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Ahrensburg: Benefizgala für einen Boogie-Woogie Mann

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Werner Dittmair

Vince Weber

“You got to serve somebody…” singt Vince Weber im letzten Songs seines 2009er Albums “Delta Echo”. Er hat sich vor 50 Jahren voll der Musik verschrieben und somit das “somebody” in diesem Satz aus einem Dylansong eindeutig mit “music” für sich selbst ersetzt. Er wurde in den 1970er ein Star des Boogie Woogie Pianos. Doch seit einem Schlaganfall im Jahr 2012 gehorchen die Tasten ihm nicht mehr so wie früher. Sein 60. Geburtstag wird daher zu einer großen Benefizgala in Ahrensburg. 

Eigentlich sollte “nur” das erste Gutshoffestival in Ahrensburg gefeiert werden. Felizitas Thuneke von ft-Management, die auch die Musiknächte in der Schlossstadt organisiert, saß daher mit dem Musiker Gottfried Böttger zusammen. Sie wollte ihn für das neue Festival gewinnen, das am 26.  Oktober stattfinden sollte. “Da kann ich nicht, da wird Vince 60”, sagte Böttger. Und plötzlich war die Idee geboren. “Warum nicht ein Benefiz für einen erkrankten Profimusiker und Freund?”. Der 26. Oktober passte dann nicht ganz in die Kalender der angefragten Musiker und so wurde der 18.10 für genau dieses Event gewählt. 

“Es ist schlimm, wenn ein Profimusiker seinen Lebensunterhalt plötzlich nicht mehr verdienen kann. Da muss man helfen”, so Andreas “Hebby” Gramkow von Pfefferminz, der nicht nur mit seiner Bands, sondern auch mit Teilen seiner Bühnentechnik vor Ort helfen wird. “Alle Musiker spielen kostenlos. Der Gewinn geht voll an Vince”, so Felizitas Thuneke. 

Rund 50 Musiker werden am 18. Oktober auf vier Bühnen im Marstall, Parkhotel, bei 20Wines und M&S Antik spielen. Mit dabei sind Stars der Szene wie Gottfried Böttger, Inga Rumpf, Günther Brackmann oder auch Reiner Regel. “Auch Vince wird vor Ort sein und ein paar Lieder singen. Er freut sich schon darauf”, so Thuneke. Denn singen können Weber noch, wenn er einigermaßen fit sei.  OrgaVinceWeber2Sie sind dabei: Felizitas Thuneke, Thomas Kleibeler und Hebby Gramkow

Der Musiker selbst erklärt es übrigens so, wie er zur Musik gekommen ist: “Also, 1963 – mit 10 Jahren – der erste Klavierunterricht. Habe leider wenig begriffen, hatte aber zwei Ohren. Dank meiner toleranten und liebevollen Eltern konnte ich Tag und Nacht improvisieren. Drei Jahre später habe ich den Blues erfunden. Meine Schwester zeigte mir Akkorde auf dem Klavier und brachte mir Aufnahmen von Lightnin’ Hopkins, Champion Jack Dupree, Taj Mahal und vielen anderen Blues- und Boogie-Größen mit.”

Sein Schulfreund, Thomas Kleibeler, erinnert sich an diese Zeiten. “Vince interessierte sich eigentlich nur noch für Musik. Wir sind dann durch alle Musikkneipen in Hamburg gezogen. Es war eine schöne Zeit. Es war leichter sich zu treffen als Musiker. Es gab überall die Möglichkeit mitzujammen, wo eine Session stattfand. So lernte Vince auch Otto kennen, der ihn mit in sein Vorprogramm nahm und sein Album veröffentlichte.”

1976 erhielt Weber den deutschen Schallplattenpreis und von 1976 bis 1990 spielte er jeden letzten Freitag im Monat in der Fabrik – und verkaufte sie regelmäßig aus. Wer schafft so was schon? 1978 durfte er als Vorgruppe vor Bob Dylan Nürnberg beim berühmten Konzert auf dem Zeppelinfeld auf die Bühne. Sein Leben ist voll von solchen Momenten – Weber war mit dabei, als Musikgeschichte geschrieben wurde. 

vince weber gala.250.0

“Er ist einer der Gründe dafür, dass ich überhaupt mit all dem angefangen habe, was ich bis heute mache”, sagt Thuneke. Sie hoffe nun, dass die 1000 Karten für die Benefizgala allesamt verkauft werden. “Wir wollen Vince einen tollen Abend machen und ihm natürlich auch finanziell richtig helfen”. 

Eintrittskarten zum Preis von 18 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren gibt es  bei Ticketmaster, die Abendkasse wird 25 Euro kosten. Eine Besonderheit sind 70 VIP TIckets, die für 120 Euro zu haben sind. Sie enthalten einen Zugang zum Buffet und vor allem zum Backstagebereich. Hier kann man alle Musiker hautnah erleben. 

Hier gibt es die Tickets

 

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Szene

2. Bargteheider Kulturpicknick mit “Wort für Wort”

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Foto: Jan Roßmanek/hfr

Bargteheide – Der Bargteheider Poetry Slam “Wort für Wort” ist nach der Corona-Pause zurück. Nach einem halben Jahr Pause erklimmen am 12. September wieder Poetinnen und Poeten die Bühne um mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander anzutreten, diesmal zum ersten Mal unter freiem Himmel.

Der Dichterwettstreit feiert sein Comeback mit einem Open Air Slam auf der Kircheninsel. Alles unter Einhaltung der Hygieneauflagen und mit genügend Abstand.

Die Organisatoren Lennart Hamann und Hannes Maaß haben in Zusammenarbeit mit dem Bargteheider Pastor Jan Roßmanek, dem Kulturpicknick Bargteheide und der Kirchengemeinde wieder vier der besten SlammerInnen des Landes eingeladen, die sich nur an drei einfache Regeln halten müssen: Die Texte müssen selbst geschrieben sein, kommen ohne Hilfsmittel aus und dürfen ein Zeitlimit von 6 Minuten nicht überschreiten. Ansonsten ist alles erlaubt.

Kulturpicknick Foto: Jan Roßmanek/hfr

Ob witzig, ernst, albern oder traurig, ob Kurzgeschichte oder Gedicht. Am Ende entscheidet das Publikum wer den Sieg und die Trophäe davonträgt. Abwechslungsreich und unterhaltsam, spannend und idyllisch wird es am 12 September zugehen.

Der Eintritt ist frei, es heißt aber: Wer zuerst kommt mahlt zuerst, denn die Kircheninsel hat unter den einzuhaltenden Auflagen ein BesucherInnen Limit von 150 Personen. Stühle sind nicht vorgesehen, können aber für ältere Gäste, die nicht auf dem Boden sitzen können bereitgestellt werden.

Auch der gewohnte Getränkeverkauf wird nicht stattfinden. Es empfiehlt sich also, eine Picknick-Decke, Getränke und eure Liebsten einzupacken.

Da die Veranstaltungsbranche seit März einen kompletten Shutdown erlebt, bitten wir bei der Veranstaltung um Spenden für die Veranstalter und die Auftretenden.

Am Einlass werden die Kontaktdaten der Gäste abgefragt. Abseits der Plätze, auf den Toiletten, sowie am Einlass ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen. “Bei Symptomen von Covid-19 bzw. bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem der Risikogebiete bitten wir euch, Zuhause zu bleiben”, so die Veranstalter.

Einlass: 17 Uhr

Beginn: 18 Uhr

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Bad Oldesloe

“Bleib zuhause – Sause” – Livestream als “Tele-Party”

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Jelle Stoltenberg und Julian Kott vor dem Inihaus Foto: SL

Bad Oldesloe – Am 25. Juli kehrt Musik ins oder besser vor das Bad Oldesloer Inihaus zurück. Noch gibt es keine Livekonzerte mit Publikum doch ab 17:30 Uhr laden Julian Kott und Jelle Stoltenberg zur “Tele-Party”.

Seit Monaten gibt es quasi kein richtiges Kulturleben und keine Konzerte einer sonst so lebendigen lokalen und regionalen Musikszene mehr. Die beiden Initiatoren der “Tele-Party” wollen dem entgegenwirken.

Schon viele Wochen planen sie daher an einem besonderen Stream-Format, das am 25. Juli, vor dem Inihaus stattfindet. Anders als bei anderen Streams werden hier vor allem semiprofessionelle Musiker aus der Region zu sehen sein und die Genres sind breit gestreut.

So gibt es akustische Musik mit dem bekannten Oldesloer Trio “irgendwiehörbar” als Auftakt ab 17:30 Uhr.

Auch Jon McKillin sorgt für akustische Klänge. Dazu kommt Hip-Hop unter anderem mit Sambosen, „Shaggie Sween“ und Frank Walter P.

“Schlagerbernd” moderiert und tritt natürlich auch selbst auf. Für Stoltenberg und Kott ist es ihre Streamingpremiere. Sie hoffen auf viele Zuschauer. Die Vorbereitungen seien umfangreich gewesen und vor allem das Suchen nach der passenden Location schwieriger als zunächst gedacht. Doch nun hat man den perfekten Ort gefunden. Zusätzlich werden – quasi als lebendige Kulisse – Grafitti-Künstler zu sehen sein.

Während des Konzerts kann gespendet werden, um die Produktionskosten wieder einzufahren. Überschüsse werden an kulturelle Zwecke gespendet.

Das Konzert wird live auf Twitch übertragen (www.twitch.tv/inihaus) . Anschließend sollen die Auftritte auch bei Youtube verfügbar sein. Los geht es live am 25. Juli um 17.30 Uhr.

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Kreis Steinburg

Wacken-Festival kündigt Metal-Online-Festival “Wacken world wide” an

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Wacken – Auch das weltgrößte Heavy Metal Festival “Wacken” im gleichnamigen Ort in Schleswig-Holstein fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ins Wasser.

In den vergangenen Wochen hat sich das Wacken-Team daher ein neues Format überlegt: ein online-Metal-Festival.

Gemeinsam mit der Telekom als Partner möchte man dieses mit “innovativen Digitalbühnen” in die ganze Welt übertragen.

Eine entsprechende Homepage wurde gelauncht.

Versprochen werden exklusive, gestreamte Konzerte bekannter Metal-Combos. Diese sollen auf der Homepage aber auch auf der Website und in der App von MagentaMusik 360 und MagentaTV zwischen dem 29. Juli und 1. August zu erleben sein.

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