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Schleswig-Holstein

Wahlen und Bilanzen auf der Landesfeuerwehrversammlung

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Ministerpräsident Daniel Günther, der scheidende Landesbrandmeister Detlef Radtke (Mitte) und dessen Nachfolger Frank Homrich.
Foto: LFV SH / Bauer/hfr

Reußenköge – Die 1349 Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein sind ein Garant für ein flächendeckendes Hilfeleistungssystem, für dessen Erhaltung auf allen Verbands- und kommunalen Ebenen gearbeitet werden müsse. Das betonte die stellvertretende Landes-verbandsvorsitzende Ilona Dudek in ihrem Bericht zur Landesfeuerwehrversammlung am Samstag in Reußenköge / Nordfriesland. Die Basis dafür – auskömmliche Mitgliederzahlen – sah sie  als durchaus gegeben – auch wenn es vereinzelt Wehren gebe, die unter Personalmangel leiden und Probleme bei ihrer Tagesverfügbarkeit haben.

Dennoch weist die landesweite Mitgliederstatistik per 31.12. des Vorjahres nunmehr im vierten Jahr in Folge einen leichten Anstieg aus. 48.913 Männer und Frauen versahen zum Jahresende 2017 ehrenamtlichen Dienst – das sind 264 mehr als noch ein Jahr zuvor. Mit Frank Homrich aus Wedel wählten die 152 Delegierten einen neuen Landesverbandsvorsitzenden. Homrich löst Detlef Radtke aus Lübeck ab, der seit 2006 im Amt war – nun aber aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder kandidierte. In der Koogshalle in Reußenköge sprach auch Ministerpräsident Daniel Günther erstmals auf einer Landesfeuerwehrversammlung.

Günther würdigte die Feuerwehren im Land: „Was Sie für den Zusammenhalt in Schleswig-Holstein leisten, ist unbezahlbar und unverzichtbar. Jede einzelne Feuerwehr ist wichtig. Wir brauchen jede helfende Hand, in Zukunft noch mehr als bisher. Land und Kommunen vereint der Wunsch, dass Sie gute Arbeits- und Einsatzbedingungen haben. Daher werden wir für 2019 und 2020 ein Sonderprogramm auflegen: Sechs Millionen Euro stellen wir zur Verfügung, um Gemeinden bei der Erweiterung, beim Ausbau oder Umbau von Feuerwehrhäusern unter die Arme zu greifen“, so der Ministerpräsident.

Und er warb für´s Mitmachen. „Ehrenamt macht wahnsinnig viel Spaß und am Ende profitiert maan auch persönlich davon“, sagte er. Und Landtagspräsident Klaus Schlie ergänzte, dass gerade jetzt zur Kommunalwahl auch neue Bürgermeister und Gemeindevertreter auf die Notwendigkeit udn Einsatzfähigkeit jeder Feuerwehr hingewiesen werden müssen. Das sei auch eine Aufgabe der Politik.

7132 Brände (-2629) wurden im Berichtsjahr bekämpft – darunter 622 Großbrände (-420). 21.712mal musste sogenannte Technische Hilfe, z.B. bei Verkehrsunfällen oder Unwetterla-gen geleistet werden. Das ist eine Steigerung um 2327 Einsätze und ist in erster Linie auf Unwetterlagen zurückzuführen. Die Zahl der Fehlalarme sank erneut von 6046 auf 5762. Unter „Sonstige Einsätze“ weist die Statistik 2817 Einsätze (-1916) aus.

Die vier Berufsfeuerwehren im Lande ergänzen die Statistik um 104.084 Rettungsdienst-Einsätze (+ 38.670), so dass die Gesamtzahl aller Feuerwehreinsätze im Berichtsjahr 141.507 beträgt.

„Die Einsatzzahlen spiegeln auch die Notwendigkeit eines flächendeckenden Hilfeleistungssystems mit funktionierenden Feuerwehren wieder“, so der neue Landesbrandmeister Frank Homrich, der daher an die Kommunen als Träger des Brandschutzes appellierte für aus-kömmliche Arbeits- und Ausstattungsbedingungen zu sorgen. Homrich kündigte Gespräche mit Politik und Verwaltung an, um gemeinsam alles zu unternehmen, um Feuerwehren ein-satzfähig zu halten. In der Zusammenarbeit mit den Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden versprach er einen offenen Dialog auf Augenhöhe. Laufende Projekte wie das verstärkte Werben und auch Halten von Mitgliedern, die Ausbildung von Konfliktlotsen und die Integra-tion von Geflüchteten müssten unvermindert weitergeführt werden, kündigte der neue Landesbrandmeister an.

Als quasi letzte Amtshandlung stellte der scheidende Landesbrandmeister Detlef Radtke einen landeseinheitlichen Feuerwehr-Dienstausweis vor, den ab sofort alle Feuerwehrangehörigen im Land auf Antrag bekommen können. Die personifizierte Plastikkarte beinhaltet auch einen Versicherungsnachweis für die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord und die Ehrenamtskarte des Landes. Künftig sollen zudem weitere Bonusangebote für Feuerwehrangehörige geworben und in die Karte implementiert werden. Die erste symbolische Karte nahm Ministerpräsident Daniel Günther entgegen.

Gewählt wurden:

 Frank Homrich (Wedel), zum Vorsitzenden des

Landesfeuerwehrverbandes.

Matthias Schütte (Eckernförde), zum

stellv. Landesverbandsvorsitzenden

–           Christian Albertsen (Viöl), zum

stellv. Landesverbandsvorsitzenden (ab.1.1.2019)

Im Rahmen der Versammlung wurden für Ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen geehrt:

   –        Detlef Radtke (Lübeck) Goldene Ehrennadel des Deutschen

Feuerwehrverbandes und Ehrenmitgliedschaft im Landesfeuerwehrverband

Schleswig-Holstein

–  Walter Gaul (Lübeck), Deutsches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

–       Monika Radtke (Lübeck),Deutsche

Feuerwehr-Ehrenmedaille

–    Ilona Dudek (Kiel),

schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

–  Jörg Taube

(Heikendorf), schleswig-holsteinisches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

-Andrea Witt (Tökendorf), schleswig-holsteinisches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

–      Luey Hikmat (Gröde), Michel Schmidt

(Uelvesbüll), Jan-Peter Petersen (Ost-Langenhorn) Deutsches

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze

 

 

Schleswig-Holstein

Großflächiger Stromausfall: Stormarn richtete mobile Einsatzzentrale ein

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Stromausfall: Der Kreis Stormarn hat am Mittwoch eine mobile Einsatzzentrale am Verwaltungsgebäude eingerichtet

Lübeck/Bad Oldesloe – Im Südosten von Schleswig-Holstein ist es heute um 12.20 zu einem Stromausfall gekommen, von dem vor allem die Hansestadt Lübeck betroffen ist.

Bis zum späten Nachmittag konnten die Störungen im Stromnetz behoben werden.

Auch in den umliegenden Kreisen fiel zum Teil der Strom aus. Auch der Bahnverkehr war betroffen. In Bargteheide fielen erneut auf mehreren Kreuzungen die Ampeln aus.

In Lübeck wurden in der Innenstadt Kaufhäuser und Geschäfte geräumt. Im Mobilfunknetz kam es zu Überlastungen.

Mobile Einsatzzentrale beim Kreis Stormarn eingerichtet

Die TEL vor dem Gebäude der Kreisverwaltung
Foto: SL

Weil der Kreis Stormarn durch den Stromausfall in Teilen Schleswig-Holsteins einen Zusammenbruch der Funk-Kommunikation befürchtete, wurde am Mittwochnachmittag vor der Kreisverwaltung eine mobile Einsatzzentrale eingerichtet.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis wurden aufgefordert präventiv für den Ernstfall ihre Wachen zu besetzen.

„Sollte der Funk ausfallen, könnten Einsatzkräfte vom Rettungsdienst und der Feuerwehr im Ernstfall nicht mehr untereinander kommunizieren“, sagte Landrat Henning Görtz. Daher sei eine mobile Einsatzzentrale eingerichtet worden, die in dem Fall die Koordination hätte übernehmen können. „Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

THW setzte mobile Netzersatzanlagen ein

Bis zum frühen Abend unterstützte das THW in Lübeck mit zwei Bergungsgruppen. Die Einheiten sind mit mobilen Stromerzeugern ausgestattet. Zudem wurden zwei leistungsstarke mobile Netzersatzanlagen aus den THW-Ortsverbänden Lauenburg und Hamburg-Bergedorf nach Lübeck entsandt, um bei Bedarf öffentliche Einrichtungen mit Strom zu versorgen.

Aus den THW-Ortsverbänden Mölln, Bad Oldesloe und Eutin wurden ebenfalls THW-Spezialisten als Fachberater und Verbindungspersonen in die Feuerwehr-Führungsstäbe der Kreise Herzogtum-Lauenburg, Stormarn und Ostholstein entsandt.

Ursache des Ausfalls ist nach jetzigem Kenntnisstand eine Fehlschaltung der Stadtwerke Lübeck, durch die eine Sammelschiene im Umspannwerk beschädigt wurde.

Diese Beschädigung hatte wiederum einen Spannungseinbruch im 110.000-Volt-Netz der Schleswig-Holstein Netz AG zur Folge, von dem die anliegenden Kreise betroffen waren. Die Schleswig-Holstein Netz AG ist derzeit mit mehreren Dutzend Fachleuten im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen.

„Am Mittwochnachmittag gegen 12.20 Uhr war das Netz der Schleswig-Holstein Netz AG in Teilen der Kreise Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Plön und Ostholstein von kurzen Spannungsschwankungen betroffen. Diese führten zu kurzen Stromausfällen von wenigen Sekunden, flackernden Lampen oder auch Rechnern, die sich selbst abschalteten. Ursache der Spannungsschwankungen war ein technischer Schaden im Netzbereich der Stadtwerke Lübeck, durch den auch das Netz der Schleswig-Holstein Netz AG in Mitleidenschaft gezogen wurde“, teilte die Schleswig-Holstein Netz AG um 18 Uhr mit. 

 

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Schleswig-Holstein

Mehr Beamte im Einsatz: Polizei geht gegen Vatertags-Eskalationen vor

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Symbolfoto: SL

Kiel / Bad Oldesloe – Immer häufiger eskalierten in den letzten Jahren Himmelfahrts- beziehungsweise Vatertagstouren, die ganz einfach nur noch ein sinnloses Besäufnis waren.  Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird am Himmelfahrtstag daher mit deutlich mehr Kräften als im Regeldienst im Einsatz sein.

Sie ist landesweit mit annähernd 350 zusätzlichen Polizistinnen und Polizisten am Himmelfahrtstag im Einsatz, darunter auch zahlreiche Diensthundestaffeln.

Die Polizeidirektionen setzen an den jeweiligen örtlichen Schwerpunkten vermehrt eigene und teilweise zusätzliche Kräfte der Eutiner Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und der Bereitschaftspolizei (PD AFB) in Form von Einsatzzügen und Einsatzgruppen ein.

Bei den Schwerpunkten handelt es sich um bekannte Einsatzorte wie in der Polizeidirektion Neumünster rund um den Einfelder See, in der Polizeidirektion Bad Segeberg am Segeberger See, in der Polizeidirektion Itzehoe in Kollmar am Hafen und am Strand und im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg an verschiedenen Seen. Auch in Stormarn sind unter anderem in Bargteheide verschärfte Kontrollen vorgesehen. 

Die Polizeidirektion Lübeck wird die Ostseestrände besonders im Auge behalten sowie die Hüxwiese in Lübeck. Die Hüxwiese ist für den Himmelfahrtstag durch die Polizeidirektion Lübeck als so genannter „gefährlicher Ort“ eingestuft worden, ebenso durch die Polizeidirektion Kiel der Freistrand von Heikendorf/Möltenort.

Rechtlich ist es der Polizei dann nach dem Prinzip der Ortshaftung gestattet, die Identität von Personen festzustellen und diese zu durchsuchen. Dies bedeutet, dass unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit allein die Anwesenheit an einem „gefährlichen Ort“ ausreicht, um Adressat polizeilicher Maßnahmen zu werden.

Darüber hinaus wird die Polizeidirektion Kiel am Feiertag noch eine Demonstration mit etwa 200 Teilnehmern durch die Innenstadt begleiten.

„Junge Menschen und andere Feiernde sollen Spaß am Himmelfahrtstag haben – dem steht die Polizei nicht entgegen. Nur wenn der gemeinsame Bummel eine Schneise der Verwüstung hinterlässt, das kühle Bier zum Alkohol-Exzess, die wilde Grillwurst zum Flächenbrand und die Musik zur Ruhestörung wird, werden die Einsatzkräfte tätig. Dadurch schützen wir die Feiernden und natürlich auch die Unbeteiligten“, so Polizeisprecher Jürgen Börner. 

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Schleswig-Holstein

Geologische Expedition ans Kliff: Seeigel, Steine und Meer

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An den Kliffs der Ostsee sind wieder viele neue Funde zu machen. Foto: Rolf Konkel

Boltenhagen/Travemünde – An den Kliffs der Ostsee sind wieder viele neue Funde zu machen. Ob Seeigel, Donnerkeile oder Brachiopoden, die aktuellen Kliffabbrüche haben wieder viele neue Fundstücke freigelegt. Steine die seit 10.000 Jahren dort im Kliff verborgen waren und Steine, die zum Teil mehr als eine Milliarde Jahre alt sind.

Am Samstag, den 12. Mai führt wieder eine Exkursion an das Kliff bei Boltenhagen und erkundet dort die neuen Gesteine.

Geführt von professionellen Geowissenschaftlern erfährt man ab 14:00 viel über die unterschiedlichen Gesteinsfamilien und  wie man die wechselvolle Geschichte eines Steins ergründen kann.

Am Sonntag, 13. Mai führt eine zweite Exkursion an das Kliff von Travemünde. „Es ist immer wieder aufregend, wie unterschiedlich die Funde an den verschiedenen Orten sind“, sagt Rolf Konkel vom GeoPark Nordisches Steinreich.

Ob Spuren 500 Millionen Jahre alter Wattwürmer oder glitzernde Kristalle, die beiden aktiven Kliffs sind immer wieder ein Eldorado für Sammler. Für beide Exkursionen ist eine Anmeldung unter Tel.: 04547 159315 oder info@geopark-nordisches-steinreich.de  notwendig. Details und eine genaue Anfahrtsbeschreibung zu diesen und vielen anderen Veranstaltungen findet man unter: www.geopark-nordisches-steinreich.de

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