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Norddeutschland

Über 200 Pflanzen: Polizei entdeckt Cannabis-Plantagen in Hamburg!

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Symbolfoto: Stormarnlive

Die Hamburger Polizei hat hunderte Cannabis-Pflanzen sichergestellt.

Sie waren im Besitz von 202 Cannabis-Pflanzen: Zwei 27 und 29 Jahre alte Deutsche sind wegen des Verdachts des Betäubungsmittelhandels vorläufig festgenommen worden. Sie haben offenbar in gleich zwei Hamburger Wohnungen eine professionelle Cannabis-Aufzucht betrieben.

Eine Zeugin beobachtete die beiden Männer, die einen BMW mit Gegenständen beluden. Der Frau kam die Art und Weise der Beladung verdächtig vor und verständigte die Polizei.

Beamte des Polizeikommissariates 25 stellten bei der Überprüfung deutlich wahrnehmbaren Marihuanageruch fest und entdeckten im Wagen 26 in Plastiktüten verpackte Marihuanapflanzen.

Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen, die Pflanzen sichergestellt. Anschließend durchsuchten die Beamten die Wohnung des 27-Jährigen in der Luruper Hauptstraße und entdeckten dort eine professionelle Aufzuchtanlage für Cannabis.

Die weiteren Ermittlungen übernahm Beamte das Landeskriminalamts, die insgesamt 202 Pflanzen sicherstellten. Die Tatverdächtigen hatten weitere Wohnungen, für die von der Staatsanwaltschaft Hamburg Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht erwirkt wurden.

Die Kriminalbeamten konnten in einer Wohnung in der Leuschnerstraße in Hamburg-Lohbrügge und in der Langenhorner Chaussee in Hamburg-Langenhorn weitere 38 Marihuanapflanzen, 314 Gramm Marihuana, 1,5 Gramm Kokain, 1.100 Euro mutmaßliches Dealgeld und diverses Aufzuchtequipment sicherstellen.

Die beiden Tatverdächtigen machten von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Der 27-Jährige wurde entlassen, da keine Haftgründe vorlagen, der 29-jährige Beschuldigte wurde einem Haftrichter vorgeführt.

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Lübeck

Steigende Infektionszahlen in Lübeck: Weihnachtsmarkt abgesagt, weitere Einschränkungen geplant

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Lübeck – Vor allem für Schausteller ist die Nachricht ein Schock: In diesem Jahr wird der Lübecker Weihnachtsmarkt wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Der Inzidenzwert liegt am Dienstag bereits bei über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Polizeiabsicherung am Lübecker Weihnachtsmarkt. Foto: Stormarnlive.de (Symbolbild)

Über die Absage hat Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) am Montag informiert. Sie ist Teil der neuen Maßnahmen, die die Stadt Lübeck zur Eindämmung der Pandemie ergreift. So gilt jetzt unter anderem eine Maskenpflicht in der Innenstadt.

Am Montag lag der Inzidenzwert in Lübeck bei 44,8, aktuell (Dienstag) bei 50,8. Damit ist eine weitere kritische Marke erreicht.

Das bedeutet, dass die Maßnahmen noch heute weiter verschärft werden: Ausweitung der Maskenpflicht, Sperrstunde für die Gastronomie und Kontaktbeschränkungen.

“Mir ist bewusst, dass die Einschränkungen für viele eine extreme Belastung sind: persönlich, familiär oder wirtschaftlich. Dennoch müssen wir nun versuchen diesen sprunghaften Anstieg der Infektionen, gemeinsam mit aller Kraft einzudämmen, um weitere Maßnahmen abzuwenden“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

Nachdem sich die Hansestadt lange Zeit über verhältnismäßig geringe Ansteckungszahlen freuen konnte, ist mittlerweile auch hier der Inzidenzwert derart hoch, dass neue Einschränkungen beschlossen werden mussten.

„Es wird zunehmend schwieriger und in vielen Fällen sogar unmöglich, die Orte der Infektion eindeutig zu ermitteln. Wir gehen von einer zunehmend diffusen Ausbreitung der Infektion aus. Die Pandemie breitet sich leider in der Lübecker Bevölkerung weiter aus“, so Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Gesundheitsamts der Hansestadt Lübeck.

„Es muss mit einer weiteren Zunahme an Fällen gerechnet werden. Unser Ziel muss es weiterhin sein, die Infektionsketten zu unterbrechen, das heißt die Kontaktpersonen zu ermitteln und in Quarantäne zu versetzen“, führt er fort.

Das Gesundheitsamt steht mit allen Einrichtungen sowie dem betroffenen Personenkreis in Kontakt, informiert, berät und stimmt gemeinsam im direkten Dialog das weitere Vorgehen mit den Betroffenen ab, um die Infektionskette zu unterbrechen und das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Die Hansestadt Lübeck reagiert auf die steigenden Zahlen mit einer Reihe von Maßnahmen, die in der Allgemeinverfügung unter www.bekanntmachungen.luebeck.de  veröffentlicht werden.

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Polizei und Feuerwehr

16-Jährige stirbt bei Busunfall: Mutmaßlicher Unfallfahrer (20) einen Tag später festgenommen

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Mözen – Samstagabend (24. Oktober) ist es auf der B 432 in Mözen (Kreis Segeberg) zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Pkw gekommen, bei dem eine Insassin des Busses tödlich und sieben weitere leicht verletzt wurden.

Die Fahrerseite des Linienbus und der VW Passat wurden komplett zerstört. Fotos: Feuerwehr

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein VW Passat die B 432 um 20:27 Uhr von Leezen kommend in Richtung Bad Segeberg.

Aus bislang unbekannter Ursache geriet der Pkw circa zwei Kilometer hinter Leezen nach rechts auf die Bankette und kollidierte mit einem Baum. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Auto wieder auf die Fahrbahn und prallte in die Fahrerseite eines entgegenkommenden Linienbusses.

Eine 16 -jährige Insassin des Busses aus dem Kreis Segeberg verstarb infolge der Verletzungen noch vor Ort. Sieben weitere Insassen zogen sich leichte Verletzungen zu, eine Person blieb unverletzt.

Der Fahrer des Passats war zunächst nicht auffindbar. Die Suche unter anderem mit einem Hubschrauber verlief erfolglos.

Polizeibeamte nahmen den Unfall auf und zogen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Kiel einen Sachverständigen hinzu.

Sonntagvormittag hat der mutmaßliche 20-jährige Fahrer über seinen Rechtsanwalt seinen Aufenthaltsort mitteilen lassen und wurde kurz darauf in Polizeigewahrsam genommen. Der junge Mann kommt aus dem Kreis Segeberg.

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Kreis Segeberg

Nach AfD-Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg: Männer fahren mit Pick-Up Gegendemonstranten an

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Henstedt-Ulzburg – Ein Teilnehmer einer AfD-Veranstaltung soll mit einem Pick-Up-Truck absichtlich GegendemonstrantInnen angefahren, mehrere leicht und eine Person schwer verletzt haben.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Augenzeugen und das “Bündnis gegen Rechts” sprechen von versuchtem Mord. Die Polizei spielt den mutmaßlichen Angriff, den zahlreiche Augenzeugen beobachtet haben, herunter und spricht in einer Pressemitteilung von einem “Verkehrsunfall” mit einer bei dem “eine Person der linken Szene schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert” wurde. In der Folge sei es außerdem zu Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten gekommen, was die Abgabe eines polizeilichen Warnschusses erfordert habe.

Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag am Rande einer AfD-Veranstaltung in Henstadt-Ulzburg, zu der auch der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen angereist war.

Aufstehen gegen Rassismus Hamburg weist die Darstellung der Polizei, es würde sich lediglich um einen Verkehrsunfall handeln, aufgrund eigener Beobachtungen entschieden zurück und fordert, dass rechte Anschläge als solche benannt und die Gefahr rechter Ideologie und Strukturen endlich ernst genommen und bekämpft werden.

Demnach handelt es sich keineswegs um einen “Verkehrsunfall” sondern um einen Anschlag.

“Vier Männer, die beim Verkleben rechter Sticker beobachtet worden und durch das Äußern rechter Parolen aufgefallen waren, wurden durch die Versammlungsleiterin der Protestkundgebung verwiesen”, sagt ein Bündnis-Sprecher.

“Nachdem die Männer in einen parkenden VW Amarok gestiegen waren, beschleunigte der Fahrer abrupt und lenkte seinen Wagen gezielt auf eine Gruppe Protestierender auf dem Gehweg und auf die angrenzende Rasenfläche, auf der sich Menschen in Sicherheit bringen wollten”, heißt es in der Stellungnahme.

Dabei seien laut Bündnis fünf Menschen verletzt worden, eine Person schwer.

Ein Augenzeuge, der bei der Kampagne Aufstehen gegen Rassismus Hamburg aktiv ist und beim Protest anwesend war, weist die Darstellungen der Polizei, nach denen es sich lediglich um einen „Verkehrsunfall“ gehandelt haben soll, entschieden zurück:

„Es ist für mich ganz klar, der Fahrer hat beschleunigt, ist auf den Fußgängerweg und wollte Menschen überfahren. Das heißt, er hat in Kauf genommen uns zu töten!“

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Kiel ermittelt die Polizei derzeit jedoch nur wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Der Beschuldigte ist nach einer ersten Befragung auf der Dienststelle wieder entlassen worden. Die Ermittlungen dauern an.

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