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Bad Oldesloe

Neue Geschäftsführerin: Der ASB hat jetzt eine Frau an der Spitze

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Bettina Spechtmeyer-Högel, ASB-Regionalgeschäftsführerin für Stormarn-Segeberg. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Nach monatelanger Vakanz hat der ASB Regionalverband Stormarn-Segeberg eine neue Geschäftsführung: Bettina Spechtmeyer-Högel ist ab sofort Chefin von rund 150 hauptamtlichen Mitarbeitern und Ansprechpartnerin für eine ähnliche Zahl an Ehrenamtlern, die für den Arbeiter-Samariter-Bund in den Kreisen Stormarn und Segeberg tätig sind.

„Ich werde in den nächsten Wochen erst mal alle Standorte besuchen, um die Menschen kennenzulernen“, sagt die Todendorferin, die sich gegen 80 Bewerber durchsetzen konnte. Die 53-Jährige hat viel Arbeit vor sich: Vor anderthalb Jahren gab zunächst Wolfgang Mainz die Geschäftsführung ab. Sein Nachfolger wurde krank. Daraufhin übernahm Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig interimsmäßig die Leitung des Regionalverbandes. Die personellen Unwägbarkeiten hatten den ASB auf eine schwere Probe gestellt. „Das alles fiel in eine Zeit, in der es im Sozialverband ohnehin viel Wandel gab“, sagt Verbandsvorsitzender Folke Achterberg aus Bad Oldesloe. Die immer neuen Aufgaben – etwa die Bewältigung der Flüchtlingssituation – sei ohnehin schon schwer zu leisten gewesen.

Mit Bettina Spechtmeyer-Högel hat der Rettungsverbund Stormarn-Segeberg jetzt eine erfahrene Frau an der Spitze. Die Diplom-Kauffrau hat BWL studiert und arbeitete lange für eine Hamburger Familienstiftung. Von Vorteil außerdem: Die Todendorferin kennt sich aus in der Region, ist seit 17 Jahren ehrenamtlich im Elternverein der Todendorfer Kita tätig, hat den Vormundschaftsverein Lebenslinien mitgegründet und sitzt für die CDU im Stormarner Kreistag. Ein Problem sieht die 53-Jährige darin nicht: „Ich habe mich da rückversichert und sollte der ASB in Ausschüssen Thema sein, kann ich nicht mit abstimmen.“ Immerhin ist der Kreis auch der Träger des Rettungsdienstes.

Auf die 53-Jährige warten in den nächsten Monaten und Jahren zahlreiche Großprojekte. Gerade erst verkaufte der ASB sein Gebäude in der Turmstraße in Bad Oldesloe, in der lange Asylbewerber untergebracht waren. Das Grundstück wurde von einem örtlichen Tiefbauunternehmen gekauft und soll Anfang des Jahres abgerissen werden. Der ASB plant unterdessen den Bau eines neuen Vereinsheimes in der Herrmann-Bössow-Straße. Außerdem ist in Hammoor ein neues Katastrophenschutzzentrum in Planung, in den auch Einheiten des ASB untergebracht sein werden. Neben dem Unterhalt von Rettungswachen ist der ASB auch Träger von Kindergärten und Pflegeeinrichtungen.

Ein großes Thema und schwierig zu bewältigen ist dabei der Fachkräftemangel. „Den gibt es im Pflegebereich eigentlich nicht“, sagt Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig. Die Rahmenbedingungen seien nur so desaströs, dass sich Pflegekräfte im Schnitt nach sechs Jahren den Beruf aufgeben.

Bad Oldesloe

Einwohnerzahl steigt, Kaufkraft sinkt: Bad Oldesloe wird ärmer

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Einzelhandel (Symbolbild). Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Bevölkerung der Kreisstadt wird ärmer – statistisch gesehen. Im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis Stormarn sinkt in Bad Oldesloe die Kaufkraft, während gleichzeitig die Einwohnerzahl steigt. Das hat Auswirkungen auf das Entwicklungspotenzial des Einzelhandels, wie eine Untersuchung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) im Auftrag der Stadtverwaltung belegt.

Zwischen 2011 und 2016 ist die Bevölkerungszahl in Bad Oldesloe um 3,3 Prozent auf 25.096 Einwohner gestiegen. Im gleichen Zeitraum verringerte sich das Kaufkraftniveau um 0,1 Prozent. Zum Vergleich: In Bargteheide stieg die Kaufkraft um 0,7, in Ahrensburg sogar um 1,3 Prozent.

„Dass sich die Kaufkraft im Gegensatz zu anderen Städten im Kreis bei uns zurück entwickelt, ist erschütternd“, sagte Uwe Rädisch (CDU) im Bau- und Planungsausschuss. Eigentlich seien zwei bis drei Prozent Zuwachs prognostiziert worden. „Wir müssen darüber nachdenken, wo die Ursachen liegen“, so Rädisch.

Für Hendrik Holtz (Die Linke) kommen die Zahlen nicht überraschend: „Es ist eine gewisse Verarmung zu beobachten und Leute, die wenig haben, können auch wenig kaufen.“

Das  schlägt sich auch in den Ergebnissen des Gutachtens wieder. Im Bereich der Lebensmittel- und Drogeriemärkte hat Bad Oldesloe eine Grenze erreicht. Demnach könnten weitere Neuansiedlungen das bestehende Gleichgewicht zerstören und dem Einzelhandel in der Innenstadt gefährlich werden. Die GMA empfiehlt allerdings auch, ausgewählten Märkten bauliche Erweiterungen zu ermöglichen. „Der Trend geht zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, wodurch der Flächenbedarf steigt“, erklärte Florian Komossa. Der GMA-Marktforscher geht davon aus, dass sowohl der Penny-Markt in der Lübecker Straße als auch die Aldi-Filiale mittelfristig Erweiterungsbedarf anmelden werden. Positiv immerhin, auch das hat die Untersuchung ergeben, 90 Prozent der Oldesloer kaufen auch in der Stadt ein.

Der Bau- und Planungsausschuss hat beschlossen, die GMA-Empfehlung in das Einzelhandelsentwicklungskonzept zu berücksichtigen und Märkten, die Bedarf anmelden, potenziell eine Erweiterung der Flächen zu ermöglichen.

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Bad Oldesloe

Kriminalität: Grüne diskutieren in Bad Oldesloe über Sicherheit

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Polizisten auf Demonstration
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Aufgrund von Anschlägen im In- und Ausland in den vergangenen Jahren wird auch in Bad Oldesloe das einzige Großereignis im Jahr – der Umzug zum Kinder-Vogel-Schießen – stärker abgesichert, als früher.

Auch Lärmbelästigungen und Bedrohungen durch Jugendliche scheinen häufiger geworden zu sein. Ist aber wirklich die Kriminalitäts- und Störungen-Rate gestiegen, oder ist es eher die Sensibilität einer demografisch gewandelten Bevölkerung? Sind Elternhaus und berufliche Erzieher „lascher“ geworden – oder ist das stärkere Medienecho Schuld an einer gefühlten Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger?

Diese und weitere Fragen wollen die Grünen in Bad Oldesloe mit Oliver Pohl, einem fünffachen Vater, Mitglied der Grünen und Kommunikationsexperten einer großen Sicherheitsbehörde unserer Landeshauptstadt, diskutieren.

Ruhe und Sicherheit – in Oldesloe und anderswo am Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstraße 22, Bad Oldesloe. Der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Kinderschutz im Internet: Offener Kanal zeigt in Bad Oldesloe Filter-Apps

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Kind mit Smartphone (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Bad Oldesloe – Fast 70 Prozent aller 10- bis 11-jährigen Kinder haben bereits ein Smartphone und damit Zugriff auf unzählige Apps und das Internet. Damit haben sie aber auch Zugriff auf bedenkliche Inhalte, können in Kostenfallen geraten oder sich unangenehmen Situationen ausgesetzt sehen. Für viele Eltern ist Kinderschutz im Internet und auf dem Smartphone dabei eine große Herausforderung.

Am Donnerstag, 26. April 2018 von 17 -19 Uhr können Eltern deshalb im Foyer der Stadtbibliothek in Bad Oldesloe Filter-Apps, gute Kinder-Apps und PC-Schutzsoftware auf verschiedenen Geräten ausprobieren.

Auf der Entdeckungsreise wird man begleitet von den Experten des Offenen Kanals Schleswig-Holstein und einer von der Stadtbibliothek spendierten Tasse Kaffee. Die Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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