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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Die lange Geschichte der Universitätsgesellschaft

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Foto: SHUG-Sektion Bad Oldesloe / hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Sektion der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die ersten noch erhaltenen Dokumente, die die „Ortsgruppe Bad Oldesloe und Umgebung“ betreffen, stammen aus dem Jahr 1926 und befinden sich im Stadtarchiv von Bad Oldesloe. Ob die Ortsgruppe bereits vorher gegründet wurde, ist unbekannt.  Die Universitätsgesellschaft an sich war 1918 in Kiel gegründet worden. 

Der damalige Vorsitzende der Ortsgruppe war Dr. Gerhard Hayn, der Bürgermeister der Stadt. Diesem Umstand, dass der Vorsitzende auch gleichzeitig der kommunale Verwaltungschef war, ist es wohl zu verdanken, dass überhaupt Dokumente aus jener Zeit in den „Sonderakten des Magistrats“ zu finden sind.

Die archivierten Schriftstücke behandeln den üblichen Schriftverkehr mit der Universitätsgesellschaftsgeschäftsstelle in Kiel über Vortragslisten und Vortrags-wünsche (damals konnten pro Jahr 4 aus 52 Vorträgen ausgewählt werden) sowie Honorarabrechnungen. Weiter findet man Werbeschriften sowie Veranstaltungs-Anzeigen im „Oldesloer Landboten“ (heute „Stormarner Tageblatt“), Einladungen an Bürgerinnen und Bürger und Mitgliederlisten.

Anzeige im Landboten.
Foto: SHUG-Sektion Bad Oldesloe/hfr

Zu Veranstaltungen der Universitätsgesellschaft wurden 45 bedeutende Persönlichkeiten aus Bad Oldesloe (z.B. Fabrikant Wex und seine Tochter Fräulein Else Wex oder Amtsgerichtsrat Fielitz) dazu die 14 Oldesloer Stadtverordneten und 61 Honorationen aus Reinfeld und Nordstormarn (u.a. Generalmajor a.D. von Schönaich) eingeladen. 1928 gab es bereits 105 Mitglieder in der Ortsgruppe.

Die Veranstaltungen der Ortsgruppe beschränkten sich nicht nur auf die Professoren-Vorträge, sondern waren auch Werbemaßnahmen zur Mitgliedergewinnung bzw. für Spendeneinnahmen der Studentenhilfe, wie die nebenstehende Abbildung zeigt: Theateraufführung mit anschließendem Tanz und geselligem Beisammensein.

Interessant ist die Zielsetzung der jungen Universitätsgesellschaft, die nur im Kontext der ersten Republik zu verstehen ist: Die Universitätsgesellschaft erstrebt den „deutschen Wiederaufbau durch Zusammenfassung aller lebendigen Kräfte. Das kann nur durch Stärkung des Heimatgefühls geschehen. Daher ist die Parole: „Durch Heimat zum Vaterland! wichtigste Aufgabe für unsere Provinz: Ab-wehr gegen die dänische Kultur-propaganda. Hierfür gilt es Waffen zu schmieden …“ Diese vaterländische Gesinnung wird unter anderem. durch die Werbemaßnahme der Universitätsgesellschaft im Januar 1928 deutlich: Ein „Kammerkonzert am Hofe Friedrichs des Großen“ durch Musiker der Universität Kiel im Kurhaus von Bad Oldesloe

Die ersten vier Vorträge im „Vortragswesen“ befassten sich mit Vitaminen (Prof. Höber im Dezember 1926), der „Welt des Okkulten“, der Frage „Wie ist die Welt entstanden?“ und mit „Katholizismus und Protestantismus in der Gegenwart“. Das sind Themen, die durchaus auch in der Universitätsgesellschaft des 21. Jahrhunderts in den Vorträgen behandelt werden. In der dunklen Zeit des Naziregimes wurde das Themensektrum dann durch die Naziideologie stark eingeengt.

Nach Kriegsende begann der Neustart 1948, hier liegen aber keine weiteren Dokumente vor. Die beiden Vorgänger des jetzigen Sektionsleiters waren der Besitzer der Kurpark-Apotheke Herr Finger, nach seinem Tode führte seine Frau, Apothekerin Beate Finger die Sektion bis Ende 2012 weiter.

In dieser Zeit entstand eine Kooperation auf der Organisationsebene (Raumnutzung, Plakatdruck) mit der Volkshochschule Bad Oldesloe. Diese Kooperation hält bis heute an. Dr. Hartmut Jokisch übernahm die Geschäfte des Sektionsleiters in 2014 (Vortragsbeginn im Januar 2015).

Seit 2015 wird das Vortragsangebot auch auf Facebook präsentiert und Einladungen zu Vorträgen werden an andere Facebooknutzer verschickt. Die Vortragspräsentation auf Facebook hat den Vorteil, dass zusätzliches Bild-, Film- und Textmaterial zum aktuellen Vortragsthema eingestellt bzw. auf interessante Webseiten verlinkt werden kann.

Das Jahresprogramm ist aber auch in gedruckter Form in den Semesterprogrammen der Volks-hochschule zugänglich, außerdem liegt es in der Stadt-Info, in der Buchhandlung Willfang und im „Kaktus“ ind er Hindenburgstraße aus.

Bad Oldesloe

Neue Datenschutz-Verordnung: Fotomarathon mit verschäften Regeln

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Menschen dürfen beim Fotomarathon nur mit Einverständniserklärung fotografiert werden. Foto: Knubbe

Bad Oldesloe – Über 50 Freizeitfotografen haben sich bereits angemeldet: Am Sonnabend, 2. Juni, veranstaltet der WIR Verein den ersten Oldesloer Fotomarathon. Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung allerdings mit verschäften Regeln.

Am Stadtfest-Wochenende schickt der WIR Verein das erste Mal Oldesloer durch die Stadt, um interessante Momente im Bild festzuhalten. Doch weil am 25. Mai eine neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft tritt, passt der Verein die Regeln für den Fotowettbewerb an. 

„Gemäß der neue Regelung sind Bilder wie Daten zu behandeln“, sagt Günter Knubbe vom Vereinsvorstand, Vorstand im WIR-Verein. Es kursiere sehr viel Halbwissen und Panikmache im Netz. „Wahrscheinlich scharren schon ganze Legionen von Abmahnanwälten in den Startlöchern, um verunsicherte Menschen mit Abmahnungen zu bombardieren“, so Knubbe.

Daher hat der Verein zwei Strategien ausgearbeitet, um Problemen vorzubeugen und den Spaß am Fotomarathon nicht zu verderben.

Die Teilnehmer können komplett darauf verzichten, Menschen zu fotografieren und sich schon im Vorfeld Gedanken machen, wie alternativ schwierige Dinge wie Gefühle darstellbar sind. „Wer nicht ohne Menschen auskommen möchte, muss verbindlich von jeder Person auf dem Bild, ob kenntlich oder nicht, eine unterschriebene Erklärung beibringen“, sagt Knubbe.

Schnappschüsse von Menschen kann es daher bei diesem Wettbewerb nicht geben. Vordrucke für die Erklärungen finden die Teilnehmer in ihren Marathon-Sportbeuteln, die den Vereinigten Stadtwerken als Sponsor gestellt werden.

Ein paar Plätze für den Wettbewerb sind noch verfügbar. Anmeldungen an info@stadtmarketing-badoldesloe.de

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Betreuungsbedarf: Kreis Stormarn will Eltern befragen

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Bad Oldesloe – In den nächsten Tagen startet der Kreis Stormarn die aktuelle Befragung von Eltern mit Kindern unter vier Jahren. Mit dem Fragebogen möchte der Kreis die Betreuungsbedarfe der Eltern erneut erfassen.

Der Kreis hatte zuletzt 2013 die Betreuungsbedarfe ermittelt. Seither hat sich viel getan. Das Angebot bereits deutlich ausgebaut und erweitert worden.

Der Kreis befragt die Eltern nun ein zweites Mal, um die Kindertagesbetreuung im Kreis Stormarn auch künftig weiter bedarfsgerecht zu planen und zu verbessern.

Die Fragebögen treffen in den nächsten Tagen per Post bei den Eltern ein. Bei der Befragung geht es in erster Linie darum, ab wann und wie die Eltern eine Kindertagesbetreuung wünschen. Falls die Kinder bereits betreut werden, ist es für den Kreis wichtig zu wissen, ob die bereits in Anspruch genommenen Angebote zeitlich und vom Umfang her passen.

Eltern mit mehreren Kindern unter vier Jahren erhalten mehrere Fragebögen für ein jedes ihrer Kinder. Die Be­fragung ist selbstverständlich vollkommen anonym und freiwillig. Den Fragebögen liegt ein Freiumschlag für die Rücksendung bei.

Der Kreis bittet die Eltern um rege Teilnahme. Ein bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesbetreuung setzt schließlich voraus, die Wünsche der Eltern möglichst genau kennenzulernen.

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ZDF-Studie: Topbewertungen für „Arbeit und Wohnen“ in Stormarn

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Stadthaus am Oldesloer Marktplatz
Archivfoto: SL

Stormarn – In einer großen Studie untersuchte ZDF:zeit die 401 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die große Frage dabei war: „Wo lebt es sich am besten?“. 

In der Kategorie „Wohnen und Arbeit“ gibt es großen Grund zum Jubeln. Denn hier landete Stormarn tatsächlich auf Rang 3 deutschlandweit. Besonders die Kaufkraft und die geringen Pendlerdistanzen sorgten unter anderem für die Topplatzierung. 

Doch leider gibt es in den anderen beiden Bereichen „Gesundheit und Sicherheit“ sowie „Freizeit und Natur“ keinen Grund zur Freude und offenbar eine Menge zu tun. 

Während es bei „Gesundheit und  Sicherheit“ immerhin mit Rang 185 noch einen Platz im Mittelfeld gibt, landet Stormarn in Sachen „Freizeit und Natur“ auf Platz 352 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten.

Besonders niedrig ist die Bar- und Restaurantdichte. Hier liegt Stormarn auf einem abgeschlagenen 385. Platz. Auch die Übernachtungszahlen sind miserabel. Sie stehen bundesweit auf Platz 349.

Positiv stechen die Entleihungen aus Bibliotheken mit einem Platz 52 und die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2017 mit einem Platz 27 hervor. Die Wahlbeteiligung der letzten Kommunalwahl hingegen ist im bundesweiten Vergleich wieder mit Platz 288 beschämend schlecht. Die Anzahl der Vereine bringt ebenfalls nur einen Rang 321. 

Im Bereich „Gesundheit und Sicherheit“ fällt die relativ hohe Alterserwartung in Stormarn positiv auf. Die Erreichbarkkeit von Kliniken, die Arztdichte und die Anzahl von Rehakliniken liegt aber eher im hinteren Bereich. Es gibt wenige Todesopfer und Verletzte bei Verkehrsunfällen, eine relativ niedrige Anzahl an Einbruchsdelikten (Rang 372 von 401), aber dafür relativ viele Gewaltverbrechen ( Rang 78 von 401), Übergewichtige (Rang 76) und eine hohe Ozonbelastung (Rang 68) 

Im Gesamtranking liegt Stormarn auf Platz 160. Der Kreis Segeberg liegt auf Rang 236, das Herzogtum Lauenburg auf 272, Lübeck auf 279 und Hamburg auf 155. Platz 1 holte übrigens München. 

Der Link zur Studie

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