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Verbandsliga: Oldesloe siegt in hitzigem Derby

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 Es war ein Spiel, das mit Spannung erwartet worden war. Im vergangenen Jahr war das Derby zwischen dem VfL Oldesloe zwei Mal giftig geworden.  Mit positivem Ausgang für die Oldesloer, die ein Unentschieden und einen Sieg holten gegen die damals favorisierten Trittauer. Jetzt begegneten sich beide Teams am Abgrund des Abstiegskampfes.

Und wieder konnte der VfL Oldesloe am Ende jubeln. Die Trittauer waren engagiert gestartet, kamen zwei Mal gefährlich vor das Tor der Gäste und dann verpuffte der Offensivdrang des TSV. Denn mitten in ihre durchaus gute Anfangsphase fielen plötzlich zwei Treffer durch Oldesloes Marcel Kupka (11.) und Marcel Noeske (14.).

Oldesloe machte aus seinen ersten beiden guten Angriffsaktionen gleich eine Zwei-Tor-Führung. Ein Schock für die Heimelf, die kurzzeitig geradezu demoralisiert wirkte. Der Offensivdrang war abgeflaut, während der VfL versuchte das dritte Tor zu machen. Teilweise schwamm die Trittauer Hintermannschaft wie Kinder in einer der ersten Schwimmstunden. Doch der VfL machte nichts aus einigen Verstolperern und Fehlpässen im Trittauer Defensivverbund.

Die Platzherren erholten sich langsam vom Schock der Gegentreffer und hielten nun wieder stärker dagegen. Ihre Angriffsbemühungen wirkten aber irgendwie konzeptlos. Mal waren es nette Einzelaktionen, mal Schüsse die eher schon nach ein wenig Verzweiflung aussahen. Doch genau ein solcher Schuss war plötzlich drin. Patrick Rösler zog aus der zweiten Reihe ab und das runde Leder zappelte kurz vor der Pause doch noch im Netz der Gäste. 1:2 in der 42. Minute. Wer nun weiß, dass Oldesloe vor zwei Wochen sogar eine 3:0 Führung noch komplett aus der Hand gab und 5:3 verlor, der konnte nicht wissen, in welche Richtung das Pendel ausschlagen würde.

Und tatsächlich gehörten die letzten Minuten vor der Pause nun den Spielern des TSV, deren Körpersprache plötzlich eine andere war. Das Selbstbewusstsein war zurück. Doch es passierte nichts mehr. „Das wird noch ein hartes Stück Arbeit”, sagte eine VfL Fan auf dem Weg zum Würstchenstand.

In der zweiten Halbzeit hatten sich die Spieler von Trittaus Trainer Matthias Räck offensichtlich etwas vorgenommen.  Sie starteten schwungvoller und das 2:2 hing kurze Zeit lang in der Luft. Doch dann setzte kurz irgendwas im Kopf von TSV Spieler Rösler aus. Und sein Motto wurde „From hero to zero”. Eben noch Torheld, jetzt der Mann mit dem unnötigen Foul. Während seine Elf gerade einen Freistoß ausführen wollte – der Ball ruhte nocht – , trat er vollkommen unmotiviert dem Oldesloer Torwart Patrick Ave absichtlich auf den Fuß. Der Schiedsrichter sah es und zog – Rösler war schon verwarnt – die Gelb-Rote Karte. (52.). Was Rösler genau geritten hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Doch viele Zuschauer und Trittauer Spieler hatten sich jetzt auf die Oldesloer und auf den Schiri eingeschossen. Sie fühlten sich absolut ungerecht behandelt.

Die Wut über diese Entscheidung ließ die Trittauer nochmal aufdrehen. Sie wirkten mit zehn Mann sogar stärker als in voller Mannschaftsstärke. Die Einwechslung von Max Johnsen (57.) brachte neue Offensivkraft.  „Würde er regelmäßig trainieren, könnte ich ihn auch von Anfang an bringen”, so Räck nach dem Spiel. „Er ist ein sehr guter Fußballer”. Johnsen sorgte für Gefahr vor dem Oldesloer Tor. Zwei Mal klärte Ave in höchster Not.

Doch dieses Mal ließ der VfL nicht nach. Die Defensive kämpfte um jeden Ball und die Offensive rannte. Die Oldesloer schienen mehr Willen zu haben, den letzten Schritt zu machen, waren oft einen Tick schneller am Ball. Und so konnte Marcel Kupka einen Konter schließlich zum 1:3 (76.) abschließen.

Nun waren die Trittauer endgültig sauer und rannten noch wütender an. Trainer Räck schimpfte wie ein Rohrspatz, doch es brachte nichts mehr.  Schließlich verlor auch noch sein Spieler Niko Prehn die Nerven. Er flog wegen Beleidigung in der 91. Minute vom Platz – unnötig.

„Die Oldesloer waren gut. Die bessere Elf. So sollten sie ganz oben mitspielen können. Aber das wissen die Leute vom VfL ja selbst am Besten. Die wissen ja selbst wie unheimlich gut sie sind”, sagte Räck nach dem Abpfiff. „Ich bin mit meiner Elf zufrieden. Sie hat alles gegeben. Aber wenn du die Tore nicht machst und hinten drei fängst – der Torwart war übrigens schuldlos – dann verlierst du. Wir wissen selbst, dass wir eigentlich stärker sind”, so Räck weiter.  „Wir sind im Abstiegskampf. Das ist keine Frage. Es geht für den TSV gegen den Abstieg.” Er selbst sei aber noch motiviert weiter in Trittau zu arbeiten. „Ich kenne das Potenzial. Die Mannschaft ist ja schon deutlich besser als die, die ich damals übernommen habe”, ist er sich sicher.

Sein Gegenüber, Sven Buntfuß, wollte sich nicht über die Trittauer äußern. „Das sollen die selbst machen”, sagte er. Ein Derby sei aber natürlich immer etwas Besonderes. Mit seinem Team sei er „total zufrieden”.  Nach vier sieglosen Spielen sei es wichtig gewesen malwieder drei Punkte einzufahren. „Da ist es egal, wie die  geholt wurden. Hauptsache wir haben sie”, sagte Buntfuß. „Jetzt können wir uns einen Abend freuen. Dann ist gut. Dann arbeiten wir hart weiter.” Zehn Punkte seien nach elf Spieltagen „noch immer viel zu wenig”.

 

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SV Preußen Reinfeld verabschiedet “Krisso”: Kristof Rönnau beendet Karriere

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Reinfeld 127 Pflichtspiele – 130 Tore für den SV Preußen 09 Reinfeld. Mehr Worte braucht es nicht, um festzustellen, dass hier am Ende der Saison 2021/2022 ein ganz großer von der Bühne geht.

Foto: @appix_HL/SVP

Es war das Jahr 2016 als Kristof „Krisso“ Rönnau zum ersten Mal die Fußballschuhe für den SV Preußen schnürte, damals noch in der Verbandsliga Süd/Ost. Und schon hier beginnt die beeindruckende Bilanz unserer Nr. 11. In 31 Verbandsliga-Spielen knipste „Krisso“ gleich satte 43-mal und trug so mit seinen Toren entscheidend zum Aufstieg in die Landesliga bei.

In der Landesliga erstmal Akklimatisieren? Fehlanzeige! In seinen beiden Landesliga-Spielzeiten ging es direkt mit Toren satt weiter. Hier baute „Krisso“ seine überragende Bilanz direkt aus und konnte in 52 Landesliga-Spielen 63-mal einnetzen.

In der 2. Landesliga-Spielzeit bedeutete dies den Aufstieg mit dem SVP in das Oberhaus Schleswig-Holsteins.

In bislang 35 Einsätzen im Oberhaus traf „Krisso“ 18-mal für den SVP.

Jan-Henrik Schmidt, Sportlicher Leiter beim SV Preußen-Reinfeld: “Und wir hoffen, dass hier bis zum Saisonende noch ein paar Tore hinzukommen. Abseits von allen Statistiken verlieren wir mit Kristof leider auch einen richtig guten Typen. An eine Kabine ohne „Krisso“ wird man sich erst gewöhnen müssen.”

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Verpasster Aufstieg des HSV: Coach Dieter Hecking geht

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Fußball-Taktik Symbolfoto: Andrey_Poppv/shutterstock

Hamburg – Die erneut verpasste Rückkehr des HSV in die Bundesliga hat Konsequenzen auf der Trainerbank. Der bisherige Cheftrainer Dieter Hecking beendet sein Engagement bei den Hamburgern. Das bestätigte der Zweitliga-Verein am Sonnabend.

„Wir hatten einen sehr offenen, ehrlichen Austausch miteinander und danken Dieter für seine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit”, so Vorstand Jonas Boldt

“Nach ausführlichen Analyse- und Ausrichtungsgesprächen zwischen dem 55-jährigen Fußball-Lehrer und Jonas Boldt kamen Hecking und der Vorstand Sport zur Entscheidung, dass es keine Verlängerung des am 30. Juni abgelaufenen Vertrags mit dem Chefcoach geben wird”, heißt es im Statement des Vereins..

„Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen“, erklärt Dieter Hecking auf der Homepage des HSV.

„Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung.“

„Ich werde, nach ausführlichen Gesprächen unter anderem mit Jonas Boldt, meine Tätigkeit in Hamburg nicht fortführen. Ich möchte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen die nun nötigen Schritte zu gehen. Ich danke allen Kollegen, Mitarbeitern, der Mannschaft und den Verantwortlichen des HSV für die zurückliegenden Monate. Ich bedaure, dass wir das Ziel nicht erreicht haben“, so Hecking.

„Ich bedanke mich im Namen des HSV für die sehr gute und vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit. Dieter hat sich voll auf unsere Aufgabe eingelassen. Es ist für uns alle enttäuschend, dass wir das sportliche Saisonziel am Ende nicht erreicht haben“, so Boldt.

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Blamage gegen Kleinstadtverein statt Aufstiegschance: Desolater HSV hängt in Liga 2 fest

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Symbolfoto: Michi S./Pixabay/hfr

Hamburg – Große Enttäuschung und Ernüchterung für alle HSV Fans. Mit 1:5 (0:2) hat der HSV seine Aufstiegschance im Spiel gegen den SV Sandhausen geradezu weggeworfen.

Im alles entscheidenden Spiel um den Relegationsplatz hatte sogar der schon fesstehende Aufsteiger und Zweitligameister Arminia Bielefeld Schützenhilfe geleistet und HSV-Konkurrent Heidenheim deutlich mit 3:0 die Grenzen aufgezeigt.

Doch anstatt diese Vorlage anzunehmen, ging der Hamburger Sportverein geradezu unter.

Als besondere Demütigung traf sogar Ex-HSV-Kicker Dennis Diekmeier zum 5:1, der beim HSV zuvor viele Jahre vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte.

Was nach dem ersten verpassten Aufstieg und der damit versäumten Rückkehr in die Bundesliga noch als “Betriebsunfall” gewertet wurde und damit begründet, dass man sich erst an die zweite Liga gewöhnen müsse, gilt sicherlich jetzt nicht mehr als Ausrede. Der HSV hat es schlichtweg selbst vergeigt. Mit einer Leistung wie gegen Sandhausen hätte man langfristig wohl sogar eher mit der Abstiegszone Richtung 3. Liga und nichts mit dem Aufstieg zu tun.

“Es gibt keine Entschuldigungen. Wir brauchen nicht nach Ausreden zu suchen. Wir haben uns in der Corona-Zeit nicht belohnt und uns viele Punkte wegnehmen lassen. Jetzt heißt es, schnell zu analysiere und den Kopf hochzunehmen“, so HSV-Präsident Marcel Jansen im Interview mit dem Fernsehsender Sky.

Ob Trainer Dieter Hecking beim HSV bleiben wird, um den nächsten Anlauf Richtung Aufstieg in der Saison 2020/21 anzugehen, steht noch nicht fest.

Besondere Ironie an der Geschichte ist es, dass viele Fans nach dem Abstieg in Liga zwei Mannschaften wie “Sandhausen” aus der Kleinstadt bei Mannheim als beispielhaft für die Unattraktivität der zweiten Liga angeführt hatten. Jetzt hat dieses Sandhausen dem Fußballverein aus der Millionenmetropole den Aufstieg verhagelt.

Aufgestiegen sind derweil Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart. Um den dritten Aufstiegsplatz spielt der FC Heidenheim, der in der Relegation gegen SV Werder Bremen antreten wird.

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