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Kiel

Jugendfeuerwehren im Land sehen sich gut aufgestellt

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Foto: Landesfeuerwehrverband SH/hfr

Kiel – Im Rahmen der Landes-Jugendfeuerwehrversammlung konnten positive Bilanzen gezogen werden. Denn die Jugendfeuerwehren in Schleswig-Holstein sehen sich weiterhin auf  Erfolgskurs.Landes-Jugendfeuerwehrwart Dirk Tschechne (Zarpen) berichtete zwar, dass die Nachwuchsorganisation der Feuerwehr ihren Mitgliederstand ganz leicht nach unten korrigieren musste: 9686 Jungen und Mädchen (2016 = 9761) im Alter von 10 bis 18 Jahren werden derzeit in 435 Jugendgruppen auf den späteren Einsatzdienst vorbereitet und absolvieren eine bunte Palette an Feuerwehrtechnik und allgemeiner Jugendarbeit.  Aber der seit Jahren erstmals verzeichnete leichte Mitgliederrückgang wird als wenig dramatisch angesehen, da er sich auch aus überarbeiteten statistischen Erhebungen ergab.

Erfreulich sind die 2048 Neueintritte und 564 Übertritte in die Einsatzabteilungen der Feuerwehren. „Jugendfeuerwehren erfinden sich ständig neu und verharren nie im Ist-Zustand“, begründet Tschechne die Attraktivität des viert-größten Jugendverbandes des Landes. So befassen sich die Jugendfeuerwehren verstärkt mit Demokratieprojekten oder der Integration junger Geflüchteter. 135 Jugendliche mit Migrationshintergrund weist die Statistik aus.

Innenstaatssekretärin Kristina Herbst unterstützte diese Aussage: „Aber Mitmachen in den Jugendfeuerwehren bedeutet noch viel mehr als Nachwuchssicherung: Junge Menschen lernen, für andere Menschen da zu sein, ihnen zu helfen, wenn sie in Not geraten. Hinzu kommt: Das Erlebnis der Kameradschaft, vielfach auch der persönlichen Freundschaft, das Bewusstsein und das Vertrauen, dass auch in schwierigen Situationen sich jeder auf jeden verlassen kann. Dies alles sind Erfahrungen, die die Persönlichkeitsentwicklung unserer Jungen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren prägen und die für ihr ganzes Leben mitbestimmend sein können. “

„Eine komplett überarbeitete Jugendordnung mache die schleswig-holsteinische Jugendfeuerwehr formalrechtlich fit für die Zukunft“, erklärte Tschechne. Der vorgelegte Entwurf wurde einmütig als Beschlussvorschlag an die Landesfeuerwehrversammlung am 21. April empfohlen.

Darin werden unter anderem  die seit einigen Jahren im Aufbau befindlichen Kinderabteilungen formell in die schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren aufgenommen. In diesen Gruppen werden Kinder ab sechs Jahren spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt, um dann im Idealfall mit 10 Jahren an die Jugendfeuerwehren übergeben zu werden.

Alexandra Ehlers wurde geehrt.
Foto: LFVSH/hfr

Dass die ehrenamtliche Arbeit auf der Verbandsebene der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr durchaus attraktiv ist, belegt die Tatsache, dass alle neu zu wählenden Leitungsposten mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden konnten. So wurde Ernst-Niko Koberg aus Heist (Kreis Pinneberg) als neuer stellvertretender Landes-Jugendfeuerwehrwart gewählt. Ebenfalls neu im Amt sind Alfred Wendt (Panker, PLÖ) als Fachbereichsleiter Wettbewerbe und Manfred Möhlich (Heikendorf, PLÖ) als Fachbereichsleiter Jugendpolitik.

Geehrt wurden:

Mit der Schiedsrichterspange in Gold des Deutschen Feuerwehrverbandes: Arnold Böhnke (Hemdingen) und Manfred Ströh (Holtsee)

Mit der Floriansmedaille der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr: „Alexandra Ehlers, Landes-Jugendring Schleswig-Holstein“

 

Schleswig-Holstein

Bundesverdienstkreuz für Landesbrandmeister Radtke

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Landesbrandmeister Detkef Radtke wurde von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens ausgezeichnet.
Foto: Frank Peter/hfr

Kiel – Landesbrandmeister Detlef Radtke wurde von Ministerpräsident Daniel Günther mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Damit wurde das rund 40jährige Engagement Radtkes für die Feuerwehren auf unterschiedlichen Ebenen und Funktionen gewürdigt – unter anderem als Stadtwehrführer des Stadtfeuerwehrverbandes der Hansestadt Lübeck und als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein.

Daniel Günther: „Detlef Radtke hat sich stark gemacht für die Förderung und den Fortbestand des freiwilligen Feuerwehrwesens, für die Ausbildung sowie für die Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz.“

So hat Radtke in seiner Zeit als Stadtwehrführer viele zahlreiche Projekte initiiert, begleitet und umgesetzt. Seit 2006 ist er zudem Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, den er zuvor bereits viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender vertreten hat. Auch hier engagiert er sich, um die Feuerwehren in Schleswig-Holstein weiter zu stärken. So fallen in seine Amtszeit eine massive Stärkung der landesweiten Mitgliederwerbung und seit einigen Jahren auch vermehrte Projekte im Bereich der Integration für Migranten.

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Kiel

Schleswig-Holstein erzeugt mehr grünen Strom als es verbraucht

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Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein. Foto: Stormarnlive.de

Kiel – Im Jahr 2017 wurde fast ein Drittel mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produziert als im Land verbraucht werden konnte. Das ergeben aktuelle Zahlen der HanseWerk-Tochter Schleswig-Holstein Netz (SH Netz).

Danach wurden im letzten Jahr über 14 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom aus Erneuerbaren Energien in das Netz des Unternehmens eingespeist, was einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber 2016 entspricht. Da der Verbrauch mit insgesamt rund 11,3 Milliarden Kilowattstunden Strom etwa das Vorjahresniveau umfasste, lag die EEG-Stromeinspeisung rechnerisch bei 130 Prozent des Stromverbrauchs

Die höchste Einspeisung von erneuerbarem Strom verzeichnete SH Netz am stürmischen 23. Dezember 2017. Um 16:15 Uhr wurden rund vier Millionen Kilowatt ins Netz der SH Netz eingespeist. Insgesamt wurde damit über das Netz von SH Netz an 58 Prozent des Jahres (5.081 von 8.760 Stunden) Strom aus Erneuerbaren Energien in Richtung Süden geleitet.

„Vor diesem Hintergrund wird es umso wichtiger, dass wir mit dem regenerativen Strom aus heimischer Produktion über die Sektorenkopplung auch andere Verbrauchsbereiche erschließen wie die Mobilität sowie die Gebäude- und Industriewärme. Denn bislang war die Energiewende im Wesentlichen nur eine Stromwende“, betont Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender von HanseWerk. „So ist neben dem Netzausbau eine Weiterentwicklung innovativer Technologien wie im Projekt Norddeutsche EnergieWende 4.0 notwendig, um mehr vor Ort erzeugten erneuerbaren Strom auch vor Ort zu nutzen.“

Mit der HanseWerk-Tochter Schleswig-Holstein Netz und der Erneuerbare-Energien-Gruppe ARGE Netz entwickeln derzeit zwei der wichtigsten Akteure der Energiewende in Schleswig-Holstein die Online-Plattform „ENKO – Energie intelligent koordinieren“. Diese Plattform ermöglicht erstmals eine Synchronisation zwischen lokal erzeugten Erneuerbaren Energien mit den Verbrauchern vor Ort, sodass mehr Erneuerbare Energien ins Netz eingespeist werden können. Gleichzeitig soll ENKO den erzeugten erneuerbaren Strom über die sogenannte Sektorenkopplung für andere Verbrauchsbereiche wie Wärme, Industrie oder Elektromobilität erschließen.

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Kiel

Festnahmen nach Millionendiebstahl

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Mannin Handschellen (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Neumünste/Hamburg/Kiel –  Im Fall des Millionendiebstahls aus einem Geldtransporter eines Sicherheitsunternehmens im Januar des Jahres präsentieren die Staatsanwaltschaft Kiel und die Kriminalpolizei Neumünster einen großen Ermittlungserfolg: Zwei Festnahmen und Sicherstellung von mehr als zwei Millionen Euro.

Bereits kurz nach Bekanntwerden der fehlenden Millionen rückte der Fahrer des Sicherheitsunternehmens in den Fokus der staatsanwaltschaftlichen und polizeilichen Ermittlungsarbeit. Beamte nahmen gestern (28.03.18) in Hamburg insgesamt acht Durchsuchungen vor, nachdem Autos als Gelddepots identifiziert werden konnten.

Mit Unterstützung einer Röntgenanlage des Zolls wurden diese genauer betrachtet. Die Polizei stellte mehr als zwei Millionen Euro sicher.

Im Rahmen der gestern (28.03.18) bis in die Abendstunden andauernden Ermittlungen wurden ein 40- und ein 47-jähriger Mann festgenommen. Bei einem handelt es sich um den Fahrer des Geldtransports. Beide befinden sich in Polizeigewahrsam und sollen heute auf Antrag der Kieler Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Geldtransport war am 24. Januar 2018 auf dem Weg von Hamburg nach Kiel. Beim Entladen wurde das Fehlen der Geldkassetten mit rund 2,3 Millionen Euro festgestellt und Anzeige erstattet. Unterdessen dauert die akribische Ermittlungsarbeit an. Auch auf einem Parkplatz in Stormarn war nach dem Geld gesucht worden. Dort hatte der Geldtransporter eine Pause eingelegt.

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