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Bad Oldesloe

Kreuzung am Kurpark: "Hier war schon mal ein Kreisverkehr!"

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Stormarnlive

Kreisel? Alter Hut: Es gab schon mal einen am Kurpark.

Kreisverkehre waren offenbar schon früher in Mode: Eine Dauerausstellung über Bad Oldesloes Geschichte förderte längst Vergessenes zu Tage. Am Kurpark, dort wo bald ein neuer Kreisverkehr entstehen soll, gab es schon eine runde Verkehrsführung. Und das in den 30er Jahren!

Da staunte Claus von Hausen nicht schlecht, als er sich eine Luftaufnahme Bad Oldesloes aus den 30er Jahren genauer anschaute.

“Als ich dieses Foto sah, ist mir gleich etwas aufgefallen: Die Kreiselidee ist ja gar nicht neu. Vor dem ehemaligen Kurhaus gab es schon mal eine Art kleinen Kreisel”, sagt der Oldesloer Autor und Journalist und zeigt auf etwas, das eindeutig als eine von Asphalt umschlossene grüne Insel zu erkennen ist, dort wo derzeit eine Ampelanlage den Verkehr regelt und Kurparkallee, Sülzberg, Meewestraße und Brunnenstraße aufeinander treffen.

Irgendwann wurden dann wohl Ampeln als Verkehrsführung der Zukunft angesehen. Offenbar ein Irrtum.

Und auch Sascha Jenny konnte sich für das bisher unveröffentlichte Bild schnell begeistern. “Das ist doch echt mal eine interessante Entdeckung, oder?”, freute sich der Vorstand der Jenny AG über die kleine Sensation. In seinen Räumlichkeiten ist die Dauerausstellung über die Geschichte der Kreisstadt zu sehen.

„Da ich Oldesloer bin und mich für die Geschichte der Stadt interessiere, war die Idee schnell geboren, hier ein paar alte Aufnahmen für alle Interessierten öffentlich auszustellen“, sagt Jenny.

Claus von Hausen arbeitet derzeit an dem fünften Band „Bad Oldesloe in alten Bildern“. Mit der Ausstellung bei der Jenny AG hofft er, noch Oldesloer motivieren zu können, nach alten Fotos zu suchen.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr in den Räumlichkeiten der Jenny AG, Lily-Braun-Straße 1a, in Bad Oldesloe zugänglich, natürlich kostenlos.

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Bad Oldesloe

Dreckige Ecken: Oldesloe erhöht Anzahl der Abfallbehälter

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Bad Oldesloe – Mehr Mülleimer, Hightech-Abfallpressen am Bürgerpark und ein Online-Portal für dreckige Ecken: Bad Oldesloe startet in diesem Jahr eine Offensive gegen die zunehmende Verunreinigung öffentlicher Plätze. Die Stadt soll sauberer werden.

Die alten Oldesloer Mülleimer sollen ausgetauscht werden. Foto: Stormarnlive.de

„Wir wollen in diesem Jahr einige Verbesserungen bei der Abfallentsorgung- und Vermeidung vornehmen“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Die Stadt wird in den nächsten Monaten alle alten Mülleimer gegen neue ersetzen und hat zusätzlich 100 weitere geordert. Damit sollen bestehende Versorgungslücken geschlossen werden.

An der Gestaltung der Abfalleimer wird sich abgesehen von der Farbe nichts ändern. Wichtig war der Stadt bei der Auswahl ein separater Aschenbecher für Zigarettenkippen und eine seitliche Öffnung, damit Tiere wie Krähen oder Dohlen den Müll nicht so leicht auf der Straße verteilen können. Wie die Zukunft der Abfallbehälter aussehen könnte, will Bad Oldesloe ebenfalls ab diesem Jahr am Bürgerpark testen. Zu Testzwecken wird der Bauhof dort drei solarbetriebene Müllpressen aufstellen. Der Vorteil: Ein wesentlich höheres Fassungsvermögen.

„Wir hoffen, dass wir durch die Schaffung neuer Entsorgungsmöglichkeiten die Sauberkeit in der Stadt erhöhen können. Aber uns ist auch klar, dass sich nicht jeder an die Regeln hält“, sagt Lembke. Daher hat die Verwaltung einen Bürgerservice eingerichtet. Online können Oldesloer auf der städtischen Homepage Bilder von verdreckten Orten hochladen und mit einer Ortsangabe versehen. „Die Meldungen landen direkt bei uns und werden dann auch zeitnah bearbeitet“, sagt Stadtsprecherin Agnes Heesch. Das Online-Formular ist unter www.badoldesloe.de/stadtsauberkeit zu finden.

Wer sich aktiv einen Beitrag zur Sauberkeit der Stadt leisten möchte, kann sich am 14. März an der Aktion „Unser Sauberes Schleswig-Holstein“ beteiligen. Wie viele andere Städte wird auch Bad Oldesloe an diesem Datum kostenlose Müllsäcke ausgeben und durch den Baubetriebshof betreute Müllsammelstellen einrichten.

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Bad Oldesloe

Bunt, begeisternd, beweglich: Marana verzaubert und verblüfft das Oldesloer KuB-Publikum

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Foto: KuB/Niemeier/hfr

Bad Oldesloe – Dass das Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum all die kulturellen Erwartungen erfüllt hat, die einst mit ihm verbunden waren, ist längst bekannt. Die Investition in die Kunst- und Kulturszene der Kreisstadt hat sich gelohnt und Bad Oldesloe zu einem Hot-Spot für Kulturschaffende nicht nur aus der Region gemacht.

Der multifunktionale Saal, das begeisterungsfähige Publikum und das von der Lokalpolitik unterstützte KuB-Team ermöglichen es dabei auch immer mehr, experimentelle Auftrittsformate nach Stormarn zu holen, die hier zuvor selten bis nie zu sehen waren. Von kultureller Provinz sollte man da wirklich nicht mehr sprechen.

Ein weiteres ungewöhnliches Highlight in der schon prall gefüllten Liste der besonderen KuB-Gastspiele fügt nun die Gruppe von “Marana” hinzu, die gestern und heute (20 Uhr) im KuB-Saal gastiert. Man kann mit Fug und Recht und ohne Übertreibung sagen, dass das was man dort erleben kann wohl einmalig ist.

Das Bühnenbild ist bunt

Die tanzenden Artisten oder artistischen Tänzer – je nach Defintion – treten in einer komplett aus Wolle gehäkelten Kulisse und in fantasievollen Kostümen auf. Alles ist bunt und beweglich. Ist es eine Performance oder modernes Tanztheater? Was erzählt uns die Geschichte, die offenbar in unterschiedlichen Naturräumen spielt ?

Die Idee zu Marana hatte die Regisseurin Paula Riquelme. Sie ist eine ehemalige Zirkusartistin und Luftakrobatikchoreografin aus Chile. Für ihre Produktion wurde sie von der Natur inspiriert.

Foto: KuB/Niemeier/hfr

Das auf der Bühne Gezeigte wird zum im wahrsten Sinne des wortes “verwobenen” Gesamtkunstwerk, das ein wenig wie ein grellbunter Trip in eine ander Welt wirkt.

Untermalt wird das alles von elektronischen Klängen eines Livemusikers, der für einen Ambient-Soundtrack live an Mischpult, Percussion und Sampler sorgt.

Musikalische Untermalung live am Sampler

Das Publikum am Freitagabend reagierte begeistert, überrascht, zeitweise leicht verstört und immer neugierg und respektvoll auf das Dargebotene.

Für den Auftritt am Sonnabend (20 Uhr) wird es noch einige Karten an der Abendkasse geben. Ein echter Tipp für Performancefans und Freunde moderner Inszenierungen sowie elektronischer Klänge.

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Bad Oldesloe

Komische Oper: Musikhochschule zeigt „Die schöne Helena“ im KuB

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Bad Oldesloe – Um seinen Schülern die Komik zu lehren, inszeniert Regisseur Dominik Wilgenbus in Bad Oldesloe „Die schöne Helena“.

KuB-Managerin Inken Kautter, Regisseur Dominik Wilgenbus und Tim Knackstedt (KuB).

Die von Jaques Offenbach geschriebene Parodie des griechischen Mythos „Urteil des Paris“ wird Ende Februar von Studenten der Musikhochschule Lübeck im Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum (KuB) aufgeführt.

Für Dominik Wilgenbus ist Komik nichts, das einem in die Wiege gelegt wird. Wer unterhalten will, muss arbeiten. Das vermittelt er seinen Studenten an der Musikhochschule Lübeck, die jetzt seit fünf Wochen „Die schöne Helena“ proben. „Unterhaltung wird allzu oft mit Anspruchslosigkeit in Verbindung gebracht aber das, was wir hier machen, ist keineswegs leicht und seicht“, sagt der freischaffende Musiktheater- und Schauspielregisseur. Das ist eine der ersten Lektionen, die er seinen Schülern beibringt. Dabei setzt er auch auf unkonventionelle Methoden: Komische Animationsfilme. Denn leichte Unterhaltung wie „Ice Age“ und Co. haben etwas, das sich auch auf anspruchsvolles Theater übertragen lässt: Timing. „Rhythmus, Tempo und das Setzen der richtigen Pausen ist für glaubhafte Komik sehr wichtig“, sagt Wilgenbus, der seinen Schülern immer und immer wieder die ersten Szenen aus dem Animationsfilm „Ice Age“ (2002) zeigte. So lange, bis allen das Lachen verging.

Damit die Oper „Die schöne Helena“ funktioniert, braucht es eben dieses Timing, wie Dominik Wilgenbus sagt:

„Das Stück verlangt den Darstellern alles ab.“

Denn Offenbach hat den griechischen Heldenmythos um das „Urteil des Paris“ in seiner Adaption in eine beinahe skandalöse Parodie verwandelt. Da gibt es den fetten König Agamemnon, seine etwas dümmlichen Handlanger, den Prinz von Troja, der gekommen ist, um die schöne Helena zu heiraten, die aber leider schon vergeben ist. Die in anderen Opern als unfehlbar und mit hehren Zielen dargestellten griechischen Helden werden eher als lachhafte Idioten dargestellt. Wer den Plot, fühlt sich unweigerlich an einen Monty Phyton-Film erinnert. „Sonst steht die griechische Mythologie eher auf einem hohen Podest, die schöne Helena entzaubert das alles. Es ist eine Hallodri-Geschichte“, sagt KuB-Managerin Inken Kautter. Sie freue sich sehr darüber, dass die Musikhochschule diese Oper gewählt habe: „Es ist ein populäres Stück, kurzweilig und eingängig für das Publikum.“ Sie ist überzeugt, dass das Stammpublikum nicht enttäuscht sein wird. Aufgeführt wird das Stück von 20 Studierenden unter der musikalischen Leitung von Prof. Robert Roche.

„Die schöne Helena“, Premiere am Freitag, 21. Februar, 20 Uhr, KuB-Saal (Beer-Yaacov-Weg 1), Bad Oldesloe. Weitere Aufführungen: Sonnabend, 22. Februar, 20 Uhr und Sonntag, 23. Februar, 17 Uhr. Tickets im Vorverkauf (www.kub-badoldesloe.de) für 18,50 Euro (erm. 12,50 Euro) und an der Abendkasse 20,50 Euro (erm. 14,50 Euro).

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