Folge uns!

Bad Oldesloe

Initiative erneuert Kritik an denn´s und startet Petition

Veröffentlicht

am

Stormarnlive

Wolfgang Bartolain

Seitdem er hörte, dass in die geplanten “Trave Arkaden” in Bad Oldesloe ein denn´s Biosupermarkt einziehen soll, kämpft der Oldesloer Autor und Initiator des Bürgersolarkraftwerks, Wolfgang Bartolain, gegen diesen Plan. Jetzt hat er eine Online-Petition gestartet. 

Bartolain befürchtet, dass der wegen seiner Geschäftspraktiken durchaus umstrittene, Bio-Discounter die etablierten Geschäfte in der Innenstadt gefährden könnte. Beim Bau- und Planungsausschuss in der vergangenen Woche, konnte er sein Anliegen nochmal vortragen. 

Auch das Investorenehepaar war vor Ort. Und obwohl sie betonten, sie hätten ja nur nicht gewusst, dass ein Bio-Supermarkt im Prinzip nicht erwünscht sei, waren sie auch nicht bereit als Kompromiss, auf einen solchen zu verzichten. 

“In mir finden Sie die Schuldige, dass denn´s hierher kommen wird. Das war meine Idee”, sagte Alexandra Weber. “Da bin ich ganz ehrlich”. Bartolain bedankte sich für die Ehrlichkeit, betonte, dass er nichts gegen das Projekt an sich habe, blieb aber bei seiner Kritik. 

Erstaunt war er über das offensive und forsche Auftreten der Investoren. Diese hätten damit leider Erfolg gehabt, weil die Taktik aufging.  

“Über die politische Ebene lässt sich ein Denns Bio-Supermarkt in Bad Oldesloe nicht mehr verhindern. In der Bauausschusssitzung übten Investor und Verwaltung massiven Druck auf die Politik aus. Dem waren nicht alle gewachsen”, so Bartolain. 

“Das Zentrum ist ja im Prinzip auch positiv zu bewerten. Eine Verträglichkeit mit bestehenden Sortimenten in der Innenstadt wurde jedoch nicht geprüft. Der Bioladen, das Reformhaus und auch der Bio-Marktstand sind durch eine geplante Denns-Filiale von 400qm in ihrer Existenz gefährdet – zumal es schon jetzt zahlreiche Konkurrenz in Super- und Drogeriemärkten gibt.”, erneuerte er seine Kritik.  

“Das persönliche Engagement der Inhaberinnen der betroffenen Geschäfte ist vorbildlich – und wird nun dadurch “belohnt”, das sie einem ruinösen Existenzkampf ausgesetzt werden sollen. So fördert man keine inhabergeführten Geschäfte. So sorgt man für eine seelenlose, verödete Innenstadt”, macht er ganz deutlich, was er von der Entscheidung der Lokalpolitiker hält. 

Und er geht noch weiter. “denn´s” sei ein Unternehmen, dass auch aus anderer Perspektive sehr kritisch zu betrachten sei. ” Denns bezahlte Löhne unter Tarif und stresst seine MitarbeiterInnen durch personelle Unterbesetzung (und unbezahlte Mehrarbeit)”, bezieht er sich auf einen TAZ Artikel zu Denns.

Er gejht davon aus, dass “denn´s” in Bad Oldesloe absichtlich ruinösen Wettbewerb betreiben werde. “denn´s kann mit über 100 Filialen in Deutschland einen Preiskampf länger aushalten als bestehende kleine Geschäfte, deren Ruin Voraussetzung für den eigenen wirtschaftlichen “Erfolg” ist. Diese Art von Wirtschaften halte ich für unethisch – sie gehört in den Mülleimer der Geschichte, und ist einer Biofirma, die sich angeblich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat, unwürdig

Daher hat Bartolain jetzt eine Online-Petition gegen denn´s in Bad Oldesloe gestartet und hofft auf viele Unterstützer. Dass es die gibt, bezweifelten einige Lokalpolitiker. “Hier wird ein Investor verschreckt, weil es einige Wenige gibt, die ihre Sache gefährdet sehen und plötzlich wie Phönix aus der Asche kommen”, regte sich Uwe Rädisch (CDU) auf. Die Diskussion sei eine “Katastrophe” in der Außendarstellung. 

Und auch Friedrich-Karl Kümmel (FBO) betonte, dass er die Kritik nicht verstehe. Bad Oldesloe dürfe nicht investorenfeindlich handeln. Ansonsten investiere bald niemand mehr in die Stadt. “Woher die Kritik plötzlich kommt, ist mir unverständlich”, sagte er. 

Susanne Relling Peters von der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute denkt, dass es für den Bioladen und das Reformhaus “natürlich durch denn´s etwas schwieriger wird”, dass sie aber eine Chance hätten gegen ein Discounter zu bestehen, wenn sie auf Qualität und Kundenfreundlichkeit setzten. 

Innenstadtmanager Stefan Pötzsch sieht das kritischer. “Ich hoffe dass es klappt, aber sehe auch große Probleme für die Innenstadt. Ich mache mir Sorgen um den Effekt, den das auf die inhabergeführten Geschäfte haben kann”. 

Hier geht es zu Wolfgang Bartolains Online-Petition gegen denn´s in Bad Oldesloe

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Gemeinschaftsaktion: Bad Oldesloe wird zur Sternenstadt

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Um den Menschen in der Kreisstadt trotz Corona eine weihnachtliche Stimmung in der Innenstadt zu präsentieren, haben sich in gemeinsamer Kooperation die Stadt, die Wirtschaftsvereinigung, der Wir-Verein sowie der Wirtschaftsbeirat mit der Oldesloer Bühne verschiedene Highlights für die Adventszeit einfallen lassen und wollen unter dem Motto “Sternenstadt Bad Oldesloe” weihnachtliches Flair in die Innenstadt bringen.

Gemeinsam für die Sternenstadt (von links): Agnes Heesch (Stadtverwaltung), Phillip Marz (Wirtschaftsbeirat), Astrid Hintze und Günter Knubbe (Wir-Verein), Angela Dittmar und Nicole Brandstetter (Wirtschaftsvereinigung). Foto: Luna Brandstetter

“Gerade vor dem Hintergrund, dass wir die Weihnachtsmärkte absagen mussten, freue ich mich, dass die Organisatoren eingesprungen sind und Alternativen initiiert haben”, zeigt sich Bürgermeister Jörg Lembke begeistert. Die Stadtverwaltung hat die Koordination übernommen und hat alle Ideen der Akteure zusammengetragen und freut sich, dass bereits Erfolge zu sehen sind: Die Weihnachtsbeleuchtung ist durch den Bauhof aufgehängt und eingeschaltet, die großen Tannen stehen beleuchtet auf dem Marktplatz, der Hude und dem Bahnhofsvorplatz.

Neu ist eine Holzhütte auf dem Marktplatz, die der Wirtschaftsbeirat gemeinsam mit dem Hagebaumarkt aufgestellt und mit der Oldesloer Bühne geschmückt hat. “Wenn die Kinder aufs Weihnachtsmannwecken dieses Jahr verzichten müssen, wollen wir ihnen wenigstens das Wohnzimmer vom Weihnachtsmann zeigen”, sagt Thomas Benthien, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, mit einem Augenzwinkern. Das Jugendaufbauwerk der Kreishandwerkerschaft Stormarn hat einen großen, mit einem Weihnachtsmann bemalten Briefkasten neben die Hütte gestellt. Dort können Kinder bis zum 15. Dezember ihre Post an den Weihnachtsmann einstecken, dann bekommen sie noch rechtzeitig Antwort. Um Post geht es auch bei der Aktion des Wir-Vereins. Der Bürgerverein hat die Schüler der Stadtschule dazu aufgerufen, Adventsbriefe an die Bewohner der Altenheime zu schreiben. “In den Einrichtungen gibt es viele Leute ohne Verwandte. Gerade in der Corona-Zeit können viele Besuche nicht stattfinden. Deshalb wollen wir den alten Menschen eine Freude bereiten”, erklärt Wir-Vereins-Vorsitzender Günter Knubbe gemeinsam mit Astrid Hintze.

Die Wirtschaftsvereinigung setzt auf Sterne als zentrales Thema. Über 1.500 rote Dekorationssterne hat der Unternehmerverein an rund 80 Geschäfte verteilt und stellt zusätzlich große Holzsterne in der Innenstadt auf. “Wir freuen uns, dass unsere Idee der Sternenstadt aufgenommen wurde und nach und nach mit Leben gefüllt wird. Es ist wichtig, dass wir für Bad Oldesloe ein Alleinstellungsmerkmal kreieren. Mit der gemeinsamen Dekoration tragen die Händler zum Wir-Gefühl in der Innenstadt bei”, ist Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldelsoe, überzeugt. Gemeinsam mit der Stadt hat sich der Unternehmerverein auch eine stimmungsvolle Dekoration für die Laternen in der Fußgängerzone einfallen lassen.

Beleuchtet wird dieses Jahr auch die Brücke von Exer zum KuB. Die Firma Bork Stahl und Metallbau hat eine Konstruktion geschaffen, die es ermöglicht, zwei leuchtende Tannen über der Trave schweben zu lassen.

Eine kleine Alternative zum ausgefallenen Adventsmarkt bietet der Verein Kaktus, zusätzlich am Nachmittag werden Accessoires aus Wolle, Patchwork und Taschen angeboten.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Kreis richtet Impfzentrum in Oldesloer Jugendherberge ein

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – In Stormarn werden zeitnah drei Impfzentren eingerichtet, eines davon in der Jugendherberge in Bad Oldesloe.

Mittlerweile haben mehrere Pharmaunternehmen mitgeteilt, einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt zu haben. Die Impfstoffe befinden sich noch in der Zulassung. Doch sobald die Mittel Marktreife erreicht haben, soll die Infrastruktur stehen, um in kurzer Zeit möglichst viele Impfdosen verabreichen zu können.

Die bestehende Infrastruktur wie Krankenhäuser oder Arztpraxen reicht dafür nicht aus. Deswegen hat das Land Schleswig-Holstein die Landkreise angewiesen, Impfzentren einzurichten.

Neben Bad Oldesloe sind auch in Reinbek und Großhansdorf solche Zentren vorgesehen, die in den nächsten Wochen mit medizinischem Equipment ausgestattet werden. Die Raumkonzepte stehen bereits.

In Bad Oldesloe laufen schon jetzt die Vorbereitungen – in der zentral gelegenen Jugendherberge am Exer.

“Dass der Kreis sich für die Jugendherberge entschieden hat, ist für uns eine Win-Win-Situation”, sagt Herbergsvater René Petzold. Die Jugendherberge lebt im Grunde von Jugendgruppen. Das Coronavirus macht solche Reisen jedoch derzeit unmöglich.

“Je schneller das alles vorbei ist, desto besser für uns. Daher unterstützen wir gern dabei und stellen unsere Jugendherberge für die Einrichtung eines Impfzentrums zur Verfügung”, sagt er. Zusätzlich werde dadurch der Verlust durch das Fernbleiben der Kundschaft etwas aufgefangen.

Weil ein Impfzentrum für die knapp 250.000 StormarnerInnen nicht reichen würde, werden weitere in Reinbek (Jürgen-Rickertsen-Haus) und Großhansdorf (ehemalige Gymnastikhalle, LungenClinic) eingerichtet.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Corona in Stormarn: Vier Tote seit Anfang der Woche

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Die Todeszahlen in Zusammenhang mit Covid-19 steigen. Seit Anfang der Woche sind in Stormarn vier Menschen gestorben, die sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Am Mittwoch teilte das Gesundheitsamt den Tod eines Mannes aus der Altersgruppe über 80 mit. Am Dienstag starb ein über 50-Jähriger und ein weiterer Mann über 70. Am Montag ein Mann der Altersgruppe über 70 Jahre.

Damit liegt die Anzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 bei 52.

Im Kreis Stormarn wurden innerhalb der letzten sieben Tage 151 Neuinfektionen bestätigt. Das entspricht einem Inzidenzwert von 61,7 Infektionen pro 100.000 EinwohnerInnen.

Die Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn beträgt 1.671 (Stand: 25.11., 13:00 Uhr). Davon sind 1.332 Personen wieder genesen, 252 aktuell in Quarantäne, 35 in stationärer Behandlung.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung