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Norddeutschland

Nach Tagen in der Wildnis: Ausreißerin "Susi" hat ein neues Zuhause

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Fotos:Polizei

Sollte sich der ursprüngliche Besitzer nicht melden, hat die Hündin

Ihr Herrchen geriet vor mehreren Tagen in eine Polizeikontrolle. Bei der Gelegenheit entwischte die abenteuerlustige Hündin “Susi” aus dem Auto und machte sich auf große Wanderschaft. Dann tauchte sie wieder auf – beim Autobahnrevier!

Verstehen sich blendend: Susi (vorne) und Familienhund Sunny.Alles begann mit einer Autopanne. Ein 75-Jähriger war bei Talkau (Herzogtum-Lauenburg) mit seinem Wagen liegengeblieben. Während die Polizisten mit dem 75- jährigen ins Gespräch kamen, nutzte Susi die Gelegenheit für einen “Ausflug”. Sie sprang aus dem Wagen und lief davon.

“Trotz der intensiven Bemühungen der Polizisten und ihres Herrchens, war Susi nicht zur Rückkehr zu bewegen. Sie verschwand in einem Waldstück und wurde zunächst nicht mehr gesehen”, schildert Polizeisprecherin Sonja Kurz.

Der 75- jährige musste letztlich ohne sie seine Fahrt fortsetzen. Er war auf dem Weg zu einem wichtigen Termin in Polen.

Zwei Tage später dann die Überraschung: Die Mischlingshündin tauchte vor dem Autobahnrevier bei Talkau auf.

Nur war Susi äußerst misstrauisch und ließ sich von den Polizisten nicht anlocken oder einfangen. Sie verschwand wieder im Wald. Alle Versuche, an die Hündin heranzukommen, schlugen fehl.

Die Beamten informierten das Amt Schwarzenbek- Land. Man kam zu dem Schluss, dass eine so genannte Lebendfalle die Susi eventuell anlocken könnte. Also stellten die Polizisten in der Nacht zu Dienstag die Falle auf und präparierten sie mit 300 Gramm Rindfleisch und anderen “Leckerlis”.

Am ersten Tag war die Falle ausgeplündert, hatte aber nicht ausgelöst. Tag 2: Statt Susi saß die durch den unfreiwilligen Aufenthalt hinter Gittern sichtlich genervte Dienststellenkatze in der Falle. Doch aller guten Dinge sind drei: Am Mittwoch saß dann endlich das richtige Tier im Käfig: Die Polizisten versorgten Susi mit Wasser und brachten sie anschließend zur Tierärztin. Der Hündin ging es prima und sie war kerngesund, musste aber von rund 30 Zecken befreit werden.

Das Herrchen hat sich bis heute nicht gemeldet. Sonja Kurz: “Ein Autobahnpolizist nahm sich, in Absprache mit dem Amt Schwarzenbek- Land, der Hündin an und gab ihr erst einmal ein neues Zuhause.”

Inzwischen hat sich Susi mit sämtlichen Familienmitgliedern, Frau, Kinder, Katzen und dem Familienhund Sunny, angefreundet. Sollte sich Susis Herrchen auch weiterhin nicht melden, hat die Hündin schon jetzt bei dem Autobahnpolizisten und seiner Familie ein dauerhaftes Zuhause gefunden.

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Kreis Segeberg

Polizei und Feuerwehr retten erschöpften Waschbär aus Hafenbecken

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Wedel – Bereits am Donnerstagnachmittag ist es zu einem ungewöhnlichen Wildtiereinsatz in der Wedeler Elbhafenanlage gekommen.

Quelle: Polizeidirektion Bad Segeberg

Um 13:08 Uhr alarmierten Passanten die Polizei, da sie einen pelzigen Vierbeiner an einem Brett in hilfloser Lage der Hafenanlage bemerkten. Das Tier kam aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Becken.

Bei dem zotteligen Tier handelte es sich um einen Marderhund, der durch sein ähnliches Aussehen mit einem Waschbären verwechselt werden kann. Er wurde durch die Kameraden der Feuerwehr mit Unterstützung eines Schlauchboots gerettet.

Das völlig entkräftete Tier wurde im Anschluss in einer Transportbox zur Wildtierauffangstation nach Steilshoop gebracht.

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Herzogtum-Lauenburg

“SOS”: Mann liest Hilferuf auf Lieferkarton und ruft die Polizei

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Büchen – Eine unleserliche Handschrift hat am Wochenende im Kreis Herzogtum-Lauenburg einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Kunde eines Lieferdienst entzifferte auf einem der Kartons einen Hilferuf.

Foto: pixabay.de

Ein 20-jähriger Mann ließ sich am Sonntagabend über einen Büchener Lieferdienst sein Abendessen nach Hause bringen.

Beim Öffnen seiner Lieferung, staunte der Mann nicht schlecht, auf der Verpackung stand handschriftlich ein “SOS”!

Der Bröthener informierte umgehend die Beamten des Polizeirevieres Schwarzenbek.

Umgehende Ermittlungen lösten wenig später das Geschehen auf. Tatsächlich handelte es sich hier um die Bestellnummer 505 seines Gerichtes.

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Bad Oldesloe

THW-Ortsverbände im Norden bekommen acht neue Einsatzfahrzeuge

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Bad Oldesloe – Durch das Fahrzeugbeschaffungsprogramm des Deutschen Bundestages, das die SPD-Fraktion auf den Weg gebracht hat, erhalten nun auch die THW-Ortsverbände in Wahlstedt, Kaltenkirchen, Bad Segeberg, Norderstedt und Bad Oldesloe neue Einsatzfahrzeuge, meldet der SPD-Bundestagsabgeordnete Bengt Bergt.

Einsatzfahrzeuge des Technischen Hilfswerks (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

„Ich freue mich sehr, dass die Helferinnen und Helfer des THW in unserer Region jetzt moderne technische Verstärkung erhalten. Insgesamt bekommen die Ortvereine drei Mehrzweckgerätewagen und fünf Mannschaftstransportwagen. Damit kann das THW seine umfangreichen und wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrnehmen“, so Bengt Bergt.

Besonders in Erinnerung ist der Einsatz des THW bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer: Über 14.000 THW-Einsatzkräfte aus allen Ortsverbänden Deutschlands haben mit angepackt, um in den betroffenen Gebieten bundesweit, besonders aber im Süden und Westen zu helfen. „Die Helferinnern und Helfer des THW haben Flutopfer gerettet, Trümmer und Schäden beseitigt, zerstörte Infrastruktur wie Straßen, Strom und Wasser wiederhergestellt und insgesamt über zwei Millionen Einsatzstunden geleistet. Diese Flutkatastrophe ist der größte Einsatz in der THW-Geschichte“, so Bergt weiter, der schon selbst 2002 und 2013 in Sachsen-Anhalt von den großen Elbfluten betroffen war und unmittelbar miterlebte, wie wichtig die Hilfe der Einsatzkräfte vor Ort ist.

„In diesem Jahr werden insgesamt rund 1000 neue Fahrzeuge an die THW-Ortsverbände ausgeliefert – so viele wie nie zuvor!“, freut sich Bengt Bergt.

„Bis Mitte Dezember 2021 wurden deutschlandweit 918 Fahrzeuge im Wert von insgesamt etwa 84 Millionen Euro an die Ortsverbände übergeben, darunter auch die acht Fahrzeuge in unserem Wahlkreis. Eine wichtige Unterstützung, dass das THW in Ausnahmesituationen handlungsfähig ist.“

„Den Einsatz und das Engagement des THW können wir gar nicht genug würdigen. Deshalb haben wir uns in der SPD vehement dafür eingesetzt, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglichst gute Rahmenbedingungen und die dafür notwendige finanzielle Ausstattung zur Verfügung gestellt bekommen. Wir haben in diesem Jahr ganz besonders gesehen, wie wichtig das ist“, so Bergt.

Mit seinen über 80.000 ehrenamtlich Engagierten leistet das THW einen entscheidenden Beitrag zum Zivil- und Katastrophenschutz in unserem Land. Sei es bei der Bewältigung von Überschwemmungen und Hochwasserereignissen, von Waldbränden oder bei Bergungs- oder Rettungseinsätzen. Auch in der Corona-Pandemie wurde der schnelle Aufbau von Impfzentren vielerorts durch das THW organisiert.

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