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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Die großen Parteien verlieren, die kleinen gewinnen

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Die künftige Sitzverteilung in der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung

Bad Oldesloe – Schock bei den großen, Jubel bei den kleinen Parteien: In der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung verschieben sich die Mehrheiten.

Die CDU rutschte von 33,3 auf 27,16 Prozent, die Sozialdemokraten verloren fast ein Drittel ihrer Wähler und erhielten nur 20,1 Prozent (29,8 Prozent, 2013) der Stimmen.

Dementsprechend tief saß der Ärger über den aggressiven Wahlkampf der Freien Bürger: „Die Art des Wahlkampfes mit Halbwahrheiten scheint sich für die FBO gelohnt zu haben“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Björn Wahnfried. Ähnlich gedämpfte Stimmung bei der CDU. Horst Möller: „Wir sind immer noch stärkste Kraft aber sechs Prozent zu verlieren ist alles andere als prickelnd.“

FBO drittstärkste Kraft

Die Wählergemeinschaft FBO ist mit satten 17,7 Prozent (14,1) jetzt drittstärkste Kraft.

„Dieses Ergebnis habe ich mir nicht erträumt“, freute sich Matthias Rohde am Wahlabend, der in seinem Wahlkreis sogar ein Direktmandat gewonnen hat.

Linke verdoppeln Vorjahresergebnis!

Anna Kromm und Hendrik Holtz (Die Linke)

Noch größer der Jubel bei der Partei Die Linke, die ihr Ergebnis von 2,8 vor fünf Jahren auf jetzt 6,4 Prozent verbessern konnte. „Wir haben ein neues Team mit vielen jungen Leuten und alle haben einen großartigen Wahlkampf gemacht“, sagte sich Hendrik Holtz (Die Linke), der bislang alleine in der Stadtverordnetenversammlung saß und jetzt Verstärkung von Parteigenossin Anna Kromm bekommt.

FDP kehrt zurück

Feierstimmung auch bei den Grünen, die sich leicht verbessern konnten, und bei der FDP.

„Dafür, dass wir von Null gestartet sind, ist das ein sehr gutes Ergebnis“, kommentierte Anita Klahn die 6,1 Prozent ihrer Partei. Das breite Spektrum und die damit verbundene Schwierigkeit, Koalitionen zu bilden, macht ihr keine Sorgen: „Das gibt jetzt die Möglichkeit, sachorientiert Lösungen zu finden.“ Neu im Stadtparlament vertreten sind jetzt auch die Familienpartei und die Freien Wähler.

Die Wahlbeteiligung lag bei schwachen 43,9 Prozent. Bei den genannten Zahlen handelt es sich um das vorläufige Endergebnis.

Bad Oldesloe

Neue Datenschutz-Verordnung: Fotomarathon mit verschäften Regeln

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Menschen dürfen beim Fotomarathon nur mit Einverständniserklärung fotografiert werden. Foto: Knubbe

Bad Oldesloe – Über 50 Freizeitfotografen haben sich bereits angemeldet: Am Sonnabend, 2. Juni, veranstaltet der WIR Verein den ersten Oldesloer Fotomarathon. Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung allerdings mit verschäften Regeln.

Am Stadtfest-Wochenende schickt der WIR Verein das erste Mal Oldesloer durch die Stadt, um interessante Momente im Bild festzuhalten. Doch weil am 25. Mai eine neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft tritt, passt der Verein die Regeln für den Fotowettbewerb an. 

„Gemäß der neue Regelung sind Bilder wie Daten zu behandeln“, sagt Günter Knubbe vom Vereinsvorstand, Vorstand im WIR-Verein. Es kursiere sehr viel Halbwissen und Panikmache im Netz. „Wahrscheinlich scharren schon ganze Legionen von Abmahnanwälten in den Startlöchern, um verunsicherte Menschen mit Abmahnungen zu bombardieren“, so Knubbe.

Daher hat der Verein zwei Strategien ausgearbeitet, um Problemen vorzubeugen und den Spaß am Fotomarathon nicht zu verderben.

Die Teilnehmer können komplett darauf verzichten, Menschen zu fotografieren und sich schon im Vorfeld Gedanken machen, wie alternativ schwierige Dinge wie Gefühle darstellbar sind. „Wer nicht ohne Menschen auskommen möchte, muss verbindlich von jeder Person auf dem Bild, ob kenntlich oder nicht, eine unterschriebene Erklärung beibringen“, sagt Knubbe.

Schnappschüsse von Menschen kann es daher bei diesem Wettbewerb nicht geben. Vordrucke für die Erklärungen finden die Teilnehmer in ihren Marathon-Sportbeuteln, die den Vereinigten Stadtwerken als Sponsor gestellt werden.

Ein paar Plätze für den Wettbewerb sind noch verfügbar. Anmeldungen an info@stadtmarketing-badoldesloe.de

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Betreuungsbedarf: Kreis Stormarn will Eltern befragen

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Bad Oldesloe – In den nächsten Tagen startet der Kreis Stormarn die aktuelle Befragung von Eltern mit Kindern unter vier Jahren. Mit dem Fragebogen möchte der Kreis die Betreuungsbedarfe der Eltern erneut erfassen.

Der Kreis hatte zuletzt 2013 die Betreuungsbedarfe ermittelt. Seither hat sich viel getan. Das Angebot bereits deutlich ausgebaut und erweitert worden.

Der Kreis befragt die Eltern nun ein zweites Mal, um die Kindertagesbetreuung im Kreis Stormarn auch künftig weiter bedarfsgerecht zu planen und zu verbessern.

Die Fragebögen treffen in den nächsten Tagen per Post bei den Eltern ein. Bei der Befragung geht es in erster Linie darum, ab wann und wie die Eltern eine Kindertagesbetreuung wünschen. Falls die Kinder bereits betreut werden, ist es für den Kreis wichtig zu wissen, ob die bereits in Anspruch genommenen Angebote zeitlich und vom Umfang her passen.

Eltern mit mehreren Kindern unter vier Jahren erhalten mehrere Fragebögen für ein jedes ihrer Kinder. Die Be­fragung ist selbstverständlich vollkommen anonym und freiwillig. Den Fragebögen liegt ein Freiumschlag für die Rücksendung bei.

Der Kreis bittet die Eltern um rege Teilnahme. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesbetreuung setzt schließlich voraus, die Wünsche der Eltern möglichst genau kennenzulernen.

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ZDF-Studie: Topbewertungen für „Arbeit und Wohnen“ in Stormarn

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Stadthaus am Oldesloer Marktplatz
Archivfoto: SL

Stormarn – In einer großen Studie untersuchte ZDF:zeit die 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die große Frage dabei war: „Wo lebt es sich am besten?“. 

In der Kategorie „Wohnen und Arbeit“ gibt es großen Grund zum Jubeln. Denn hier landete Stormarn tatsächlich auf Rang 3 deutschlandweit. Besonders die Kaufkraft und die geringen Pendlerdistanzen sorgten unter anderem für die Topplatzierung. 

Doch leider gibt es in den anderen beiden Bereichen „Gesundheit und Sicherheit“ sowie „Freizeit und Natur“ keinen Grund zur Freude und offenbar eine Menge zu tun. 

Während es bei „Gesundheit und  Sicherheit“ immerhin mit Rang 185 noch einen Platz im Mittelfeld gibt, landet Stormarn in Sachen „Freizeit und Natur“ auf Platz 352 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten.

Besonders niedrig ist die Bar- und Restaurantdichte. Hier liegt Stormarn auf einem abgeschlagenen 385. Platz. Auch die Übernachtungszahlen sind miserabel. Sie stehen bundesweit auf Platz 349.

Positiv stechen die Entleihungen aus Bibliotheken mit einem Platz 52 und die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 mit einem Platz 27 hervor. Die Wahlbeteiligung der letzten Kommunalwahl hingegen ist im bundesweiten Vergleich wieder mit Platz 288 beschämend schlecht. Die Anzahl der Vereine bringt ebenfalls nur einen Rang 321. 

Im Bereich „Gesundheit und Sicherheit“ fällt die relativ hohe Alterserwartung in Stormarn positiv auf. Die Erreichbarkkeit von Kliniken, die Arztdichte und die Anzahl von Rehakliniken liegt aber eher im hinteren Bereich. Es gibt wenige Todesopfer und Verletzte bei Verkehrsunfällen, eine relativ niedrige Anzahl an Einbruchsdelikten (Rang 372 von 401), aber dafür relativ viele Gewaltverbrechen ( Rang 78 von 401), Übergewichtige (Rang 76) und eine hohe Ozonbelastung (Rang 68) 

Im Gesamtranking liegt Stormarn auf Platz 160. Der Kreis Segeberg liegt auf Rang 236, das Herzogtum Lauenburg auf 272, Lübeck auf 279 und Hamburg auf 155. Platz 1 holte übrigens München. 

Der Link zur Studie

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