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Bad Oldesloe

Ostereiersuche im Kurpark: Gier zerstört eine schöne Idee

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Objekte der Begierde. Osterhase und Osterei im Schnee
Foto: SL

Bad Oldesloe – Sie geben sich so viel Mühe, um für Kinder ein besonderes Erlebnis am Ostersonntag zu schaffen: die Kurpark AG und die Jugendfeuerwehr Bad Oldesloe und ebenso die Sponsoren, die dafür sorgen, dass eine große Anzahl an Schokohasen und Überraschungseiern verteilt werden können. Doch aus der familiären Ostereiersuche auf der Kurparkwiese wird von Jahr zu Jahr mehr ein Wettrennen und Rempeln um die meisten Funde. 

Egal, wie sehr die Regeln betont werden, egal, wie sehr die ehrenamtlichen Organsiatoren versuchen die Startzone von Eltern zu befreien, die den Nachwuchs anstacheln – am Ende ist das Ergebnis immer gleich. Eigentlich soll jedes Kind ein Schokoei und einen Schokohasen suchen und behalten. Von suchen kann im Prinzip gar keine Rede sein, denn die Süßigkeiten liegen einfach quer über die Wiese verteilt. 

Sie gaben alles für die Veranstaltung: Die Organisatoren und Helfer im Oldesloer Kurpark
Foto: SL

Noch während Bürgermeister Jörg Lembke in diesem Jahr per Mikrofon die Regeln erklärte, rissen erste Eltern die Absperrungen durch und eine ganze Reihe Kinder stürmte die Wiese, erste Osterhase wurden unter den kleinen Füßen der Stampede zu Schokokrümeln im Schnee. Nur mit Mühe konnte die Jugendfeuerwehr mit einigen Eltern die bereits auf dem Suchfeld Befindlichen wieder hinter die Absperrungen zurückordern. Dabei gab es erste Beschimpfungen einiger weniger Anwesenden in Richtung der Organisatoren. 

Als der zweite Startversuch dann glückte, waren alle Regeln wieder ignoriert worden. Tüten und Rucksäcke (eigentlich ausdrücklich verboten) wurden gefüllt, während manche Kinder mit fünf Osterhasen vom Feld gingen, weinten andere, dass sie nichts abbekommen hatten. Die Osterhäsinnen der Kurpark AG versuchten die Tränen mit Ersatzsüßigkeiten zu trösten.  Was in vielen Fällen auch gelang, aber trotzdem bei vielen Eltern für Kritik sorgte. 

Die Kinder trifft keine Schuld. Es reicht, dass eine Minderheit der Eltern und Verwandten den eigenen Nachwuchs anstachelt, zum Teil selbst mitsucht und sich sogar noch beschwert, dass ein Hase und ein Ü-Ei ja halt auch zu wenig seien. Daraus entsteht eine Stimmung, die an einen Wettkampf und nicht an ein fröhliches Familienfest erinnert. 

Natürlich gibt es auch die erhofften leuchtenden Kinderaugen, bei den jungen Schokoeiersuchenden, wenn sie ein gefülltes Körbchen haben, aber insgesamt ist das Konzept so nicht tragbar. Zumindest bleibt es fraglich, was mit der Veranstaltung eigentlich transportiert wird: es bleibt der Eindruck eines Wettlaufs unter Kindern, angefeuert von egoistischen Eltern, getrieben von Gier. 

Es ist schade, dass die so bemühten, ehrenamtlichen Organisatoren nicht mit einem einfach nur schönen Event belohnt werden. Sollte die Ostereiersuche irgendwann abgeschafft, ist das das Werk der Eltern, die nicht nur nicht in der Lage sind, dem eigenen Nachwuchs zu vermitteln, sich an Spielregeln zu halten, sondern die sogar zum Teil bewusst dazu aufrufen, diese zu ignorieren und die Ostereiersuche auf der grünen Wiese in Oldesloes Stadtmitte zu einer Demonstration von Egoismus werden lassen. 

Vielleicht muss man sich vom Konzept verabschieden und nach alternativen Ideen für eine Ostersonntags-Veranstaltung im Kurpark suchen. Die Süßigkeiten könnten ja vielleicht auch auf andere Weise überreicht werden – ganz ohne Rempeln und Wettrennen. 

Bad Oldesloe

Stadtführungen: Historischer Rundgang durch das alte Oldesloe

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Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann führt die Gäste zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten von Bad Oldesloe. Foto: Stadt Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Von März bis Oktober werden jeden Monat am letzten Sonntag historische Stadtführungen angeboten.

In dem etwa 1,5 Stunden dauernden Rundgang werden die Teilnehmer von der Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann an die schönsten und interessantesten Stellen der Stadt geführt.

Der öffentlich geführte historische Rundgang durch das alte Oldesloe ist der beliebteste Klassiker. Ob das historische Rathaus, der ehemalige Hafen „Bestemünde“, die Peter-Paul-Kirche oder andere Sehenswürdigkeiten: Jede Station hat eine interessante Geschichte.

Die historischen Stadtführungen sind ein Angebot der Stadt Bad Oldesloe und für die Teilnehmer kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Erlebnis- und Kostümführungen. Die Teilnehmer erleben während einer teilweise szenischen Darstellung Bad Oldesloe im Mittelalter, als die Schiffe auf der Trave noch aus Holz waren und Bad Oldesloe ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen den Hansestädten war.

Diese Stadtführungen erwecken die Oldesloer Geschichte von der „Burg – Salzstadt – Kreisstadt” zum Leben. Die Kostüm- und Erlebnisführungen sind kostenpflichtig, um eine Anmeldung in der Stadtinfo wird gebeten. Alle Termine für die Stadtführungen 2018 sind online unter www.badoldesloe.de/stadtrundgang zu finden.

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Bad Oldesloe

Einwohnerzahl steigt, Kaufkraft sinkt: Bad Oldesloe wird ärmer

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Einzelhandel (Symbolbild). Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Bevölkerung der Kreisstadt wird ärmer – statistisch gesehen. Im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis Stormarn sinkt in Bad Oldesloe die Kaufkraft, während gleichzeitig die Einwohnerzahl steigt. Das hat Auswirkungen auf das Entwicklungspotenzial des Einzelhandels, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) im Auftrag der Stadtverwaltung belegt.

Zwischen 2011 und 2016 ist die Bevölkerungszahl in Bad Oldesloe um 3,3 Prozent auf 25.096 Einwohner gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Kaufkraftniveau um 0,1 Prozent. Zum Vergleich: In Bargteheide stieg die Kaufkraft um 0,7, in Ahrensburg sogar um 1,3 Prozent.

„Dass sich die Kaufkraft im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis bei uns zurück entwickelt, ist erschütternd“, sagte Uwe Rädisch (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Eigentlich seien zwei bis drei Prozent Zuwachs prognostiziert worden. „Wir müssen darüber nachdenken, wo die Ursachen liegen“, so Rädisch.

Für Hendrik Holtz (Die Linke) kommen die Zahlen nicht überraschend: „Es ist eine gewisse Verarmung zu beobachten und Leute, die wenig haben, können auch wenig kaufen.“

Das  schlägt sich auch in den Ergebnissen des Gutachtens wieder. Im Bereich der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hat Bad Oldesloe eine Grenze erreicht. Demnach könnten weitere Neuansiedlungen das bestehende Gleichgewicht zerstören und dem Einzelhandel in der Innenstadt gefährlich werden. Die GMA empfiehlt allerdings auch, ausgewählten Märkten bauliche Erweiterungen zu ermöglichen. „Der Trend geht zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, wodurch der Flächenbedarf steigt“, erklärte Florian Komossa. Der GMA-Marktforscher geht davon aus, dass sowohl der Penny-Markt in der Lübecker Straße als auch die Aldi-Filiale mittelfristig Erweiterungsbedarf anmelden werden. Positiv immerhin, auch das hat die Untersuchung ergeben, 90 Prozent der Oldesloer kaufen auch in der Stadt ein.

Der Bau- und Planungsausschuss hat beschlossen, die GMA-Empfehlung in das Einzelhandelsentwicklungskonzept zu berücksichtigen und Märkten, die Bedarf anmelden, potenziell eine Erweiterung der Flächen zu ermöglichen.

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Bad Oldesloe

Kriminalität: Grüne diskutieren in Bad Oldesloe über Sicherheit

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Polizisten auf Demonstration
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Aufgrund von Anschlägen im In- und Ausland in den vergangenen Jahren wird auch in Bad Oldesloe das einzige Großereignis im Jahr – der Umzug zum Kinder-Vogel-Schießen – stärker abgesichert, als früher.

Auch Lärmbelästigungen und Bedrohungen durch Jugendliche scheinen häufiger geworden zu sein. Ist aber wirklich die Kriminalitäts- und Störungen-Rate gestiegen, oder ist es eher die Sensibilität einer demografisch gewandelten Bevölkerung? Sind Elternhaus und berufliche Erzieher „lascher“ geworden – oder ist das stärkere Medienecho Schuld an einer gefühlten Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger?

Diese und weitere Fragen wollen die Grünen in Bad Oldesloe mit Oliver Pohl, einem fünffachen Vater, Mitglied der Grünen und Kommunikationsexperten einer großen Sicherheitsbehörde unserer Landeshauptstadt, diskutieren.

Ruhe und Sicherheit – in Oldesloe und anderswo am Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Bad Oldesloe. Der Eintritt ist frei.

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