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Fußball

Oldesloer Fußballer kritisieren Verhalten der Lokalpolitiker: “Danke für nichts, ihr Amateure!”

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Finn Fischer

Es gibt viele Regeln am Kunstrasenplatz, die Nutzungszeiten sind allerdings bisher nicht festgelegt

Der VfL Oldesloe reagiert entsetzt bis empört auf die Aussagen mancher Lokalpolitiker zum Thema Kunstrasenplatz. Außerdem fühlen sich Trainer und Spieler von der Verwaltung im Stich gelassen. Spielabsagen sind nun die erste bittere Konsequenz.

Vor allem die Spieler sind entsetzt darüber, dass sie tatsächlich nicht sicher sein können, zu einer bestimmten Zeit einen freien Trainingsplatz vorzufinden. Auch die Sicherheit, dass ein im Ligabetrieb festgesetztes Spiel stattfindet, sei so nicht gegeben. Niemals habe man damit gerechnet, so wenig Rückhalt aus Politik und Verwaltung zu erfahren. 

Jan Vogelsang, Stürmer der zweiten Mannschaft, ist außer sich vor Enttäuschung über die Situation:

Die Stadt Bad Oldesloe ist der größte Witz überhaupt! Wie kann man einem Verein der 100 Jahre auf dem Exer seine Spiele austrägt so in den Rücken fallen?!”. fragt sich Vogelsang, einer der talentiertesten Offensivspieler Stormarns. Seine Mannschaft wird am Wochenende nicht wie geplant gegen den Witzhaver SV II in der Kreisklasse B antreten können. Der Frust ist groß. 

“Alle Heimspiele des Vfl Oldesloe sind fürs Wochenende abgesagt, weil das Travestadion gesperrt ist und man es nicht riskieren kann, wegen irgendwelcher Freizeitkicker den Platz räumen zu müssen. Danke an die Stadt für nichts, ihr Amateure!”, schießt er verbal gegen Unterstellungen zurück, der VfL würde den neu gestalteten und erst wenige Monate alten Platz nur aus Egoismus nutzen wollen. 

Am Mittwoch hatten Verwaltung und Lokalpolitik erklärt, dass der Vereinssport auf dem Kunstrasen kein Vorrecht hat. Auch Nico von Hausen, der als Trainer und Pressewart im Jugendbereich des VfL tätig ist, zeigt sich enttäuscht. Vor allem das Unwissen der Lokalpolitiker ärgere ihn. Denen die durch ihre Inkompetenz falsche Rückschlüsse ziehen, schlägt er vor, sich doch selbst als Trainer einzubringen. 

“Es ist schade, dass sich einige Politiker/innen nicht mal selbst ein Bild machen und keine Fakten und Hintergründe kennen”, fügte er an. “Es kann doch wirklich nicht sein, dass wir einen angereisten Gegner wegschicken, weil da ein paar Freizeitkicker es nicht einsehen, den Platz zu verlassen, weil sie bolzen wollen”, so von Hausen. “Das ist bitter, ganz bitter.”

Die Frage die sich viele Vereinsaktiven stellen, ist, ob die Lokalpolitiker tatsächlich bereit waren, 600 000 Euro in den “teuersten Bolzplatz Deutschlands” zu investieren. Denn mehr sei der Platz mit Blick auf die aktuell nicht vorhandenen Regelungen nicht. 

Andere Fußballer sagten, dass das Sportvereinsleben durch die Aussagen von Verwaltung und Lokalpolitik mit Füßen getreten werde. Ausgerechnet der Jugendbereich sei in letzter Zeit stark gewachsen. Die ehrenamtliche Arbeit der Trainer und Engagierten werde so nicht nur nicht unterstützt, sondern sogar geschädigt. Sollten häufiger Spiele wegen solcher Situationen ausfallen oder ein Training nicht stattfinden können, würde der VfL auch sportlich Schaden erleiden. 

Es scheint wie leider zu oft, dass Theorie, politisches Wunschdenken und Praxis tatsächlich relativ weit auseinander liegen. Mittlerweile werden unter den enttäuschen Sportlern Vermutungen lauter, dass manche Lokalpolitiker Entscheidungen rund um den Kunstrasenplatz nicht nur rational und im Sinne der Stadt, sondern auch auf Grundlage persönlicher Ressentiments und Anitpathien fällen. 

Die Lokalpoltik bleibt bisher dabei, dass der Platz eben für alle Oldesloer gedacht sei und nicht primär für den Vereinssport. Könne man sich einigen, sei das wünschenswert und gut, aber auf Zwang wolle man es nicht durchsetzen, dass der Vfl dort trainieren und spielen kann. Dafür fehle auch eine juristische Grundlage. Der VfL sei schließlich weder Besitzer noch Pächter des Platzes. 

Die Aussage, dass der Bürgermeister Tassilo von Bary dem VfL die “primäre Nutzung durch den Vereinssport” zugesichert habe, sei nicht mit der Politk abgestimmt worden und entspräche auch nicht den Wünschen der Lokalpolitik. 

 

 

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Fußball

SV Preußen Reinfeld verabschiedet “Krisso”: Kristof Rönnau beendet Karriere

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Reinfeld 127 Pflichtspiele – 130 Tore für den SV Preußen 09 Reinfeld. Mehr Worte braucht es nicht, um festzustellen, dass hier am Ende der Saison 2021/2022 ein ganz großer von der Bühne geht.

Foto: @appix_HL/SVP

Es war das Jahr 2016 als Kristof „Krisso“ Rönnau zum ersten Mal die Fußballschuhe für den SV Preußen schnürte, damals noch in der Verbandsliga Süd/Ost. Und schon hier beginnt die beeindruckende Bilanz unserer Nr. 11. In 31 Verbandsliga-Spielen knipste „Krisso“ gleich satte 43-mal und trug so mit seinen Toren entscheidend zum Aufstieg in die Landesliga bei.

In der Landesliga erstmal Akklimatisieren? Fehlanzeige! In seinen beiden Landesliga-Spielzeiten ging es direkt mit Toren satt weiter. Hier baute „Krisso“ seine überragende Bilanz direkt aus und konnte in 52 Landesliga-Spielen 63-mal einnetzen.

In der 2. Landesliga-Spielzeit bedeutete dies den Aufstieg mit dem SVP in das Oberhaus Schleswig-Holsteins.

In bislang 35 Einsätzen im Oberhaus traf „Krisso“ 18-mal für den SVP.

Jan-Henrik Schmidt, Sportlicher Leiter beim SV Preußen-Reinfeld: “Und wir hoffen, dass hier bis zum Saisonende noch ein paar Tore hinzukommen. Abseits von allen Statistiken verlieren wir mit Kristof leider auch einen richtig guten Typen. An eine Kabine ohne „Krisso“ wird man sich erst gewöhnen müssen.”

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Verpasster Aufstieg des HSV: Coach Dieter Hecking geht

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Fußball-Taktik Symbolfoto: Andrey_Poppv/shutterstock

Hamburg – Die erneut verpasste Rückkehr des HSV in die Bundesliga hat Konsequenzen auf der Trainerbank. Der bisherige Cheftrainer Dieter Hecking beendet sein Engagement bei den Hamburgern. Das bestätigte der Zweitliga-Verein am Sonnabend.

„Wir hatten einen sehr offenen, ehrlichen Austausch miteinander und danken Dieter für seine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit”, so Vorstand Jonas Boldt

“Nach ausführlichen Analyse- und Ausrichtungsgesprächen zwischen dem 55-jährigen Fußball-Lehrer und Jonas Boldt kamen Hecking und der Vorstand Sport zur Entscheidung, dass es keine Verlängerung des am 30. Juni abgelaufenen Vertrags mit dem Chefcoach geben wird”, heißt es im Statement des Vereins..

„Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen“, erklärt Dieter Hecking auf der Homepage des HSV.

„Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung.“

„Ich werde, nach ausführlichen Gesprächen unter anderem mit Jonas Boldt, meine Tätigkeit in Hamburg nicht fortführen. Ich möchte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen die nun nötigen Schritte zu gehen. Ich danke allen Kollegen, Mitarbeitern, der Mannschaft und den Verantwortlichen des HSV für die zurückliegenden Monate. Ich bedaure, dass wir das Ziel nicht erreicht haben“, so Hecking.

„Ich bedanke mich im Namen des HSV für die sehr gute und vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit. Dieter hat sich voll auf unsere Aufgabe eingelassen. Es ist für uns alle enttäuschend, dass wir das sportliche Saisonziel am Ende nicht erreicht haben“, so Boldt.

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Fußball

Blamage gegen Kleinstadtverein statt Aufstiegschance: Desolater HSV hängt in Liga 2 fest

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Symbolfoto: Michi S./Pixabay/hfr

Hamburg – Große Enttäuschung und Ernüchterung für alle HSV Fans. Mit 1:5 (0:2) hat der HSV seine Aufstiegschance im Spiel gegen den SV Sandhausen geradezu weggeworfen.

Im alles entscheidenden Spiel um den Relegationsplatz hatte sogar der schon fesstehende Aufsteiger und Zweitligameister Arminia Bielefeld Schützenhilfe geleistet und HSV-Konkurrent Heidenheim deutlich mit 3:0 die Grenzen aufgezeigt.

Doch anstatt diese Vorlage anzunehmen, ging der Hamburger Sportverein geradezu unter.

Als besondere Demütigung traf sogar Ex-HSV-Kicker Dennis Diekmeier zum 5:1, der beim HSV zuvor viele Jahre vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte.

Was nach dem ersten verpassten Aufstieg und der damit versäumten Rückkehr in die Bundesliga noch als “Betriebsunfall” gewertet wurde und damit begründet, dass man sich erst an die zweite Liga gewöhnen müsse, gilt sicherlich jetzt nicht mehr als Ausrede. Der HSV hat es schlichtweg selbst vergeigt. Mit einer Leistung wie gegen Sandhausen hätte man langfristig wohl sogar eher mit der Abstiegszone Richtung 3. Liga und nichts mit dem Aufstieg zu tun.

“Es gibt keine Entschuldigungen. Wir brauchen nicht nach Ausreden zu suchen. Wir haben uns in der Corona-Zeit nicht belohnt und uns viele Punkte wegnehmen lassen. Jetzt heißt es, schnell zu analysiere und den Kopf hochzunehmen“, so HSV-Präsident Marcel Jansen im Interview mit dem Fernsehsender Sky.

Ob Trainer Dieter Hecking beim HSV bleiben wird, um den nächsten Anlauf Richtung Aufstieg in der Saison 2020/21 anzugehen, steht noch nicht fest.

Besondere Ironie an der Geschichte ist es, dass viele Fans nach dem Abstieg in Liga zwei Mannschaften wie “Sandhausen” aus der Kleinstadt bei Mannheim als beispielhaft für die Unattraktivität der zweiten Liga angeführt hatten. Jetzt hat dieses Sandhausen dem Fußballverein aus der Millionenmetropole den Aufstieg verhagelt.

Aufgestiegen sind derweil Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart. Um den dritten Aufstiegsplatz spielt der FC Heidenheim, der in der Relegation gegen SV Werder Bremen antreten wird.

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