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Kultur

Trittau: „Kelvin´s Space“ in der Wassermühle

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Bild. Ronny Lischinski/hfr

Trittau – Ab dem 7. Oktober ist in der Galerie in der Wassermühle Trittau die Ausstellung „Ronny Lischinski – Kelvin’s Space“ zu sehen. Der in Berlin lebende Künstler Ronny Lischinski (*1976 in Lübz) zeigt Malerei, Grafik und Skulptur.

In seiner Ausstellung „Kelvin‘s Space“ bezieht sich Ronny Lischinski auf den Science-Fiction-Roman „Solaris“ von Stanislaw Lem aus dem Jahr 1961. Der Planet Solaris ist fast vollständig von einem „intelligenten“ Ozean bedeckt und Generationen von Menschen haben versucht, ihn zu erkunden und zu verstehen. Geheimnisvolle Dinge und Erscheinungen ereignen sich dort, doch der Planet und sein Ozean entziehen sich jeder menschlichen Erkenntnis. Lems Planet Solaris kann als Analogie für Gott, die Metaphysik oder die Erkenntnisgrenze an sich gelesen werden. Der daran scheiternde Mensch —in der Figur des Kris Kelvin—, der es wie alle anderen nicht vermag, das Wesen des Planeten zu verstehen, wird als das im grenzenlosen All oder Ozean verlorene Individuum gedeutet.

Lischinski erarbeitet in seiner Ausstellung einen Raum, der stellvertretend für Kris Kelvins Gedankenraum steht und dabei auch formale Bezüge zur Raumstation des Romans aufnimmt. Die beklemmende Enge der Angst, des Wahnsinns, der Halluzinationen und der Ungewissheit über sich selbst, verdichten sich in Lischinskis Installation aus Bildern und Skulpturen zu einem Ort, der als Sinnbild des eingeschränkten menschlichen Erkenntnisraums steht.

Ronny Lischinskis Arbeiten haftet etwas Rätselhaftes und Abgründiges an. In seinen Bildern schweben organische und geometrische Formen in menschenleeren Räumen. Weder Bildgegenstand noch Raumkonstruktion erschließen sich, die imaginären Elemente sind in nicht erkennbare Bezüge zueinander versetzt. Es scheint, als verberge sich hinter den abgebildeten Dingen eine zweite geheimnisvolle Wirklichkeit.

Die Ausstellung wird am Samstag, 7. Oktober  um 16 Uhr von Ulrike Lorenzen, Bürgervorsteherin der Gemeinde Trittau, eröffnet. Zur Einführung spricht Dr. Katharina Schlüter, Kuratorin und Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. Im Rahmen der Ausstellung findet ein Künstlergespräch am 3. Dezember um 15.00 Uhr statt. Zur Ausstellung erscheint außerdem ein Katalog im Gudberg Nerger Verlag.

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Kultur

„Geh20 – alles im Eimer“: Axel Richter stellt in Hamburg aus

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Axel Richter schiebt das Eimermobil. Foto: Axel Richter

Hamburg – In der Zeit vom 29.10. bis 19. November werden im Südschiff der Hauptkirche die Kunstobjekte „Hinderlich“ von Uwe Schloen und „Geh20 – alles im Eimer“- das Eimermobil von Axel Richter und Uwe Schloen ausgestellt.

„Hinderlich“

„In einem Kubus von 3x3x3m plätschert ein Springbrunnen vor sich hin. Man kennt dies aus diversen Vorgärten, seltener aus Kirchen. Dazu auch noch rotes Wasser – Blut, Wein assoziiert man schnell. Die Betrachtenden sind durch eine transparente Plastikschicht vom Springbrunnen getrennt. Ein strenger formeller Aufbau. Hinweis auf die blutige Kirchengeschichte? Ein Aktueller Beitrag zum Zustand der Welt?

(Uwe Schloen)

„Geh20 – alles im Eimer“

Die Künstler Axel Richter und Uwe Schloen zogen im Mai einen Handwagen mit 200 Eimern vom KunstHaus am Schüberg bis ins Zentrum von Hamburg. Die Entfernung betrugt exakt 20 km, deshalb der Titel „Geh 20“. Das Motto „Alles im Eimer“ ist mindestens zweideutig. Einerseits ein Hinweis auf die reich vorhandenen kulturellen, politischen, natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen der weltweit knapp 200 Nationen, die miteinander geteilt werden wollen, andererseits ein Hinweis darauf, dass die Welt droht, unwiderruflich aus den Fugen zu geraten. Eine Bildergeschichte legt Zeugnis von der besonderen Wanderschaft ab.

Künstlergespräch am 14. November, 19 Uhr mit Uwe Schloen und Axel Richter Begrüßung und Moderation: Astrid Kleist

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Bad Oldesloe

Oldesloer Shantychor singt zum ersten Mal im KuB

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Der Shantychor Bad Oldesloe. Foto: Peter Warnholz

Bad Oldesloe – Voller Einsatz für einen stimmungsvollen Abend: Mit einer bunten Mischung aus Shantys und Seemannsliedern stehen die geselligen Sänger am Freitag, 20. Oktober 2017, um 20 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum auf der Bühne.

Seit der Gründung vor 27 Jahren hat sich der Shantychor Bad Oldesloe zu einem festen Bestandteil im Oldesloer Kulturleben entwickelt. Auf rund 25 bis 30 Auftritten pro Jahr verbreiten die „Seebären vom Binnenland“ mit ihrem lockeren Auftreten auf runden Geburtstagen, Ehejubiläen und Festen jeder Art gute Laune. Natürlich sind sie immer mit von der Partie, wenn in der Stormarner Kreisstadt große Feste wie die Stadt- und Kurparkfeste stattfinden. Besonders beliebt ist das jährliche Weihnachtssingen am letzten Sonnabend vor Heiligabend vor ihrem Gründungslokal, das heutige „Kuchenwerk“.

Der Oldesloer Chor ist zudem gern gesehener Gast auf Shantychor-Treffen in zahlreichen Bädern an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sang auch schon beim Hamburger Hafengeburtstag und hat dazu zahlreiche Reisen ins In- und Ausland unternommen.

Im KuB Bad Oldesloe steht der Shantychor Bad Oldesloe nun endlich einmal wieder auf einer Konzertbühne. Die Zuhörer erwartet ein Abend voll mitreißender Freude am Singen und lockerer Geselligkeit.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

Tickets gibt es unter 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de

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Kultur

„Carion“ in Ahrensburg: Dieses Bläserquintett spielt ohne Noten und Hilfsmittel

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Das Carion Quintett spielt in Ahrensburg. Foto: hfr

Ahrensburg – Sie spielen auswendig ohne Notenständer auf einer leeren Bühne: Die Musiker des dänischen Bläserquintett „Carion“ revolutionieren in gewisser Weise die Kammermusikszene mit ihrem „barrierefreien“ Konzept.

Am Sonnabend, 4. November, treten die dänischen Musiker auf Einladung des Vereins Theater und Musik um 20 Uhr im Eduard-Söring-Saal (Waldstraße 14) in Ahrensburg auf.

Das 2002 gegründete Quintett ist Preisträger bei internationalen Wettbewerben, u. a. beim dänischen Rundfunk, in Turin und zweimal in Osaka, zuletzt 2014. Die faszinierende Präsentation weckt besonders auch das Interesse des jungen Publikums.

Unter dem Titel Mephisto stehen Werke von Franz Liszt (Mephisto Walzer; Grandes études de Paganini Nr. 6), Dmitri Schostakowitsch (Suite für Bläserquintett), Ferenc Farkas (Alte ungarische Tänze), Pēteris Vasks (Music for the Fleeting Birds) und W. A. Mozart (Serenade Es-Dur, KV 375) auf dem Programm.

Es ist das erste Konzert des Quintetts in Ahrensburg. Karten gibt es ab sofort für 17 bis 26 Euro in den MARKT-Theaterkassen in Ahrensburg, Große Straße 15a, und in Bargteheide, Rathausstraße 25, sowie an der Abendkasse.

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