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Glinde

Feuer-Irrsinn geht weiter. Scheune abgebrannt

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Peter Simmerling/hfr

Dichter Rauch quillt unter dem Dach der Scheuner hervor

Die Gegen rund um Ahrensfelde und Ahrensburg kommt nicht zu Ruhe. In der Nacht musste erneut die Feuerwehr ausrücken. Dieses Mal brannte aber nicht “nur” eine Reihe Strohballen, sondern eine ganze Scheune stand beim Eintreffen der Brandbekämpfer in Flammen.

In der großen Scheune hatten Strohballen Feuer gefangen. Wie das passieren konnte, ist vollkommen unklar. Die Flammen setzten auch das Gebäude selbst in Brand. Alle Ortswehren aus Ahrensburg, sowie Einsatzkräfte aus Glinde und Großhansdorf wurden angefordert. Knapp 100 Rettungskräfte waren im Endeffekt vor Ort und versuchten das Feuer zu besiegen.

Passanten hatten gegen 01.45 Uhr zufällig den Brand entdeckt und die Feuerwehr informiert. Sie waren an dem Gelände des Bauernhofs vorbei gekommen und nahmen plötzlich den Brandgeruch wahr. Sie gingen daraufhin in die unverschlossene Scheune hinein, um nach zu sehen.

Kurze Zeit später schlugen die Flammen schon aus dem Gebäude heraus. In der ca. 250 Quadratmeter großen Scheune (Holzverkleidung und Wellblechdach) befanden sich unten Pferdeboxen und darüber das Strohlager.

Die drei Pferde waren zu dem Zeitpunkt auf der Wiese. Der 45- jährige Besitzer des Hofes und die beiden Pächter der Scheune und eines Bauernhauses auf dem Gelände des Hofes, eine 34- jährige Frau und ein 38- jähriger Mann, mussten von der Polizei geweckt werden.

Sie verließen unverletzt das Haus. Den Feuerwehrkräften gelang es noch, einen Traktor unbeschädigt aus der Scheune zu holen. Das Feuer hatte die Feuerwehr gegen 06.40 Uhr gelöscht. Die letzten Feuerwehrkräfte rückten gegen 09.20 Uhr, nach den Nachlösch- und Aufräumarbeiten, ab. Die Scheune wurde durch den Brand erheblich beschädigt und muss wahrscheinlich komplett abgerissen werden.

Der Sachschaden wird auf ca. 150.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei in Ahrensburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Sie schließt eine Brandstiftung nicht aus. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern am Brandort derzeit noch an.

Die Bekämpfung des Großbrands begann gegen zwei Uhr und konnte erst am Morgen abgeschlossen werden. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Der betroffene Landwirt soll aber bereits bei mehreren der jüngeren Brandstiftungen zuvor eines der betroffenen Opfer gewesen sein. Und immer deutlicher steht die Frage im Raum, welches Motiv ein Brandstifter haben könnte. Verfolgt er ein Muster oder sind seine Opfer zufällig ausgewählt? Ist es ein Rachefeldzug oder ähnliches oder nur schreckliche Pyromanie eines offensichtlich psychisch Kranken?

Von vor Ort wird berichtet, dass der Brand auch viel schlimmer hätte ausgehen können. Der oder die möglichen Brandstifter scheint immer weniger Rücksicht zu nehmen. Denn direkt neben der Scheune sollen sich Wohngebäude befinden. “Man bekommt langsam Angst”, berichtet ein Stormarnlive-Leser. “Wir selbst haben zwei Pferde dort stehen”.

Die Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen.

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Glinde

Glinder Tafel braucht Hilfe: Stadtverwaltung unterstützt bei Spendersuche

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Glinde Die Zahl der Menschen, die bei der Glinder Tafel als Kunden registriert sind, hat sich in den vergangenen Wochen um rund 50 Prozent erhöht.

Alfons Stanetzek, Vorsitzender der Glinder Tafel, und seine Stellvertreterin Sylvia Stühmer haben sich Hilfe suchend an Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke gewandt. Foto: Stadt Glinde

Dies lässt die ehrenamtlichen Helfer, die donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Glinder Gutshaus die Lebensmittelspenden verteilen an ihre Grenzen bringen.

Aus diesem Grund haben sich nun Tafel-Vorsitzender Alfons Stanetzek und seine Stellvertreterin Sylvia Stühmer Hilfe suchend an die Glinder Stadtverwaltung gewandt.

„Das Team der Glinder Tafel ist an der Belastungsgrenze und so geht es nicht mehr weiter. Leider bekommen wir derzeit weniger Warenspenden vom Handel und nicht nur die hohe Anzahl von ukrainischen Flüchtlingen hat zu einem der Anstieg der Kundenzahlen geführt“, erklärt Alfons Stanetzek.

Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke wollen helfen.

„Die Tafel ist eine wichtige soziale Einrichtung für unsere Stadt. Aus diesem Grund bitten wir um mehr Unterstützung auch von Seiten der Glinderinnen und Glinder“, meint Rainhard Zug. Er ruft auch zu finanziellen Spenden auf. „Es hilft der Glinder Tafel auch schon, wenn die Tafel neue Mitglieder bekommt. Diese müssen nicht aktiv dabei sein, können aber durchaus finanziell mit einem Jahresbeitrag von 24 Euro unterstützen.“

Bürgervorsteher Martin Radtke konnte derweil die Geschäftsführungen der beiden Glinder Edeka-Geschäfte von einer Spendenaktion überzeugen.

Dabei können Kunden selbst Artikel für die Glinder Tafel einkaufen und dann in den beiden Geschäften sammeln lassen.

Die Ehrenamtler der Tafel werden sie dann dort regelmäßig abholen. Benötigt werden vor allem haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Reis- und Nudel-Fertiggerichte, Kaffee, Marmelade, Gewürze und Gemüse in Dosen, aber auch Shampoo, Seife und Zahnpasta.

Vor dem Krieg in der Ukraine waren es regelmäßig 70 bis 80 Kunden, die regelmäßig Lebensmittelspenden für einen geringen Eurobetrag im Gutshaus abholen. Derzeit sind es 120, Tendenz steigend. Darunter sind auch Bedürftige aus Oststeinbek, da es dort keine Tafel gibt.

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Glinde

Glinder Feuerwehr sagt diesjähriges Osterfeuer ab

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Glinde Wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren hat die Glinder Feuerwehr aufgrund der unklaren Pandemielage und der damit verbundenen Planungsunsicherheit auch das Osterfeuer 2022 abgesagt – wenngleich schweren Herzens.

Foto: SL

Der gerade erst in seinem Amt bestätigte Glinder Gemeindewehrführer Michael Weidemann und seine Mannschaft sind sich bewusst, dass damit ein weiteres Mal ein Stück Kulturleben in der Stadt und Bürgernähe der Feuerwehr verloren geht. Zuletzt 2019 hatte die Wehr – immerhin schon zum 32. Mal – das traditionelle Volksfestfest unter eigener Regie veranstaltet.

Dennoch: „Wir nehmen natürlich auch unsere Verantwortung unseren eigenen Kameraden gegenüber, aber vor allem auch für die Glinder Mitbürger unter Sicherheitsaspekten sehr ernst“, sagt der Feuerwehrchef mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „So oder so wünschen wir den Glindern ein fröhliches Osterfest und hoffen, dass alle gesund bleiben.“

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Glinde

Er schreibt Geschichte auf: Glinde hat einen neuen Stadtchronisten

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Glinde Für die Forschung ist eine Stadtchronik von großer Bedeutung. Deswegen wird Glindes Geschichte jetzt vom Stadtchronisten Christoph Treskow aufgeschrieben.

Foto: Stadt Glinde

Die Stadt Glinde sieht auf eine reiche und wechselvolle Geschichte zurück. Diese ist unter anderem in schriftlichen Quellen, wie Urkunden, Büchern, Denkmälern und Bauwerken, überliefert. Das alles dient Heimatforschenden, Historiker*innen sowie anderen Interessierten als zuverlässige Informationsquelle.

Seit wenigen Wochen ist nun mit Christoph Treskow ein neuer ehrenamtlicher Stadtchronist für die Stadt Glinde aktiv.

Die Aufgabe des Stadtchronisten ist es, das Geschehen in der Stadt Glinde unter anderem anhand von Presseberichten und Internetseiten zu recherchieren und die wichtigsten Ereignisse sachlich in einem jährlichen Bericht zusammenzufassen.

„Darüber hinaus möchte ich aber auch zu verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt gegen und diese dann für die Nachwelt zum Beispiel mit Fotos festhalten. Ich möchte die Glinder Stadtchronik moderner gestalten und werde deshalb auch mehr mit Bildern arbeiten“, erklärt Christoph Treskow.

Um den Posten des ehrenamtlichen Stadtchronisten hatten sich zahleiche Personen beworben.

Am Ende setzte ich dann der 34-jährige Christoph Treskow durch. Der gebürtige Dessauer hatte in Rostock Germanistik studiert und nach dem Uniabschluss in einer Hamburger Agentur unter anderem als Lektor gearbeitet.

Vor zwei Jahren wagte er dann den Sprung in die Selbständigkeit als Lektor und Textberater. „Ich lebe jetzt seit sechs Jahren zusammen mit meiner Frau hier in Glinde und finde es besonders wichtig, sich auch mit der eigenen Stadt zu beschäftigen. Dabei gehe ich immer mit offenen Augen durch die Welt und interessiere mich für die lokale Geschichte. Aus diesem Grund habe ich mich als Stadtchronist beworben, denn so kann ich immer noch wieder etwas Neues über meine Heimatstadt kennenlernen“, meint Christoph Treskow.

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