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Szene

Scheinwerferabsturz: "Haus der Wölfe" auf unbestimmten Termin verschoben.

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Stormarnlive

Proben in der letzten Woche. Da schien noch alles nach Plan zu laufen

Die Jugendgruppe der Oldesloer Bühne wollte heute eigentlich ihre Generalprobe für die Premiere von “Haus der Wölfe” durchführen. Doch nach dem Absturz eines Scheinwerfers sind sowohl die Probe als auch die Aufführung erstmal gestrichen.

 Es sollte die erste Aufführung einer Jugendgruppe der Oldesloer Bühne in der Festhalle werden. Doch statt der Vorfreude auf die geplante Premiere von “Haus der Wölfe” am Freitag ist nun große Unsicherheit in der Theatergruppe. Nachdem beim Abschluss des Glen Miller Orchestra Konzerts am Mittwoch ein 1,5 Kilo schweres Scheinwerferteil abgestürzt war, ist die Festhalle aus Sicherheitsgründen gesperrt.

“Natürlich bin ich sehr, sehr enttäuscht”, so Jennifer Urbigkeit, die das Stück geschrieben hat und Regie führt. Die ganze Woche über habe sie sich schon auf das Stück gefreut. Auch Schauspielerin Mary Panzer ist traurig. “Der Vorverkauf lief gut. Hoffentlich können die Leute an einem Ausweichtermin, wenn es ihn gibt. Momentan können wir nur warten. Es ist aber besser, als wenn das womöglich in der Aufführung passiert wäre” Die Stadt habe einen Termin in der nächsten Woche in Aussicht gestellt. Doch auch das ist noch vage. Erst Anfang der Woche kann vom TÜV und Sicherheitsexperten geklärt werden, ob die Bühne bespielt werden darf. Denn sollten weitere Scheinwerfer oder Teile aus der Technik abstürzen, könnte das zu lebensgefährlichen Situationen führen.

Das sieht auch der stellvertretende Bürgermeister Horst Möller (CDU) so. “Das Risiko werden wir nicht eingehen. Wenn nicht alles 100 Prozent sicher ist, kann ich die Verantwortung nicht übernehmen”.

Die 18-jährige Urbigkeit hofft, dass nächste Woche ein Stück auf die Bühne gebracht werden kann und dass ein Termin gefunden wird, der so zeitnah ist, dass das “Haus der Wölfe” nicht mit anderen Veranstaltungen kollidiert und auch alle Schauspieler Zeit haben.

“Wir sind nicht nur enttäuscht! Wir wissen auch nicht wie wir die Ausfallkosten auffangen sollen! Wir haben einige Karten verkauft. Wir hängen zurzeit völlig in der Luft. Auch mit dem Krimi Mitte September – alle Plakate, Eintrittskarten, Programmhefte sind gedruckt fast 2000 Euro Druckkosten für den Mülleimer? Die Jugendgruppe ist deprimiert. Einen Ausweichraum kann die Stadt ja momentan auch nicht bieten”, sagt Heike Gräpel, 1. Vorsitzende der Oldesloer Bühne.

Schon lange ist bekannt, dass die Festhalle und die Bühnentechnik sich in keinem guten Zustand befinden. So kann der Mini-Absturz ohne Verletzte noch als Warnschuss gesehen werden. Wären eine oder mehrere Personen getroffen worden, hätte es zu lebensgefährlichen Situationen kommen können. Eine Freigabe ohne intensive Prüfung wäre daher wohl tatsächlich als grob fahrlässig zu bezeichnen.

 

 

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Bad Oldesloe

“Bleib zuhause – Sause” – Livestream als “Tele-Party”

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Jelle Stoltenberg und Julian Kott vor dem Inihaus Foto: SL

Bad Oldesloe – Am 25. Juli kehrt Musik ins oder besser vor das Bad Oldesloer Inihaus zurück. Noch gibt es keine Livekonzerte mit Publikum doch ab 17:30 Uhr laden Julian Kott und Jelle Stoltenberg zur “Tele-Party”.

Seit Monaten gibt es quasi kein richtiges Kulturleben und keine Konzerte einer sonst so lebendigen lokalen und regionalen Musikszene mehr. Die beiden Initiatoren der “Tele-Party” wollen dem entgegenwirken.

Schon viele Wochen planen sie daher an einem besonderen Stream-Format, das am 25. Juli, vor dem Inihaus stattfindet. Anders als bei anderen Streams werden hier vor allem semiprofessionelle Musiker aus der Region zu sehen sein und die Genres sind breit gestreut.

So gibt es akustische Musik mit dem bekannten Oldesloer Trio “irgendwiehörbar” als Auftakt ab 17:30 Uhr.

Auch Jon McKillin sorgt für akustische Klänge. Dazu kommt Hip-Hop unter anderem mit Sambosen, „Shaggie Sween“ und Frank Walter P.

“Schlagerbernd” moderiert und tritt natürlich auch selbst auf. Für Stoltenberg und Kott ist es ihre Streamingpremiere. Sie hoffen auf viele Zuschauer. Die Vorbereitungen seien umfangreich gewesen und vor allem das Suchen nach der passenden Location schwieriger als zunächst gedacht. Doch nun hat man den perfekten Ort gefunden. Zusätzlich werden – quasi als lebendige Kulisse – Grafitti-Künstler zu sehen sein.

Während des Konzerts kann gespendet werden, um die Produktionskosten wieder einzufahren. Überschüsse werden an kulturelle Zwecke gespendet.

Das Konzert wird live auf Twitch übertragen (www.twitch.tv/inihaus) . Anschließend sollen die Auftritte auch bei Youtube verfügbar sein. Los geht es live am 25. Juli um 17.30 Uhr.

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Kreis Steinburg

Wacken-Festival kündigt Metal-Online-Festival “Wacken world wide” an

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Wacken – Auch das weltgrößte Heavy Metal Festival “Wacken” im gleichnamigen Ort in Schleswig-Holstein fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ins Wasser.

In den vergangenen Wochen hat sich das Wacken-Team daher ein neues Format überlegt: ein online-Metal-Festival.

Gemeinsam mit der Telekom als Partner möchte man dieses mit “innovativen Digitalbühnen” in die ganze Welt übertragen.

Eine entsprechende Homepage wurde gelauncht.

Versprochen werden exklusive, gestreamte Konzerte bekannter Metal-Combos. Diese sollen auf der Homepage aber auch auf der Website und in der App von MagentaMusik 360 und MagentaTV zwischen dem 29. Juli und 1. August zu erleben sein.

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Kultur

Kultur- und Veranstaltungsbetriebe in Not: “Die Linke” fordert mehr Hilfe in der Coronakrise

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Das KuB in “rot” Foto: KuB/Niemeier

Kiel – In der Nacht zu gestern wurden im Rahmen der Night of Light viele Veranstaltungs- und Kulturorte rot beleuchtet um deutlich sichtbar zu machen, wo überall Orte sind, die vom praktischen Stillstand des gesamten Veranstaltungsbetriebes seit Beginn der Corona-Krise betroffen sind. Auch in Schleswig-Holstein beteiligten sich viele Einrichtungen an der Aktion.

„Im Kultur- und Veranstaltungsbereich sind die Folgen der Krise besonders einschneidend. In einer Branche, die in weiten Teilen geprägt ist von vielen kleineren Betrieben, Soloselbstständigkeit, oft auch prekären Beschäftigungsverhältnissen und wenig bis keinen Rücklagen sowohl privat als auch bei den Veranstaltungsorten, ist der monatelange Ausfall aller Veranstaltungen existenzbedrohend. Auch jetzt ist nicht absehbar wann – und ob überhaupt – große Veranstaltung dieses Jahr wieder möglich sind und wann wieder Menschen ohne Abstandregeln – die das Publikum stark begrenzen – an Veranstaltungen teilnehmen können“, sagt Florian Kautter, kulturpolitischer Sprecher der Linken Schleswig-Holstein.

„Im Kultur- und Veranstaltungsbereich arbeiten mehr Menschen als in der deutschen Automobilindustrie, deutlich mehr als in der Luftfahrt. Dennoch kommt hier Hilfe deutlich schleppender und oft in der falschen Form in Gang. Die Veranstaltungs- und Kulturorte brauchen keine Kredite, für deren Rückzahlung es oft keinerlei realistische Option gibt, Soloselbstständige brauchen Hilfe zum Lebensunterhalt um nicht in die Grundsicherung zu fallen und keine Unterstützung zum Erhalt einer Betriebsinfrastruktur, die Soloselbstständige im Kulturbereich meist einfach nicht haben – sie selbst sind ihr Betrieb”, so Kautter.

“Wenn der Veranstaltungs- und Kulturbetrieb nicht mit eben so viel Nachdruck wie etwa die Lufthansa gerettet wird, werden hunderttausende Menschen ihren Lebensunterhalt verlieren und viele Städte und Gemeinden zentrale Orte für das bunte und kulturell vielfältige Leben. Diese Orte sind dann weg, oft unwiederbringlich. Das müssen wir jetzt verhindern, bevor da, wo die roten Lampen leuchteten, endgültig die Lichter ausgehen.“

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