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Norddeutschland

Wahlstedt: Stressiges Wochenende für die Polizei

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Stormarnlive Symbolfoto

Polizei im Einsatz

Da hatte die Polizei am Wochenende in Wahlstedt aber ungewöhnlich viel zu tun: Lärmende Heranwachsende, Körperverletzung, Sachbeschädigungen, Diebstahl und ein Widerstand lautet die Wochenendbilanz.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Jugendliche und Heranwachsende in Wahlstedt für Ärger und Polizeieinsätze gesorgt. Ein 20-Jähriger legte sich in höchst aggressiver Weise mit den Beamten an, trat und beleidigte sie. Ab 21 Uhr ging es für die Polizei in Wahlstedt Schlag auf Schlag.

Zuerst war es zwischen Jugendlichen zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen. Ein 24-Jähriger war aus einer größeren Personengruppe heraus von mehreren etwa Gleichaltrigen angegriffen und im Gesicht verletzt worden. Einen 23-jährigen angetrunkenen Rollerfahrer ohne Helm und Führerschein oder Prüfbescheinigung erwischte die Polizei gegen 21.45Uhr. Er hatte obendrein zuerst einen falschen Namen angegeben. Dieselben Beamten fahndeten um 22.10 Uhr nach einem Auto, dessen Fahrer/in augenscheinlich betrunken in der Neumünsterstraße aufgefallen war.

Etwa zur selben Zeit beschwerten sich erstmals Anwohner über lärmende, mit Rollern umherfahrende und mit Gegenständen schmeißende Jugendliche auf dem Parkplatz von Netto und Edeka. Die Polizei rückte deshalb vor Mitternacht noch mehrere Male aus. Um kurz nach Mitternacht sahen Beamte dann ein unbeleuchtetes Mofa in Wahlstedt. Der Fahrer entzog sich aber der Verkehrskontrolle. Weitere Polizeiwagen aus Bad Segeberg fuhren mit nach Wahlstedt.

Zwei Passanten gaben an, dass sich eine Gruppe von 15 Jugendlichen hinter dem Aldi-Markt aufhalten soll. Dort nahmen die Beamten dann die Personalien aller Anwesenden auf. Ein 20-Jähriger kam den Aufforderungen der Beamten jedoch nicht nach und weigerte sich, seine Ausweispapiere zu geben. Es kam zum Widerstand, auch mit Angriffen gegen die Beamten.

Einem Polizisten trat der junge Wahlstedter gegen den Kopf und verletzte ihn dabei leicht. Mehrere Polizisten packten mit an, um den renitenten Heranwachsenden zum Streifenwagen zu befördern. Dabei grölte der Festgenommene rum und stieß fortwährend Beleidigungen in Richtung der Polizisten aus. Er übergab sich schließlich auf die Motorhaube des Streifenwagens. Auf dem Weg zur Wache nahmen die Beamten einen Umweg über das Krankenhaus, weil dem 20-Jährigen erneut übel wurde und er in einen Rettungswagen umgestiegen war.

Im Krankenhaus konnte die Blutprobe zur Feststellung, ob Alkohol- oder Drogeneinfluss besteht, genommen werden. Der 20-Jährige brauchte nicht im Krankenkhaus bleiben, er war gesund und gewahrsamsfähig und kam stattdessen zur Verhinderung weiterer Straftaten und bis er sich wieder beruhigt hatte in die Polizeigewahrsamzelle beim Polizeirevier Segeberg. Gegen den Beschuldigten ist neben dem Widerstand gegen Polizeibeamte, Beleidigung und falsche Namensangabe obendrein ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die Beamten hatten bei seiner Durchsuchung geringe Mengen Marihuana gefunden.

Um 1.44 Uhr kam die Polizei erneut nach Wahlstedt, weil es zu einer Auseinandersetzung in einer Disko gekommen war. Die Personen waren sich aber wieder einig geworden und nicht mehr vor Ort. Gegen 2 Uhr hatte ein Wahlstedter seinen entwendeten Roller stark beschädigt aufgefunden, weshalb die Polizei eine Anzeige aufnahm. Heute Vormittag stellte die Polizei einen ausgehobenen Gullydeckelund einen beschädigten Stromkasten fest und fertigte Anzeigen. Die Ermittlungen zu allen Vorgängen dauern an.

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Polizei und Feuerwehr

Zwei Geisterfahrten innerhalb weniger Stunden auf der A1!

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Lübeck – Am gestrigen Montag (29.03.2021) wurden der Polizei in Ostholstein zwei Falschfahrer auf der Autobahn 1 im Abstand von nur zwei Stunden gemeldet.

EInbahnstraße (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Glücklicherweise kam es zu keinem Unfall. Beide Fahrzeugführerinnen konnten durch die eingesetzten Beamten angetroffen werden. Das Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz ermittelt in einem Fall wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Um kurz vor 11:00 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle der Polizei ein Notruf ein, dass ein silberner Opel Astra auf der BAB 1 in Fahrtrichtung Fehmarn den Verkehrsteilnehmern zwischen den Anschlussstellen Oldenburg und Heiligenhafen entgegenkommen würde. Sofort wurden fünf Streifenwagen entsendet und vier Anschlussstellen im betreffenden Bereich der Autobahn gesperrt. An der Anschlussstelle Oldenburg-Mitte trafen Beamte der Polizeistation Oldenburg den Pkw nur wenige Minuten später an und geleiteten den Wagen sicher von der Autobahn. Fahrerin war eine 84-jährige Ostholsteinerin. Durch das schnelle Eingreifen konnte möglicherweise Schlimmeres verhindert werden. Es kam zu keiner Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.

Gegen 12:40 Uhr gingen erneut Meldungen über einen Falschfahrer auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Fehmarn bei der Einsatzleitstelle der Polizei ein, diesmal zwischen den Anschlussstellen Ratekau und Scharbeutz. Kurz darauf teilte ein Zeuge dem Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz telefonisch mit, dass ein Pkw Mitsubishi mit Ostholsteiner-Kennzeichen ihm als Geisterfahrer entgegengekommen sei, nun aber bereits auf der Autobahn gewendet habe und in Richtung Fehmarn fahren würde. Der Zeuge fuhr hinter dem Wagen her und gab den Standort des Wagens fortlaufend durch. Der Wagen fuhr an der Anschlussstelle Pansdorf ab und konnte im weiteren Verlauf durch Beamte der Autobahnpolizei in Scharbeutz angetroffen und kontrolliert werden. In diesem Fall verhinderte nur das Bremsmanöver eines Verkehrsteilnehmers einen schweren Unfall auf der Autobahn. Um eine Kollision mit dem Pkw zu verhindern, musste der Verkehrsteilnehmer eine Vollbremsung bei ca. 120 km/h Fahrtgeschwindigkeit machen und auf den rechten Fahrstreifen ausweichen, als ihm der Mitsubishi auf dem linken Fahrstreifen entgegenkam. Der Führerschein der 78-jährigen Fahrzeugführerin wurde beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet.

Das Autobahn- und Bezirksrevier Scharbeutz bittet in diesem Zusammenhang weitere Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04524-70770 oder per E-Mail an die Adresse Scharbeutz.PABR@polizei.landsh.de zu melden.

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Polizei und Feuerwehr

Autofahrer (22) muss SUV ausweichen und verunglückt: Verursacher flüchtet

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Sülfeld – Weil ihm ein dunkler SUV entgegenkam, musste ein 22-Jähriger ausweichen und kam daraufhin von der Straße ab. Der Verursacher setzte seine Fahrt jedoch fort.

Symbolfoto: Fleimax/Pixabay

Der Unfall ereignete sich am Sonnabend, 27. März, kurz nach 14 Uhr in der Straße Steindamm (K4)

Zu dieser Zeit befuhr eine unbekannte Person mit einem dunklen SUV-Fahrzeug die K 4 in Richtung Ortsmitte und geriet bei der Durchfahrt einer Rechtskurve am Ortseingang von Sülfeld in den Gegenverkehr.

Ein entgegenkommender 22-jähriger Fahrer eines anthrazitfarbenen Pkw VW Golf kam beim Ausweichmanöver nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Schilderpfosten der Ortstafel. Zu einer Berührung der beiden Fahrzeuge kam es nicht.

Der 22-Jährige aus dem Kreis Segeberg wurde bei dem Aufprall leicht verletzt und es entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Eurobereich.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, ihre Beobachtungen unter 04535 / 43 999 50 der Polizei Itzstedt mitzuteilen.

Weiter fordert die Polizei den/die Unfallverursacher*in auf, sich bitte umgehend bei der Polizei zu melden.

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Kreis Segeberg

Solidarisch durch die Pandemie: “Segeberg bleibt bunt” will mit Ausstellung aufklären

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Bad Segeberg/Bad Oldesloe – In den letzten Monaten hat sich eine Gruppe von Gegnern der Corona-Maßnahmen alle zwei Wochen auf dem Marktplatz in Bad Segeberg getroffen und dort auch Verschwörungstheorien und sozialdarwinistische Ansichten verbreitet.

Laut der Initiative Segeberg-bleibt-bunt handelt es sich dabei auch um Personen, die in Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg bei Kundgebungen auftreten:

„Auf ihren öffentlichen Telegram-Gruppen und im Internet, werden von diesen Menschen immer wieder Beiträge von rechten Influencern, Mitgliedern rechtsextremer Parteien oder auch Mitgliedern der „Neuen Rechten“ und der Identitären Bewegung gepostet.“

Mit einer Ausstellung will die Initiative Segeberg-bleibt-bunt Aufklärung betreiben und sich damit gegen die Bewegung stellen, die sich in Teilen immer weiter radikalisiert: „Wir wollen unsere Mitmenschen informieren, wer hinter den antisemitischen und rassistischen Äußerungen steht und wie diese die Spaltung der Gesellschaft voran treiben.“

In der Ausstellung wird dargestellt, wie die Kritik der Corona-Leugner und -Relativerer an den Maßnahmen, von „Der Rechten“ adaptiert und die Menschen instrumentalisiert werden.

„Wir halten Kritik an den Corona-Maßnahmen für legitim und nötig, denn nur in einem gesellschaftlichen Diskurs und indem wir die Maßnahmen immer wieder hinterfragen und überprüfen, werden wir die richtigen Schritte in der Pandemie herausfinden“, heißt es seitens der Initiative Segeberg-bleibt-bunt. „Aber es führt zu keinen fortschrittlichen, innovativen Ideen, sich von rechter Ideologie vereinnahmen zu lassen, sondern nur zur Spaltung der Gesellschaft.“

Der Sprecher der Identitären Bewegung Österreich hat gesagt: „Durch die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen könne das Wachstumspotential des patriotischen Lagers steigen. Die Krise könne vielleicht sogar in die Nähe politischer Macht führen.“ Das, so die Segeberger, gelte es zu verhindern: „Denn die Welt lässt sich nicht in Schwarz und Weiß einteilen, sondern hat unglaublich viele Farben. Und das ist toll.“

Ausstellungseröffnung „Solidarisch durch die Pandemie“ am Mittwoch, 17. März, 16.45 Uhr, auf dem Marktplatz in Bad Segeberg.

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