Am 1. Mai tritt die ukrainische Sängerin Viktoria Anton mit ihrer Formation Leléka zu einem Solidaritätskonzert für die Menschen in der Ukraine im KuB auf.

Geprägt durch traditionelle ukrainische Motive lebt ihr Jazz durch die mitreißende Stimme der Sängerin. Der Eintritt ist frei, es darf gerne gespendet werden.

Nach langer Pause kommen endlich auch die Oldesloer Opernfans wieder auf ihre Kosten: Die Musikhochschule bringt Händels „Radamisto“ zur Premiere und lässt dabei die 300 Jahre alte Geschichte um Liebe und Eifersucht lebendig werden.

Mit „Cocodello“ ist eine Mischung aus Micro-Musical und Kammerspiel des Altonaer Theaters zu sehen, in der ein junger Mann und seine ehemalige Schauspiellehrerin in einer Amour Fou versinken. Auf ganz andere Art unterhaltsam wird es, wenn Comedian David Kebekus, der Bruder von Carolin Kebekus, die Bühne betritt und sich mit ehrlichem Stand-up dem Hintersinn des Alltags widmet.

Tickets und Infos zu allen Veranstaltungen sind ab sofort auf www.kub-badoldesloe.de zu finden. Das gedruckte Programm ist in der Stadtinfo und in zahlreichen Geschäften, Arztpraxen und Kulturinstitutionen in Stormarn erhältlich.

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