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Bad Oldesloe

Vorsicht am Bahnsteig: So gefährlich ist der Oldesloer Bahnhof für Behinderte!

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Finn Fischer

Nur sehende Menschen werden vor der Bahnsteigkante gewarnt. Alle anderen können diese nur erahnen. Yannick Thoms und Britta Bussewitz vom Behindertenbeirat haben am Bad Oldesloer Bahnhof einiges zu bemängeln.

Für Menschen mit Rollstuhl oder Sehbehinderung ist die Reise in öffentlichen Verkehrsmitteln immer mit Unwägbarkeiten verbunden. Am Bad Oldesloer Bahnhof haben es körperlich beeinträchtigte Mitbürger besonders schwer. Eine Ortsbegehung zeigte sogar gravierende Sicherheitsmängel auf.

Von den Behindertenbeirat-Mitgliedern Britta Bussewitz und Yannick Thoms ließen wir uns die Mängel am Bahnhof zeigen – mit teils erschreckenden Ergebnissen! Barrierefreiheit geht anders.

Schon vor dem Haupteingang des Bahnhofs fallen den Beirats-Mitgliedern die ersten Mängel auf. “Die Poller sind in vor allem in der Dunkelheit sehr gefährlich für Menschen mit beeinträchtigtem Sehvermögen. Die sollten mit gelben Spitzen gekennzeichnet sein”, merkt Yannick Thoms an.

bahhof-barriere2Gewarnt wird vor den Gefahren bereits. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.In der Vorhalle gleich die nächsten Mängel. “Hier sollte es ein Reliefplan vom Bahnhof geben, um sich orientieren zu können. Außerdem fehlen Leitstreifen am Fußboden, die den Weg zu den Schalten, Fahrkartenautomaten und Aufzügen zeigen”, sagt Britta Bussewitz, die durch ihre Sehbehinderung auf Blindenhund und Taststock angewiesen ist.

Pluspunkte bekommen die Aufzüge, dessen Knöpfe mit Blindenschrift versehen sind. Außerdem kommentiert eine Audioansage den jeweiligen Aufenthaltsort der Aufzug-Zelle.

Diese Punkte büßt der Tunnel, der unter den Gleisen hindurch zu den Bahnsteigen führt, wieder ein. Auch dort fehlt ein Leitsystem für Blinde, Hinweise auf Gleisnummern in Blindenschrift sind nicht vorhanden.

Richtig gefährlich wird es auf dem Bahnsteig. Dort fehlen die Reliefplatten, mit dessen Hilfe Sehbehinderte vor der nahenden Bahnsteigkante gewarnt werden sollen, komplett!

“Das ist ein wirklich großes Sicherheitsrisiko. Das entspricht auch lange nicht mehr der Norm für Neubauten”, sagt Yannick Thoms. Leider müssen Altbauten nicht nachgerüstet werden. Das geht zu Lasten der Sicherheit.

Infokasten

Auf einem Reliefplan können sich Sehbehinderte mit ihren Tastsinnen einen Überblick über ein Gebäude verschaffen.

Leitstreifen sind auf dem Fußboden verklebt und lassen sich mit einem Taststock erfühlen. So können sich Blinde in unübersichtlichen Räumlichkeiten leichter zurecht finden.

Ähnlich gefährlich gestaltet sich der Aufenthalt auf dem Bahnsteig für Rollstuhlfahrer. Der Aufzug kommt zwischen den beiden Treppenaufstiegen an. Von dort aus müssen Rollstuhlfahrer bis zum Ende des Zuges, wo die Fahrradwaggons gekuppelt sind. Um dorthin zu gelangen, müssen sie sich an den Stützpfeilern des Daches vorbei zwängen – nur eine Handbreit entfernt von der Bahnsteigkante.

Bis vor kurzem war dort noch ein Schild mit der Aufschrift “Für Rollstuhlfahrer nicht geeignet” angebracht. Mittlerweile ist es abgeklebt.

Yannik Thoms: “Rollstuhlfahrer haben keine andere Wahl, als über den Sperrbereich zu fahren. Das gilt im übrigen auch für Mütter mit ihren Kinderwagen.” Im Trubel können dabei gefährliche Situationen entstehen. Die Tatsache, dass das Dach seit Jahren mit provisorischen Pfeilern abgestützt werden muss, verstärkt die unübersichtliche Lage.

Es besteht viel Handlungsbedarf. Eigentlich hatte die Deutsche Bahn in einem Schreiben an Marion Janssen, die ehemalige Vorsitzende des Behindertenbeirats, ein Leitsystem für Blinde bis Ende 2011 zugesagt. Geschehen ist bis heute nichts.

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Bad Oldesloe

Aktion und Performance vor dem KuB: Eine Hommage ans Jammern

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Am Samstag, den 2. Juli macht das Jammermobil Station vor dem KuB in Bad Oldesloe.

Ab 10 Uhr darf bei dieser Aktion jede Bürgerin und jeder Bürger jammern was das Zeug hält. Das Jammermobil ist eine Aktion von BAUCHLADEN MONOPOL und wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste.

Das Bauchladen Monopol macht Jammern salonfähig! Dafür touren sie mit einem Transporter – dem Jammermobil – durch die ganze Republik und öffnen ihre Mobiltüren auf belebten Plätzen und sammeln Töne und Ausdrucksweisen des Jammerns sowie regionale Reizthemen.

Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern wird gesucht, sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.

„Wir halten den öffentlichen Raum für einen wichtigen Ort, an dem gesellschaftliche Austausch stattfindet. Trotz des durch die Pandemie bekannte social distancing, Lockdown und geschlossenen Kulturorten schaffen wir Räume, in denen Begegnungen möglich werden.“, so die Performerin Sophia Guttenhöfer, die seit 2010 Straßentheater und Interventionen an theaterunübliche Orte durchführt. 

Zwei clowneske Figuren stellen sich als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Jammerrepertoire den passenden Ausdruck und jammern für die oder mit den Besuchenden gemeinsam.

Auf Wunsch wird eine „personalisierte Jammerpartitur to go“ für den weiteren Gebrauch erlernt. 

Außerdem sind Passant*innen vor dem Jammermobil eingeladen, Fragen, Kommentare  aufzugeschrieben oder zu malen, Kurzvideos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. So wächst über die verschiedenen Stationen hinweg ein mobiler Ausstellungs- und Kommunikationsort, der die Stimmungslage der Menschen über verschiedene Regionen hinweg widerspiegelt.

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Bad Oldesloe

Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe mit erster Turnierteilnahme

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Gut neun Monate nach Gründung der Fußball-Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe, in Kooperation mit den Stormarner Werkstätten und dem Kreissportverband Stormarn, nahm dieses Team erstmals an einem Turnier teil.

Christian Bauer (blaues Trikot) stoppt diesen Angriff mit vollem Einsatz. Fotos: VfL Oldesloe

Es ging zum „Kalle-Stawikowski-Cup“, der von der Vorwerker Diakonie ausgerichtet und an der Lübecker Lohmühle auf Kunstrasen ausgetragen wurde. Hier sollte man auf Kleinfeld auf andere Werkstätten, Förderschulen und soziale Einrichtungen treffen.

Die Aufregung war bei allen Spielern riesengroß. Für die meisten Kicker des Teams war es absolutes Neuland.

„Aufgrund von Corona konnten wir leider auch nicht so trainieren wie wir es uns gewünscht hätten, aber für mich war klar das wir diese Einladung gerne annehmen“, so Trainer Rainer Fischer. Schon vor dem Beginn war die Platzierung für den bekannten Oldesloer Coach Nebensache.

„Sie sollen das hier einfach genießen und auf sich wirken lassen. Der Spaß steht absolut im Vordergrund“, erklärte „Fischi“. So hatte der Veranstalter auch extra darauf hingewiesen das man keine Scheu haben sollte spielschwächere Akteure mitspielen zu lassen. Da immer ein Betreuer mit auf dem Platz stehen durfte, kickten Daniel Elten von den Stormarner Werkstätten und Pia Görrissen vom KSV Stormarn mit.

Für Görrissen, die selbst Fußball gespielt hat, und die Inklusionsmannschaft wie Elter bei jedem Training begleitet auch eine tolle Erfahrung.

Im ersten Spiel sah man allen die Aufregung und Nervosität an. Mit einer knappen 0:1 Niederlage verließ man den Platz.

Im zweiten Vorrundenspiel steigerte man sich schon ein wenig und spielte Remis, wobei Stephan Knorr für seinen bereits geschlagenen Keeper in höchster Not rettete. Nach der Vorrunde wurde in zwei leistungsgerechte Gruppen eingeteilt.

Im dritten Spiel konnte man gegen Marli II dann auch endlich jubeln. Das erste Tor war zudem wohl auch das Tor des gesamten Turnieres, denn Davor Peric hob den Ball gekonnt aus 30 Metern über den Torwart hinweg. „Der Jubel nach dem ersten eigenen Tor war unbeschreiblich“, beschrieb VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Szenerie nach dem Treffer.

Nun hatte man Blut geleckt und gewann die Partie noch mit 3:0. Zwischen den Spielen bot der VfB Lübeck eine Stadionführung an.

Auch der VfL nahm dieses Angebot gerne an und ließ sich von dem Geschäftsstellenleiter Florian Möller das Innenleben der alterwürdigen Lohmühle zeigen.

Nach dem Mittagsessen gab es noch weitere Partien. Und die Inklusionsmannschaft des VfL Oldesloe wurde immer stärker, zeigte als Mannschaft sogar richtige Spielzüge. Auch der Leiter des Bildungszentrums der Stormarner Werkstätten, Jan Domeier, konnte sich davon überzeugen und staunte wie einige mitgereiste Eltern nicht schlecht. „Das sieht ja schon nach Fußball aus. Wie haben Sie das gemacht“, fragte ein Elternteil in Richtung Trainer Fischer.

Rainer Fischer grinste erfreut und war sichtbar stolz auf seine Schützlinge. Wobei gerade er einen großen Anteil daran hat.

„Rainer hat seine ganz eigene Art mit den Jungs umzugehen. Sie vertrauen ihm und das ist die halbe Miete. Wie er in dieser kurzen Zeit aus den Jungs eine richtige Einheit geformt hat ist schon eine ganz tolle Sache“, so von Hausen. Auch Werkstätten-Betreuer Daniel Elter ist voll des Lobes.

„Einige Jungs sind bei ihrer Arbeit oft allein oder kapseln sich ab. Hier blühen sie richtig auf. Einige reden jetzt wo sie früher kaum ein Wort gesprochen haben. Und vorallem, sie lachen. Das ist besonders schön!“ In der Tat genoss jeder Spieler diese für sie neuen Eindrücke und Erlebnisse auf diesem Turnier. Am Ende langte es sogar für Platz zwei in ihrer Leistungsgruppe, punktgleich und ungeschlagen.

Steven Burmeister freute sich als Sieger der Geschicklichkeitsübung über Eintrittskarten für ein Heimspiel des VfB Lübeck

Bei der Siegerehrung herrschte nochmal große Freude, denn neben Pokalen und Medaillen hatte die Vorwerker Diakonie auch einige Geschicklichkeitsübungen wie Fußballcurling oder Torwandschießen als Rahmenproramm vorbereitet. Und hier sahnte die Inklusionsmannschaft des VfL ab. Der 1. Platz ging an Steven Burmeister, der sich über zwei Karten für ein Heimspiel des VfB Lübeck freute. Auch Panuwatra Tangboon und Günter Timmann belegten vordere Plätze und bekamen Präsente.

„Wir bedanken uns bei der Vorwerker Diakonie für dieses tolle Turnier bei dem Toleranz und Fairplay im Vordergrund standen und auch beim VfB Lübeck für die Stadionführung. Die strahlenden Gesichter unserer Spieler sprachen Bände“, so VfL-Pressewart von Hausen abschließend.

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Bad Oldesloe

Betrunken durchs Parkhaus: Oldesloer Polizei nimmt Seat-Fahrer Führerschein ab

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Bad Oldesloe Am vergangenen Mittwoch (25.05.2022), gegen 19.25 Uhr fuhr ein 44-jähriger Bad Oldesloer mit einem Seat Ibiza im Parkhaus in der Lübecker Straße diverse “Schleifen”.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bei einer Kontrolle kam zutage, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,82 Promille.

Es folgte eine Entnahme einer Blutprobe, die Beschlagnahme seines Führerscheines und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels.

Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

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