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Bad Oldesloe

Schafft Bad Oldesloe die Straßenausbaubeiträge ab?

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Schlagloch (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Kreisstadt könnte schon im nächsten Jahr die Straßenausbaubeiträge abschaffen. Grundsätzlich zeigten sich alle Fraktionen im Oldesloer Finanzausschuss einer Neuregelung offen, sollte Kiel mit einer neuen Gesetzgebung den Weg dafür frei machen. Doch die Finanzierung ist weiterhin unklar.

Eine Entscheidung aus Neumünster gibt den Kritikern der Ausbaubeiträge Aufwind. Als landesweit erste Stadt in Schleswig-Holstein verzichtet sie ab 2018 auf die Straßenbaubeiträge. Rein theoretisch ist das jetzt schon möglich – auch ohne grünes Licht aus Kiel. Aber nur, solange keine beitragspflichtige Sanierung ansteht, wie Stadtkämmerin Mandy Treetzen erklärt: „In dem Fall würde sich die Stadtverordnetenversammlung der Veruntreuung von Steuergeldern schuldig machen.“

Neumünster vertraut also darauf, dass die Landesregierung tatsächlich die Beitragspflicht abschafft. Das wollen die meisten Stadtverordneten in Bad Oldesloe nicht riskieren. Allein die Freien Bürger Oldesloe (FBO) drängten am Donnerstag auf den Verzicht einer neuen Beitragsordnung und wollte Fakten schaffen: „Wir stellen fest, dass wir schon in wenigen Wochen eine neue Rechtssprechung haben werden und viele hoffen darauf, dass das dann schnell in die Tat umgesetzt wird“, sagte Matthias Rohde (FBO).

Inhaltlich sind auch CDU und SPD nicht generell gegen eine Abschaffung der Straßenbaubeiträge – wohl aber gegen einen Schnellschuss. Viele Fragen sind noch nicht geklärt. Eine einfache Anhebung der Grundsteuer schafft – so sieht es die SPD – viele andere Ungerechtigkeiten: „Bürger, die schon mal einen Beitrags zum Ausbau ihrer Straße bezahlt haben, werden dann doppelt zur Kasse gebeten“, sagte Torben Klöhn (SPD).

Industrie- und Gewerbebetriebe, die weniger Grundsteuer zahlen, würden bevorteilt werden, wie Wilfried Janson (Bündnis 90/Die Grünen) feststellt. „Das führt dann zu einer Mehrbelastung von Mietern und Bewohnern von Einfamilienhäusern.“

Der Finanzausschuss hat mehrheitlich für eine Beitragssatzung mit Straßenbaubeiträgen gestimmt, allerdings nur für maximal ein Jahr. Sobald die Landesregierung das Gesetz verabschiedet hat, wird auch in Bad Oldesloe wieder über die Abschaffung der Beiträge diskutiert.

Bürger kritisieren Zustand der Oldesloer Straßen

Bereits im Bau- und Planungsausschuss stand das Thema auf der Tagesordnung und sorgte für restlos belegte Besucherplätze. „Es ist, als wären wir hier in der DDR“, beschwerte sich ein Anwohner vom Hohenkamp in der Bürgerfragestunde. Die Schäden seien immer nur notdürftig geflickt worden. Er ist nicht der einzige wütende Hohenkamp-Bewohner, der sich im Ausschuss über die Praktiken der Stadtverwaltung beklagte. Der Tenor ist meist derselbe: Passiert ist jahrelang nichts und jetzt müssen die Anwohner zahlen.

Tatsächlich steht demnächst eine Komplettsanierung des Hohenkamp an. Das Geld ist im Haushalt eingeplant – allerdings noch mit Sperrvermerk (wir berichteten). Die Lokalpolitik will zunächst abwarten, wie die neue Landesregierung über die Beitragserhebung entscheidet. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Kommunen künftig selber über die Erhebung von Straßenbaubeiträgen entscheiden dürfen. Bislang sind sie gesetzlich verpflichtet, Beiträge zu erheben.

Dass die Entscheidung noch aussteht, ist für die Freien Bürger Oldesloe (FBO) kein Grund, nicht jetzt schon über den theoretischen Fall der Beitragsautonomie zu diskutieren: „Bei vielen Bürgern entsteht mittlerweile der Eindruck, dass die Straßen bewusst nicht gepflegt werden“, sagt Matthias Rohde (FBO).

Dem widerspricht Bürgermeister Jörg Lembke entschieden: „Selbstverständlich kontrolliert die Verwaltung auch die eigenen Straßen und flickt die Löcher bei Bedarf.“

Eigentlich sollte im Ausschuss ein unabhängiger Bauphysiker über den Straßenbelagaufbau referieren und damit auch eine Erklärung liefern, wann eine Straße komplett- oder teilsaniert werden muss. Doch der hatte abgesagt. Neue Fakten gab es an dem Abend nicht: „Ohne neue Fakten, die der Referent hätte beitragen können, ist eine Diskussion sinnlos“, stellte Maria Herrmann (SPD) fest.

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Die Hoepner-Zwillinge: Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld

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Die Hoepner-Zwillinge. Foto: Privat

Bad Oldesloe – Wie schon Phileas Fogg in dem Jules-Verne-Klassiker „In 80 Tagen um die Welt“ haben Paul und Hansen Hoepner 2015 versucht, in eben dieser Zeit den Erdball zu umrunden.

Am Donnerstag, 25. Januar um 19 Uhr sind sie mit ihrem Reisevortrag zu Gast im Kultur- und Bildungszentrum (KuB).

Nachdem sie im Jahr 2012 mit dem Fahrrad 13.600 Kilometer von Berlin nach Shanghai geradelt sind, haben sich Paul und Hansen Hoepner 2015 in ihr nächstes großes Abenteuer gestürzt.

Im Unterschied zu Fogg, dem 20.000 Pfund für sein Vorhaben zur Verfügung standen, haben Paul und Hansen ihr Zuhause in Berlin ohne einen einzigen Cent in der Tasche verlassen. Die grob geplante Route ging durch 17 Länder. Alles, was Paul und Hansen unterwegs an Geld benötigten, mussten sie während der Reise verdienen. Ein beinahe unmögliches Rennen gegen die Zeit. So gelangten sie in einem klapprigen Bulli nach Montpellier. Begegneten gleich mehreren Schutzengeln in Lissabon. Und reparierten auf dem Weg nach Vancouver das Lieblingsspielzeug eines Vollblut-Rockers. Sie erfuhren, dass man nicht einfach zu Fuß die Grenze nach Myanmar überqueren kann, wie schwer es ist, auf Indiens Straßen Schmuck zu verkaufen, und erreichten in letzter Minute den Zug nach Russland. Und auch wenn Hunger, Müdigkeit und Heimweh ihre Laune immer wieder trübten, erlebten die Zwillinge auf Ihrer Reise die schönsten Überraschungen, die unglaubliche Großzügigkeit der Menschen und entdeckten ihr eigenes Improvisationstalent. Mit insgesamt 104 Tagen konnten sie zwar ihren Zeitplan nicht einhalten, gewonnen haben sie aber trotzdem – einen unglaublichen Schatz an Erfahrungen.

Wie bei ihrer Berlin/Shanghai-Radtour haben sich Paul und Hansen auch auf dieser Reise selbst gedreht.

Trotz identischer DNA sind die Zwillinge grundverschieden, doch Abenteuer sind ihre gemeinsame Leidenschaft und schweißen die beiden zusammen.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

„Die Hoepner-Zwillinge: Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld“ am Donnerstag, 25. Januar, 19 Uhr im KuB ( Beer-Yaacov-Weg 1). Karten gibt es für 8,50 Euro unter 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

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Bad Oldesloe

„frech, wild & wunderbar“: Kreis präsentiert Begleitprogramm zur Familienausstellung

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Das Begleitprogramm zur Familienausstellung ist da. Foto: Daniela Frackmann

Bad Oldesloe – „Spielen, Lernen, Lesen“ – das Zitat der schwedischen Autorin Jujja Wiesländer („Mama Muh“) beschreibt passend das umfangreiche Begleitprogramm der Ausstellung „frech, wild & wunderbar“, die am kommenden Freitag, 26. Januar um 16 Uhr im Kreistagsgebäude in Bad Oldesloe eröffnet.

Von Kreativ-Workshops, Spielen, Lesungen oder Figurentheater bis hin zu Fortbildungen, Filmtagen oder Kulturkulinarik bietet das Begleitprogramm Kindern und Erwachsenen von Reinbek bis Reinfeld eine kulturelle Auseinandersetzung mit dem Thema der schwedischen Kinderliteratur. Das abwechslungsreiche Begleitprogramm ist gemeinsam mit einem großen Netzwerk aus Partnern, Kulturakteuren und Einrichtungen entstanden und ab sofort online sowie gedruckt erhältlich.

Neben dem kreisweiten Programm, das durch viele Kultureinrichtungen getragen und durch „Stormarn kulturell stärken“ finanziell unterstützt wird, gibt es besondere Mitmach-Angebote für Besucher in der Ausstellung. Durch die intensive Kooperation mit vier Erzieherklassen der Kreisberufsschule in Oldesloe wurde ein umfangreiches Ausstellungsprogramm entwickelt.

Workshops für Kinder und Erwachsene 

Schüler konzeptionierten und fertigten mit ihren Lehrerinnen im Unterricht interaktive Mitmach-, Spiel- und Kreativ-Angebote, die einen Schwerpunkt des Ausstellungserlebnisses ausmachen. Ein Teil der angehenden Erzieher/innen werden zudem regelmäßig in der Ausstellung Kindergruppen pädagogisch-kreativ anleiten und begleiten.

Auch für Erwachsene bietet das Begleitprogramm interessante Veranstaltungen: der weltbekannte schwedische Erfolgsautor Martin Widmark (Reihe „Detektivbüro LasseMaja“) kommt am Mittwoch, 21. Februar um 14 Uhr nach Oldesloe und hält ein kostenfreies Seminar zu „Leseförderung in Schweden – Kinder, Bildung und die Lust am Lesen“. Das zweistündigen Seminar im Kreistagssitzungssaal richtet sich an Bibliothekare, Pädagogen und alle Interessierten. Nur mit verbindlicher Anmeldung unter kultur@kreis-stormarn.de.

Ein weiterer spannender Workshop für Erwachsene ist die medienpädagogische Fortbildung des Kreisjugendrings Stormarn „Ich möchte Zöpfe wie Pippi Langstrumpf“ am Montag, 5. März um 14 Uhr. Medienpädagogin Olivia Förster geht auf Fragestellungen zum sinnvollen Umgang von Kindern mit Medien ein. Wie kann das Thema Mediennutzung sinnvoll in Kindergarten, Schule oder Familie aufgefriffen werden, wie können Kinder dabei unterstützt werden, Gesehenes zu verarbeiten und zu reflektieren? Die Fortbildung findet im Kreistagssitzungssaal statt, ist kostenfrei und richtet sich an Erzieher, Pädagogen und weitere Interessierte. Nur mit verbindlicher Anmeldung unter kultur@kreis-stormarn.de.

Schweden kulinarisch entdecken

Auch kulinarisch wird das schwedische Thema aufgegriffen: die Kulturkulinarikerin Katrin Schwermer-Funke bietet am Sonntag, 4. Februar gleich zwei spannende Angebote. Von 12 bis 16 Uhr können junge Ausstellungsbesucher das offene Angebot „Petterssons Gartenwerkstatt“ besuchen und gärtnern, Seedballs und Kräuterbutter herstellen. Am Abend widmet Schwermer-Funke sich dann in einem besonderen Kochkurs ab 17.30 Uhr der schwedischen Esskultur: „Zimtschnecken, Knäckebrot & Co. – Schwedische Spezialitäten selbstgemacht“. Der Kochkurs gibt einen Einblick in die Welt der schwedischen Spezialitäten, Gerichte und der Esskultur. In kleinen Gruppen bereiten die Teilnehmer schwedische Gerichte zu, die am Ende gemeinsam verköstigt werden. Der Kurs findet in der Kantine des Kreistagssitzungssaals statt und kostet 10 Euro pro Person. Begrenzte Teilnehmerzahl, daher ist eine frühzeitige Anmeldung unter kultur@kreis-stormarn.de empfohlen.

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Bad Oldesloe

Kommunalwahl: Bad Oldesloe sucht noch Wahlhelfer

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Bad Oldesloe – Am Sonntag, dem 6. Mai, werden bei der Kommunalwahl in Schleswig-Holstein die Gemeinde- und Kreisparlamente gewählt. Die Oldesloer können ihre Stimmen von 8 bis 18 Uhr abgeben und die künftigen Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Kreistages bestimmen.

Die Stadt Bad Oldesloe sucht auch zur Wahl am 6. Mai insbesondere wieder neue Wahlhelfer. Für die 17 Wahlbezirke benötigt die Stadt 150 Wahlhelfer. Als Dankeschön für ihren Einsatz erhalten sie je nach Funktion 30 oder 50 Euro.

Besondere Vorkenntnisse nicht erforderlich

Neue Wahlhelfer werden von erfahrenen Wahlhelfern eingewiesen und unterstützt. Die zuständigen städtischen Mitarbeiter besuchen die Wahllokale und sind jederzeit telefonisch erreichbar.

Diese Aufgaben übernehmen die Wahlhelfer:

  • Prüfung der Wahlberechtigung
  • Vermerk der Stimmabgabe im Wählerverzeichnis
  • Ausgabe der Stimmzettel
  • Beaufsichtigung der Wahlkabinen und -urnen
  • Auszählung der Stimmzettel ab 18 Uhr.

In der Regel ist die Arbeit der Wahlhelfer am Wahltag in zwei Schichten, Vormittags- und Nachmittagsschicht, eingeteilt, sodass eine ununterbrochene Anwesenheit nicht erforderlich ist. Zur Stimmenauszählung ab 18 Uhr muss dann aber der gesamte Wahlvorstand anwesend sein.

Die Stadt Bad Oldesloe freut sich auf interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich bitte bis zum 31. Januar 2018 unter den Telefonnummern 04531 504-111 und -110 melden oder über die städtische Homepage unter www.badoldesloe.de eine Online-Bewerbung ausfüllen können.

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