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Bad Oldesloe

AfA-Stormarn: Tödliche Gefahr – wie viel Asbest ist in Ihrem Haus?

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Vorsicht Asbest!

Es ist in Dächern, Wänden, Fußböden und Isolationen: Asbest wurde bis Anfang der 90er Jahre in vielen Materialien verbaut. Sogar in Bremsbelägen von Fahrzeugen! Bis heute ist die krebserregende Faser in älteren Häusern zu finden. Auch in Stormarn.

Schon mal ein Loch in die Wand gebohrt? Aus welchem Material besteht eigentlich Ihr Fußboden? Und woraus Dach und Dämmung ihres Hauses?

Jahrzehnte war sie die “Wunderfaser”. “Asbest wurde für so gut wie alles verwendet”, sagt Harald Niemann. Der Vorsitzende der Asbestose Selbsthilfegruppe Hamburg und Schleswig-Holstein war seinerzeit Elektriker im Schiffsbau, arbeitete mit hochgiftigen Ethernit-Platten. Dann wurde er krank – 40 Jahre später. Diagnose: Krebs, durch Asbest hervorgerufen.

“Wir haben in schlecht belüfteten Räumen die Platten zugeschnitten. Manchmal konnte man in dem Asbeststaub die Hand vor Augen nicht mehr sehen”, erinnert er sich. “Von der Gefahr haben wir nichts gewusst.”

harald-niemann

Asbest-Gefahr: “Keiner von uns wusste damals, wie gefährlich der Staub ist”

Vor 20 Jahren wurde Asbest in der Bauindustrie offiziell verboten. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. In Stormarn sind nach dem zweiten Weltkrieg ganze Wohnsiedlungen entstanden.

Der mittlerweile verbotene Baustoff schlummert dort immer noch in den Wänden, Böden und Dächern. Wie viele öffentliche Gebäude betroffen sind, weiß niemand. Vor zehn Jahren musste die Sporthalle einer Ahrensburger Schule schließen: Zu viel Asbest im Dach!

Dramatisch ist auch die Lage in Kleingartenkolonien.

afa-asbestoseMitglieder der AfA und der Asbestose Selbsthilfegruppe informieren am 9. und 11. April über Asbestgefahren.AfA-Mitglied und Kleingärtner Ewald Liebe: “Man kann davon ausgehen, dass auf jeder dritten Gartenlaube Wellasbest zu finden ist.” Der Umgang damit ist oft sorglos: Ein Nachbar habe die gefährlichen, mit Asbest belasteten Platten in einer Nacht- und Nebel-Aktion verschwinden lassen.

“Die Gefahr durch Asbest ist relevant und tödlich. Und das wir immer noch verschwiegen und klein geredet”, ärgert sich Uwe Teut. Der Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) will mit Vertretern aus Asbesose-Selbsthilfegruppen und AfA-Mitgliedern mit Aktionen auf die Gefahr aufmerksam machen.

“Asbest ist wichtiger als eine Baumschutzsatzung!”

“Wir haben schon im letzten Jahr einen Infoabend veranstaltet und alle Lokalpolitiker persönlich eingeladen. Niemand ist gekommen”, erzählt Teut. Für ihn unverständlich. “Das Thema Asbest ist wichtiger als eine Baumschutzsatzung!”

Wie bei radioaktiver Strahlung kommt das Verderben bei Asbest langsam und unbemerkt. Bei Berührung oder Reibung setzen mit Asbest versetzte Materialien kleinste Fasern frei. Eingeatmet setzen sie sich in der Lunge fest. “Die Latenzzeit beträgt meist 30 bis 40 Jahre”, erklärt Dr. Evilyn Glensk.

“Man kann davon ausgehen, dass mindestens acht Menschen täglich in Deutschland an den Folgen einer übermäßigen Asbestbelastung sterben.

Vom Kreis fordert die AfA ein Kataster mit dem verlässliche Zahlen erhoben werden könnten. Auch Förderungen für Hausbesitzer wären vorstellbar, um die Gefahr zu minimieren.

Am Mittwoch, 9. April, wird die AfA-Stormarn von 11 bis 13 Uhr mit einem Infostand auf der Hude über die Gefahren von Asbest hinweisen. Hausbesitzer erhalten Tipps, wie sie Asbest zu Hause aufspüren können.

Am darauffolgenden Freitag, 11. April, wird der Infostand von 14 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz des Hagebaumarkts zu finden sein.

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Bad Oldesloe

Glatte Fahrbahn: Sattelzug bei Bad Oldesloe verunglückt

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Bad Oldesloe – Am 1. Dezember 2021 verunfallte ein Sattelzug gegen 23 Uhr bei winterlichem Wetter auf der BAB 1 in Fahrtrichtung Hamburg zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach derzeitigem Erkenntnisstand befuhr der 47-jähriger Fahrer eines portugiesischen Sattelzuges die Autobahn in Richtung Hamburg.

Zwischen den Anschlussstellen Bad Oldesloe und Bargteheide verlor er bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen (schneebedeckte Fahrbahn) die Kontrolle über das Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab.

Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der entstandene Sachschaden wird auf 21.000 Euro geschätzt.

Aufgrund des stürmischen Wetters in der letzten Nacht konnten die Bergungsarbeiten erst am heutigen Tag (2.12.2021) gegen 9:30 Uhr beginnen.

Für die Dauer der Bergung des Sattelzuges mussten zwei der drei Fahrstreifen für ungefähr zwei Stunden gesperrt werden. Mittlerweile ist die Fahrbahn wieder frei.

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Bad Oldesloe

Sand Malerei Show: Vergängliche Kunstwerke aus Sand

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Bad Oldesloe – Svetlana Telbukh erzählt Geschichten, indem sie in eine hauchdünne Sandschicht auf einer Glasplatte kunstfertige Bilder malt, die auf eine große Leinwand projiziert werden.

Foto: Sand Malerei Show

Am Sonntag, 12. Dezember 2021 um 15 Uhr und um 18.30 Uhr zeigt sie im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) in  Bad Oldesloe zwei unterschiedliche Sand Malerei Shows: „Märchen“ und „Fantasy World“. 

Mit feinem Sand zaubern die Hände der Sandmalerin Svetlana Telbukh, bekannt aus der RTL-Show „Supertalent“,  fantasievolle Geschichten auf eine beleuchtete Glasplatte. Dabei entstehen höchst lebendige Bildergeschichten, die von einer Kamera gefilmt und in Echtzeit auf eine für die Zuschauer sichtbare Großbildleinwand projiziert werden – flüchtig, leicht und quasi spielerisch in den Sand gemalt. Wie eine Fata Morgana erschafft die Künstlerin so vor den Augen des Publikums magische Bilderlebnisse der besonderen Art.

Die erste Show um 15 Uhr eignet sich besonders für Familien – sie entführt das Publikum mit stimmungsvoller Musik in die Welt der Märchen. In der zweiten Show, „Fantasy World“ um 18.30 Uhr, erwartet das Publikum eine künstlerisch erzählte Reise über alle sieben Kontinente. Es entstehen und vergehen fantasievolle Szenen und bekannte Bauwerke – in sich fortwährend verändernden Bildern scheinbar spielend in Sand gemalt.

Tickets (23,50 Euro und ermäßigt 17,50 Euro, Abendkasse 25,50 Euro und ermäßigt 19,50 Euro) sind online, in der Stadtinfo im KuB sowie an der Abendkasse erhältlich. Für den Veranstaltungsbesuch ist der Nachweis über den vollständigen Impfschutz oder über die Genesung erforderlich (2G-Regel). Schülerinnen und Schüler müssen die Test-Bescheinigung der Schule mitbringen. Nähere Informationen sind auf www.kub-badoldesloe.de, in der Stadtinfo im KuB, per Telefon unter 04531 504-199 oder per Mail an stadtinfo@badoldesloe.de erhältlich.

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Bad Oldesloe

Wirtschaftsvereinigung überrascht Kunden mit Adventskalender

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Bad Oldesloe – Die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe verschönert die Adventszeit mit einem Adventskalender.

Björn Tegeler, Angela Dittmar und Nicole Brandstetter von der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe mit dem neuen Adventskalender

Hinter jedem der 24 Türchen verstecken sich Angebote von Oldesloer Händlern und Gastronomen, die jeweils an dem Tag gültig sind.

„Nachdem wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Online-Adventskalender angeboten haben, wollen wir dieses Jahr die Kunden mit einem gedruckten Kalender überraschen. Der Kalender ist kostenfrei bei Unternehmen der Wirtschaftsvereinigung erhältlich“, sagt Vereinsvorsitzende Nicole Brandstetter, die gemeinsam mit Vorstandskollegen am Samstag  Adventskalender an Passanten in der Innenstadt verteilt hat.

„Für die durch die Corona-Panemie gebeutelten Einzelhändler und Gastronomen ist das Jahresende meist die umsatzstärkste Zeit. Wir dürfen sie gerade jetzt nicht vergessen. Deswegen hoffen wir auf viele Kunden, die den lokalen Handel unterstützen und ihre Weihnachtsgeschenke vor Ort in Bad Oldesloe kaufen.“ Mit Blick auf das dynamische Corona-Geschehen rät Nicole Brandstetter. „Auch in diesem Jahr heißt das Rezept für einen stressfreien Weihnachtseinkauf: Alle Wochentage und die Bandbreite der Öffnungszeiten nutzen. Viele Händler in der Innenstadt haben an den Adventssamstagen verlängerte Öffnungszeiten bis 16 Uhr.“

Die Wirtschaftsvereinigung appelliert ebenso an die Oldesloer Kundinnen und Kunden, die Abstands- und Maskenregeln weiter einzuhalten. 

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