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Bad Oldesloe

"Sie fahren die Verwaltung wissentlich an die Wand"

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Stormarnlive

Vertreter von FDP , FBO und CDU

Die verschärfte Haushaltslage in Bad Oldesloe hat dazu geführt, dass Streichungen im Haushalt für 2014 vorgenommen werden müssen. Außerdem wollen viele Lokalpolitiker den in den vergangenen Jahren ständig ansteigenden Personalkosten der Verwaltung einen Riegel vorschieben. Doch die Festlegung auf eine maximale Stellenzahl, führte zu einigen Diskussionen in der Stadtverordnetenversammlung.

Mit dem gekürzten Haushalt für 2014, der notwendig wurde, nachdem Bürgermeister Tassilo von Bary erfahren hatte, dass von nun an jedes Jahr 4 Millionen weniger Gewerbesteuer in die Stadtkassen fließen werden, ging auch eine Abstimmung über die maximale Stellenanzahl einher.

202,55 Stellen soll es bis zum Ende der aktuellen Wahlperiode bei der Stadt geben. Nicht mehr. Fünf Jahre lang sollen also keine neuen Stellen mehr eingerichtet werden. Ein konsequenter und notwendiger Schritt fand unter anderem Hinrich Stange von der (FDP). “Es ist wie in einem Unternehmen. Man hat immer Ideen, was man noch alles machen könnte, wen man brauchen könnte. Oft wäre es toll zusätzliche Kräfte zu haben. Aber es geht nur das, was auch wirtschaftlich möglich ist”, sagte er. Er sehe die schwindenden Steuereinnahmen auch als Konsequenz der erhöhten Steuern in Bad Oldesloe. “Da werden die Unternehmer dann halt kreativer in ihren Bilanzen und Steuerzahlungen”, so Stange. “Ich kann daher nur davor warnen, womöglich die Gewerbesteuer erneut erhöhen zu wollen.”

Dem widersprach Henrik Holtz von den Linken. “Sparen ist wichtig, wenn es der Haushalt nicht anders hergibt. Aber eine Stadt ist eine Stadt und kein Unternehmen. Man muss zuerst schauen, was wichtig für die Bürger und die Stadt ist und nicht schauen, wie man mehr Gewerbe anlockt.” Er wünsche sich, dass die Spaßmaßnahmen nicht auf den Rücken der Oldesloer und der Mitarbeiter der Verwaltung ausgetragen werden.

“Es heißt immer, dass die Stadtverwaltung nicht genug Mitarbeiter hat, dass vieles nicht gemacht werden kann, vieles liegen bleibt oder länger dauert. Da können wir doch nicht auf fünf Jahre beschließen, dass es dabei bleibt und uns damit abfinden”, sagte Hans-Herrmann Roden (SPD). Es sei denn der Bürgermeister würde sagen, dass die Situation gut und das Personal doch vollkommen ausreichend sei. Das tat von Bary anschließend nicht. Er bestätigte, dass viele Mitarbeiter bereits am Limit arbeiten würden und dass er auch glaube, dass auf die Stadt – wie in den vergangenen Jahren auch – in den nächsten Jahren weitere, vielleicht noch nicht absehbare, neue Aufgaben zukommen werden, die auch Personal benötigen.

St4Beratungen bei der SPDHajo Krage von der SPD stellte den Antrag die maximale Stellenzahl auf 203,05 zu erhöhen, da seine Partei es sich wünsche einen Koordinator für die Ehrenamtler der Stadt einzustellen. Gerade in Zeiten in denen auf Grund der engen Personallage in der Stadtverwaltung, immer mehr Arbeit von Ehrenamtlichen übernommen werde, müsse man ihnen unter die Arme greifen. Der Ehrenamtsmanager würde beratend tätig werden und ein Ansprechpartner für alle ehrenamtlich tätigen sein, dabei aufzeigen welche Möglichkeiten für Anträge, Förderungen oder Unterstützung es geben könne. Stadtfeste, Konzerte, Sportveranstaltungen – vieles werde von Ehrenamtlern betreut und auf die Beine gestellt. Auch die Sozialdemokratin Maria Herrmann machte sich stark für diesen Posten “Es wäre enorm wichtig, dass wir diese Anlaufstelle bekommen. Das Ehrenamt wird immer gelobt und betont, wie wichtig es für die Stadt sei, dann müssen wir die Ehrenamtler auch anständig unterstützen”, sagte sie am Rande der Sitzung.

Das sah Horst Möller von der CDU etwas anders. “Wir reden über Kürzungen, im Haushalt muss gespart werden und Sie wollen stattdessen noch einen weiteren Beauftragen einstellen? Das können wir nicht unterstützen. Wir können nur das machen, was sich die Stadt auch leisten kann”, sagte er. Und auch die Freien Bürger Oldesloe zeigten sich erstaunt über den Vorstoß der Sozialdemokraten, die nur von den Grünen in ihrem Ansinnen unterstützt wurden. “„Obwohl wir mit vielen Beauftragten schlechte Erfahrungen gemacht haben, die Kassen leer sind, werden immer weiter neue Beauftragte gefordert”, formulierte Patricia Rohde (FBO) das Unverständnis ihrer Partei.

Die anschließende Abstimmung ergab, dass es bei den 202,55 Stellen bis 2018 bleibt. Die Grünen und die SPD stimmten daher gegen den Haushalt und zeigten sich enttäuscht. “Sie fahren die Stadtverwaltung am heutigen Abend wissentlich an die Wand”, sagte Maria Herrmann. “So bleibt kein Platz für Visionen und neue Ideen. Wer ständig am Limit arbeitet, hat dafür keine Zeit”, führte sie weiter aus. Bad Oldesloe würde so wichtige Schritte in seiner eigentlich dringend notwendigen Weiterentwicklung verschlafen. “Zukunftsorientierte Stadtpolitik sieht ganz anders aus”, sagte sie an CDU, FDP und FBO gerichtet. So werde verhindert, dass Bad Oldesloe zukunftsfähig sei.

 

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Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

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Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

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Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

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Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

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Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

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Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

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