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Facebook ändert AGB: Widerspruchpostings absolut sinnfrei

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Widerspruch teilen kann man lassen, bringt nichts.

Und wieder mal ist es soweit: Facebook ändert seine Datenschutzrichtlinien. Und wieder mal sorgt das für scheinbar schlaue “Du musst das unbedingt teilen”-Posts auf den Timelines. Doch sie zu teilen, nützt gegen das Datensammeln ungefähr so viel wie wütend auf den Bildschirm starren oder das Spiegelbild anschreien. Wir sagen, was wirklich hilft.

“Die Facebook “AGB” Grippe macht wieder die Runde” – titelt mimikama.net und meint damit die “Hiermit widerspreche ich den Facebook AGB”-Pics, die nun wieder zuhauf die Timelines belästigen. Aktuell lautet der Text:

“Aufgrund der neuen AGB´s in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten (Texte, Fotos, persönliche Bilder, persönliche Daten) gemäß BDSG. Das Copyright meiner Profilbilder liegt ausschließlich bei mir. Die kommerzielle Nutzung bedarf meiner schriftlichen Zustimmung.” 

Dazu lässt sich folgendes sagen: Wer sich bei Facebook anmeldet und den Nutzungsbedingungen zustimmt, stimmt den Nutzungsbedingungen zu. Warum sollte ein Foto mit einem solchen Text etwas daran ändern? Noch dazu vermischt dieses seltsam naive Posting auch deutsches und amerikanisches Recht. Das falsche Apostroph “s” nach dem AGB übersehen wir dabei mal. 

Wichtiger ist: Den neuen AGB stimmt man also zu, wenn man Facebook weiter nutzt. (Facebook: “Deine weitere Nutzung von Facebook nach Änderungen an unseren Bedingungen bedeutet gleichzeitig dein Akzeptieren unserer geänderten Bedingungen.”)

Wem das missfällt, hat nur eine Möglichkeit: Sich bei Facebook abmelden! Wer trotzdem bleibt, erklärt sich damit einverstanden, dass Facebook sich die Rechte an allen hochgeladenen Fotos sichert. Das ist nötig, da hochgeladene Bilder sonst nicht dargestellt werden dürften.

Man überträgt Facebook also eine Erlaubnis, die Fotos zu nutzen. Das bedeutet aber übrigens nicht, dass man das “Copyright” (Urheberrecht) an Facebook abgibt. Niemand kann einem das Copyright an einem Foto nehmenIn sehr vielen Fällen stellt sich bei manchen Protestierenden auch die Frage, wer ein Interesse an der (kommerziellen) Nutzung ihrer Fotos haben könnte. Wer Angst hat, dass ihm oder ihr seine Urlaubfotos und Bilder vom letzten Mittagessen “geklaut” werden, sollte manch mal sein Talent als Handyfotograf auch nicht überbewerten. 

Und wenn wir schon bei dem Thema sind: Das Copyright-Prinzip sollten Facebook-Nutzer im Prinzip auch selbst verinnerlichen. Wer fremde Bilder – das heißt alle Bilder, die nicht von einem selbst gemacht wurden oder bei denen die ausdrückliche Genehmigung des Copyright-Inhabers vorliegt – postet, verstößt in den meisten Fällen gegen das Urheberrecht und macht sich strafbar. Das gilt zum Beispiel für viele Fotos mit netten und schlauchen Poesiealbensprüchen, die gerne gepostet werden. Aber auch selbst gebasteltete Fan- und Gedenkfotos etc. Sprich: Jedes Bild, das Fotos beinhaltet, die man nicht selbst gemacht hat.

Interessant ist auch, wie sehr die Aufregung hochkocht, auf der anderen Seite aber ständige Copyrightverletzungen hingenommen und durch das Teilen bestimmter Inhalte toleriert und gefördert werden. Dieselben Nutzer, die auf der einen Seite protestieren, hinterfragen es an anderer Stelle nicht. Wer sich eineschlägige Homepages wie heftig.co und ähnlich mit ihren von überall aus dem Netz zusammengetragenen Inhalten genauer anschaut, wird feststellen, was Copyright-Verletzungen eigentlich wirklich sind. Man ganz abgesehen davon, wie dort Inhalte in oftmals falsch Zusammenhänge gestellt und somit komplett umgedeutet werden. 

Zurück zu Facebook und den neuen AGB, die man ja tatsächlich unangemessen oder schlecht finden kann. Wem nicht passt, was Facebook mit Fotos und anderen eigenen Inhalten anstellt (oder anstellen kann), sollte sich einfach überlegen, was er postet – und seine Privatsphäre-Einstellungen überprüfen und anpassen. Der Widerspruch in “Posting”-Form hat juristisch absolut keine Konsequenz. Jeder Form von Widerspruch bringt nichts. Da hilft dann tatsächlich nur seinen Account ab Januar zu schließen. 

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Depression: Drei Stormarner berichten über das stille Leid

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Reinbek – Sie haben jahrzehntelang geschwiegen, still gelitten und waren mehr als ein Mal ihres Lebens müde. Doch mittlerweile sprechen sie ganz offen über das, was ihnen auf der Seele liegt.

Sylvia Stabrey, Birgitt Kellinghusen und Maximilian Schöler, alle im Kreis Stormarn Zuhause, gehören zu den mehr als fünf Millionen Menschen bundesweit, die Depressionen haben.

Mit ihrer Offenheit befreien sie nicht nur sich selbst aus der mit der Erkrankung oft einhergehenden Isolation – sie helfen auch anderen.

Als sogenannte ‘Persönliche Experten’ sind sie das Herzstück des Projekts ‘Verrückt? Na und!’, mit dem die Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit (SVS) mit Sitz in Reinbek Aufklärungsarbeit leistet. Und das vor allem dort, wo das Thema Depression immer noch viel zu wenig Aufmerksamkeit findet: in der Schule.

Larissa Wende, Sozialpädagogin in der SVS, betreut neben anderen Beratungsangeboten das außergewöhnliche Präventionsprojekt für Jugendliche ab 14 Jahren. „Wir gestalten jeweils sechs Schulstunden zum Thema psychische Gesundheit“, sagt sie. In Gesprächsrunden, Rollenspielen und Gruppenarbeiten erfahren die Schülerinnen und Schüler unter anderem Grundlegendes über Ess- und Angststörungen, Suchtverhalten und Psychosen. „Unsere offene und eher spielerische Art der Aufklärung nimmt den Jugendlichen die Scheu, über seelische Erkrankungen zu sprechen. Ein Thema, das leider noch viel zu häufig totgeschwiegen wird“, sagt Larissa Wende.

„Wie oft hab’ ich mir als junger Mensch gewünscht, mit jemandem reden zu können. Jemanden kennenzulernen, dem es genauso geht wie mir“, sagt Birgitt Kellinghusen, die das Projekt der SVS seit 2020 als Betroffene mitgestaltet.

Gemeinsam mit einem pädagogisch geschulten Experten besucht sie dafür Schulklassen, erzählt ihre Lebensgeschichte, steht geduldig Rede und Antwort.

Die heute 69-Jährige war ein sehr sensibles Kind. Sie wächst mit vier Geschwistern auf, läuft als Zweitjüngste „so nebenher mit“.

Die kriegstraumatisierten Eltern bemerken nicht, wie unglücklich ihre Tochter ist, wie sehr sie sich nach Aufmerksamkeit sehnt.

„Ich war überzeugt davon, dass meine Mutter mich nicht liebt“, sagt Birgitt. Aus dem Gefühl wächst eine starke Unruhe, sie kann sich nur schlecht konzentrieren, spricht kaum noch. „Als ich elf war, wollte ich nicht mehr leben“, erinnert sie sich. Der tiefe Schmerz von damals ist der grauhaarigen Dame immer noch anzusehen. Die Suche nach Liebe und Aufmerksamkeit begleitet Birgitt durch ihr Leben. „Doch auch in Partnerschaften fand ich keine Sicherheit“, erinnert sie. Sie gerät an die Falschen, stürzt sich von einer unglücklichen Beziehung in die nächste. „In mir war eine Schwere, die ich versucht habe, wegzudrücken“, sagt Birgitt, die trotz der inneren Last nach außen hin „immer funktioniert“ hat. Erst in einer Therapie lernt sie, mit den Gefühlen umzugehen. Die Diagnose ‘Mittelschwere Depression’ ist fast eine Erleichterung. „Ich habe erfahren, dass es Möglichkeiten gibt, die mir helfen. Und, dass ich nicht alleine bin.“ Das sei ein großer Schritt in Richtung Heilung.

Birgitts Engagement beim Schulprojekt der Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit gibt ihr auf ihrem Weg zusätzliche Kraft. So geht es auch ihren ehrenamtlichen Kollegen Sylvia Stabrey und Maximilian Schöler. Beide sind an Depression erkrankt, Maximilian leidet außerdem unter Magersucht. Weiter auf der nächsten Seite.

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Legales Cannabis: Das sind die Vor- und Nachteile

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Über eine mögliche Legalisierung von Cannabis wird in Deutschland hitzig diskutiert. Sowohl Befürworter als auch Gegner führen gewichtige Argumente ins Feld.

Foto: Shutterstock.com

Deutschland ist längst nicht das erste Land, das sich mit dieser Problematik auseinandersetzt. Fast ein Jahrhundert war das Rauschmittel weltweit geächtet. In den letzten Jahren haben aber immer mehr Länder einen Kurswechsel vollzogen.

Mehr als fünfzig Nationen erlauben das Kiffen zu medizinischen Zwecken. Und in großen Teilen der USA und Kanadas gibt es viele Dispensaries, wo es möglich ist, Grassorten wie Strawberry Kush oder Sweet Tooth ohne Rezept zu kaufen. Viele weitere Länder haben zumindest den Besitz kleiner Mengen an Cannabis entkriminalisiert.

Die Bilanz fällt in den meisten Fällen positiv aus. Eine Reihe von Erfahrungen spricht dafür, dass die Legalisierung sinnvoll war. Es gibt aber auch Schattenseiten.

Vorteile einer Legalisierung

Die Legalisierung von Cannabis führt zu einem deutlichen Rückgang von Drogenkriminalität. Der Handel auf dem Schwarzmarkt wird dadurch eingedämmt, Konsumenten geraten nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt und die Behörden werden erheblich entlastet.

Gras von der Straße ist häufig mit Streckmitteln verunreinigt. Sie sind oft deutlich schädlicher für die Gesundheit als das Kiffen selbst. Die Legalisierung ermöglicht es, Standards für die Qualität von Cannabis festzulegen und die Gesundheit der Konsumenten zu schützen.

Die Legalisierung von Cannabis führt auch zu erheblichen Steuereinnahmen. Mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr könnte der Schritt allein zum deutschen Staatshaushalt beitragen. Außerdem könnte die Branche bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Cannabis kann zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt werden. Allerdings unterliegt es immer noch dem Stigma der Illegalität. Cannabispatienten haben häufig Probleme mit der Polizei. Und viele Ärzte haben Angst davor, Beihilfe zum Drogenkonsum zu leisten, wenn sie Cannabis verschreiben. Diese Probleme würden bei der Freigabe des Stoffs wegfallen.

Nachteile einer Legalisierung

In den USA und Kanada hat die Legalisierung von Cannabis dazu geführt, dass die Zahl der Autofahrten unter Drogeneinfluss gestiegen ist. Ob das auch zu mehr Unfällen geführt hat, ist noch unklar. In jedem Fall muss die Polizei aber einen größeren Aufwand für Verkehrskontrollen betreiben.

Die Freigabe von Hanf als Genussmittel kann auch ein falsches Signal an die Konsumenten senden. Denn genauso wie Alkohol oder Tabak ist auch Cannabis nicht frei von Risiken. Das sollte jedem bewusst sein, der sich dafür entschließt, zu kiffen.

In den letzten Jahren hat es große Fortschritte im Kampf gegen exzessiven Alkoholkonsum und Nikotinsucht gegeben. Die Legalisierung von Cannabis riskiert, die gesundheitlichen Erfolge dieser Kampagnen zunichte zu machen. Langfristige Studien zu den Folgen des Konsums gibt es bislang kaum.

Die Legalisierung führt dazu, dass immer mehr Stars und Prominente sich offen zum Cannabiskonsum bekennen. Gerade in den USA haben schon viele Musiker auf Instagram mit einem Joint posiert. Aufgrund ihrer Vorbildfunktion gegenüber jungen Menschen ist diese Entwicklung bedenklich.

Die Entscheidung über eine Legalisierung von Cannabis ist also nicht einfach. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Debatte noch über längere Zeit hinzieht. Wenn Deutschland dem weltweiten Trend folgt, wird es aber früher oder später auch hierzulande möglich sein, ganz legal zum Joint zu greifen.

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Fünf gesunde Angewohnheiten für dieses Jahr

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Die Ereignisse des vergangenen Jahres haben gezeigt, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Leider ist es vielen Leuten in dieser Zeit nicht leichtgefallen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Anstatt sich im Freien zu bewegen und auf ihre Ernährung zu achten, verbrachten sie viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm und naschten gegen den Corona-Blues.

Sport hält fit Symbolfoto: Skumer/shutterstock

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass sich die Lage in diesem Sommer entspannt. Höchste Zeit also, die tägliche Routine um ein paar gesunde Angewohnheiten zu ergänzen. Diese fünf Vorschläge kann eigentlich jeder umsetzen.

Früher schlafen gehen

Wer jede Nacht zehn Stunden Schönheitsschlaf bekommt, kann diesen Tipp getrost überspringen. Und wer Schlafprobleme hat, für den ist es natürlich ein wenig komplizierter. Aber alle, die problemlos einschlafen, aber abends viel zu lange vor dem Fernseher sitzen, können so ganz einfach viel für ihre Gesundheit tun. Nur eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht kann das Immunsystem stärken, senkt das Risiko für einen Herzinfarkt und schützt sogar vor Diabetes. Wer im Homeoffice arbeitet, kann natürlich auch einfach den Wecker etwas später stellen, anstatt früher ins Bett zu gehen.

Den Körper unterstützen

Wenn man unter Stress steht, braucht der Körper manchmal ein wenig Unterstützung von außen. Unter unzähligen Pflanzenstoffen, die eine beruhigende Wirkung haben, ist für jeden der richtige dabei. Für die einen ist eine Tasse Kamillentee vor dem Schlafengehen ideal. Andere tun sich leichter damit, CBD Öl von Cibdol oder einem vergleichbaren Hersteller in ihren morgendlichen Cappuccino zu mischen. Und wieder andere fahren mit dem Baldrianextrakt aus der Drogerie am besten. Am besten ist es, die Einnahme zu einem täglichen Wohlfühl-Ritual zu machen, denn auch die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen.

Täglich an die frische Luft gehen

Für viele Menschen gibt es derzeit keinen Grund, täglich das Haus zu verlassen. Wenn der Wocheneinkauf erledigt ist, könnten sie eigentlich den Rest der Zeit innerhalb der eigenen vier Wände verbringen. Die Arbeit wird von Zuhause erledigt, soziale Kontakte werden per Skype gepflegt – da ist die Versuchung groß, es sich in den eigenen vier Wänden bequem zu machen. Das hat allerdings fatale Folgen für die Gesundheit. Bewegungsmangel schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für Diabetes und Herzkrankheit. Auch wenn es manchmal schwerfällt, sollte ein täglicher Spaziergang daher zum Pflichtprogramm gehören.

Auf die Ernährung achten

Zugegeben, dieser Tipp ist nicht gerade neu. Und für viele Menschen ist ein reichhaltiges Essen gerade die größte Freude im grauen Homeoffice-Alltag. Aber man kann auch etwas für die Gesundheit tun, ohne auf die Pizza am Abend zu verzichten. Wer genug Obst und Gemüse isst, versorgt seinen Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Dann kann man auch die eine oder andere Portion Junk-Food besser wegstecken. Wer genügend gesunde Nahrungsmittel zu sich nimmt, muss sich nicht immer im Verzicht üben.

Positive Gedanken fassen

Die Psyche spielt eine wichtige Rolle für die körperliche Gesundheit. Angesichts ständig neuer Schreckensmeldungen ist es aber um das Gefühlsleben vieler Menschen schlecht bestellt. Umso wichtiger ist es, auch positive Gedanken zu fassen. Selbst in einer Krise gibt es im Alltag immer wieder kleine Dinge, die Mut machen können. Wer sich Zeit nimmt, diese kleinen Dinge zu würdigen, tut auch seinem Körper etwas Gutes.

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