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Kreis Segeberg

Schieren: Sieben Verletzte nach Brand in zwei Einfamilienhäusern

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Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg/hfr

Schieren – In Schieren ( Kreis Segeberg) wurden um 01:30 die Wehren des zweiten Bereichs Amt-Trave-Land alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Wehren stand ein Holzschuppen in Vollbrand. Das Feuer griff schnell auf das angrenzende Einfamilienhaus über und breitete sich im Obergeschoss aus.

„Trotz massiven Einsatz von mehreren Strahlrohren konnte es nicht verhindert werden, dass sich das Feuer durch eine Zwischendecke in das zweite Einfamilienhaus ausbreitete. Auch dort breitete sich das Feuer schnell im gesamten Obergeschoss aus“, berichten die Einsatzkräfte. 

Die Feuerwehr war zu Spitzenzeiten mit 200 Einsatzkräften aus 13 Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Die 7  Bewohner – darunter vier Kinder –  konnten sich selbst aus den Häuser retten, Sie wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht und dort behandelt.

Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg/hfr

Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in den Vormittag an. Einsatzleiter Michael Mücke ist mit Einsatzverlauf zufrieden.

„Die Zusammenarbeit mit den Wehren hat sehr gut geklappt egal ob Mannschaft oder Führungskräfte. Ich möchte mich bei der Bevölkerung von Schieren bedanken für die schnelle und unkomplizierte Versorgung mit Getränken und Essen. Das größte Weihnachtsgeschenk ist, dass alle Bewohner aus dem Haus gekommen sind. Alles andere ist ersetzbar“, so Mücke. 

Die Kriminalpolizei Bad Segeberg hat die Ermittlungen zur Brandursache und Sachschadenshöhe übernommen und sucht in diesem Zusammenhang eventuelle Zeuge, die sachdienliche Hinweise auf die Brandentstehung liefern können.

Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Hinweise nimmt die Polizei unter 04551 8840 entgegen.

Kreis Segeberg

Stinkender Unfall: Über eine Million Liter Gülle läuft in Großenaspe aus

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Foto: kreisfeuerwehrverband Stormarn/hfr

Großenaspe – Heute Vormittag hat ein Fermenter einer Biogasanlage in der Brokstedter Straße in Großenaspe (Kreis Segeberg) Leck geschlagen. Infolgedessen sind mehrere tausend Liter eines Gülle ähnlichen Gärsubstrats ausgelaufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll es gegen 10:00 Uhr aus bislang unbekannter Ursache zu einem Defekt an einer Rohrleitung zwischen dem so genannten Fermenter und einem Nachgärbehälter gekommen sein.

Der Umweltschutztrupp des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg hat die Ermittlungen zur Ursache und Sachschadenhöhe übernommen.

„Ein 5000 Kubikmeter fassender Güllebehälter lief leer. Nach ersten Erkenntnissen war eine Dichtung am Vermenter defekt“, heißt es im Bericht des Kreisfeuerwehrverbands. 70 Feuerwehrkräfte haben um das Gelände mit Biomasse und Erde einen Wall errichtet, um die auslaufende Gülle auf dem Gelände zu halten.

Diese Maßnahmen führten zum Erfolg. Umliegende Landwirte und Lohnunternehmer konnten so mit dem „aufnehmen“ der Gülle beginnen.

Angestellte der Anlage haben das Dach des Behälters zum Teil geöffnet um von oben das Leck abzudichten. Das Leck konnte provisorisch abgedichtet werden. Von der Einsatzstelle geht keine Gefahr für die Bevölkerung aus.

„Bisher sind mindestens 1,1 Millionen Liter Gärsubstrat ausgelaufen. Verunreinigungen außerhalb des Geländes waren bisher nicht festzustellen“, so die Polizei Bad Segeberg.

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Kreis Segeberg

Wahlstedt: Füchtender Verdächtiger schießt auf Polizeibeamte

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Polizei (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

WahlstedtAm Sonnabend war es im Heideweg in Wahlstedt zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gegen einen 38-Jährigen Mann gekommen. Dieser hatte zuvor auf die Beamten geschossen. Zunächst war unklar, warum die Polizei sich zum Schusswaffeneinsatz entschieden hatte. 

Um 11:27 Uhr informierte eine Zeugin die Polizei über eine verdächtige Person, die sich auf einem Grundstück aufhalten sollte. Vor Ort trafen die eingesetzten Beamten auf einen 38-Jährigen, der bei Erblicken der Polizisten davonlief. Dieser führte eine Waffe mit sich. Wie mittlerweile bekannt wurde, setzte er diese auch gegen die Beamten ein.  

Die Einsatzkräfte nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und konnten den Mann schließlich stellen. Trotz mehrfacher Aufforderung soll er seine Waffe nicht fallen gelassen haben. Im weiteren Verlauf kam es zunächst zu Wanrschüssen und zu einem gezielten Schusswaffengebrauch seitens der Beamten, um die Flucht und eine mögliche weitere von dem Mann ausgehende Gefährdung zu verhindern. 

Der Mann wurde durch die Schussabgabe schwer verletzt. Zunächst soll soll sogar Lebensgefahr bestanden haben.In dieser schwebt der möglicherweise psychisch kranke Täter nicht mehr. Die Beamten des Polizeirevier Bad Segeberg blieben unverletzt. Es soll sich nach aktuellen Erkenntnissen bei dem Verdächtigen nicht – wie zunächst angenommen – um einen Einbrecher gehandelt haben. Warum er floh und so schnell selbst zur Waffe griff, ist unklar. 

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Kreis Segeberg

Norderstedt: Falsche Paketboten überfallen Mutter und Tochter

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Norderstedt – Am vergangenen Mittwochabend ist es im Bereich der Quickborner Straße im Stadtteil Friedrichsgabe zu einem schweren Raub gekommen, infolgedessen die Polizei zeitnah zwei Tatverdächtige festgenommen hat. Eine bislang unbekannte dritte Person ist weiterhin flüchtig.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge gaben sich zwei männliche Personen gegen 18.30 Uhr vor der Haustür eines Einfamilienhauses als Paketboten aus und drangen nach dem Öffnen der Hauseingangstür seitens einer Hausbewohnerin gewaltsam in die Räumlichkeiten des Hauses ein. Im weiteren Verlauf fesselten die beiden Männer sowohl die zuvor überwältigte Frau als auch deren sich ebenfalls im Haus befindliche Tochter und forderten insbesondere die Herausgabe von Bargeld.

Die Polizei entsandte umgehend zahlreiche Streifenwagen in den Einsatzraum und konnte nur wenige Minuten nach der Tat einen der beiden flüchtenden Männer unter Widerstand festnehmen. Kurz darauf erfolgte eine zweite Festnahme im Bereich der Poppenbütteler Straße. Hier nahm die Polizei einen Komplizen des Duos in einem weißen Transporter fest, der zuvor am Tatort gesichtet worden war.

Die dritte Festnahme steht noch aus. Gesucht wird ein etwa 1,85 Meter schlanker Mann mit dunklen Augen, relativ dicken Augenbrauen sowie einer leicht gekrümmten Haltung. Zum Zeitpunkt des Geschehens soll der Mann neben einer schwarzen Sturmhaube eine grau-weiße Strickjacke, eine schwarze Jeans- oder Jogginghose und schwarze Handschuhe getragen haben. Seine Spur verlief sich im Rahmen des Einsatzes eines Polizeihundes im Bereich des Bahnhofs Norderstedt-Mitte.

Die Hausbewohnerin zog sich schwere Verletzungen. Rettungskräfte transportierten sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Kriminalpolizei Norderstedt führt die Ermittlungen zu dem schweren Raub einhergehend mit einer Freiheitsberaubung und einer gefährlichen Körperverletzung und bittet weitere Zeugen des Geschehens, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Etwaige Beobachtungen nehmen die Ermittler unter 040-528060 entgegen.

Die beiden Festgenommenen im Alter von 21 und 39 Jahren wurden gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter beim Amtsgericht in Norderstedt vorgeführt. Dieser erließ jeweils einen Haftbefehl gegen die beiden rumänischen Staatsangehörigen.

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