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Bad Oldesloe

Kurpark, Stadtlauf, Innenstadt – täglich grüßt das Egoistenpack

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Lena Ahlreip

Stadtlauf

Bei einigen Veranstaltungen in letzter Zeit haben wir uns genau umgehört und erschreckende Dinge festgestellt. Die eigene Vorstellung von der Gestaltung eines Tages, der eigene Spaß und das Durchsetzen der eigenen Interessen wird immer häufiger zur einzigen Diskussions- und Bewertungsgrundlage.

Ganz wichtig zum Einstieg. Die Mehrheit der Besucher der im folgenden aufgeführten Veranstaltungen hatte Spaß und verhielt  sich positiv auf eben jenen Events. Umso trauriger erscheint es, dass einige Wenige meinen, das Recht zu haben, solche Veranstaltung ohne echte Argumente – die über persönliche Befindlichkeiten hinausgehen – zu kritisieren oder sogar in Frage zu stellen. Wir finden es daher nur angemessen, mal zu hinterfragen, wie solche Menschen ticken? Was hat sie so werden lassen? Frust, soziale Vereinsamung, Weltfremdheit, Unfähigkeit zur Emphatie – oder einfach der pure Egoismus? Hier ein paar Beobachtungen, die uns mit dem Kopf schütteln lassen, wenn wir sie in Relation zu einem guten Miteinander betrachten.

 Beispiel 1: 200 Jahre Bad – Kinderfest im Kurpark:  Insgesamt eine runde Geschichte, die gut angenommen wurde. Aber eine ganze Reihe Eltern beschwerte sich – bei einer kostenlosen Veranstaltung, die ehrenamtlich organisiert wird – dass am Spielenachmittag an manchen “Attraktionen”  in kurzen Schlangen gewartet werden musste. Darüber hinaus wurde das Fehlen bestimmter Angebote moniert und eingefordert. Es war eine Minderheit, die den harmonischen Gesamteindruck ein wenig einschränkten. Aber was geht in diesen Menschen vor? Welche Rechte auf eine bevorzugte Behandlung und die kostenlose, sofortige Erfüllung ihrer Vorstellungen wollten sie geltend machen ? Diese Frage galt auch für die, die versuchten sich ständig gemeinsam mit ihren Kindern vorzudrängeln. Ob beim Baumklettern, am Trampolin und an der Riesenrutsche – Seltsame Vorbilder, oder ?

Beispiel 2: Stadtlauf: Nein, es ist nicht verwerflich am Sonnabendnachmittag eine Veranstaltung in der Innenstadt durchzuführen, um das gleich am Anfang dieses Parts zu sagen. Es ist lobenswert, dass sich da jemand die Mühe macht, etwas auf die Beine zu stellen. Es ist gut für Oldesloe und die Innenstadt, wenn etwas passiert. Jedes Fest, jedes Event ist eine Bereicherung. Und wenn ein Mal im Monat ab 16 Uhr am Sonnabend eine Veranstaltung wäre, wäre das ein großartiger Zustand. Es war auch dieses Jahr durchaus möglich, alle Geschäfte noch zu erreichen, wenn man das wollte. Die Sperrungen waren rechtzeitig angekündigt worden. Aber das hielt manche Leute nicht ab, Absperrbänder durchzureißen. “Das ist eine freie Fußgängerzone. Hier darf jeder laufen” – Die Arbeit von unzähligen Ehrenamtlern, der Spaß von 200 Läufern plus die Kinderstarts. Nein, das ist egal. Von mehreren Passanten wurde die Sinnmäßigkeit von solchen Läufen mit ernst-genervter Miene hinterfragt. Die Frage: warum das nicht im Stadion stattfinden könne. “Dort wo es nicht alle (!) stört”. Wer sind diese “alle” eigentlich? Und wer hat die Nörgler zu ihren Sprechern gemacht ? 

Beispiel 3: Apropos Stadion: Vor dem Travestadion nach dem Spiel VfL Oldesloe gegen RW-Moisling. Senioren fangen mich ab. “Sind Sie von der Presse?”.. “Ja, irgendwie schon”…. “Können Sie mal bitte schreiben, dass diese Fußballspiele und das Training eine Zumutung sind. Immer dieses Geschrei und das ist alles so proletisch. Müssen die denn am Wochenende spielen?! Wir wollen auch mal in Ruhe hier spazieren gehen” – gut hiermit geschrieben und verkündet. Man möchte es gar nicht kommentieren. Aber die (legalen) Graffiti in der Straßenunterführung bekamen auch noch einen mit. “Stadtverschandelung” sei das. 

Beispiel 4: Etwas länger zurückliegend, aber quasi das Paradebeispiel: Das Hafen- und Treidlerfest. Man mag über das Konzept streiten. Aber das Verhalten einer ganzen Reihe Besucher war asozial und einfach respekt- und niveaulos. Hier wurde ehrenamtliches Engagement nicht nur sprichwörtlich, sondern wortwörtlich mit Füßen getreten.

Beispiel 5: “Wir malen die Hude an” – Passanten störten sich an kreidemalenden Kindern einer Ferienpass-  und Hude-AK-Aktion. Manche Geschäftsleute vertrieben sie vor ihren Schaufenstern, während andere Geschäftsleute die Veranstaltung überhaupt erst initiiert hatten. Auch hier die Frage vieler “gestörter” Passanten: “Muss das denn in der Stadt sein?!” Man fragt sich umgekehrt : Soll denn alles nur noch auf der grünen Wiese oder irgendwo versteckt stattfinden?

Beispiel 6: “Musik in der Innenstadt – Klangstadt und GOK” – Eine ganze Reihe Anwohner und auch manche Geschäftsleute stellten die gewagte Theorie auf, dass sie hätten individuell gefragt werden müssen, ob die Veranstaltung stattfinden darf. Ein großer Irrtum und ein weiteres Phänomen – das Phänomen derer, die meinen, dass etwas nur stattfinden darf, wenn sie es abnicken.  

Beispiel 7: Ganz allgemein: All die Menschen, die Wochenende für Wochenende über die regionalen Stadt- und Dorffeste gehen und erzählen, wie sie alles besser machen würden – es stellt sich die Frage, warum sie es nicht tun ? Die, die sich beschweren, dass es zu wenig Kultur gibt oder das Laientheater zu schlecht sei, die eigentlich immer eine bessere Idee haben – warum bringen sie sie nicht einfach ein ? 

Eine Kleinstadt und auch die Dörfer im Stormarner Umland leben vom Zusammenhalt, davon, dass man akzeptiert, dass ein anderer auch mal Spaß an etwas hat, wovon man selbst direkt keinen positiven Nutzen – nein, vielleicht sogar Nachteile – hat. Und so freut man sich, wenn Mitbürger etwas finden, was ihnen Freude bereitet. Und alle “Beschränkungen” und “Behinderungen” die im Rahmen der genannten Veranstaltungen auftreten, sind absolut vertretbar. Wenn man all das aber immer aus dem egoistischen Blickwinkel des reinen Eigeninteresses sieht, bemängelt und benörgelt – dann wird irgendwann einfach gar nichts mehr los sein. 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Das “Cafe im Bürgerhaus” öffnet wieder

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Foto: Kerstin Kuhlmann-Schultz/Stormarner Werkstätten/hfr

Bad Oldesloe – Nach der coronabedingten Schließung kann das “Café im Bürgerhaus Bad Oldesloe”, Mühlenstraße 22, seit dem 1. September 2020 wieder öffnen.

Montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr heißen die Mitarbeitenden der Stormarner Werkstätten wieder Gäste willkommen und servieren neben hausgemachtem Kuchen auch wie gewohnt Kaffee, Tee und andere Getränke. Dabei gelten auch hier die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln.

Das Café im Bürgerhaus, zentral in der Fußgängerzone gelegen, ist laut Stadtverwaltung ein beliebter Treffpunkt besonders für ältere Oldesloerinnen und Oldesloer, die hier zum Klönen, Kaffeetrinken, Kartenspielen oder einfach zum Beisammensein zusammenkommen.

Im angrenzenden Saal finden – derzeit noch sehr eingeschränkt – vielfältige Veranstaltungen, Kurse und Feiern statt.

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Trotz Corona-Krise: Hako setzt auf Nachwuchstalente in der Ausbildung

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Foto: Hako Bad Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Die Corona-Krise setzt Wirtschaft und Arbeitsmarkt noch immer spürbar unter Druck. Doch auch in schwierigen Zeiten investiert das Unternehmen „Hako“ aus Bad Oldesloe wie schon

seit rund 70 Jahren in junge Nachwuchstalente und begrüßte nun auf 15 Auszubildende, die am 2. September an einem der Hako-Standorte in Deutschland ins Berufsleben einsteigen.

Damit der neue Ausbildungsjahrgang 2020 nicht nur gut, sondern auch sicher in die Zukunft startet, hat Hako nach eigener Aussage alle notwendigen Rahmenbedingungen für Hygiene und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz geschaffen.


Als einer der weltweit führenden Hersteller von Reinigungs- und Kommunaltechnik ist sich das Unternemen aus der Kreisstadt darüber bewusst, wie wichtig gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Erfolg sind – sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich.

Ab Anfang September unterstützen zwölf angehende Industriekaufleute, Industriemechaniker, Fertigungsmechaniker, Mechatroniker, Lagerlogistiker und Elektroniker für Betriebstechnik die Teams am Hauptsitz in Bad Oldesloe.

In den Niederlassungen lassen sich drei Schulabsolventen zum Land- und Baumaschinenmechatroniker sowie zum KFZ-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik ausbilden.

Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn 2021 werden unter jobs@hako.com schon jetzt gerne entgegengenommen.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Flasche mit hochexplosivem Gas illegal entsorgt

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Gasflasche und Teerpappe am Wegesrand Foto: Polizei RZ/hfr

Bad Oldesloe – Am 15. September erhielt der Ermittlungsdienst für Umwelt- und Verbraucherschutzdelikte der Polizei Bad Oldesloe Kenntnis von einer illegalen Abfallablagerung.

Diese befand sich im Ziegeleiweg, einem Sandweg im Ortsteil Wolkenwehe. Der Weg führt von Wolkenwehe zum Ortsteil “Glinde”.

“Bei den Abfällen handelt es sich um ca. 10 m² Teerpappe und eine große gelbe Gasflasche. Die Flasche, die ca. 1,4m lang ist und ca. 20 cm im Durchmesser misst, enthielt Acetylen, ein hochexplosives Gas”, so Polizeisprecher Jan Wittkowski .

Der Behälter verfügte über keine Schutzkappe am Ventil, woraus sich eine akute Gefahrenlage ergab, da jederzeit Gas hätte ausströmen können. Deshalb wurde durch den Kreis Stormarn eine Spezialfirma mit der sofortigen Entsorgung beauftragt.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts einer Straftat und bittet in diesem Zusammenhang um sachdienliche Hinweise: Wer hat die Ablagerung beobachtet? Wer kann Hinweise auf einen Verursacher oder ein genutztes Fahrzeug geben?

Hinweise bitte an den Ermittlungsdienst für Umwelt- und Verbraucherschutzdelikte der Polizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer: 04531/501-543.

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