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Region

Auf Ex-Freundin und Partner geschossen: Hatte die Waffe eine Fehlfunktion?

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Schusswaffe (Symbolbild). Foto: Landespolizei Schleswig-Holstein

Grube – Ein 49-Jähriger soll in Grube (Kreis Ostholstein) versucht haben, seine Ex-Freundin und deren neuen Partner zu erschießen. Offenbar rettete nur eine Fehlfunktion der Pistole der Frau das Leben.

Mit einer Pistole soll der Mann am Dienstagvormittag zwei Mal auf den neuen Lebensgefährten haben. Er verfehlte ihn aber. Dann zielte er auf den Kopf seiner gleichaltrigen Exfreundin und drückte ab – doch es löste sich kein Schuss. So schildert es die Polizei.

Rettete eine Fehlfunktion der 49-Jährigen das Leben?

Warum die Waffe nicht funktionierte, ist noch unklar. Fest steht: Die Frau hatte offenbar viel Glück. 

Der Tatverdächtige konnte noch vor Ort von Beamten der Polizeistation Grube festgenommen werden. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an.

Hamburg

Zoll beschlagnahmt Kokain in niederländischem Reisebus

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Foto: Hauptzollamt Hamburg Hafen /hfr

Hamburg –  Rund ein Kilogramm hochreines Kokain konnten Hamburger Zöllner bereits am 7.Februar  im Rahmen eines Sondereinsatzes am Zentral Omnibus Bahnhof Hamburg (ZOB) sicherstellen. Während des in den Abendstunden stattfindenden Einsatzes wurde unter anderem auch ein aus den Niederlanden kommender Reisebus kontrolliert.

Nachdem alle Passagiere aufgefordert wurden das Fahrzeug mit ihrem Gepäck zu verlassen, konnten die Zollbeamten bei der eingehenden Kontrolle des Busses zwischen zwei Sitzbänken einen herrenlosen Rucksack mit der verbotenen Fracht auffinden. Das weiße kristalline Pulver wurde zu einem steinharten ein Kilogramm schweren Block gepresst.

Foto: Hauptzollamt Hamburg Hafen/hfr

Diese „Standardgröße“ und Verpackungsart ist eher aus den Schmuggelversuchen größerer Kokainmengen bekannt. Gewöhnlich liegt der Reinheitsgehalt derartiger Kokainaufgriffe bei ungefähr 80 bis 90 Prozent. „Würde man dieses hochreine Rauschgift konsumieren, könnte das tödliche Folgen haben“, so Udo Storch Pressesprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen. Storch weiter: „In der Regel wird das Kokain drei bis fünfmal für den Straßenverkauf gestreckt. Dabei verwenden die Dealer Substanzen wie Levamisol, Rattengift und andere stimulierende krebserregende Mittel“.

Das Reisegepäck mit der verbotenen Fracht konnte bislang keinem Passagier zugeordnet werden. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hamburg übernommen.

Zusatzinformation: Das oftmals zum Strecken des Kokains verwendete Mittel Levamisol soll die Wirkung des Kokains verlängern. Es ist ein Mittel gegen Wurmbefall welches in der Tiermedizin verwendet wird. Nebenwirkungen wie die Veränderung des Blutbildes, Verwirrungszustände, Schüttelfrost und Infektionen im Analbereich können hierbei auftreten.

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Hamburg

Zollfahnder beschlagnahmen vier Millionen Zigaretten

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Foto: Zoll Hamburg/hfr

Dithmarschen/Hamburg – Mehr als vier Millionen unversteuerte Zigaretten sollen drei Tatverdächtige in den vergangenen Jahren in Dithmarschen verkauft haben. Jetzt vollstreckte der Zoll 13 Durchsuchungsbeschlüsse in Schleswig-Holstein und Brandenburg.

Es besteht der Verdacht, dass die Zigaretten aus Polen nach Deutschland geschmuggelt wurden. Vermutlich haben die Verdächtigen sie dann wöchentlich aus dem Großraum Schwedt/Oder nach Schleswig-Holstein gebracht. Hier wurden die Tabakwaren anschließend offenbar verkauft. Um den Handel zu verschleiern, sollen die drei Verdächtigen für die Verteilung der unversteuerten Zigaretten auch den Postversand genutzt haben. „Der Zoll kämpft entschieden gegen den Handel mit unversteuerten Zigaretten. Die jetzigen Ermittlungen zeigen, dass sich das Geschäft mit Schmuggelzigaretten nicht lohnt,“ so Stephan Meyns, Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg.

Die Zollbeamten stellten bei den Durchsuchungen in dieser Woche mehrere tausend unversteuerte Zigaretten und weiteres Beweismaterial sicher. Auch wurden durch die Zöllner ein Pkw und ein fünfstelliger Euro-Betrag gesichert.

Mehr als 80 Beamte waren bei den Durchsuchungen im Einsatz.

Neben den strafrechtlichen Konsequenzen erwartet alle an den Taten beteiligten Personen ein Steuerbescheid der Strafsachenstelle des Hauptzollamtes Itzehoe. Bislang ist von einem Steuerschaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro auszugehen.

Die Ermittlungen der Zollfahndung in Kiel dauern an.

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Kiel

„Moped-Führerschein mit 15“ bald auch in Schleswig-Holstein?

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Gero Storjohann
Foto: CDU/Storjohann/hfr

Berlin/Kiel – Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat heute angekündigt, das bislang bis Ende April 2018 befristete Modellprojekt „Moped mit 15“ um zwei Jahre zu verlängern. Eine entsprechende Änderung der Fahrerlaubnisverordnung werde nun umgehend vorbereitet.

Hierzu erklärt der Wahlkreisabgeordnete des Bundestagswahlkreises Segeberg – Stormarn-Mitte Gero Storjohann MdB (CDU): „Als Berichterstatter für Straßenverkehrsrecht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe ich mich bereits damals dafür eingesetzt, das Mindestalter für die Fahrerlaubnis für Kleinkrafträder, Mopeds und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge auf 15 Jahre zu senken.“

Insbesondere in den ländlichen Regionen besteht ein Bedarf an diesem zusätzlichen Mobilitätsangebot, vor allem für Jugendliche in der Ausbildung. Gerade auf dem Land reichen die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs für Auszubildende oft nicht aus. Auch in Schleswig-Holstein würden die Jugendlichen, die bereits im Alter von 15 Jahren eine Berufsausbildung begonnen haben, von der Einführung des Moped-Führerscheins mit 15 Jahren profitieren.

„Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn die schleswig-holsteinische Landesregierung an dem bundesweiten Modellprojekt teilnehmen würde“, so Gero Storjohann.Nicht zuletzt sei eine bessere Mobilität ein wichtiges Kriterium, um dem Wegzug junger Menschen aus den ländlichen Regionen entgegen zu wirken. Dabei leiste das Modellprojekt „Moped mit 15“ einen wichtigen Beitrag.“

Das Modellprojekt „Moped mit 15″ läuft seit 2013 in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Später kamen auch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Es sieht vor, dass Jugendliche die Fahrerlaubnisklasse AM bereits ab 15 Jahren (regulär 16 Jahre) erwerben können. Das Modellprojekt war zunächst bis Ende April 2018 befristet.

Durch den Modellversuch soll ermittelt werden, ob positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, zum Beispiel in Form eines gesteigerten Gefahrenbewusstseins bei jungen Kraftfahrzeugführerinnen und Kraftfahrzeugführern erreicht werden können. Denn im Vergleich zum bisher für diese Altersgruppe (ab 15 Jahren) möglichen Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung kann die Fahrerlaubnis der Klasse AM nur durch eine qualifizierte und umfassende Ausbildung mit anschließender theoretischer und praktischer Prüfung erworben werden.

Dadurch können den jungen Menschen wesentlich intensiver die Verantwortung, die sie im Straßenverkehr tragen, und die Gefahren, die im Straßenverkehr bestehen, vermittelt werden.

Die projektbegleitenden Studien zur Verkehrssicherheit und zum Mobilitätsverhalten haben keine eindeutigen Ergebnisse erbracht. Deshalb wird das Modellprojekt auf zwei Jahre befristet verlängert. Das Bundesverkehrsministerium hat die Länder aufgefordert, in diesem Zeitraum weitere Daten zu erheben.

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