Folge uns!

Bargteheide

Anti-Windpark-Initiative droht Stadt: "Wir werden alle Rechtsmittel ausschöpfen"

Veröffentlicht

am

Finn Fischer

Die Initiative

Der Ärger um den geplanten Windpark bei Bargteheide spitzt sich immer weiter zu. In einem offenen Brief droht die Bürgerinitiative “Gegenwind Bargteheide” jetzt damit, im Zweifel sogar die Stadt zu verklagen. Sie fordern die Verantwortlichen auf, den Bauantrag nicht zu stellen.

An dieser Stelle lesen Sie den Offenen Brief der Initiative “Gegenwind Bargteheide” in voller Länge:

Offener Brief an Herrn Dr. Henning Görtz; Bürgerwindpark Bargteheide GmbH & Co.KG; Stadtvertreter der CDU, SPD, WfB, FDP, Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

Sehr geehrter Herr Dr. Görtz,

wir bitten Sie eindringlich, den Bauantrag zum Bau der geplanten Windkraftanlagen mit dem Standort am Glindfelder Weg gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen nicht zu stellen. Einigkeit besteht in der Sache, dass wir eine Energiewende weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energieträgern benötigen, dazu gehört auch die Windenergie. Allerdings sollte der Standort der Windkraftanlagen vor allem in Übereinstimmung mit der Bevölkerung und im Einklang mit dem Naturschutz erfolgen. Beide Voraussetzungen sind im Fall der geplanten Windkraftanlagen am Glindfelder Weg nicht gegeben.

Der Abstand von 800 m zum Wohngebiet Bargteheide und unseren Nachbarn in Klein Hansdorf reicht nicht aus, die Menschen vor Lärmbelästigung, Schattenwurf und niederfrequentem- sowie Infraschall zu schützen. Noch können unsere Kinder im Naherholungsgebiet die Natur direkt erfahren. Werden Spaziergänge, Joggen und Radfahren noch die gewünschte Erholung bringen, wenn wir vom Lärm und Schattenwurf der riesigen Windkrafträder begleitet werden?

Für das Land Schleswig-Holstein wurde festgestellt, dass ausreichend Eignungsflächen mit geringem Konfliktpotenzial vorhanden sind, um das energiepolitische Ziel von 1,5 % der Landesfläche als Eignungsgebiete auszuweisen. Zurzeit sind bereits 1,7 % ausgewiesen (Landesplanungsbehörde).

Es besteht daher für Bargteheide keine Dringlichkeit, eine Fläche für Windkraftanlagen anzubieten. Bisher ist Bargteheide eine lebenswerte Stadt. Deshalb sind viele junge Familien wegen der guten Infrastruktur und des differenzierten Schulangebotes zugezogen. Gleichermaßen war für sie das natürliche Umfeld wie z.B. die Knicklandschaft, die Feldmark sowie die Nähe zum Hansdorfer und Duvenstedter Brook ein maßgebliches Entscheidungskriterium für Bargteheide. Wer möchte hier noch wohnen, wenn das letzte Naherholungsgebiet mit den größten Windkraftanlagen verschandelt wird?

Unsere Bürgerinitiative hat inzwischen 700 Mitglieder und wächst täglich. Darüber hinaus unterstützen uns zahlreiche Bargteheider mit ihrer Unterschrift. Hinzu kommen weitere 300 Mitglieder aus Klein Hansdorf. Inzwischen formiert sich auch in Jersbek erheblicher Widerstand gegen den Windpark. Wir sind nicht bereit, gesundheitliche Belastungen, reduzierte Lebensqualität und die Zerstörung unseres Wohnumfeldes widerspruchslos hinzunehmen! Seien Sie versichert, dass wir alle Rechtsmittel ausschöpfen werden, den Windpark zu verhindern. Wir fordern Sie hiermit auf:

Lassen Sie es nicht so weit kommen! Wenden Sie gesundheitlichen und finanziellen Schaden von den Bargteheider Bürgerinnen und Bürgern ab, indem Sie den Bau der Windkraftanlagen verhindern.

Für ein Gespräch zur Konfliktlösung stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Bürgerinitiative Gegenwind- Bargteheide

Ansprechpartner: Sven Herfurth; Helga Dorer; Stefan Reuther

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bargteheide

Nachwuchspolitiker Nils Bollenbach aus Bargteheide geht in Knast

Veröffentlicht

am

Nachwuchspolitiker Nils Bollenbach aus Bargteheide geht in Knast. Ganz freiwillig. Etwas ausgefressen hat der 21-Jährige nicht. „The Knast“ ist ein Kunstprojekt in in Berlin.

Nils Bollenbach geht in Knast. Foto: Privat

Nils Bollenbach hatte in den vergangenen Jahren eine steile Karriere Hingelegt. Mit 17 ist er bereits in den Ortsvorstand der Grünen Bargteheide gewählt worden, im Jahr darauf in den Kreisvorstand. 2019 wurde er zusätzlich in den Landesparteirat der Grünen Schleswig Holsteiner gewählt, kandidierte 2021 für den Bundestag und zuletzt für den Landtag.

„Es war eine super intensive Zeit. Ich habe sehr viel gelernt über mich, unsere Gesellschaft und das politische Zusammenleben“, sagt Bollenbach rückblickend auf die letzten Jahre. „Danken möchte ich vor allem den Mitgliedern im Orts- und Kreisverband die alle immer sehr herzlich zu mir wahren und mich auf meinem Weg unterstützt haben.“

Jetzt, wo die Politik für ihn erst mal ruht, setzt er dieses Interesse fort.

Im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin Lichterfelde. Schon im Wahlkampf machte Bollenbach keinen Hehl darum, dass es in seinem Leben auch noch was anderes gibt als Politik – die Kunst.

„The Knast“ auf deutsch „der Knast“ heißt das neue Projekt, das von Künstler Lars Deike und dem prideART Berlin e.V. gestartet wurde. Das ehemalige Gefängnis diente bereits als Filmkulisse in Produktionen wie „Babylon Berlin“, nun dient es insgesamt 28 queeren Künstler*innen als Atelier und Ausstellungsfläche. Seit Anfang des Jahres ist auch Bollenbach Mitglied und bezieht seit Juni eine eigene Zelle, in der er sich überwiegend der Malerei und Akt Fotografie widmet. Auch neue Filmprojekte sind geplant.

„Ich bin unglaublich froh, Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft sein zu können. „The Knast“ bietet mir viele Möglichkeiten, mich als Künstler zu entfalten und weiterzuentwickeln“, so Bollenbach.

Dem Norden bleibt der 21-Jährige allerdings noch erhalten.

Anfang des Monats ist er nach Hamburg gezogen: „Berlin ist aufregend und ich bin gerne dort, da leben kann ich mir jedoch nicht vorstellen. Ich brauche meinen sicheren Anker und mein Herz schlägt nach wie vor für Bargteheide, nur braucht es im leben auch Veränderung um neue Prozesse zu starten.“

Auch der Politik will Bollenbach erhalten bleiben. Zwar legt er bis auf weiteres alle Ämter nieder, um sich auch auf seine berufliche Zukunft zu konzentrieren. Ab Oktober würde er gerne in Hamburg studieren. Jedoch fängt er bereits im nächsten Monat an, für den Hamburger Abgeordneten Dennis Paustian-Döscher zu arbeiten:

„Ich glaube, wenn man einmal drin war bleibt man politisch. Auch meine Kunst ist teilweise politisch und natürlich werde ich mich auch in Zukunft einmischen, wenn ich mit einer Sache unzufrieden bin. Ich freue mich meine Erfahrungen aus der Mitarbeiter Perspektive zu stärken und den Abgeordneten tatkräftig zu unterstützen.“

In jedem Fall steht fest, Bollenbach bleibt nicht tatenlos und wird auch in Zukunft von sich hören lassen.

Weiterlesen

Bargteheide

Die DLRG in Bargteheide sucht kurzfristig einen neuen Bufdi

Veröffentlicht

am

Bundesfreiwilligendienst bei den Lebensrettern: Bei der DLRG Bargteheide ist kurzfristig eine Stelle freigeworden. Bewerbungen werden ab sofort angenommen.

Rettungsring (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

„Wir waren so glücklich, dass wir frühzeitig in diesem Jahr die Stelle besetzen konnten, um so schmerzlicher ist es, dass wir jetzt eine kurzfristige Absage aufgrund persönlicher Umstände erhalten haben“, so Martin Knaffel, Vorsitzender der Ortsgruppe.

Die Stelle ist zum 1. August oder spätestens zum 1. September dieses Jahres frei. „Wir bieten vielfältige Aufgabengebiete und geben viel Raum für die persönliche Gestaltung und Projektarbeit. Die Mitarbeit erfolgt hauptsächlich in der Schwimmausbildung, der Jugendarbeit, dem Kindergartenprojekt und im Wasserrettungsdienst, dazu kommt dann noch der persönliche Einsatz nach eigener Interessenslage.“, ergänzt Carsten Rüscher, stellv. Vorsitzender der Ortsgruppe.

Die DLRG Bargteheide hofft nun, dass die Stelle sehr schnell besetzt werden kann und freut sich auf die Kontaktaufnahme von interessierten jungen Menschen, die die kommenden 12 Monate die Ortsgruppe unterstützen möchte, über die Homepage unter www.bargteheide.dlrg.de/bfd oder telefonisch oder per Mail an einen der beiden Vorsitzenden.

Weiterlesen

Bargteheide

Neue Babysitter in Bargteheide ausgebildet

Veröffentlicht

am

In den zurückliegenden Ferien startete im Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide erstmals wieder eine Ausbildung für Jugendliche, die gern Kinder betreuen möchten.

Foto: Kinderhaus Blauer Elefant

Nun stehen in Bargteheide neun neue und motivierte Babysitter*innen zur Verfügung.

Diese haben eine Ausbildung durchlaufen, in der sie die wesentlichen Dinge im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern gelernt haben.

Jugendliche wurden von Hebammen ausgebildet

Dazu gehörte Basiswissen in der Säuglingspflege, das sie von einer erfahrenen Hebamme erlernen konnten, ein Erster-Hilfe-Kurs speziell für Kinder, die Grundlagen der Kleinkindpsychologie und ein Repertoire an Beschäftigungsmöglichkeiten mit Kindern.

Darüber hinaus hospitierten sie einen Tag in einer KiTa, welche die Jugendlichen freundlicherweise aufnahm.

Eltern, die eine Betreuung für ihre Kinder benötigen, egal, ob sie dies nur einmal oder regelmäßig wünschen, können sich an das Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide wenden, das die Babysitter*innen vermittelt. Es ist erreichbar von montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 04532 5170.

Weiterlesen