Folge uns!

Fußball

Verbandsliga: 2 Mal Rot, 2 Elfer – kein Sieger.

Veröffentlicht

am

Patrick Niemeier

Wurde oft nur mit einem Foul gestoppt: Oldesloes Noeske

Es war ein hektisches Spiel – der VfL Oldesloe wollte seine Krise beenden und endlich wieder punkten. Der TuS Lübeck wollte den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren. Und auch der Schiedsrichter war offensichtlich hoch motiviert. Vielleicht sogar zu motiviert. 

Wie erwartet starteten die Lübecker stark. Sie verloren erst ein Mal in dieser Saison, stellen die zweitbeste Defensive der Liga, während der VfL bereits sieben von zehn Spielen verlor. Die Gäste hatten allerdings ein Problem. Sie hatten vergessen – oder übersehen – dass ihr Torwart nicht spielberechtigt war. Ersatz war nicht verfügbar und so musste Feldspieler Deyby Ozuna ins Tor rücken. 

Nachdem die Lübecker mit drei guten Chancen gestartet waren, war es auch dieser Ozuna, der als erster hinter sich greifen musste. Nach neun Minuten hatte sein Mitspieler und Teamkapitiän Kevin Raabe Oldesloes Marcel Noeske umgesenst. Das Ergebnis: Rote Karte für Raabe und Elfmeter für den Vfl. Malte Kuberski trat an und traf. 1:0 und ein Mann mehr. Es lief gut für den VfL. 

Wenige Minuten später: Gerangel im Strafraum der Lübecker. Mehrere Spieler fallen. Der Schiri pfeift erneut und zeigt auf den Punkt. Oldesloes Trainer Sven Buntfuß möchte nicht zwei Mal den selben Schützen antreten lassen und lässt Marc Kunze statt Kuberski antreten. Ein Fehler im Rückblick: Denn Kunze setzt den Elfer an die Latte. (15.). 

Die Zuschauer und Teile der Bank der Lübecker gingen nun dazu über eifrig auf den Schiedsrichter und die Oldesloer zu schimpfen. In der 24. Minute reichte es Oldesloes Torwart Dominik Benjamin Lindtner. Er brüllte “Kannst du Mal dein Maul halten” in Richtung der Lübecker Bank und durfte dafür vorzeitig duschen gehen. “Unsportlichkeit”, so die Begrünndung der Schiedsrichters, der auf beiden Seiten nicht mit gelben Karten (sieben insgesamt) und Ermahnungen sparte und dabei lange Zeit auch sehr konsequent, aber vielleicht auch ein wenig übertrieben agierte und statt Ruhe eine gewisse Schärfe ins Spiel brachte. Denn beide Seiten fühlten sich offensichtlich ungerecht behandelt. 

Innerhalb von zehn Minuten hatten die VfLer nun also zwei harte Schläge hinzunehmen. Statt 2:0 nur 1:0 und statt ein Mann mehr, nun doch nur 10 gegen 10. In der Folge entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten. Wobei vor allem Lübecks Ersatztorwart zu abenteuerlichen Einlagen neigte und buchstäblich Kopf und Kragen riskierte. Der Weg mit dem Hand zum Ball ist in ihm als Feldspieler einfach reflexartig nicht vorhanden. 

Die Oldesloer wussten die Unsicherheit des Schlussmanns aber nicht zu nutzen. Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Ob es für den VfL reichen würde? In der Vorwoche hatte man beim Tabellenletzten sogar 3:0 geführt und noch 3:5 verloren. 

Und kaum war wieder angepfiffen, traf tatsächlich der Gegner aus Lübeck. Rojhat Acer schloss einen Angriff mit dem 1:1 ab. Doch die Oldesloer warfen sich nun in jeden Zweikampf,  zeigten Moral und kauften den Lübeckern den Schneid ab. Die Schiedsrichter hatte wohl überlegt, dass er bei konsequentem Bestrafens jedes Mini-Fouls im Stil der ersten Halbzeit am Ende halbe Mannschaften vom Feld hätten stellen müssen, und grenzte seine Flut an gelben Karten ein. Leider lag er bei zwei Abseitsentscheidungen ziemlich falsch. Da diese aber auf beide Mannschaften verteilt waren, kann man fast von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen. 

Der VfL war nun gleichwertig, wirkte Defensiv stabilisiert und bewies Moral. Es war deutlich zu spüren, dass man absolut keine Lust hatte,  den einen Punkt noch aus der Hand zu geben. Beide Mannschaften suchten durchaus noch ihre Chancen in der Offensive – scheiterten jeweils knapp. 

Am Ende war es malwieder ein Punktgewinn für den VfL, der damit einen Schritt aus der Krise macht, aber längst noch nicht wieder in der Spur ist. In Sachen Leidenschaft und Siegeswillen zeigte die Elf von Trainer Sven Buntfuß aber, dass sie noch intakt ist. “So stelle ich mir Einsatz vor. Natürlich ist momentan nicht alles super. Aber welche Mannschaft in unser Situation wäre auch schon komplett glücklich und ohne Probleme. Wir müssen weiter arbeite und punkten, damit wir da unten schnell wieder rauskommen. So Buntfuß”

Noten für die VfL Spieler: 

Lindtner: 5  – ein paar gute Paraden, aber dann leider komplett die Nerven verloren beim unsportlichen Schimpfen in Richtung Lübecker Bank. 

Hofel (ab 25.)  2 –  Kam als Ersatztorwart rein und hielt, was zu halten war. 

Kuberski – 2 Räumte hinten auf und machte den Elfer rein. Ließ sich selten austanzen. 

Dabelstein – 3 Er erkämpfte einige Bälle, verlor aber auch wichtige Duelle

Pascal Espe – 3 Noch nicht wieder der alte. Kämpft nach seiner Verletzung noch mit Formrückstad. Einige gute Aktionen. aber noch mit zu wenig Bindung zum Spiel.

Kupka  – 3 Viel Einsatz, schneller Antritt, wenig Ertrag leider im Endeffekt. 

Schacht –  3- Deutete wieder sein Potenzial an, verlor aber viele Zweikämpfe und Laufduelle

Akin – 2 – Er wühlte und kämpfte im Defensiven Mittelfeld mit großem Einsatz

Noeske – 2+  Auf dem Weg zum Publikumsliebling. Hoher Einsatz, viel Einsatz und gefährliche Aktionen. Bad Oldesloes bester Offensivmann an diesem Tag. Holte den Elfmeter raus. 

Nagel 3 – Der Routinier zeigte eine souveräne Leistung. 

Biermann 3+ – Schneller Außenverteidiger. Rannte wie immer viel und brachte auch einige Flanken in den Strafraum. Aber auch aktuell nicht in Bestform. 

Kunze 4 – Der Unglücksrabe. Elfer verschossen und dann musste er für Hoefel schon nach 25 Minuten Platz machen. 

Boedecker (77)/Burmeister (83) – machten auch mit. 

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Turnier des VfL Oldesloe: Hier stand der BVB am Ende auf Platz eins

Veröffentlicht

am

Foto: SL

Bad Oldesloe – Vom feierlichen Einlaufen der Mannschaften bis zur Siegerehrung schien tagsüber nur die Sonne. Das Wetter spielte wieder so richtig mit im Oldesloer Travestadion und auf dem Kunstrasenplatz.

Daher waren Schattenplätze beim 7. Internationalen Sparkasse Holstein Cup des VfL Oldesloe sehr begehrt.

Neben lokalen und regionalen U11-Teams waren wieder Bundesligamannschaften und Vereine aus insgesamt sieben Nationen in der Stormarner Kreisstadt am Start.

Foto: VfL Oldesloe/hfr

“Für Borussia Dortmund ist die familiäre Atmosphäre ausschlagebend Jahr für Jahr zu uns zu kommen”, unterstreicht VfL-Pressewart Nico v. Hausen die Bedeutung des Turniers für namhafte Vereine.

Turnierorganisator Erik Balschun konnte wieder ein attraktives und renommiertes Teilnehmerfeld zusammenstellen und so konnten die Zuschauer das eine oder andere Talent in Augenschein nehmen.

Im Travestadion hielt Björn Kuhlenkamp gekonnt die Zuschauer und Mannschaften auf Deutsch und Englisch auf dem Laufendem. In der Vorrunde gab es wie jedes Jahr große Unterschiede, wobei es für Mannschaften wie VfL Oldesloe III oder dem Rümpeler SV vor allem um das „Dabei gewesen sein“ ging.

Foto: VfL Oldesloe / hfr

„Das war ein tolles Erlebnis gegen so außergewöhnliche Mannschaften zu spielen”, hörte man aus Kreisen der Rümpeler. Doch auch die internationalen Teams waren voll des Lobes für eines der größten Turniere in Norddeutschland. Von Seiten des FC Trelleborg hieß es: „Es hat großen Spaß gemacht, sich bei einem toll organisierten Turnier mit großen Mannschaften zu messen. Wir danken allen für die große Gastfreundschaft”

Für den VfL Oldesloe und seine vielen ehrenamtlichen Turnierhelfer eine große Anerkennung. “Zwar steht der Fußball im Vordergrund, doch die Begegnungen untereinander machen genauso viel aus. Fußball verbindet einfach. Egal, ob man bei einem Bundesligisten kickt oder bei einem lokalen Vertreter”, so Nico v. Hausen.

Foto: VfL Oldesloe/hfr

In den entscheidenden Spielen waren dann die üblichen Verdächtigen unter sich. Der FC Trelleborg wurde beste ausländische Mannschaften auf Rang 7. Der VfL Oldesloe I konnte sich auf Platz 22 den Titel der besten Stormarner Mannschaft sichern.

Im Halbfinale schlug RB Leipzig das Team von Hannover 96 mit 2:0, während sich Borussia Dortmund knapp mit 1:0 gegen Werder Bremen durchsetzte.

Foto: VfL Oldesloe/hfr

Das Spiel um Platz drei gewann dann Hannover 96 deutlich mit 3:0 gegen Werder Bremen. Die 96er konnten sich dann auch noch über den Ferrotec-Fair Play-Award freuen.

In der Vorrunde nahm der Trainer bei hohen Führungen Spieler vom Platz. „Das soziale, faire Verhalten nahm die Jury zum Anlass die Mannschaft auszuzeichnen”, erklärte Nico v. Hausen. Die Verantwortlichen des Bundesligisten freuten sich sehr über die Auszeichnung. Neben dem Pokal gab es großen Beifall.

Zum großen Finale füllte sich das Travestadion dann. Die Stimmung war sehr gut und die Teams gaben trotz der Hitze alles.

Borussia Dortmund konnte die ersten Akzente setzen, spielte sich große Möglichkeiten raus und ging in der 5. Minute auch in Führung. Den Leipzigern merkte man die vielen Spiele und die Temperaturen deutlicher an als den Nachwuchskickern des BVB. Dortmund war dominant und spätestens als beim Stand von 3:0 ein Leipziger mit Zweiminuten-Zeitstrafe vom Platz musste, war das Spiel entschieden.

VfL-Vorsitzende Gudrun Fandrey übergab mit Fußballabteilungsleiter Marco Möller und Mitgliedern des Orga-Teams die Medallien. Aus den Händen vom Vorsitzenden des Föderkreises der Fußballjugend des VfL Oldesloe, Horst Rohde, bekamen die Schwarz-Gelben dann den großen Siegerpokal überreicht.

„Zwei großartige, aber auch anstrengende Tage. Eine Mammut-Aufgabe für Orga-Team, Fußballabteilung und Vereinsheim. Hochklassiger Jugendfussball mit einem verdienten Sieger. Wir konnten uns in diesem Jahr über mehr Zuschauer als im vergangenen Jahr freuen. Das große Finale sahen über 500 Zuschauer. Das ist für uns, aber gerade auch für die Nachwuchskicker, ein super Rahmen und zeigt, dass wir nicht so viel falsch gemacht haben”, zog von Hausen am Ende Bilanz.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Die Fußballstars von Morgen in Bad Oldesloe? 7. Internationaler E-Jugend Cup

Veröffentlicht

am

Foto: VfL Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Der VfL Oldesloe lädt am 1. und 2. Juni schon zum mittlerweile 7. Mal die E-Jugend regionaler, internationaler und zahlreicher Bundesliga-Clubs zum Sparkasse Holstein Cup nach Bad Oldesloe ein.

Das Teilnehmerfeld ist wie gewohnt breit gefächert und bietet hochinteressante Namen aus der Fußballwelt. Turnierorganisator Erik Balschun konnte wieder ein illusteres Teilnehmerfeld zusammenstellen.

Das Turnier hat längst eine enorme Strahlkraft im In- und Ausland. “Zeitgleich findet in den Niederlanden ein großes Turnier statt, aber Borussia Dortmund hat den Sparkasse Holstein Cup vorgezogen”, führt VfL-Pressewart Nico v. Hausen als Beweis für den Stellenwert des Turnieres an.

“Vielleicht hängt das auch mit der gesunden Mischung aus familiärer Atmosphäre und starkem Teilnehmerfeld zusamme”,mutmaßt von Hausen.

Sage und schreibe 28 Clubs haben für 2019 zugesagt. Mannschaften aus 7 Nationen sind damit in der Kreisstadt zu Gast.

Für das internationale Flair sorgen Vereine aus Finnland/England, Bulgarien, Schweden, Polen und Tschechien.

Auch Oliver Ruddigkeit von der Sparkasse Holstein zeigt sich Jahr für Jahr begeistert. “Ein Turnier von dieser Größe und Qualität lebt aber nicht nur von den Teams. Es lebt vor allem von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Wir von der Sparkasse Holstein unterstützen dieses Event sehr gerne.”

“Viele sehen nur die beiden Turniertage, jedoch ist im Vorlauf noch mehr zu tun. Wir können froh und stolz sein, solche Ehrenamtler in unseren Reihen zu haben”, so die VfL Vorsitzende Gudrun Fandrey, die Mathias Pitann und Ulrike Zoppke als Beispiel für das ehrenamtliche Engagement nennt.

Beide sind seit sechs Jahren im Turnier eingebunden. Auch in diesem Jahr übernachten die Bundesligisten wieder bei Gastfamilien. “Das ist bei vielen Bundesligisten sogar Bedingung. Damit sollen soziale Kontakte geknüpft werden”, weiß Nico v. Hausen zu berichten.

Ein Rahmenprogramm sorgt für Unterhaltung neben dem Spielfeldrand. So gibt es eine große Tombola. Die AOK Nordwest veranstaltet ein Schätzspiel mit tollen Gewinnen und die Firma IP Dynamics ist mit einem interessanten Infostand vor Ort.

Das Autohaus Senger bietet eine kleine Autoausstellung und die Firma Ferrotec organisiert ein lustiges Minifußballspiel.

Zum dritten Mal lobt Guido Jasmund von der Firma Ferrotec wieder den “Ferrotec Fair Play Award” aus. So soll beim Turnier das beste Sozialverhalten belohnt werden. “Auch das kommt bei den Teams super an”, so von Hausen.

Für die jungen kickenden Hauptdarsteller geht es am 1. Juni um 9:30 Uhr mit dem feierlichen Einzug der Mannschaften los.

Auch Jan-Niclas Hensel von der E III fiebert dem Event entgegen. “Ich habe letztes Jahr schon mitgespielt. Gegen Wolfburg haben wir hoch verloren. Im ganzen Turnier haben wir ein Tor erzielt. Dieses Jahr wollen wir uns steigern”, betont der junge VfL-Spieler.

Auch seine Trainer Sebastian Marx und Jan-Ole Zoppke freuen sich auf das Turnier. Neben dem Wunsch nach zwei fröhlichen Fußballtagen eint natürlich eines alle Teilnehmer ganz besonders: den begehrten Siegerpokal am Ende in den Händen halten zu können und Lyngby BK beerben.

Alle Pokale werden übrigens wieder vom Förderkreis der Fußballjugend des VfL Oldesloe, der in 2019 sein 35jähriges Jubiläum begeht, gestiftet.

Am Samstag 1. Juni beginnen die Spiele im Travestadion und auf dem Kunstrasen Exer um 10:00 Uhr, Sonntag bereits um 9:00 Uhr. Am Sonntag nach dem großen Finale, das gegen 14:45 Uhr stattfindet, weiß dann auch Jan-Niclas Hensel ob er und sein Team sich verbessern konnten. Gegner in der Gruppe der E III sind zum Beispiel Hertha BSC und FC Slovan Liberec.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.vfloldesloe-cup.de und unter gleichem Namen auf Facebook.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Neues Frauenfußballteam: SG Oldesloe/Reinfeld sucht noch Mitspielerinnen.

Veröffentlicht

am

Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe/Reinfeld – Ab nächster Saison hat Stormarn eine neue Frauenfußballmannschaft. Seit Sommer 2017 gibt es zwischen dem VfL Oldesloe und Preußen Reinfeld bereits die erfolgreiche Spielgemeinschaft im Mädchenbereich.

In dieser Saison konnten alle Alterstufen abgedeckt werden. Diese Zusammenarbeit wird sogar noch ausgebaut. Was im Herrenfußball zwischen VfL und Preußen wohl schwer vorzustellen wäre, wird bei den kickenden Frauen Realität.

Zur neuen Saison meldet die SG Oldesloe/Reinfeld eine Frauenmannschaft zum Spielbetrieb an. Trainiert wird sie von Sven Wepner, der von Michéle Caro Unterstützung bekommt.

Interessierte Frauen, die mitspielen wllen, können sich bei Sven Wepner, der in dieser Spielzeit bereits die B-Juniorinnen der SG coacht, unter (0152/54344190) melden. Bei ihm bekommt man auch Infos zum Probetraining.

Weiterlesen