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Bad Oldesloe

Trotz Kritik: Lokalpolitik hält weiter an Kreisverkehr-Planungen fest

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Der Entwurf des Kreisverkehrs. Grafik: Höger&Partner GmbH

Bad Oldesloe – Der am Sülzberg in Bahnhofsnähe geplante Kreisverkehr sorgt für viel Kritik unter Bürgern. Im Bau- und Planungsausschuss macht einige von ihnen ihrem Ärger über die „blödsinnige Geldverschwendung“ Luft.

Auch Lokalpolitiker haben „Bauchschmerzen“ mit dem neuen Kreisel, die meisten von ihnen halten aber an den Plänen fest.

„Ich fahre jeden Tag mehrmals über diese Kreuzung und musste dort noch nie warten“, sagt Manfred Lieder. Wie viele andere Bürger kann der Oldesloer nicht verstehen, warum gerade dort ein Kreisverkehr gebaut werden soll. Die Kreuzung sei nicht überlastet, die Ausgabe für einen Kreiselbau schlicht sinnlos: „Das Geld lässt sich an anderen Stellen besser investieren.“

Land und Bund zahlen zwei Drittel: 300.000 Euro Eigenanteil für die Stadt

Die Stadtverwaltung schätzt die Baukosten auf 850.000 Euro. Zwei Drittel der förderfähigen Kosten übernehmen Bund und Land. Den Rest – etwa 300.000 Euro – muss Bad Oldesloe aus Eigenmitteln finanzieren.

Die Kritik kann Ausschussvorsitzende Maria Herrmann in Teilen nachvollziehen: „Auch ich habe eine gewisse Skepsis aber es gibt auch gute Argumente für den Bau, die bislang nicht so recht widerlegt werden konnten.“

Eines dieser Argumente ist die Entlastung des Bahnhofsvorplatzes: Bislang wickelt Autokraft den Busverkehr größtenteils über die schmale Mommsen- und Reimer-Hansen-Straße ab. „Da kommt es häufig zu brenzligen Situationen“, sagt Wilfried Janson (Bündnis 90/Die Grünen). Wenn der Kreisverkehr gebaut wird, will Autokraft 100 Prozent des Busverkehrs über diesen Verkehrsknotenpunkt abwickeln.

Kreisverkehr als Wendemöglichkeit für Lastwagen

Sollte der Kreisverkehr nicht umgesetzt werden, sieht die CDU künftige Förderanträge für andere Verkehrsprojekte in Gefahr. „Wir sehen die Maßnahme als wichtigen Teil des gesamten Verkehrskonzeptes und sollten die Chance auf Förderung nicht ausschlagen“, so Uwe Rädisch (CDU). Damit folgt seine Fraktion auch der Argumentation der Verwaltung.

Sollte der Kreisverkehr nicht gebaut werden und sich die Stadt erst in ein paar Jahren für die Überplanung der Kreuzung entschließen, „müssten wir wahrscheinlich alles aus Eigenmitteln finanzieren“, sagt Bauamtsleiter Thilo Scheuber. Mit dem Kreisel soll auch eine Wendemöglichkeit für große Lastwagen geschaffen werden, die Unternehmen in der Industriestraße beliefern und bislang den Kurparkkreisverkehr ansteuern müssen.

Einzig die FBO sprach sich gegen den Kreisverkehr in dieser Form aus: „Es ist eine halbgare Lösung und in dieser Form wollen wir den Kreisverkehr nicht“, sagte Matthias Rohde von der Wählergemeinschaft. Es bestehe die Gefahr, dass 20 bis 25 Parkplätze in der Mommsenstraße wegfallen: „Auf die können wir nicht verzichten.“

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Bad Oldesloe

Überschwemmung ruiniert Badesaison am Poggensee

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Die überschwemmte Liegewiese am Poggensee. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Badesaison am Poggensee war ein Reinfall. Das Oldesloer Freibad verzeichnete in diesem Jahr nur 7500 Gäste. Damit brachen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte ein. Es ist die Folge eines regnerischen Sommers – und eines verstopften Abfluss.

Ein großer Teil der Liegewiese war den kompletten Sommer überschwemmt und blieb gesperrt. Zu ungemütlich für viele Badegäste. Auch im nächsten Jahr wird der Erfolg der Badesaison am Poggensee noch mehr als sonst vom Wetter abhängen.

Sandfang soll erst 2019 gebaut werden

„Wir sind selbstverständlich bemüht, dass wir das Freibad offen halten“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Die Entwässerung solle verbessert werden. Doch zur Saison 2018 ist damit noch nicht zu rechnen.

Bei starken Regenfällen fließt das Wasser von der Liegewiese normalerweise über die Poggenbek ab. Doch die Abflüsse sind regelmäßig verstopft und können größere Wassermassen nicht mehr verarbeiten. Ein sogenannter Sandfang soll Abhilfe schaffen und grobes Material fernhalten. Doch die Konstruktion soll erst 2019 installiert werden.

Außerdem müsste zwei Bachläufe im angrenzenden Naturschutzgebiet ausgebaggert werden. Doch der Umweltausschuss hat Bedenken. Einen Beschluss, der das erlaubt, gibt es noch nicht.

Überschwemmungen sind auf der Liegewiese des Poggensee-Freibad nichts ungewöhnliches. Doch so groß wie in dieser Saison waren die Auswirkungen noch nie. Zeitweise reichte auch das Wasser des Sees bis an die Liegewiese heran und überschwemmte den Sandstrand.

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Bad Oldesloe

„Landmarkt“ wird vorerst letzter verkaufsoffener Sonntag in Bad Oldesloe

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Geschäftsleute laden zum Landmarkt ein: Hans-Jörg Steglich, Eva-Marie Bruszies, Maik Neudeck, Marco Schmidt und Sebastian Hagen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Es ist der vorerst letzte verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe: Am 5. November organisiert die Interessengemeinschaft Handel (IGH) den „Landmarkt“ in der Fußgängerzone und wird sich anschließend auflösen. Ob es im nächsten Jahr verkaufsoffene Sonntage geben wird, ist noch unklar.

„Die Organisation der verkaufsoffenen Sonntage ist mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden, den wir mit der Anzahl an Beteiligten nicht mehr leisten können“, sagt Marco Schmidt von der IGH. Zuletzt hatten sich nur noch sieben Einzelhändler in der Interessengemeinschaft aktiv beteiligt.

„Landmarkt mit Gourmetmeile“ am 5. November

Sozusagen als Ausstand plant die IGH einen von der Oldesloer Marktgemeinschaft gestalteten Landmarkt mit Gourmetmeile. Die Geschäfte öffnen am Sonntag, 5. November, von 12 bis 17 Uhr.

In herbstlichem Ambiente sollen die Besucher auf dem Marktplatz zur Jahreszeit passende Gerichte schlemmen und anschließend in den offenen Geschäften shoppen gehen können.

Auf das bislang traditionell von dem Oldesloer Gastronom Rainer Hinz präsentierte Grünkohlessen werden die Besucher allerdings verzichten müssen. „Nach dem letzten Mal hatte er bereits angekündigt, sich nicht erneut zu beteiligen“, so Schmidt. Daher habe die IG Handel das Konzept angepasst und einen externen Anbieter verpflichtet.

In der Hindenburg- und Mühlenstraße werden ein paar Stände von Oldesloer Vereinen und Einzelhändlern zu besichtigen sein.

Auf der Hude wird wie üblich ein Kinderkarussell aufgebaut und bei einem Wettbewerb müssen Teilnehmer in der Fußgängerzone versteckte Kürbisse finden. Die Gewinner erhalten einen von vier Präsentkörben. Die dafür nötigen Coupons werden im Modehaus Rohde verteilt.

Für den musikalischen Part hat die IG Handel einen alten Bekannten eingeladen, den Entertainer Jörn Langbehn alias „Küsten Jörn“. Marco Schmidt. „Wir haben nach dem Fischmarkt im Mai immer wieder Anfragen bekommen und uns dann entschieden, ‚Küsten Jörn‘ ein weiteres Mal zu engagieren.“

Künftige Einkaufssonntage in Gefahr

Die Ankündigung, dass sich die Interessengemeinschaft Handel auflösen wird, sorgte bei der Stadtverwaltung für Überraschung. Die 16.000 Euro für nächstes Jahr sind bereits im Haushalt eingeplant. „Man wird jetzt Gespräche suchen müssen“, sagt Agnes Heesch vom Stadtmarketing.

Dass die neue Wirtschaftsvereinigung die Veranstalterrolle übernimmt, ist fraglich: Die will Einkaufssonntage lieber mit bestehenden Events kombinieren. „Wir sind aber gerne bereit, an Konzepten mitzuarbeiten“, sagt Vorstandsmitglied Nicole Brandstetter.

Die Zeit wird knapp: Ein neuer Organisator müsste noch in diesem Jahr Termine und Konzept vorlegen, um sie sich von der Stadtverordnetenversammlung genehmigen zu lassen.

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Bad Oldesloe

Fotoimpressionen: 20 Jahre „Stormarn Magic“

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Bad Oldesloe – Die Marching Band „Stormarn Magic“ feierte gemeinsam mit mehreren Gastvereinen das mittlerweile schon 20-jährige Bestehen. Nach einer Parade durch die Innenstadt ging es mit Konzerten und einer abschließenden Feier in der Stormarnhalle weiter. Ein echter Hit war die Tombola, deren 800 Lose schon früh ausverkauft waren. 

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