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Sturm Xavier: „Die wahre Katastrophe war die Info-Politik der DB“

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Ein Kommentar von Paul K., Rentner aus Bad Oldesloe und Inhaber einer HVV-Jahreskarte (Bereich ABCD), über die quasi nicht existente Informationspolitik der Deutschen Bahn und HVV während Sturm Xavier: Die Bahnkunden wurden im Sturm alleine gelassen.

Nicht der Sturm neulich in HH und Umgebung war eine Katastrophe, sondern die Null-Informationspolitik bzw. Des-Informationspolitik der Deutschen Bahn wie auch Teilen des HVV, wo Ansagen aus dem Ansage-Automaten liefen (Durchsagen in der Hochbahn etwa) ohne Rücksicht auf die aktuellen Bredouillen. Umsteigen zum Fernverkehr etwa, der schon stundenlang eingestellt war.

Wenn Tausende im Hauptbahnhof umherirren, ohne das Ihnen gesagt wird, was Sache ist, dann schlägt’s 13. Und wenn dann etwa noch dazu kommt, dass auch die ach so modernen Auskünfte auf den HVV-Internet-Seiten nicht stimmen, dann läuft gewaltig was schief. Das geht so weit, dass Bahn-Kunden trotz trotz Bahnbescheinigung der DB für eine Fahrt auf Kosten des Hauses von Taxis nicht befördert wurden.

Oder Verbindungen wurden ausgedruckt, die wegen ausgefallener Züge gar nicht genutzt werden konnten.

Nicht mal die inzwischen zahllosen Ströer-Infokästen wurden zur Information genutzt. Da liefen weiter die üblichen Reklame-Geschichten und Boulevard-Meldungen.

Der ganze Schlamassel wurde „oben“ ausgesessen, den Fahrgästen ungemein viel zugemutet und wenn ich nicht eine Schwägerin in HH hätte, hätte ich auch in einen „Sonderzug“ – ursprünglich ein Regional-Zug nach Rostock – zur Übernachtung besteigen können – 2. Klasse natürlich, denn meine Monatskarte gilt nicht in der 1. Klasse – haha!

Und die Bahner und Bahnerinnen auf den Bahnsteigen, in Zeiten des Mobiltelefons auf Informationen angesprochen, konnten nur mit dem Kopf schütteln: „Wenn wir keine Informationen bekommen, können wir auch nichts sagen.“ Gleiches hörte ich von HVV-Busfahrern auf dem mühseligen Bus-Weg von Bergedorf nach Barmbek am Donnerstagnachmittag …

Am Freitag hatte ich Glück: fuhren unerwartet allein die Züge Richtung Lübeck, waren die Schlangen der gestrandeten Passagiere fast so lang wie am Tag zuvor … Dafür konnte ich in der Kreiskleinstadt Bad Oldesloe relativ pünktlich auf mein Fahrrad umsteigen.

All the best for the Rest. Paul K.

 

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Ahrensburg

SPD Landtagsabgeordneter von Pein: „Kein weiterer religiöser Feiertag“

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Foto: von Pein/hfr

Ahrensburg/Kiel – Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber, den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Religiöse Feiertage seien quasi aus der Mode, weil die Mehrheit der Bevölkerung sich keiner Religionsgemeinschaft mehr zugehörig fühle. 

„In Hamburg wird die Debatte etwas offener geführt, dort gibt es mehrere Alternativvorschläge, die u.a. nicht-religöse Tage vorschlagen. Eine derartige Diskussion wurde in Schleswig-Holstein durch die Jamaika-Koalition abgeräumt.“ Damit ist der Versuch des SSW gemeint, den 13. Juni als Tag der Landesverfassung zu etablieren. Am 13. Juni 1990 wurde die heute gültige Landesverfassung verabschiedet.

„Diesen Tag halte ich weiterhin für geeignet als zusätzlichen Feiertag. Der Tag der Landesverfassung kann dazu dienen, die Besonderheit unserer Landesgeschichte hervorheben. Ich bin dagegen einen weiteren religiösen Feiertag zu verankern. Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Es gibt einen Trend der zunehmenden Säkularisierung in der Gesellschaft und das kann man nicht ignorieren.“, so von Pein.

„Auch wenn die Reformation zweifelsohne den Weg zu weitgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen bereitet hat, bleibt sie untrennbar mit dem Namen Luthers verbunden. Wenn es, wie es aktuell aussieht, eine breite Mehrheit für den Reformationstag als nächstem gesetzlichem Feiertag in Schleswig-Holstein gibt, so müsse zumindest die kritische Aufarbeitung der schwierigen Personalie Luther weiter fortgesetzt werden: „Der Reformationstag ist untrennbar mit dem Namen Martin Luther. Ich erwarte, dass der Reformationstag auch Raum gibt, um sich kritisch mit seiner Person auseinanderzusetzen. Die Bestrebungen im Reformationsjubiläum 2017, sich auch kritisch mit antisemitischen Äußerungen Luthers und seiner Rolle in den Bauernkriegen auseinanderzusetzen, müssen intensiviert werden.“ Dies müsse Teil der politischen Bildungsarbeit rund um den Reformationstag sein.

Von Pein begrüßt weiterhin die Debatte um einen zusätzlichen Feiertag. „Ich bin weiterhin für einen neuen gesetzlichen Feiertag, die Ungerechtigkeit im Vergleich zu anderen Bundesländern bleibt unbestritten. Aber es hätte bessere Alternativen zum Reformationstag gegeben. Daher werde ich mich bei der Abstimmung im Parlament enthalten.

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Region

Storjohann begrüßt Übernahme der A20-Planungen durch Projektgesellschaft „Deges“

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Storjohann
Foto: Laurence Chaperon/hfr

Berlin – Diese Woche wurde in Berlin vereinbart, dass die weitere Planung und der Weiterbau der Autobahn A 20 ab 2018 von der Projektgesellschaft des Bundes und der Länder (Deges) übernommen wird.

Hierzu erklärt der Bundestagsabgeordnete für Segeberg–Stormarn-Mitte und Verkehrspolitiker Gero Storjohann (CDU): „Ich begrüße es sehr, dass die Deges ab 2018 vom Landesbetrieb Verkehr (LBV) die Planung und den Weiterbau der A 20 übernimmt. Mit der Entscheidung, nun alle Bauabschnitte zu realisieren, sobald Baurecht vorliegt, wird der von der rot-grün-blauen Landesregierung im letzten Koalitionsvertrag ideologisch verordnete Stillstand beim Weiterbau der A 20 endlich beendet. Die Abkehr von der bisherigen Marschrichtung, den Autobahnbau nur Stück für Stück von Ost nach West zu betreiben, ermöglicht eine deutliche frühere Realisierung des Gesamtbauprojektes. Insbesondere der Bauabschnitt 4 der A 20 mit dem wichtigen Anschluss an die A 7 bei Bad Bramstedt sollte mit Nachdruck verfolgt werden, da durch das neue Autobahnkreuz mit Anbindung an alle vier Himmelsrichtungen optimale Verkehrsstrukturen für den Kreis Segeberg geschaffen werden.

Die zügige Fertigstellung der A 20 ist von immenser wirtschaftlicher Bedeutung für den Kreis Segeberg und das gesamte Land Schleswig-Holstein. Deshalb wurde der Bau der A 20 im Bundesverkehrswegeplan mit der höchsten Dringlichkeitsstufe als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft. Eine Bundesfinanzierung ist damit zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Ich erwarte, dass das Land Schleswig-Holstein die nun frei werdenden Planungskapazitäten beim Landesbetrieb Verkehr sinnvoll einsetzt. Neben dem notwendigen Ausbau der B 5 und der B 404 müssen auch Kapazitäten für den Bau neuer Radwege übrig bleiben.

Im ganzen Land bestehen momentan Bestrebungen die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern, Radschnellwege zu bauen und die Verkehrswende zu gestalten. Im Jahr 2016 hat das Land Schleswig-Holstein aber gerade einmal die Hälfte (1,3 Mio. Euro) der vom Bund zur Verfügung gestellten 2,4 Millionen Euro für den Bau und Erhalt von Radwegen an Bundesstraßen abgerufen. Im Jahr 2017 wurden daraufhin die Bundesmittel für Schleswig-Holstein in diesem Haushaltstitel um ein Drittel gekürzt. Das Geld ist dann in andere Bundesländer abgeflossen. Das darf nicht sein.

Deswegen ist es wichtig, dass die Landesregierung nun die Bundesmittel für den Radwegebau zu hundert Prozent abruft, damit Schleswig-Holstein künftig wieder mehr Gelder aus dem Bundeshaushalt zugewiesen werden können.“

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Kultur

„Kleines Theater“ : Trägerverein antwortet auf Kinobetreiberkritik

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Fühlen sich zu Unrecht angegriffen: Der Trägervereinsvorsitzende Olaf Nehls (r.) mit seinem Finanzvorstand Rainer Wiegard.
FOTO: SL Archiv

Bargteheide – Hans-Peter Jansen, Betreiber des „Cinema Paradiso“ im „Kleinen Theater“ Bargteheide, hatte in der vergangenen Woche sehr deutlichen seinem Unmut über „Vorgänge“ im Haus Luft verschafft. Seitdem der neue Trägerverein die Koordination übernommen habe, sei im Prinzip alles erstmal schlechter geworden. Er stellte deutliche Forderungen. Ansonsten werde er seinen im Sommer 2018 endenden Vertrag nicht verlängern. 

Mit einem offenen Brief reagiert nun der offenbar überraschte Trägerverein mit polemischen Untertönen auf die zum Teil harsche Kritik Jansens. 

Brisant ist, dass schon Manfred Kutsche vom mittlerweile insolventen Kulturring ähnliche Kritik wie Jansen an dem Trägerverein geübt hatte. Jansen verlangte nun die sofortige Rückkehr des Kulturrings. 

Hier nun aber der komplette offene Brief des Trägervereins im Wortlaut ( Anmerkung der Redaktion: Jansen konnte mittlerweile belegen, dass sein Vertrag nur bis Sommer 2018 läuft, wie er im Rahmen seines Pressegesprächs gesagt hatte und was vom Trägerverein im Folgenden bezweifelt wird ).: 

„Lieber Hans-Peter,

da ist Dir ja ein richtig geiler Helikopter-Coup gelungen. Mit einer Pressekonferenz am letzten Donnerstag mal wieder richtig Staub aufwirbeln und Wind in die langweilige Presseberichterstattung bringen. „Bad News are Good News” und Fake-News sind ja nun wirklich richtig cool, man. Die Blätter haben, wie von Dir gewünscht, gestern gerauscht und im Stormarner Tageblatt sogar heute nochmal. Bis auf einen Stormarner Journalisten haben alle bei uns nachrecherchiert.

Vor 2 Wochen, am 10. Oktober, trafen wir uns noch in größter Harmonie zu unserem regelmäßigen Partnertreffen, zusammen mit Baki, unserm fröhlichen Papillon-Wirt. Wir vereinbarten ein gemeinsames kreatives Themen-Wochenende in 2018 mit Kino, Theater und mit wunderbarem Essen von Alex. Wir tauschten uns aus über die technischen Fortschritte und was wir gemeinsam für das Haus planen. Unserem erneuten Vorschlag für ein zukünftig gemeinsames Programmheft – für Kino und Theater – hast du mir am gleichen Abend telefonisch freudig zugestimmt.

Ne echt klasse Nummer, uns in seliger gemeinsamer Harmonie zu wähnen und 2 Wochen später uns – puff bäng blitz donner rumms – irgendwas über die Presse an den Kopf zu knallen, ohne Vorgespräch, ohne Vorwarnung, ohne Veranlassung.

Klasse Idee von dir, in die Medien zu kommen. Aber wie schafft man so was. Ja natürlich, du bist da Profi. „Das letzte Alphatier im Theater“ (Zitat). Einfach mal ein wenig zu Boden sehen, (Timing ist alles, schon klar) und dann erzählen, dass hier bald die Lichter ausgehen würden, dass man der letzte kreative Kulturschaffende ist, der eine Seele hat und das Haus lebt. Und dass man glaubt, dass das ganze Kulturleben in die Grütze geht, wenn das (was?) so weitergeht. Das zieht, und die anwesenden Journalisten schreiben natürlich freudig mit über so viel Emotion und Ego-Darstellung. Alles gut, lieber Hans-Peter. Kann man machen, muss man aber nicht.

Du beschwörst den drohenden Abgrund, du würdest den Vertrag in 2018 nicht verlängern. Tja, unseres Wissens geht Dein Vertrag mit der Stadt bis 2020. Macht ja nix, dann kannst Du ja bis dahin noch mehrfach mit deinem Ausstieg drohen (warum eigentlich?).

Dabei sind wir wirklich froh, dass wir so ein tolles Kino in Bargteheide haben. Das haben nicht so viele Städte in Kreis. Und dass Du so ein klasse Programm machst. Ganz ehrlich. So tolle Filme, wirklich. Wir haben Dir noch nienienie in dein Programm reingeredet. Werden wir auch in Zukunft nie tun.

Ach ja, die eigentliche News in der Pressekonferenz nicht zu vergessen:

Deine Hausnummer, wir hätten in der letzten Spielzeit (Sept. 2016 bis Juni 2017) 120 Tage die Bühne blockiert. Und Du hättest dadurch einen Verdienstausfall von 25.000 Euro, die wir Dir ersetzen sollen, oder auch die Stadt Bargteheide, sonst würdest Du 2018 alles hinschmeißen. Ups. Schöner Versuch, aber leider fake.

Natürlich haben wir sofort nachgerechnet. Nach der Vereinbarung aus 2008 haben wir in der Saison 2016/17 41 2/3 Tage gemeinsam mit dem Kulturring die Bühne belegt. Zur Verfügung nach Vertrag stehen uns 26 Tage und dem Kulturring 14 Tage, plus 2 Tage Kindertheater des Monats, sind 42 Tage. Mithin hättest du also 1/3 Tage mehr Kino machen können als Dir zustand. Auf einen Ausgleich zu unseren Gunsten verzichten wir großzügig ;-))

Nun ist es so, dass du sowieso Deine 300 Tage nicht ausnutzt. Denn in Ferienzeiten, auch an Montagen, Mittwochen und Donnerstagen läuft im Kino sehr oft…. nix.

Und was war noch auf der Pressekonferenz: Ach ja, Du lebst das Haus, wir nicht. OK. Wie kommst Du darauf? Unsere Vorstandsmitglieder engagieren sich seit mehr als 20 Jahren für das Kleine Theater. Im alten Förderverein als Kassenwart, als Kassenprüfer, als Fördermitglieder, mit Kindern, die dort jahrelang Theater spielten oder die Technik unterstützten. Zu Zeiten, als Kirsten noch das Kino machte und auch jedes Jahr Preise vom Land und vom Bund erhielt. Das Theater war für viele von uns ein zweites Wohnzimmer. Wir haben gelacht, gefeiert und geheult in diesem Haus. Und das versuchen wir heute täglich zurück zu geben. Ehrenamtlich, unbezahlt, zeitweise im Full-time-Job, abends, am Wochenende.

Unsere Seele ist das Publikum! Unser Publikum, das gestern schon wieder im ausverkauften Haus die Dire Strats Tributeband drei Stunden gefeiert hat mit Standing Ovations und, ich glaube, 6 oder 7 Zugaben. Morgen am Montag kommt das Ohnsorg-Theater – ist auch schon seit Wochen ausverkauft. Wir freuen uns sehr drauf.

Schön wäre es, lieber Hans-Peter, wenn Du nicht nur Dienstagnachmittag da wärst, sondern auch mal zu einer Abendvorstellung von uns kommen würdest. Leider haben wir Dich da noch nie gesehen. Dann schenken wir Dir auch eine Karte, die wir selbst bezahlen und machen Dir ein Namensschild, damit du auch von unseren Gästen aus Hamburg, Ahrensburg, Norderstedt, Bad Oldesloe, Segeberg, Reinfeld, Lübeck … erkannt wirst.

Und übrigens, das Kulturleben in Bargteheide geht nicht unter, da können wir Dich ganz beruhigen. Wirf einfach mal einen Blick in unser Programm bis Mitte 2018 und dazu kommen sogar noch ein paar coole Überraschungen. Alles für das Haus und unser – gemeinsames – Publikum. Wir lieben das Theater.

Nix für ungut, wir freuen uns auf das nächste Partnermeeting. Den Termin am 21. Nov. hatten wir ja schon neulich festgelegt. Und dann kommunizieren wir wieder ganz normal persönlich und direkt, wie wir es bisher auch getan haben. In einem anständigen und fairen Stil. Ok?

Ganz liebe Grüße

Olaf Nehls / Joachim Krämer

Vorsitzender / stellvertretender Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit

Kleines Theater Bargteheide e.V.

im Namen des Gesamt-Vorstandes

Olaf Nehls (Vorsitz)

Joachim Krämer, Anja Libnau, Werner Reese, Rainer Wiegard (stellv. Vorsitzende)

Elke Bange, Hilke Behr, Anja Görtz, Barbara Otto, Georg Schüttke (Vorstand)“

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