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Bad Oldesloe

Flucht aus Syrien: Khaled Tabseh ist in seiner Heimat Deutschland angekommen

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Khaled Tabseh (links) mit seinem deutschen Pass und dem Grünen-Vorsitzenden Hartmut Jokisch. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Khaled Tabseh aus Syrien lebte schon an vielen Orten – Deutschland, Saudi-Arabien, Libanon. Irgendwann zog es ihn zurück in sein Geburtsland. Als dort der 2015 der Bürgerkrieg ausbrach, Bomben sein Haus zerstörten, machte er sich auf in seine neue alte Heimat: Deutschland. Jetzt ist er deutscher Staatsbürger und stolz auf seinen neuen Pass.

Mit Deutschland verbindet Khaled Tabseh eine lange Geschichte. Als er in den 70er-Jahren hörte, das Deutschland Seeleute brauche, zog er als 18-jähriger nach Tripoli (Libanon) und lernte dort im Goethe-Institut Deutsch, um danach mit Zertifikat und Visum in Bremervörde die Seemannsschule besuchen zu können.

Tabseh lebte bereits einige Jahre in Deutschland

Nach Lehrjahren auf einem Kümo in der Nordsee ging es dann bald auf Große Fahrt mit der Deutsch-Afrika-Linie. Immer zwischen Europa und Afrika auf Tank- und Cargo-Schiffen hin und her.

Bei einem Heimaturlaub erlitt er einen sehr schweren Motorrad-Unfall, der zu einer partiellen Farbenblindheit führte: Er konnte die Lichter von Backbord und Steuerbord nicht mehr unterscheiden. Khaled musste deshalb in Hamburg zum KfZ-Mechaniker umschulen. Diesen Beruf übte er ein Jahr lang in Bergedorf aus, dann endete seine Aufenthaltsgenehmigung. Nach einem weiteren Jahr Arbeit als Dolmetscher für eine deutsche Firma in Saudi-Arabien kehrte er zurück nach Syrien, heiratete in Latakia und lebte dort friedlich mit Frau und drei Kindern – bis ihn nach 15 Jahren wieder die Sehnsucht nach Deutschland packte: Hier arbeitete er dann vier Jahre lang in Restaurants in Hamburg und Bremen, teilweise in leitender Stellung.

Zurück in Latakia eröffnete er ein Geschäft für Werkzeuge und fuhr auch wieder zur See, diesmal als Ingenieur auf syrischen und griechischen Schiffen.

Bomben zerstören sein Haus in Syrien

2015 passierte dann die Katastrophe während des seit 2011 tobenden syrischen Bürgerkrieges: Bomben zerstörten sein Haus. Er flüchtete deshalb aus Syrien –  natürlich in sein Sehnsuchtsland. Frau und Kinder konnte er nach über einem Jahr glücklicherweise nachholen.

Wegen seiner profunden Deutsch-Kenntnisse fand er hier sehr schnell Arbeit als Sprachmittler.

Inzwischen ist Khaled im wahrsten Sinne in Deutschland angekommen: Er besitzt ganz frisch einen Deutschen Pass, er engagiert sich auch ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und bei den Grünen. „Ich finde, dass die Grünen sich am stärksten für Integration einsetzen, deshalb bin ich jetzt dort auch Mitglied“, sagt Khaled.

„Jetzt bin ich deutscher Staatsbürger, das macht mich besonders glücklich!“

Trotz seiner Erlebnisse im Bürgerkrieg hat Khaled Tabseh seine positive Einstellung nie verloren: „Ich habe im Leben immer Glück gehabt – und ich liebe Deutschland! Jetzt bin ich deutscher Staatsbürger, das macht mich besonders glücklich!“

Und ist er jetzt auch wunschlos? „Nein“ so der Mann mit den vielen Berufen „Ich würde sehr gerne einen Falafel-Laden eröffnen und meine Oldesloer Mitbürgerinnen und Mitbürger mit arabischen vegetarischen Spezialitäten verwöhnen!“

Bad Oldesloe

Stadtführungen: Historischer Rundgang durch das alte Oldesloe

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Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann führt die Gäste zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten von Bad Oldesloe. Foto: Stadt Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Von März bis Oktober werden jeden Monat am letzten Sonntag historische Stadtführungen angeboten.

In dem etwa 1,5 Stunden dauernden Rundgang werden die Teilnehmer von der Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann an die schönsten und interessantesten Stellen der Stadt geführt.

Der öffentlich geführte historische Rundgang durch das alte Oldesloe ist der beliebteste Klassiker. Ob das historische Rathaus, der ehemalige Hafen „Bestemünde“, die Peter-Paul-Kirche oder andere Sehenswürdigkeiten: Jede Station hat eine interessante Geschichte.

Die historischen Stadtführungen sind ein Angebot der Stadt Bad Oldesloe und für die Teilnehmer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Erlebnis- und Kostümführungen. Die Teilnehmer erleben während einer teilweise szenischen Darstellung Bad Oldesloe im Mittelalter, als die Schiffe auf der Trave noch aus Holz waren und Bad Oldesloe ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen den Hansestädten war.

Diese Stadtführungen erwecken die Oldesloer Geschichte von der „Burg – Salzstadt – Kreisstadt” zum Leben. Die Kostüm- und Erlebnisführungen sind kostenpflichtig, um eine Anmeldung in der Stadtinfo wird gebeten. Alle Termine für die Stadtführungen 2018 sind online unter www.badoldesloe.de/stadtrundgang zu finden.

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Bad Oldesloe

Einwohnerzahl steigt, Kaufkraft sinkt: Bad Oldesloe wird ärmer

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Einzelhandel (Symbolbild). Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Bevölkerung der Kreisstadt wird ärmer – statistisch gesehen. Im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis Stormarn sinkt in Bad Oldesloe die Kaufkraft, während gleichzeitig die Einwohnerzahl steigt. Das hat Auswirkungen auf das Entwicklungspotenzial des Einzelhandels, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) im Auftrag der Stadtverwaltung belegt.

Zwischen 2011 und 2016 ist die Bevölkerungszahl in Bad Oldesloe um 3,3 Prozent auf 25.096 Einwohner gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Kaufkraftniveau um 0,1 Prozent. Zum Vergleich: In Bargteheide stieg die Kaufkraft um 0,7, in Ahrensburg sogar um 1,3 Prozent.

„Dass sich die Kaufkraft im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis bei uns zurück entwickelt, ist erschütternd“, sagte Uwe Rädisch (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Eigentlich seien zwei bis drei Prozent Zuwachs prognostiziert worden. „Wir müssen darüber nachdenken, wo die Ursachen liegen“, so Rädisch.

Für Hendrik Holtz (Die Linke) kommen die Zahlen nicht überraschend: „Es ist eine gewisse Verarmung zu beobachten und Leute, die wenig haben, können auch wenig kaufen.“

Das  schlägt sich auch in den Ergebnissen des Gutachtens wieder. Im Bereich der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hat Bad Oldesloe eine Grenze erreicht. Demnach könnten weitere Neuansiedlungen das bestehende Gleichgewicht zerstören und dem Einzelhandel in der Innenstadt gefährlich werden. Die GMA empfiehlt allerdings auch, ausgewählten Märkten bauliche Erweiterungen zu ermöglichen. „Der Trend geht zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, wodurch der Flächenbedarf steigt“, erklärte Florian Komossa. Der GMA-Marktforscher geht davon aus, dass sowohl der Penny-Markt in der Lübecker Straße als auch die Aldi-Filiale mittelfristig Erweiterungsbedarf anmelden werden. Positiv immerhin, auch das hat die Untersuchung ergeben, 90 Prozent der Oldesloer kaufen auch in der Stadt ein.

Der Bau- und Planungsausschuss hat beschlossen, die GMA-Empfehlung in das Einzelhandelsentwicklungskonzept zu berücksichtigen und Märkten, die Bedarf anmelden, potenziell eine Erweiterung der Flächen zu ermöglichen.

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Bad Oldesloe

Kriminalität: Grüne diskutieren in Bad Oldesloe über Sicherheit

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Polizisten auf Demonstration
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Aufgrund von Anschlägen im In- und Ausland in den vergangenen Jahren wird auch in Bad Oldesloe das einzige Großereignis im Jahr – der Umzug zum Kinder-Vogel-Schießen – stärker abgesichert, als früher.

Auch Lärmbelästigungen und Bedrohungen durch Jugendliche scheinen häufiger geworden zu sein. Ist aber wirklich die Kriminalitäts- und Störungen-Rate gestiegen, oder ist es eher die Sensibilität einer demografisch gewandelten Bevölkerung? Sind Elternhaus und berufliche Erzieher „lascher“ geworden – oder ist das stärkere Medienecho Schuld an einer gefühlten Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger?

Diese und weitere Fragen wollen die Grünen in Bad Oldesloe mit Oliver Pohl, einem fünffachen Vater, Mitglied der Grünen und Kommunikationsexperten einer großen Sicherheitsbehörde unserer Landeshauptstadt, diskutieren.

Ruhe und Sicherheit – in Oldesloe und anderswo am Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Bad Oldesloe. Der Eintritt ist frei.

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