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Norddeutschland

Vorsicht Zecken! Milder Winter sorgt für viele Blutsauger

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Jens Fischer

Trinken gerne Blut, sind aber keine Vampire: Zecken

Diese kleinen Spinnentiere saugen Blut und übertragen Krankheiten. In diesem Sommer gibt es besonders viele Zecken. Eigentlich wird die Population regelmäßig im Winter eingedämmt, die Tiere vertragen nur eine gewisse Zeit Temperaturen unter null Grad.

Dieser Winter war vergleichsweise mild. Entsprechend viele Zecken gaben überlebt, plagen nun Katzen, Hunde und auch Menschen.

Auch von offizieller Seite wird derzeit vor den Bissen der kleinen Parasiten gewarnt. „Stormarn ist kein hochgefährdetes Gebiet“, sagt Andreas Musiol, Leiter des Stormarner Gesundheitsamtes. „Dennoch sollte man sich nach einem Aufenthalt in der Natur besonders genau absuchen.“

Vor allem Wanderer sollten vorsichtig sein. Doch auch im Park oder im heimischen Garten lauern Zecken. Dass sich die Spinnentiere nur von Ästen fallen lassen, ist ein Mythos. Auch in Gräsern warten sie auf potenzielle Beute.

Hierzulande wird in zwei Arten unterschieden. So gibt es Zecken, die passiv auf einen sogenannten Wirt warten – und solche, die sich aktiv auf die Jagd begeben.

Ein Biss kann für einen Menschen schwere Folgen haben. Durch den Speichel können die Parasiten Borreliose-Bakterien übertragen. Der Erreger kann alle Organe, das Nervensystem, Gelenke und Gewebe befallen. Man erkennt eine Infektion in der Regel an einer starken Rotfärbung um die Bissstelle innerhalb von fünf bis 29 Tagen nach Infektion.

Nicht weniger gefährlich ist die zweite vorwiegend von Zecken übertragende Krankheit. Eine spezielle Form der Hirnhautentzündung, die Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME. Sie kann bei Nichtbehandlung sogar zum Tod führen.

FSME beschränkt sich jedoch weitestgehend auf die südlichen Bundesländer. Die meisten durch Zeckenbisse hervorgerufenen Meningitis-Erkrankungen werden in Bayern und Baden-Württenberg gemeldet. In Schleswig-Holstein gab es im vergangenen Jahr lediglich einen Fall.

Nicht nur Outdoor-Freunde sollten dieser Tage Vorsicht walten lassen. Haustiere – besonders Katzen – sind vorzügliche Zecken-Sammler. Andreas Musiol: „So können die Tiere auch in die Wohnung eingeschleppt werden.“

Zecken bevorzugen Körperstellen wir Kniekehlen, Armbeugen oder die Achseln. Vor einem Biss krabbeln sie also eine Zeit lang auf dem Körper herum, bevor sie eine geeignete Stelle finden. Wenn es bereits zu einem Biss gekommen ist, sollte man die Zecke umgehend mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder -karte entfernen. Auf keinen Fall mit den Fingernägeln! So könnten die im potenziell im Körper des Tieres befindlichen Erreger in die Stichstelle gepresst werden. Auch sollte man darauf achten, dass man den Kopf der Zecke, der sich in die Haut eingräbt, mit entfernt. Sonst kann sich die Bissstelle entzünden.

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Politik und Gesellschaft

Land fördert Schulsanierungen mit 120 Millionen Euro

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Kiel – In dieser Woche hat die Landesregierung das größte Schulbauprogramm gestartet, das es bisher in Schleswig-Holstein gegeben hat. Bis zu 120 Millionen Euro stehen damit für den Bau und die Sanierung von Schulen im Land bereit. 

Klassenzimmer (Symbolbild). Foto: pixabay.com

„Angesichts der Corona-Pandemie haben die Landesregierung und alle im Landtag vertretenen Parteien im vergangenen Jahr ein Konjunkturpaket geschnürt. Neben zusätzlichen Mitteln für Investitionen in Krankenhäuser sind darin auch diese Gelder für Schulbaumaßnahmen enthalten“, erläutert der Ahrensburger CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Koch, zugleich Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kieler Landtag. 

Von den Geldern des Schulbauprogramm entfielen rund 10 Millionen Euro auf den Kreis Stormarn. Empfänger der Förderung seien die kommunalen Träger der öffentlichen Schulen, also Gemeinde, Städte und Kreise. Förderfähige Investitionsmaßnahmen seien die Sanierung, der Umbau und die Erweiterung eines bestehenden Schulgebäudes ebenso wie die Errichtung eines Neubaus. Der Landeszuschuss betrage 50 Prozent der Ausgaben, allerdings begrenzt auf maximal drei Millionen Euro pro Schulgebäude bzw. eine Million Euro pro Schulsporthalle.

„Auch wenn die Kommunen in den letzten Jahren bereits viel in ihre Schulen investiert haben, ist der Sanierungsstau an den öffentlichen Schulen immens. Gerade in den Corona-Zeiten hat sich gezeigt, dass nicht mehr alle Klassenräume den heutigen Anforderungen entsprechen, wenn z.B. keine Lüftung durch das Öffnen der Fenster möglich ist. Deshalb wollen wir mit diesem Förderprogramm die Kommunen bei der Schulsanierung unterstützen und weitere Schulbaumaßnahmen initiieren“, so Tobias Koch. 

Das jetzt aufgelegte Schulbauprogramm ist bereits das dritte in dieser Wahlperiode.

50 Millionen Euro seien aufgrund des Jamaika-Koalitionsvertrages vor drei Jahren ausgelobt worden.

Hieraus werde z.B. der Neubau der Grundschule Bünningstedt in der Gemeinde Ammersbek mit 2 Millionen Euro gefördert. Hinzu kam ein Bundesprogramm für Schulbaumaßnahmen in finanzschwachen Kommunen, von dem rund 100 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein entfielen. Davon profitierte u.a. die Gemeinde Grönwohld mit ihrer Grundschule.

Anträge auf Zuschüsse aus dem Schulbauprogramm des Landes können ab dem 1. Juni 2022 gestellt werden. Bis dahin haben die Kommunen nun Zeit, um die erforderlichen Unterlagen wie z.B. Bauzeichnungen sowie die Kosten- und Finanzierungsplanung zusammenzustellen. Nach erfolgter Bewilligung müssen die Baumaßnahmen anschließend spätestens bis Ende Juni 2024 umgesetzt werden.

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Herzogtum-Lauenburg

Rollerfahrerin stirbt bei Verkehrsunfall in Geesthacht

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Geesthacht Am Mittwochabend (17.11.) kam es gegen 17.50 Uhr im Einmündungsbereich Berliner Straße / Trift in Geesthacht zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Leichtkraftrad.

Rettungsdienst im EInsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Ermittlungstand befuhr ein 42 Jahre alter Mann mit einem Opel Astra die Straße Trift in Richtung Berliner Straße. Im dortigen Einmündungsbereich bog er dann verbotswidrig nach links ab.

Dabei übersah der Opel-Fahrer die von links herannahende und vorfahrtsberechtige Geesthachterin auf ihrem Roller.

Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Die 57-jährige wurde lebensgefährlich verletzt und verstarb wenig später im Krankenhaus.

Der Opel-Fahrer erlitt einen Schock und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.

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Kiel

16-Jährige auf Zugfahrt belästigt: Mann (39) in Kiel festgenommen

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Kiel – Auf einer Zugfahrt von Rendsburg nach Kiel hat ein Mann (39) eine 16-Jährige sexuell belästigt. Der Mann wurde am Bahnhof von der Bundespolizei fesetgenommen.

Eine Streife der Bundespolizei an einem ICE im Hamburger Hauptbahnhof- Foto: Bundespolizei/hfr

Auf der Zugfahrt hatte der Mann das Mädchen im Zug angesprochen. Im Zuge des Gespräches kam er der 16-Jährigen immer näher und berührte sie dabei an Händen, Armen und Schulter.

Zusätzlich sprach er ihr gegenüber noch obszöne Worte aus, sodass sie angeekelt zurückwich.

Nach Ankunft auf dem Bahnhof Kiel, lief das Mädchen sofort zur Bundespolizei am Hauptbahnhof und erstattete Strafanzeige gegen den Mann.

Da sie ihren Peiniger so gut beschreiben konnte, wurde dieser noch am Haupteingang angetroffen und festgenommen.

Nach dem Tatvorwurf, war der Mann zunächst sehr aggressiv gegenüber der eingesetzten Streife und wollte nicht mit zur Wache kommen.

Erst nach mehrfacher Androhung von unmittelbarem Zwang und dem Einschalten der Bodycam, beruhigte er sich wieder.

Das geschädigte Mädchen erkannte den Mann bereits mit Annäherung an die Wache zweifelsfrei wieder.

Sie wurde dann in den hinteren Teil der Wache verbracht und bis zum Eintreffen eines Betreuers durch eine Kollegin betreut.

Eine Überprüfung seiner Person im Fahndungssytem ergab keine aktuelle Fahndung.

Der polizeibekannte Mann wird sich wegen seiner Tat verantworten müssen

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