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Ahrensburg

Ahrensburg: SPD-Bundestagsfraktion startet die Aktion „Fraktion im Dialog“

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SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer. Foto: SPD

Ahrensburg – Die SPD-Bundestagsfraktion will die Bürgerinnen und Bürger künftig stärker an ihrer Politik beteiligen. Zum Auftakt findet unter dem Motto „SPD-Fraktion im Dialog“ eine bundesweite Aktionswoche statt.

Die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Scheer wird sich am Freitag, 17.11. von 11 bis 13 Uhr am Rande ihrer Bürgersprechstunde mit einem Infostand in der Fußgängerzone vor dem SPD Büro Ahrensburg an der Aktion beteiligen. Zudem sind Haustürgespräche im Laufe der Dialogwoche geplant.

Für die SPD-Bundestagsfraktion ist die von Fraktionschefin Andrea Nahles ins Leben gerufene Aktionswoche nur der Auftakt; weitere Aktionen werden folgen. Mitreden können die Bürgerinnen und Bürger auch im Internet. Auf der Seite www.spdfraktion.de/dialog kann jeder den SPD-Abgeordneten Vorschläge machen, wofür sie sich im Bundestag einsetzen sollen.

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DAK startet digitales Hilfsangebot gegen Schlafstörungen

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Foto: shutterstock.com

Ahrensburg – Die DAK-Gesundheit in Ahrensburg bietet ab sofort ein neues digitales Hilfsangebot bei Schlafstörungen an.

Das kostenlose Programm mit dem Namen „somnovia“ können Betroffene per Smartphone, Tablet oder Computer unkompliziert nutzen. Laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport haben 80 Prozent der Menschen Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Obwohl jeder zehnte Arbeitnehmer unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie leidet, gehen nur wenige Menschen deshalb zum Arzt. Mit dem Online-Programm reagiert die Krankenkasse auf diese Problematik: „somnovia“ bietet den Betroffenen in Ahrensburg schnelle und fundierte Hilfe im Internet. Partner für das Angebot der DAK-Gesundheit ist die Veovita Gesundheit GmbH.

Im Rahmen des Programms „somnovia“ lernen die Teilnehmer in sechs Monaten, wie sie ihre Schlafstörungen überwinden können. Grundlage des Programms sind etablierte und wissenschaftlich geprüfte Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Für die Teilnehmer wird unter anderem ein individueller strukturierter „Schlafplan” entwickelt. Spezielle Übungen helfen beim Umgang mit Grübel- und Sorgengedanken. Hinweise zur Schlafhygiene und zu einer gesunden Lebensweise unterstützen bei einem erholsamen Schlaf. Darüber hinaus können eigene Fortschritte und die Qualität des Schlafes gezielt nachverfolgt werden.

Forschung für besseren Schlaf

„Das neue Online-Schlafprogramm wurde von einem Team aus Psychologen, Medizinern, IT- und Kommunikationsexperten entwickelt“, erläutert André Bargmann, DAK-Chef der DAK-Gesundheit in Ahrensburg. „Damit reagieren wir auf den Leidensdruck vieler Betroffener und schließen eine Versorgungslücke.“ Alle Daten werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Zur Sicherung der Datenübertragung unterstützt „somnovia“ moderne Browser mit aktuellen Verschlüsselungstechnologien.

Betroffene aus Ahrensburg, die am Programm teilnehmen möchten, können sich unter dak.somnovia.de anmelden. Die DAK-Gesundheit führt eine Begleitstudie durch, um die Nutzerzufriedenheit zu evaluieren.

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Ahrensburg

Bienensterben: Ahrensburger Imker fordern von Landwirten mehr Rücksichtnahme

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Imker Horst Nett bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg. Foto: hfr

Ahrensburg – Horst Nette Berufsimker und Landwirt mit 350 Bienenvölkern aus Wankendorf berichtete bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg über die Wünsche der Imker an die Landwirte.

Sorgen bereiten ihm vor allem die vielen Herbizide und Insektizide, die üblicherweise auf den Feldern eingesetzt werden. Gerade die Neonicotinoide, Pestizide, die beim Beizen von Saatgut Verwendung finden und als bienenfreundlich eingestuft sind, werden für ein erhöhtes Bienensterben verantwortlich gemacht.

Die Bienenfreundlichkeit eines Pestizids wird über die sogenannte B4-Klassifizierung festgestellt. Dabei werden 100 Bienen 10 Tage lang mit einer Mischung aus Zuckerwasser und dem zu testenden Pestizid gefüttert. Wenn danach mindestens 51 Bienen noch leben, ist die Zulassung möglich. Neonicotinoide aber wirken schädigend auf das Nervensystem der Biene. Diese verliert „nur“ die Orientierung und stirbt nicht unmittelbar daran. Bedenklich ist auch die Langzeitwirkung: Im Grundwasser und Boden sind Neonikotinoide auch noch nach fünf Jahren nachweisbar.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich

Sollte der Einsatz von Neonikotinoiden verboten werden, steht schon die nächste Gruppe Insektizide in den Startlöchern. Diese beinhalten den Wirkstoff Sulfoxaflor und gelten als Gefahr für Honigbienen und die Artenvielfalt. Laut einem Bericht der Welt vom 25.10.2017 ist die Honigernte in Frankreich dieses Jahr wieder unter 10.000 Tonnen gefallen. Vor 20 Jahren gehörte Frankreich noch zu den großen Produzenten von 30.000 Tonnen.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich: Landwirte geben dem Imker vorher Bescheid, falls gespritzt wird. Dann kann der Imker für diese Zeit die Fluglöcher verschließen und so seine Bienen schützen.  Diese Rücksichtnahme wird nicht überall praktiziert und führt zu Völkerverlusten. Die von den Bauern häufig als Zwischenfruchtsaat eingesetzte Phacelia unterstützt die Pollen- und Honigernte und unterbricht die Monokultur auf dem Land. In den Städten geht es Bienen mit den vielen Blüten in den Hintergärten deutlich besser.

Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge

In Deutschland gelten bei der Honigproduktion, entsprechend dem deutschen Reinheitsgebot beim Bier, hohe Standards. „Echter deutscher Bienenhonig“ kann guten Gewissens gekauft werden, da hier alle Beimengungen verboten sind. Der Hinweis auf „europäische und nicht-europäische Herkunft“ weist auf größeren Spielraum sowohl beim Schadstoffgrenzwert, als auch auf niedrigere Umweltfreundlichkeit bei der Produktion hin.

Die Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge im Obstbau und bei der Saatgutvermehrung. Typischerweise können bis zu 30% mehr Früchte geerntet werden. Die schöne Form eines Apfels hängt auch davon ab, ob alle fünf Blütenkammern bestäubt wurden.

Der Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg konnte zwar keine Landwirte aus der Region zum direkten Austausch animieren, hat aber bei den 36 anwesenden Imkerinnen und Imkern Möglichkeiten der Kooperation aufgezeigt.

Wer sich für die Imkerei interessiert, ist herzlich eingeladen bei einem Imkerkurs ab Januar 2018 teilzunehmen. Eine Anmeldung ist über die Homepage www.imkerverein-ahrensburg.de oder direkt bei Armin König per E-Mail armin.koenig@web.de möglich.

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Ahrensburg

Jordsand: Sandregenpfeifer ist „Seevogel des Jahres“

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Sandregenpfeifer bevorzugen Brutplätze an weitgehend vegetationslosen Sand- und Kiesstränden. Foto: Sebastian Conradt

Ahrensburg – Der Verein „Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur“ hat den Sandregenpfeifer zum „Seevogel des Jahres 2018“ gewählt.

Der Rückgang dieses bunten Watvogels sei dramatisch, berichtet Dr. Erika Vauk-Hentzelt, amtierende Vorsitzende des Vereins Jordsand. „In unseren Schutzgebieten an Nord- und Ostsee ist die Zahl der brütenden Sandregenpfeifer in den letzten 30 Jahren auf etwa ein Drittel eingebrochen“, so die Biologin. Auf der Insel Sylt war der kleine Vogel einst besonders zahlreich vertreten. In den 1950er und 1960er Jahren brüteten an dem vom Verein Jordsand betreuten Rantumbecken noch 60 bis 70 Paare. „Heute ist er dort verschwunden“, beklagt Vauk-Hentzelt. Auf der gesamten Insel zogen Anfang der 1970er Jahre über 600 Paare ihre Jungen auf, inzwischen ist die Zahl auf höchstens 25 gesunken. Der Sandregenpfeifer zählt im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten. An der Ostsee sieht es nicht viel besser aus: In dem Jordsand-Schutzgebiet Schleimünde konnte der Vogelwart 1979 noch 40 Nester zählen, heute findet er dort gerade noch zwei bis fünf. Aktuellen Angaben zufolge gibt es deutschlandweit etwa 1000 Brutpaare des Sandregenpfeifers, nach der Roten Liste der Brutvögel ist er hierzulande vom Aussterben bedroht.

Seinem Namen alle Ehre machend bevorzugen Sandregenpfeifer als Brutplatz frische und weitgehend vegetationslose Sandanspülungen, die es heute kaum noch gibt. Mit dem Bestreben, Inseln und Halligen sowie das Festland gegen Sturmfluten zu sichern, wird eine natürliche Küstendynamik mehr und mehr verhindert. Uferbereiche werden festgesetzt und wachsen, begünstigt durch ein menschengemachtes Überangebot an Nährstoffen, zu. Außerdem drängt ein seit Jahrzehnten zunehmender Tourismus auf die Strände, einen ebenfalls sehr wichtigen Brutplatz des Sandregenpfeifers. „Dort, wo wir im Sommer unsere Handtücher ausbreiten, liegt eigentlich der Lebensraum von Tieren“, erläutert Vauk-Hentzelt. „Deshalb schützen wir kleine Strandbereiche, etwa auf der Helgoländer Düne, wenn wir dort ein Sandregenpfeifer-Gelege feststellen.“ Diese Arbeit sei vor allem außerhalb der geschützten Gebiete wichtig. Auch zu verhindern, dass Beutegreifer wie etwa der immer häufiger werdende Fuchs über die Eier und Küken der am Boden brütenden Vögel herfällt, stelle einen wichtigen Baustein der Schutzbemühungen des Vereins Jordsand dar.

Im kommenden Jahr wollen die Seevogelschützer ein besonderes Augenmerk auf den kleinen Sandregenpfeifer richten und die Bevölkerung für den Nutzungskonflikt an den Stränden sensibilisieren. „Dabei geht es uns nicht darum, die Badegäste zu vertreiben, sondern Verständnis dafür zu wecken, dass kleinere Bereiche einem brütenden Vogelpaar vorbehalten werden müssen“, betont die Jordsand-Vorsitzende. Außerdem sei es wichtig zu prüfen, ob einzelne Küstenabschnitte der natürlichen Dynamik von Strömungen, Wind und Wellen überlassen werden können, sodass sich neue Sandaufspülungen und damit Bruthabitate entwickeln. Angesichts des auch an Nord- und Ostsee merklich steigenden Meeresspiegels ist dies dringend erforderlich.

Äußerlich fällt der knapp starengroße Sandregenpfeifer vor allem durch seinen orangefarbenen Schnabel mit schwarzer Spitze und die im Brutkleid orange leuchtenden Beine auf. Das markante schwarze Brustband brachte ihm seinen dänischen Namen „Stor Præstekrave“ ein, was Großer Priesterkragen bedeutet. Wenn sich ein Feind – oder Mensch – dem Nest nähert, trippelt der Sandregenpfeifer ein paar Meter davon und stellt sich flügellahm, um den potentiellen Angreifer zu „verleiten“. Typisch für die Regenpfeifer läuft auch der Sandregenpfeifer in einer „Start-Stopp-Technik“: Meist verharrt er für eine kurze Weile, läuft dann für eine kleine Strecke unvermittelt los und stoppt ebenso plötzlich wieder. Seine Nahrung findet er während dieser „Start-Stopp-Läufe“ visuell. Rufend lässt der Seevogel des Jahres 2018 ein weich flötendes „dü-ip“ hören. Jetzt im Herbst und Winter verweilen unsere Sandregenpfeifer von Nord- und Ostsee in ihren Winterquartieren zwischen Frankreich und Marokko. „Hoffen wir, dass sie im Frühjahr wohlbehalten wieder in unsere Schutzgebiete zurückkehren“, so Vauk-Hentzelt.

Seit über 100 Jahren hat sich der Verein Jordsand dem Schutz von Seevögeln an unseren Küsten verschrieben. Er betreut über 20 Schutzgebiete vorwiegend an Nord- und Ostsee, von Helgoland über das nordfriesische und hamburgische Wattenmeer, die Unterelbe, bis zur schleswig-holsteinischen und vorpommerschen Ostseeküste rund um Rügen. Seit fünf Jahren ernennt der Verein Jordsand einen seiner Schützlinge zum Seevogel des Jahres. Nach dem Austernfischer (2014), der Brandseeschwalbe (2015), dem Basstölpel (2016) und der Eisente (2017) wurde der Sandregenpfeifer nun zum Seevogel des kommenden Jahres bestimmt.

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