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Bad Oldesloe

„FAUST“: Startschuss für neue Opernproduktion in Bad Oldesloe

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Das junge Opernensemble mit Regisseur Jürgen Weber (li). Foto: Christine Rudolf

Bad Oldesloe/Lübeck – In der Musikhochschule Lübeck wird wieder fleißig geprobt. Dort entsteht die dritte Oper, die die Musikhochschule Lübeck (MHL) und das Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB) im Rahmen ihres Kooperationsprojekts Junges Musiktheater produzieren. Am 12. Januar 2018 feiert „FAUST“ im KuB Premiere.

Auf der Bühne stehen neun Gesangssolisten sowie ein Kammerorchester der MHL unter musikalischer Leitung von Professor Robert Roche. Als Regisseur konnte das Multitalent Jürgen R. Weber gewonnen werden – als Schauspieler, Regisseur, Autor, Kostümbildner und Bühnenbildner wechselt er spielend die Genres. In den letzten Jahren hat Weber Opern an großen Bühnen inszeniert, aber auch immer wieder beim Fernsehen gearbeitet – von „Löwenzahn“ über „Sturm der Liebe“ bis zu Dokumentar- und Horrorfilmen hat er dabei kein Genre unbearbeitet gelassen.

Erzählt wird in der Operninszenierung im KuB die Geschichte des alternden Faust, der auf sein Leben zurückblickt und die entscheidenden Momente noch einmal durchlebt. Alle Rollen werden im Wechsel von den verschiedenen Darstellerinnen und Darstellern gespielt. Verständlich bleibt das Stück dennoch – auch für Menschen, die Goethes „Faust“ nicht gelesen haben. Es ist Weber wichtig, dass seine Inszenierung auch ohne Vorkenntnisse verstanden werden kann. „Ich bin noch mit dem Faust aufgewachsen und kann ‚Faust I‘ fast komplett auswendig. Aber das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Meine Tochter hat den ‚Faust‘ in der Schule nicht durchgenommen. Die Inszenierung ist für ‚Faust‘-Einsteiger absolut geeignet – für Kenner, die vieles wiederentdecken, wird sie ein doppelter Genuss.“

Schon bei den ersten Proben fällt auf, dass der Regisseur Weber sehr körperlich mit den jungen Sängerinnen und Sängern arbeitet. „Die Art der Opernausbildung führt häufig zu einem etwas statischen Auftreten. Ich habe Erfahrung auch im Musical gesammelt, im Schauspiel, in der Oper, im Film. Mich interessiert es, Genregrenzen aufzubrechen und etwas vom amerikanischen Musiktheater in die deutsche Opernausbildung einzubringen.“ Es wird Tanzszenen geben, Choreografien, sehr emotionale Momente und viel Komik – eine Mischung, die für Oper eher untypisch ist und die die Zuschauer überraschen wird.

Mit „FAUST“ setzen MHL und KuB ihre Kooperation Junges Musiktheater fort, in deren Rahmen bereits die Opernproduktionen „Mad Lovers“ und „Gefährliche Liebschaften“ gezeigt wurden. Mitte des Jahres sah es durchaus noch schwierig aus für die Weiterführung des gemeinsamen Projekts: In Anbetracht der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sah sich der Sachbereich Kultur der Stadt Bad Oldesloe gezwungen, den ursprünglich im Kooperationsvertrag vereinbarten Kostenanteil zu reduzieren. Letztendlich rang sich die MHL dazu durch, den wegfallenden Anteil des KuBs aufzufangen. Inken Kautter, Leiterin des städtischen Kulturbereiches, ist sichtbar glücklich über den guten Ausgang: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir die Zusammenarbeit weiterführen können. Die ersten beiden Produktionen haben gezeigt, was für eine Bandbreite moderne Oper hat und wie viel es für die Zuschauer des KuBs bei diesem Format zu entdecken gibt.“  

Die Premiere von „FAUST“ findet am Freitag, 12. Januar 2018, um 20 Uhr im KuB Bad Oldesloe statt. Weitere Aufführungen folgen dort am Samstag, 13. Januar 2018, um 20 Uhr und am Sonntag, 14. Januar 2018, um 17 Uhr. Tickets sind ab dem 22. November 2017 online unter kub-badoldesloe.de und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe (Beer-Yaacov-Weg 1, Tel. 04531/504-199) erhältlich.  

Bad Oldesloe

Nach Todesfall: Oldesloer Bühne sagt Weihnachtsmärchen im KuB ab

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Traurige Neuigkeiten von der Oldesloer Bühne. Gerade hatten wir ja auch hier noch das neue Weihnachtsmärchen „Rotkäppchen und der böse Wolf“ angekündigt, da müssen wir leider vermelden, das abgesehen von der Premiere keine weiteren Vorführungen stattfinden werden. 

Bei den Vorbereitungen auf die beiden Aufführungen am Sonnabend im Oldesloe Kultur- und Bildungszentrum kam es im KuB zu einem unerwarteten und tragischen Todesfall im Team der Oldesloer Bühne. 

Zunächst wurden die Aufführungen am Sonnabend abgesagt. Der Vorstand der Oldesloer Bühne entschied dann, dass komplett als Aufführungen abgesagt werden. Bereits erworbene Tickets können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.  Ersatztermine sind nicht geplant. Das gab das KuB Bad Oldesloe heute bekannt. 

 

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Bad Oldesloe

Schafft Bad Oldesloe die Straßenausbaubeiträge ab?

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Schlagloch (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Kreisstadt könnte schon im nächsten Jahr die Straßenausbaubeiträge abschaffen. Grundsätzlich zeigten sich alle Fraktionen im Oldesloer Finanzausschuss einer Neuregelung offen, sollte Kiel mit einer neuen Gesetzgebung den Weg dafür frei machen. Doch die Finanzierung ist weiterhin unklar.

Eine Entscheidung aus Neumünster gibt den Kritikern der Ausbaubeiträge Aufwind. Als landesweit erste Stadt in Schleswig-Holstein verzichtet sie ab 2018 auf die Straßenbaubeiträge. Rein theoretisch ist das jetzt schon möglich – auch ohne grünes Licht aus Kiel. Aber nur, solange keine beitragspflichtige Sanierung ansteht, wie Stadtkämmerin Mandy Treetzen erklärt: „In dem Fall würde sich die Stadtverordnetenversammlung der Veruntreuung von Steuergeldern schuldig machen.“

Neumünster vertraut also darauf, dass die Landesregierung tatsächlich die Beitragspflicht abschafft. Das wollen die meisten Stadtverordneten in Bad Oldesloe nicht riskieren. Allein die Freien Bürger Oldesloe (FBO) drängten am Donnerstag auf den Verzicht einer neuen Beitragsordnung und wollte Fakten schaffen: „Wir stellen fest, dass wir schon in wenigen Wochen eine neue Rechtssprechung haben werden und viele hoffen darauf, dass das dann schnell in die Tat umgesetzt wird“, sagte Matthias Rohde (FBO).

Inhaltlich sind auch CDU und SPD nicht generell gegen eine Abschaffung der Straßenbaubeiträge – wohl aber gegen einen Schnellschuss. Viele Fragen sind noch nicht geklärt. Eine einfache Anhebung der Grundsteuer schafft – so sieht es die SPD – viele andere Ungerechtigkeiten: „Bürger, die schon mal einen Beitrags zum Ausbau ihrer Straße bezahlt haben, werden dann doppelt zur Kasse gebeten“, sagte Torben Klöhn (SPD).

Industrie- und Gewerbebetriebe, die weniger Grundsteuer zahlen, würden bevorteilt werden, wie Wilfried Janson (Bündnis 90/Die Grünen) feststellt. „Das führt dann zu einer Mehrbelastung von Mietern und Bewohnern von Einfamilienhäusern.“

Der Finanzausschuss hat mehrheitlich für eine Beitragssatzung mit Straßenbaubeiträgen gestimmt, allerdings nur für maximal ein Jahr. Sobald die Landesregierung das Gesetz verabschiedet hat, wird auch in Bad Oldesloe wieder über die Abschaffung der Beiträge diskutiert.

Bürger kritisieren Zustand der Oldesloer Straßen

Bereits im Bau- und Planungsausschuss stand das Thema auf der Tagesordnung und sorgte für restlos belegte Besucherplätze. „Es ist, als wären wir hier in der DDR“, beschwerte sich ein Anwohner vom Hohenkamp in der Bürgerfragestunde. Die Schäden seien immer nur notdürftig geflickt worden. Er ist nicht der einzige wütende Hohenkamp-Bewohner, der sich im Ausschuss über die Praktiken der Stadtverwaltung beklagte. Der Tenor ist meist derselbe: Passiert ist jahrelang nichts und jetzt müssen die Anwohner zahlen.

Tatsächlich steht demnächst eine Komplettsanierung des Hohenkamp an. Das Geld ist im Haushalt eingeplant – allerdings noch mit Sperrvermerk (wir berichteten). Die Lokalpolitik will zunächst abwarten, wie die neue Landesregierung über die Beitragserhebung entscheidet. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, dass Kommunen künftig selber über die Erhebung von Straßenbaubeiträgen entscheiden dürfen. Bislang sind sie gesetzlich verpflichtet, Beiträge zu erheben.

Dass die Entscheidung noch aussteht, ist für die Freien Bürger Oldesloe (FBO) kein Grund, nicht jetzt schon über den theoretischen Fall der Beitragsautonomie zu diskutieren: „Bei vielen Bürgern entsteht mittlerweile der Eindruck, dass die Straßen bewusst nicht gepflegt werden“, sagt Matthias Rohde (FBO).

Dem widerspricht Bürgermeister Jörg Lembke entschieden: „Selbstverständlich kontrolliert die Verwaltung auch die eigenen Straßen und flickt die Löcher bei Bedarf.“

Eigentlich sollte im Ausschuss ein unabhängiger Bauphysiker über den Straßenbelagaufbau referieren und damit auch eine Erklärung liefern, wann eine Straße komplett- oder teilsaniert werden muss. Doch der hatte abgesagt. Neue Fakten gab es an dem Abend nicht: „Ohne neue Fakten, die der Referent hätte beitragen können, ist eine Diskussion sinnlos“, stellte Maria Herrmann (SPD) fest.

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Bad Oldesloe

Jahresabschlusskonzert: „The Ages“ im KuB

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The Ages
Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Rockband „The Ages“ gibt am 8. Dezember ab 20 Uhr in der Reihe „Big city light“ ihr Jahresabschlusskonzert im Kultur- und Bildungszentrum „KuB“.

Die Band rund um Frontmann Sven Müggenburg wird dieses Mal im Format von Klngstdt und dem Kulturbüro der Stadt als akustisches Trio auftreten. In den vergangenen Monaten war es etwas ruhiger um die Combo aus der Kreisstadt geworden als in den Vorjahren.

Jetzt gibt es mit dem Konzert am 8.12. für alle Fans doch noch einen Konzerthöhepunkt in der zweiten Jahreshälfte. Als Support wird dieses Mal die junge Singer-Songwriterin Maike Starp auftreten.

Los geht es um 20 Uhr im KuB. Karten gibt es an der Abendkasse für elf / ermäßigt fünf Euro.

 

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