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Bad Oldesloe

"Die Sperrung der Festhalle erscheint uns übertrieben"

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Stormarnlive

Jennifer Urbigkeit und Heike Gräpel

Bei der Jugendgruppe der Oldesloer Bühne macht sich nach der zweiten Verschiebung des Stücks “Haus der Wölfe” Frust breit. Und auch die Vorsitzende Heike Gräpel bemängelt das Verhalten der Stadtverwaltung nach der Festhallensperre.

Während Heike Gräpel (1. Vorsitzende der Oldesloer Bühne) und ihre Tochter Jennifer Urbigkeit (Leiterin der Jugendgruppe ) mit uns zusammensitzen, wäre eigentlich einer der möglichen Aufschubtermine für “Haus der Wölfe” gewesen. Doch noch immer ist die Festhalle gesperrt. Das Stück der Jugendgruppe musste also erneut abgesagt werden. Nachholtermin? Ungewiss. “Vielleicht werden wir das Stück nie spielen”, sagt Urbigkeit mit trauriger Miene. 

“Die Kommunikation mit der Stadt war nicht einfach. Man hat uns ehrlich gesagt, keinen alternativen Auftrittsort ernsthaft angeboten. Und die Sperrung an sich erscheint uns mittlerweile übertrieben. Hätten das nicht Handwerker und Hausmeister richten können? Wir denken: Ja, das hätten sie”, so Heike Gräpel. “Auch unser Techniker zeigte sich sehr verwundert über die Komplettschließung nach so einem eher kleinen Zwischenfall. “

Natürlich habe man Verständnis dafür, dass niemand die Verantwortung für eine eventuell gefährliche Bühne übernehme, aber wie gefährlich es eigentlich genau gewesen wäre, habe keiner überprüft. “Daher werden wir jetzt unsere Unkosten für die Plakate und die Flyer der Stadt in Rechnung stellen. Und sollte auch unser Krimi ausfallen müssen, wird das in dem Fall auch so geschehen. Es kann nicht sein, dass wir auf den Kosten sitzen bleiben. Das kann sich der Verein auch gar nicht leisten. Und da kommen noch die fehlenden Einnahmen hinzu.”

Besonders ärgerlich sei es, dass die Stadt nun nur aktiv werde, nachdem es fast zu einem Unglück kam, als ein Scheinwerferteil direkt nach dem Glenn Miller Orchester Konzert auf die Bühne krachte. “Wir haben schon lange auf ganz andere Missstände in der Festhalle hingewiesen, aber es passierte nie wirklich etwas”, sagt Gräpel. 

“Wir fühlen uns nicht wirklcih unterstützt”, sagt auch Jennifer Urbigkeit. “Für unsere Gruppe ist das ein sehr schlimmer Zustand, dass wir nicht auftreten können. Wir haben lange dafür geprobt. 100 Karten waren im Vorverkauf weggegangen. Doch aus der Vorfreude ist Frust geworden”, sagt die 18-Jährige. 

Das Schlimmste sei, dass es nun auch in der Gruppe kriselt. “Man wird damit konfrontiert, warum wir uns nicht mehr dafür einsetzen, doch spielen zu dürfen. Die Gruppenmitglieder verstehen nicht, dass so viel Arbeit nun an einem Scheinwerferteil scheitern soll”, sagt Urbigkeit. “Dabei sind uns als Leitung ja auch die Hände gebunden.”

Und sie legt sogar noch nach: “Wenn wir dieses Jahr keinen Ausweichtermin mehr finden, wird das Stück wohl nie aufgeführt. Wie es mit der Jugendgruppe nach so einem Reinfall dann weitergeht, kann ich noch nicht sagen. Ich werde weitermachen – aber wer dann noch dabei ist, ist die Frage.”

“Man darf dabei nicht vergessen, dass die Stimmung gerade richtig gut war. Doch das war ein Schlag von dem man sich nicht so schnell erholt. Vor allem nicht, wenn man das Gefühl hat, dass es der Stadt ein wenig egal ist, ob es noch klappt oder nicht”, so Gräpel.

“Ich möchte da schon die Frage stelle dürfen, ob die Verwaltung die lokale Kultur wirklich ausreichend unterstützt? Für uns hängt da viel mehr dran, als nur eine Aufführung. Es steckte viel Arbeit in der Produktion. War das alles für Nichts?”, fragte sich die Vorsitzende der Oldesloer Bühne. Selbst wenn die Festhalle zeitnah wieder eröffnet werde, wäre es schwer einen Termin zu finden. “Als ich hörte, dass dann irgendwelche Treffen und Jahresversammlungen dort stattfinden sollen, fragte ich mich, warum man die nicht ins Bürgerhaus oder die Stormarnhalle verlegt, damit es wenigistens für uns mit der Aufführung klappt?!”, so Gräpel. 

Der Schaden sei viel größer, als man zunächst sehen könne. “Bei einer Schauspielerin stehen die Eltern nun noch weniger dahinter, als sowieso schon. In der Gruppe gibt es viele Diskussionen. Gleich drei Schauspieler haben erklärt, nach dem Stück – wenn wir es denn noch spielen – auszusteigen”, so Urbigkeit. 

Zu der Aufführung wären Vertreter vom Landestheaterverband und von einem Theaterverlag gekommen. “Sie hatten Interesse an dem Stück – wollten es eventuell buchen oder die Rechte erwerben”, erkärt Gräpel. Auch das sei nun hinfällig und für ihre Tochter eine “Riesenenttäuschung”. “Es wäre wirklich eine schöne Aufführung geworden. Da bin ich nach den letzten Proben sicher”, sagt die Vorsitzende. 

Sie wünsche sich mehr Informationen und eine deutlich bessere Kommunikation seitens der Stadt. “Man kann uns nicht einfach so mit diesen Problemen sitzen lassen. Es ist vor allem auch wichtig, dass wir ein Angebot für die 12 bis 18-Jährigen schaffen. Die wandern sonst zu anderen Theatergruppen in Bargteheide oder Ammersbek und so weiter ab. Aber das wollen wir doch nicht, oder ? Es ist ärgerlich, wenn Oldesloer Talente nicht hier spielen”, so Gräpel. 

Und sie holt noch weiter aus. “Warum ist es in Oldesloe nicht möglich, dass wir mit dem Weihnachtsmärchen vormittags Aufführungen veranstalten?”, frage sie sich. “Ich hatte konkrete Anfragen. Oldesloer Schüler würden lieber in Oldesloe ein Stück schauen und nicht erst in den Bus steigen und nach Bargteheide fahren oder Lübeck”, so Gräpel. Aber die Nutzung der Festhalle am Morgen sei “aus Brandschutzgründen” ausgeschlossen worden. Selbst wenn der Auftritt mit Unterstützung der Ida-Ehre-Schule zu einer “Schulveranstaltung” werden würde. “Warum ist das hier in Bad Oldesloe nicht möglich, wenn es doch in anderen Städten funktioniert”, fragt Heike Gräpel. 

“Wir hoffen, dass sich noch zeitnah ein Erstatztermin für “Haus der Wölfe” finden lässt und dass wir auch mit dem Krimi in die Festhalle können. Die Festhalle muss definitiv renoviert werden. Denn auch wenn das Kultur- und Bildungszentrum in zwei Jahren fertig ist, soll sie der Haupttheaterspielort bleiben. Es kann also nicht sein, dass  man nur reagiert, wenn (fast) etwas passiert”, so Gräpel. 

 

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Bad Oldesloe

Das nächste Großlager in Bad Oldesloe: Asklepios baut für 50 Millionen auf 65 000 Quadratmetern

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Ärztin bei der Arbeit im Krankenhaus Symbolfoto: Have a nice day photo/shutterstock

Bad Oldesloe – Eigentlich waren die Hoffnungen für das neue Gewerbegebiet an der A1 anders – große Lager mit starkem Verkehrsaufkommen waren es nicht, was der Lokalpolitik und der Verwaltung vorschwebten. Doch nach dem bereits bekannten großen Lager des Versandriesen Amazon bauen nun auch die Asklepios-Kliniken ein Zentrallager in der Kreisstadt.

“Die Asklepios Kliniken bauen in Bad Oldesloe ein neues, hochmodernes Zentrallager auf einer Fläche von 65.000 qm, die eigens dazu erworben wurde”, heißt es in einem Statement von Akslepios.

Das Lager soll vollautomatisiert alle Asklepios Kliniken außerhalb Hamburgs sowie andere Krankenhausketten, Einkaufgemeinschaften und einzelne Krankenhäuser und Rehakliniken versorgen.

“Zusätzlich werden von dort aus Heil- und Hilfsmittel rund um die Uhr für Patienten deutschlandweit für die Zeit nach ihren Krankenhausaufenthalten abrufbar sein”, heißt es.

Mit dem neuen Zentrallager wird Asklepios nach eigener Aussage die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Kliniken und Einrichtungen stabil und auf hohem Niveau nachhaltig sicherstellen können.

“Bereits seit Jahren sucht Asklepios einen Standort für ein neues Zentrallager, da das bisherige in Hamburg viel zu klein für die Versorgung von Kliniken außerhalb Hamburgs ist und die Versorgung der Kliniken im Rest Deutschlands meist von Dienstleistern übernommen wird”, heißt es von offizieller Asklepios-Seite.

Die Hansestadt selbst konnte kein Grundstück zur Verfügung stellen, das der erforderlichen Größe für die Belieferung des Asklepios-Gesamtkonzerns entsprochen hätte.

Ein solches wollte Bad Bramstedt anbieten, aber dort erwies sich der von der Stadt vorgesehene Boden als nicht tragfähig, so dass der Klinikbetreiber davon Abstand nehmen musste.

Jetzt ist Bad Oldesloe als Standort gefunden, wo sich bereits eine Asklepios Klinik befindet. Das entsprechende Grundstück wurde von Asklepios gekauft, voraussichtlicher Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 sein.

“Das Zentrallager wird vollautomatisiert und eines der modernsten seiner Art überhaupt werden. Die voraussichtliche Inbetriebnahme wird im zweiten Halbjahr 2021 erfolgen. Asklepios investiert rund 50 Mio. Euro in das neue Zentrallager”, so die Kliniken.
 
„Ich freue mich, dass wir hier einen hervorragenden Standort gefunden haben“, sagt Kai Hankeln, CEO der Asklepios Kliniken.

„Lediglich die Abkopplung der Hamburger Kliniken ist ökonomisch nicht sinnvoll. Wenn der Minderheitsgesellschafter in Hamburg aber eine eigenständige Hamburger Lösung für die Hamburger Asklepios Kliniken wünscht und die Mehraufwände dafür trägt, ist das auch ein Weg“, so Hankeln weiter.

Für den Mehraufwand, der den Hamburger Kliniken durch die Wirtschaftlichkeitsverluste im Vergleich zur Anbindung an das Großlager in Bad Oldesloe anfällt, ist ein Mehrkostenausgleich von drei Millionen Euro jährlich in der Diskussion. Hinzu kommen die Kosten für ein Grundstück und Fördermittel für den Neubau.
 
Das Zentrallager in Bad Oldesloe befindet sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn und trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Lärmbelästigungen bei. „Wir wollen das Zentrallager besonders unter Nachhaltigkeitsaspekten errichten“, so Kai Hankeln.
 
Ab Mai 2020 gilt die Europäische Medizinprodukteverordnung (MDR – medical device regulation). Sie betrifft ca. 500.000 Medizinprodukte und wird alle Kliniken in Deutschland und Europa vor große Herausforderungen stellen, es drohen ein starker Kostenanstieg durch knappe Ressourcen und große Versorgungslücken.

“Asklepios wirkt dem mit dem neuen Zentrallager entgegen und versetzt das Unternehmen in die Lage, durch Internationalisierung des Einkaufs neue und bisher nicht verfügbare Beschaffungsmärkte zu erschließen. So können auch langfristig wichtige Wettbewerbsvorteile auf Grundlage der globalisierten Beschaffungen für die angeschlossenen Kliniken generiert werden”, heißt es in dem Statement.

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Bad Oldesloe

Die drei ??? –Sprecher Jens Wawrczeck liest “Die Vögel” im KuB

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Bad Oldesloe – Jens Wawrczeck – der Mann, der über Alfred Hitchcock und seine Filme so viel weiß, dass er es nicht mehr für sich behalten kann. Am Sonntag, den 2. Februar, gastiert er um 17 Uhr mit der szenischen Lesung „Die Vögel“ im KuB. 

Foto: Hens Hartmann

Der Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher Jens Wawrczeck erlangte mit seiner Rolle als Detektiv Peter Shaw in der Hörspielserie „Die drei ???“ einen Kultstatus, der bis heute anhält. Erleben Sie einen verdächtig spannenden Abend und eine perfekte Leseperformance! Mörderisch, musikalisch, multimedial.

Wenn Jens Wawrczeck nicht mit  seinen Kollegen Oliver Rohrbeck und Andreas Fröhlich anlässlich des 40igsten Jubiläums des Hörspiels „Die drei ???“ live auf den großen Bühnen Deutschlands steht, dann erfüllt er sich mit der Lesereihe „Hitch und ich“ einen Traum. Denn seine große Leidenschaft gilt Alfred Hitchcock und der Literatur „hinter dem Film“. Er muss sie enttarnen: die unsichtbaren Dritten – die Romane und Erzählungen hinter Hitchcocks Filmerfolgen. Jens Wawrczeck schafft es, die Hitchcock-Klassiker lebendig werden zu lassen. Dabei lässt er sein Publikum komplett in die Welt der mysteriösen Ereignisse eintauchen. Zu der besonderen Atmosphäre der Lesung trägt auch die begleitende Live-Musik bei.

Wer sonst nur die Stimme aus den Hörbüchern kennt, mag von Wawrczecks Bühnenpräsenz und der Körpersprache überrascht sein. Leidenschaftlich widmet er sich den Texten und der Interpretation der einzelnen Figuren. Ein verdächtig spannender Abend für Hitchcock-Fans, Literatur-Freaks, Cineasten und alle, die eine perfekte Leseperformance lieben.

Szenische Lesung „Die Vögel“ mit Jens Wawrczeck, Sonntag, 2. Februar, 17 Uhr, KuB-Saal (Beer-Yaacov-Weg 1). Vorverkauf: 18,50 Euro (14,50 Euro ermäßigt). Abendkasse: 20,50 Euro (16,50 Euro ermäßigt). Www.kub-badoldesloe.de.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Musikschule schafft neue Angebote für Kinder und Senioren

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Bad Oldesloe – Zum Jahreswechsel hat die Oldesloer Musikschule mehrere neue Ensembles gegründet, damit Schüler Routine am Instrument bekommen und erste Erfahrungen vor Publikum sammeln können.

Dozentin Susanne Pocs (von rechts) und Musikschulleiter Marian Henze mit dem neuen Kinder-Ensemble “La Mausica”

Das neue Kinder-Ensemble „La Mausica“ feierte bereits eine Premiere beim Weihnachtskonzert und wird auch künftig öffentlich auftreten.

„Ein Instrument lernen ist eine Sache, mit anderen zusammen spielen und dann auch noch auf einer Bühne eine ganz andere“, sagt Musikschulleiter Marian Henze. Vielen Kindern und auch Erwachsenen falle das schwer. „Aber es bringt sehr viel und ist gut für die Ausbildung des Gehörs, nicht nur für sich allein zu spielen“, so Henze. Unter professioneller Anleitung können Musikschüler in den schuleigenen Ensembles gemeinsam musizieren.

„La Mausica“ für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren probt dienstags alle zwei Wochen an Streich- und Blasinstrumenten.

Auch für Erwachsene und Senioren bietet die Musikschule ab diesem Jahr neue Kurse an, etwa das Blockflöten-Ensemble sowie einen Gruppenunterricht in Musiktheorie- und Gehörbildung (donnerstags 17.15 bis 18 Uhr, KuB).

Bei der musikalischen Erwachsenenbildung will Marian Henze in diesem Jahr eine weitere Lücke in der Musikschule füllen: „Wir wollen zunächst mit internen Fortbildungen in die musikalische Bildung von Menschen im Alter, also in die Musikgeragogik einsteigen, um dann Angebote daraus zu entwickeln.“

Derzeit unterrichten an der Oldesloer Musikschule rund 60 Dozenten. Die Schülerzahl beläuft sich inklusive externer Kooperationen mit Schulen wie „Klasse musiziert“ auf rund 2000.

Weil Auftritte wichtig sind, plant die Musikschule auch in diesem Jahr einen Wettbewerb. „Wir haben festgestellt, dass ein Tag nicht reicht und deswegen werden wir das Programm auf ein ganzes Wochenende ausweiten“, sagt Marian Henze. Beim Musikschulewettbewerb (16. und 17. Mai) können Schüler Stipendien und andere Preise gewinnen. Die Gewinner des vergangenen Jahres werden am 17. Januar, 18 Uhr, ein Konzert im Rathaussaal geben. Der Eintritt ist frei.

Längst setzt die Musikschule nicht mehr nur auf klassischen Musikunterricht und betrachtet auch andere Aspekte. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein Kinder-Musical aufgeführt. In „Tuishi pamoja“ (19. und 21. Juni) erzählen 23 Kinder eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Marian Henze: „Unser Musical-Kurs hat etwas schleppend begonnen aber letztendlich gab es doch noch genug Anmeldungen.“

Erwachsene können bei der Schule für Ballett und Tanz unter anderem Unterricht in Ballett, Modern Dance und Jazz-Dance nehmen.

Das aktuelle Angebot der Oldesloer Musikschule liegt im Kultur- und Bildungszentrum aus und wurde gemeinsam mit dem Programm der Volkshochschule an die Haushalte in Bad Oldesloe und Reinfeld verteilt. Anmeldungen und Informationen zu den Kursen unter www.oldesloer-musikschule.de.

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