Folge uns!

Kultur

"Stormarn liest ein Buch": Sieger stehen fest

Veröffentlicht

am

Lolo Stock/shutterstock.com

Die Stormarner haben entschieden: Das Buch »Amon – Mein Großvater hätte mich erschossen« von Jennifer Teege und Nikola Sellmair wird im nächsten Jahr im Mittelpunkt möglichst vieler verschiedener Veranstaltungen stehen. Es soll zu Lesungen, Aktionen und Workshops anregen und Menschen zusammenbringen.

Vom 27. April bis zum 17. Mai wird das Buch das Bindeglied für die Stormarner sein. Die Arbeitsgemeinschaft »Stormarn kulturell stärken«, die das Literaturprojekt in Kooperation mit dem Rowohlt-Verlag ins Leben gerufen hat, beginnt nun mit den Planungen für den Veranstaltungsreigen und ruft alle Menschen im Kreis Stormarn dazu auf, daran mitzuwirken.

Schon nach den ersten zwei Wochen des Votings lag das Werk von Jennifer Teege und Nikola Sellmair an der Spitze und hat seinen Platz gehalten. Die beiden anderen Bücher, die zur Wahl standen, Thomas Melle: „3000 Euro“ und Pascale Hugues: „Ruhige Straße in guter Wohnlage – Die Geschichte meiner Nachbarn“, sind damit ausgeschieden – aber natürlich absolut lesenswert.

Jennifer Teege, geboren 1970, ist das Kind von Monika Göth und eines Nigerianers. Als Baby wird sie ins Kinderheim gegeben, später adoptiert. Als 38-Jährige entdeckt sie in einer Bibliothek rein zufällig ein Buch, das ihre Mutter zeigt, und sie erfährt, dass sie die Enkelin des KZ-Kommandanten Amon Göth ist, bekannt aus Steven Spielbergs Film »Schindlers Liste«.

Amon Göth, von seiner Frau vergöttert, lebte auf dem Gelände des Konzentrationslagers, hatte seinen Hund auf Menschen abgerichtet, erschoss wahllos Juden. Jennifer Teege, seine Enkelin, hat in Israel studiert, spricht hebräisch und hat viele jüdische Freunde. Und sie ist mit der Familiengeschichte, die sich nun plötzlich vor ihr auftut, maßlos überfordert. Zunächst begibt sie sich in psychologische Behandlung, dann beginnt sie, dem Leben ihres Großvaters nachzuspüren. Das Buch spiegelt nicht nur die Geschichte des Nazi-Regimes, sondern dreht sich um die Bedeutung der Familie.

Entstanden ist ein Buch, das Spuren hinterlässt, nachdenklich macht, mitfühlen lässt, und das Mut machen soll. Und es wirft die Frage auf: Was macht eine Familie aus?

Bei der Auftaktveranstaltung stellten die Lesepaten Ursula Pepper, ehemalige Bürgermeisterin von Ahrensburg, und Annika Leske, Mitglied der Gruppe MuT, das Buch vor. Die Gruppe MuT ist unter dem Dach der Bürgerinitiative gegen Rechts in Glinde entstanden. Der Aktionskreis will nun die Veranstaltungen gegen Rechtsradikalismus auf eine breitere Basis stellen – sicherlich ein großes Thema im nächsten Frühjahr bei der Auseinandersetzung mit dem Buch von Jennifer Teege, mit der die MuT-ler bereits Kontakt hatten.

Jetzt sind die Stormarner ein weiteres Mal aufgerufen, sich einzubringen. Wer möchte Lesungen halten, Gesprächsrunden eröffnen, Aktionen ins Leben rufen? Wer will das Thema auf den Punkt bringen, es zerpflücken oder darüber gemeinsam mit anderen schreiben? Wer möchte in Familiengeschichten eintauchen oder sie hervorzaubern? Alle, die dabei sein möchten, sollten sich an Kulturreferentin Tanja Lütje von der Arbeitsgemeinschaft »Stormarn liest ein Buch« wenden.

Das gilt natürlich auch für die Jugendbücher von Nils Mohl, die von der Arbeitsgemeinschaft ausgewählt wurden. »Es war einmal Indianerland« und »Mogel« laden alle Jugendlichen ab 14 Jahren ein, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, in der Schule, im privaten Kreis oder öffentlich.

Jennifer Teege und Nils Mohl, gebürtiger Hamburger, haben sich schon im Vorfeld bereit erklärt Lesungen zu halten.

»Stormarn liest ein Buch« ist ein Projekt von »Stormarn kulturell stärken«, einer Arbeitsgemeinschaft des Kreises Stormarn, der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, der Sparkassen-Stiftung Stormarn und der Bürger-Stiftung Stormarn.

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Kulturwochenende: Picknick-Open-Air auf dem Gut Altfresenburg

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Um Kultur endlich wieder möglich zu machen, müssen Kulturschaffende in diesen Tagen neue Wege gehen. Der Weg des KuBs führt auf ein idyllisch gelegenes Feld auf dem Gut Altfresenburg, circa Kilometer von Bad Oldesloe entfernt.

Jeden Tag Silvester. Foto: Marcel Brell

Der Kulturbereich der Stadt Bad Oldesloe präsentiert vom 11. bis 13. September in Kooperation mit KLNGSTDT e. V. erstmalig das Picknick-Open-Air „KuB auf dem Feld“, bei dem unter anderem die Bands Die Happy, Jeden Tag Silvester und Mrs. Greenbird auftreten.

Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, eine Picknickdecke, Snacks, Getränke, Familie und Freunde einzupacken und das besondere Kulturerlebnis im wunderbaren Ambiente des Gutshofs unter freiem Himmel zu genießen. Ein großes Dankeschön geht an das Team vom KulturGut Altfresenburg e. V., das die Veranstaltung mit der Bereitstellung der Location und mit viel Unterstützung erst möglich gemacht hat.  

Das Picknick-Open-Air startet am Freitag, den 11. September um 19 Uhr direkt mit einem echten Highlight:

Die Oldesloer Band Jeden Tag Silvester wird im Doppelkonzert mit der Rockband Die Happy das KuB-Feld eröffnen.

Nach dem Ausfall des Stadtfestes im Juni haben eingefleischte Fans nun in diesem Jahr also doch noch die Chance, die vier Jungs mit ihrem neuen Album „Zwischen den Meeren“ im Gepäck live zu erleben. Mit eingängigem Deutsch-Pop, der die norddeutsche Ehrlichkeit, die Ruhe und Gelassenheit perfekt transportiert hat sich die Band mittlerweile eine große Fangemeinde erspielt. Sechs Jahre sind vergangen seit „Everlove“, dem letzten Album von Die Happy. Im April 2020 erschien mit „Guess What!“ die neunte Studio-Platte der Band, die seit über 25 Jahren und mehr als 1.200 Konzerten die großen und kleinen Bühnen Europas rockt.

Die Happy. Foto: Ronja Hartmann

Weiter geht es am Samstag, den 12. September um 11 Uhr mit der Vagabund Klezmer Band in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck.

Mit Witz und Wärme geben die VagabundInnen den alten Klezmer-Tänzen einen ganz neuen Glanz. Der lebendige Kontakt beim Musizieren, untereinander und mit dem Publikum, macht die Konzerte zu einem mitreißenden Erlebnis. Den Ritterschlag erhielt das Ensemble im Januar 2020: Auf Einladung von Giora Feidmann eröffnete es die zweite Hälfte des Konzertes im Lübecker Dom. „Sie shpiel´n Klezmer so schein“, schwärmte der Klezmer-Weltstar.

Mrs. Greenbird. Foto: Manuela Zander

Um 18 Uhr folgt das Folk-Pop-Duo Mrs. Greenbird.

Ausgezeichnet mit dem „Album OfThe Year“ und bekannt als Gewinner von „X Factor“, präsentieren Sarah Nücken und Steffen Brückner ihr neues Album „Dark Waters“. Mit ihrer sehr eigenen Mischung aus Folk, Country und Pop, die in Deutschland nach wie vor einzigartig ist, schaffen sie auf der Bühne eine unvergleichlich persönliche und intime Atmosphäre. Musik zum Anfassen, denn näher und ehrlicher geht es fast nicht.

Sonntag, der 13. September steht ganz im Zeichen der Kleinkunst… Weiterlesen auf der nächsten Seite.

Weiterlesen

Kultur

Magisches Maastricht: Kleines Theater zeigt André Rieu im Kino

Veröffentlicht

am

Bargteheide – Das Kino im Kleinen Theater Bargteheide präsentiert am Sonntag, den 9. August um 17 Uhr mit „Magisches Maastricht“ ein André Rieu.

Foto: André Rieu Productions-Piece of Magic Entertainment

Aus der 15-jährigen Geschichte der Maastricht-Konzerte hat André Rieu ein musikalisches „Best of“-Programm zusammengestellt, und zeigt die schönsten Konzert-Momente.

Im Interview zeigt er sich von einer sehr persönlichen Seite in der Zeit der Corona-Isolation.

Moderatorin Andrea Ballschuh wird André Rieu exklusiv für das Kino-Event auf dem mittelalterlichen Stadtplatz von Maastricht, dem Vrijthof, interviewen und sich erkundigen, wie sich das Leben für den Maestro während der globalen Pandemie verändert hat und was die Zukunft bringen mag. Wie geht er mit der Isolation als Musiker, Vater und Großvater um? Dies ist die einmalige Gelegenheit, André ganz persönlich zu erleben.

Der Film begleitet André Rieu, das Johann Strauss Orchester, seine Weltklasse-Sopranistinnen und die Platin Tenöre zum aufmunterndsten Konzert des Sommers– im gesicherten Umfeld des Kino-Saals.

Weiterlesen

Kultur

Zarpener Kirche plant Sommerkino im Pfarrgarten

Veröffentlicht

am

Zarpen – Am Freitag, den 31. Juli um 20.30 Uhr öffnet das Pastorenehepaar Wolffson die Tore zum Pfarrgarten für einen besonderen Abend.

Die Kirche in Zarpen. Foto: Kirchengemeinde Zarpen

„Auf der Obstwiese hinter dem Pastorat spannen wir eine große Leinwand zwischen die Bäume“, sagt Nils Wolffson (35). „Wir freuen uns schon darauf, wenn die Menschen mit ihren Stühlen unterm Arm zu uns kommen“, meint auch Isabelle Wolffson.

In diesem Jahr wird ein Film gezeigt, in dem es um Kinder, die lernen Musik zu machen. Der französische Film ist humorvoll, schlägt aber auch sensible Töne an. Aus lizenzrechtlichen Gründen darf der Filmname nur am Veranstaltungsort genannt werden. Wer wissen will, um welchen Film es sich handelt, kann das im Schaukasten am Pastorat nachlesen.

Das Kino in Zarpen findet schon zum dritten Mal im Pfarrgarten statt.

Zwischen Schafen, Hühnern und Bienen ist dort reichlich Platz, um den notwendigen Abstand zwischen den Zuschauern zu gewährleisten.

Der Ort der Kinovorführung ist nur einen Katzensprung entfernt von dem ehemaligen Zarpener Kino. „Viele Zarpener erinnern sich noch an das alte Kino in der Lübecker Straße“, sagt Pastor Wolffson. Heute ist der Kinosaal zu Wohnungen umgebaut. “40 Pfennig soll damals der Eintritt mal gekostet haben.”

Eigentlich planen die Zarpener Vereine und Verbände jedes Jahr einen Kalender mit besonderen Angeboten für die Sommerferien.

Am 31. Juli war eigentlich eine Fahrt zu den Karl-May-Festspielen geplant, was in diesem Jahr leider nicht stattfinden kann. Darum konnte der Termin jetzt mit dem Sommerkino neu besetzt werden. Das Sommerkino beginnt um 20.30 Uhr im Pfarrgarten (Hauptstraße 44). Sitzgelegenheiten und Getränke bitte selbst mitbringen. Der Eintritt ist frei.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung