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Bad Oldesloe

Pötzsch: "Bad Oldesloe ist auf dem Weg, sich zu finden"

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Finn Fischer

Er managed die Oldesloer Ladenflächen: Stefan Pötzsch.

Es hat sich viel getan in der Bad Oldesloer Innenstadt. Wo vor Monaten noch verwaiste Ladeflächen ein trauriges Bild der Fußgängerzone zeichneten, siedeln sich neue Geschäfte an. Stormarnlive sprach mit Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch über die Wiederbelebung.

Stefan Pötzsch hält zwei Pläne der Oldesloer Innenstadt hoch. Auf dem einen sind große Teile des Stadtkerns rot markiert. Er zeigt die Ladenflächen, die zu Beginn seiner Tätigkeit als Ladenflächenmanager leer standen. Der andere Plan zeigt den aktuellen Stand. Nur noch ein Paar rote Punkte sind zu entdecken.

Einer dieser Punkte war vor kurzem noch die Hindenburgstraße 16. Dort zieht – wenn alles nach Plan läuft – Ende August das Modegeschäft Jugendliebe ein.

Trendbewusst, stylisch und jung will der neue Laden von Inhaberin Regina Kempke sein: “Das hat Bad Oldesloe noch gefehlt. Das Angebot spricht hier bislang eher die älteren Generationen an”, findet die Geschäftsfrau, die seit drei Jahren ein Modegeschäft in Bargteheide betreibt und sich jetzt vergrößert.

„Was Frau Kempke abliefert, passt“, findet Pötzsch. Bei jeder Vermittlung geht es um Fingerspitzengefühl: “Bad Oldesloe ist auf dem Weg, sich zu finden.” Übermäßig viele Filialen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Am liebsten sind ihm inhabergeführte Läden und Individualisten. Dadurch bekomme Bad Oldesloe ein unverwechselbares Gesicht.

Bürgermeister Tassilo von Bary ist mit der Arbeit des Ladenfächenmanagers zufrieden.

“Die Innenstadt hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt. Viele Ladenflächen konnten einer neuen Nutzung zugeführt werden”, sagt der Verwaltungschef. Es gäbe eine neue Weinhandlung in der Hindenburgstraße und Wollywood hat ein Geschäft am Marktplatz bezogen. Das sind nur ein paar Beispiele.

Handlungsbedarf sieht der Bürgermeister jetzt beim Belag der Fußgängerzone selbst. “Die ist auch schon 30 Jahre alt. Da müssen wir was tun.”

Auch Pötzsch’ Job ist noch nicht erledigt: Derzeit beschäftigen den Ladenflächenmanager das Ansiedlungsinteresse des Sportgeschäft-Filialisten Intersport. Außerdem besteht eine Anfrage eines großen Outdoor-Ausstatters aus Süddeutschland. Der Firmennahme ist noch nicht spruchreif.

Nach der Innenstadt ist die “Stabilisierung der Eingänge” an der Reihe. Das größte Projekt Abriss des Postgebäudes. “Dort entsteht eine neue Achse Richtung Innenstadt. Das wird sehr spannend.” Geplant ist dort eine Kombination aus Vollsortimenter und einer Drogerie.

Auch die Entwicklung der Oldesloer Gewerbegebiete soll in Zukunft Thema werden. Eine Ausweitung des Angebots ist aber bislang nicht geplant. “Vor 30 Jahren war es Mode, dass Einkaufsmöglichkeiten an die Stadtränder verlagert wurden. Dieser Trend hat sich mittlerweile umgekehrt, zumindest in Bad Oldesloe”, so Pötzsch. In Lübeck sei das anders, sagt er, und meint etwa die geplante Citti-Park-Erweiterung. Man schaut aufmerksam auch auf die Entwicklungen rund um Bad Oldesloe. “Aber die Lage zwischen den Metropolen ist nicht als Bedrohnung zu sehen, sondern als Chance.”

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Bad Oldesloe

“Pendler werden bestraft”: Oldesloer Wählergemeinschaft kritisiert neue Parkgebühren

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Bad Oldesloe – Die Wählergemeinschaft Für Bad Oldesloe (FBO) stemmt sich gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Ausweitung der Parkgebührenpflicht auf Bereiche an Bahnhof und Schulen sowie die zudem noch geplanten weiteren Gebührenerhöhungen in der Innenstadt.

Parkautomat (Symbolbild)

Die Erhöhung der Parkgebühren im Innenstadtbereich wird nach Meinung der Wählergemeinschaft dazu führen, dass Einkaufen in Oldesloes City deutlich unattraktiver wird und schadet den ohnehin durch Corona arg gebeutelten Geschäften noch weiter.

„Schlimmer geht es nicht! Der Zeitpunkt zur Verteuerung des Parkens in der Oldesloer Innenstadt ist fatal. Was denken sich die Parteien bloß dabei? Ich kann es nicht fassen, dass allein die FBO sich gegen diese zerstörerischen Beschlüsse wendet“, ist Karin Harms empört. „Ich bin überzeugt davon, dass hier total am Bürgerwillen vorbeientschieden wird. Ich habe mich umgehört: In meinem Bekanntenkreis ist man ausnahmslos entsetzt!“

Viele Einzelhändler kämpften bekanntlich nach monatelangen Zwangsschließungen und Lockdown um ihr wirtschaftliches Überleben.

Sie brauchen nach Auffassung der FBO Unterstützung durch die Innenstadt fördernde Rahmenbedingungen, denn viele Kunden hätten sich in den letzten Monaten das Bestellen im Internet angewöhnt.

Diese Kundschaft für Kaufen in Oldesloe zurückzugewinnen brauche Zeit, die viele Einzelhändler schon jetzt kaum haben.

„Alle in unserer Stadt Verantwortung tragenden Menschen sollten stattdessen gemeinsam an einem Strang ziehen und Einkaufen in Oldesloe attraktiver machen. So hat die FBO schon vor einem Jahr vorgeschlagen, für die Zeit der Pandemie ganz auf Parkgebühren zu verzichten und stattdessen mit Parkscheiben kostenfreies Parken im Innenstadtbereich zu ermöglichen. Die Oldesloer Politik aber versetzt den Geschäften und damit der Innenstadt durch die nun geplanten Maßnahmen auch noch gezielt den Todesstoß“, ist Karin Harms überzeugt.

Auch die Einführung von Parkgebühren im Park-and-Ride-Haus und den Stellplätzen rund um den Oldesloer Bahnhof wird von der FBO abgelehnt.

„Man kann doch nicht ernsthaft diejenigen bestrafen, die Bahn und Bus nutzen. Solche Beschlüsse sind in jeder Beziehung auch extrem klimaschädlich: Kommen zum ohnehin teuren Bahnfahren auch noch Parkgebühren am Bahnhof, werden die ohnehin gegenüber anderen Arbeitnehmern benachteiligten Pendler vielfach gleich ganz das Auto zur Fahrt zum Arbeitsplatz nutzen”, sagt Harms.

Die FBO wünscht sich offenere Diskussionen im Vorfeld von Entscheidungen. Transparenz und Offenheit seien wichtig. Ohne die Öffentlichkeit ausgehandelte „gemeinsame Anträge“, die dann schnell durchbeschlossen werden, ohne dass eine öffentliche Diskussion mit den Bürgern stattfinde, führten zu unnötiger Politikverdrossenheit.

„Niemand kann alles wissen. Öffentliche Diskussion mit den Bürgern und ein fairer Austausch von Argumenten sind unerlässlich für gute Entscheidungen. Das fehlt in Bad Oldesloe leider weitgehend“, ist Karin Harms überzeugt. Da eine öffentliche Veranstaltung zum Thema wegen der Pandemie derzeit nicht möglich ist, bittet die FBO um Rückmeldungen der Bürger auch zum Thema Parkgebühren an info@fboldesloe.de .

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Bad Oldesloe

Feuer zerstört Trabbi in Oldesloer Parkhaus: Polizei vermutet Brandstiftung

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Bad Oldesloe – Am 11. Mai wurde gegen 1 Uhr in der Käthe-Kollwitz-Straße in Bad Oldesloe ein Feuer gemeldet. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Nach bisherigem Erkenntnisstand brach der Brand in der unteren Parkebene aus. Alle Parkebenen waren stark verraucht.

Ein Trabant brannte beim Eintreffen der Einsatzkräfte in voller Ausdehnung.

Die neben dem Trabbi stehenden Fahrzeuge, ein VW Touran und ein Audi TT brannten ebenfalls.

Die Löscharbeiten wurden durch die starke Rauchentwicklung und die Gefahr von explodierenden Gastanks erschwert. Die Gastanks ließen Druck ab und erzeugten hohe Stichflammen.

Es wurden Hinweise auf Brandstiftung gefunden, denen die Kriminalpolizei Bad Oldesloe nachgeht.

Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf 40.000 Euro geschätzt. Am Parkhaus entstand erheblicher Sachschaden, die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Wer kann Angaben zu dem Brand machen? Wer hat vor und während des Feuers verdächtige Personen in der Nähe des Parkhauses gesehen? Hinweise nimmt das Polizeirevier und die Kriminalpolizei Bad Oldesloe unter der Telefonnummer: 04531/ 501-0 entgegen.

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Bad Oldesloe

Auto-Pendler müssen am Oldesloer Bahnhof künftig zahlen

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Bad Oldesloe – Die Zeit der kostenfreien Parkplätze am Oldesloer Bahnhof ist vorbei. Auf Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss beschlossen, dass auf den Park-and-Ride-Parkplätzen in Zukunft Gebühren erhoben werden.

Park + Ride Symbolfoto: SL

Der Grund: Zu viele Fremdparker, die die eigentlich für Bahn- und Busreisende vorgesehenen Plätze besetzen.

Bürgermeister Jörg Lembke: “Die Pendlerparkplätze werden sehr stark fremdgenutzt von Menschen, die in der Nähe wohnen oder arbeiten. Deswegen sind wir der Meinung, dem regulativ entgegen wirken zu müssen.”

Außerdem müssen auch Radfahrer im neuen Fahrradparkhaus für einen Stellplätze bezahlen. “Es wäre schwer zu vermitteln, warum Radfahrer zahlen müssen, Autofahrer aber nicht”, so Lembke.

Die Freien Bürger Oldesloe (FBO) konnten sich mit dieser Maßnahme nicht so recht anfreunden. „Das trifft die Falschen. Nämlich Menschen, die für ihren Arbeitsweg die Bahn nutzen“, sagte Dirk Sommer, Vorsitzender der Wählergemeinschaft. Er sei nicht glücklich, dass 638 Parkplätze jetzt kostenpflichtig werden sollen, vor allem am Bahnhof.

Auch in anderen Straßen will Bad Oldesloe künftig Parkgebühren erheben, etwa in der Breslauer Straße, der kleinen Salinenstraße und auf den Parkplätzen vor dem Krankenhaus im Wolkenweher Weg.

Besonders im Fokus: Die Schulen. Auch auf den Schulparkplätzen in der Olivet-Allee und vor der Theodor-Mommsen-Schule in der Hamburger Straße wird für das Abstellen eines Fahrzeugs künftig Geld verlangt.

Ursprünglich wollten Stadt und Politik Fahrzeuge mit E-Kennzeichen kostenfrei parken lassen. Diese Idee wurde jetzt zurückgenommen.

Matthias Adrion (Die Grünen): „Daten zeigen mittlerweile, dass Hybridautos keineswegs umweltfreundlicher sind, als viele Verbrenner und rechtlich ist es nicht möglich, ausschließlich reine Elektroautos zu befreien.“

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