Folge uns!

Bad Oldesloe

Zufriedene Grünkohlfans und unnötiger Diskussionsstoff

Veröffentlicht

am

Stormarnlive

Volles Grünkohlzelt zur Mittagszeit

800 Portionen Grünkohl gingen über die Theke beim Verkaufsoffenen Sonntag in Bad Oldesloe. Kein Rekord, aber ein sehr gutes Ergebnis. Viele Besucher lobten Gastwirt Rainer Hinz dafür, dass er Jahr für Jahr das Grünkohlfest ermögliche. Aber es gab auch kritische Stimmen und Diskussionsstoff. 

Es war etwas kühler als gehofft und der Himmel etwas grauer als bei Verkaufsoffenen Sonntagen der Vergangenheit gewohnt. Aber der angekündigte Sturm und die prophezeiten Regenschauer blieben aus. Und so kamen hunderte Grünkohlfans ab 11.30 Uhr auf den Marktplatz, um bei Rainer Hinz im Festzelt zu speisen. 

Die Abläufe haben sich in den vergangenen 12 Jahren so weit eingespielt, dass die Abwicklung des Ansturms von Jahr zu Jahr besser läuft. Und so schaffte es das kleine Team vom Hotel&Restaurant Vaterland gemeinsam mit Helfern 800 Portionen in viereinhalb Stunden zu verkaufen. Dann hieß es “ausverkauft”. 

Das Zelt war über Mittag bis auf den letzten Platz besetzt. Etwas leerer war es in der Innenstadt. Das Wetter lud einfach nicht unbedingt zum Bummeln ein. Doch auch hier war der Andrang in und an den Geschäften ab 13 Uhr durchaus noch in Ordnung. “Wir können zufrieden sein. Mit etwas mehr Sonnenschein wäre es noch besser gewesen. Aber so war es in Ordnung”, sagte Susanne Relling-Peters von der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute. 

Für Diskussionen sorgte die Preisgestaltung beim Grünkohlverkauf. Doch 5,50 Euro für einen gut gefüllten Teller Grünkohl mit Bratkartoffeln sind mehr als vertretbar. Dass das volle Menü mit 10 Euro deutlich teurer war, war ebenfalls der Qualität und dem Aufwand entsprechend. Denn die Menge war mit der eines Restaurantsbesuchs zu vergleichen. Hinz selbst betonte auch, dass es ihm um die Sache und nicht um Gewinne gehe. Aber natürlich müsse die Miete für Zelt, Garnitur, Waren und Mitarbeiter gedeckt werden. Dass sei mit 5.50 Euro oder 10 Euro schon sehr knapp bemessen. 

Leider wurde wieder deutlich, dass nicht alle Kunden diese Gedanken nachvollziehen konnten. Die Frage ist tatsächlich was die Alternative wäre? Ein selbst gekochtes, vollwertiges Mittagessen für 10 Euro ist absolut vertretbar. Wer es billiger wollte, konnte an einem Gemüsestand frischen Grünkohl kaufen und ihn zu Hause später selbst kochen. Auch das war möglich.

RainerHinz2Rainer Hinz war zufrieden, 

Hinzu kam das Dumpingangebot von 5,50 Euro für ein volles Grünkohlmenü bei Deli Peters. Dort allerdings auf Plastik serviert, deutlich ungemütlicher unter freiem Himmel und mit ein paar Abstrichen beim Geschmack. “Schade, dass man so was nicht besser absprechen kann, aber ich freue mich ja, wenn alle gerne Grünkohl essen und möchte niemandem sein Geschäft abspenstig machen. Nur unter gemeinsamen Bemühungen für den Verkaufsoffenen Sonntag oder die Innenstadt verstehe ich was anderes”, so Hinz über die Billig-Konkurrenz. 

Doch für die, die sich tatsächlich zehn Euro für ein Grünkohlmenü leisten konnten, war hier eine 5,50 Alternative geboten. Aus der Perspektive in Sachen Gesamtangebot fast positiv zu bewerten, damit niemand aus finanziellen Gründen auf der Strecke bleibt. 

Positiv wurde bewertet, dass einige Geschäfte Aktionen vor der eigenen Tür durchführten. Auch wenn in diesem Bereich über die gesamte Innenstadt gesehen noch deutlich Luft nach oben besteht, wenn man es mit Ahrensburgs oder Bargteheides Verkaufsoffenen Sonntagen vergleicht. 

Nicht so gut kam das Musikangebot auf der Hude an. Das auftretende Duo überzeugte nur wenige Zuhörer. Zwar waren die Musiker durchaus nicht unsympathisch, aber die Liedauswahl und die Art der Performance irrtierte manche Passanten. “Warum nicht lieber wieder Straßentheater, Straßenmusik, Tanzschule oder Musikschulschüler, wie bei anderen Sonntagen”, fragten mehrere Innenstadtbesucher. Das Duo sei sicherlich gut für manche Feier geeignet, aber nicht für ein Straßenkonzert an einem Verkaufsoffenen Sonntag. 

Verbesserungsvorschläge hatten viele Bummler. Man kann nur hoffen, dass sie sie an die GOK herantragen und vor allem auch im besten Fall selbst bei der praktischen Umsetzung mithelfen. 

 

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

Veröffentlicht

am

Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

Veröffentlicht

am

Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung