Folge uns!

Kreis Segeberg

Toter Säugling in Sülfeld: Mutter von „Teresa“ muss drei Jahre ins Gefängnis

Veröffentlicht

am

Shutterstock.com

Sülfeld – Der Fall des an einer Bundesstraße in Sülfeld abgelegten Säuglings sorgte bundesweit für Entsetzen. Heute hat das Landgericht in Kiel ein Urteil gesprochen: Die Mutter (23) muss wegen Totschlags durch Unterlassen für drei Jahre ins Gefängnis.

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die Frau den Säugling Mitte Oktober 2015 in einer Plastiktüte verstaut an der Bundesstraße 432 in Sülfeld im Kreis Segeberg ablegte. Für den Kind war es das Todesurteil. Es starb nur etwa 30 Minuten später an Unterkühlung und Atemstillstand, wie ein Gutachter später erklärte.

Eine Passantin fand kurze Zeit später die Tüte, hielt sie für herkömmlichen Abfall und warf sie in einen Mülleimer an einer Bushaltestelle. Fahrgäste entdeckten daraufhin den Säugling.

Die Anteilnahme war groß. Die Sülfelder Kirchengemeinde gab dem kleinen Mädchen den Namen „Teresa“ und organisierte eine große Trauerfeier mit anschließender Beisetzung. Rund 200 Menschen kamen, um sich von dem unbekannten Kind zu verabschieden.

So furchtbar der Fall, so tragisch ist auch die Geschichte der Mutter. Wie spätere Ermittlungen ergaben, handelte es sich um eine damals 21-Jährige Frau aus Eritrea. Während ihrer Flucht wurde sie in einem Lager in Libyen vergewaltigt. Dabei wurde vermutlich das Kind gezeugt. Das alles berichtete die Frau der Polizei, nachdem sie im Dezember 2016 festgenommen wurde. Und davon, dass sie das Kind wegen der Vergewaltigung nicht annehmen konnte. Sie wusste sich dann nicht anders zu helfen, als ihr Kind an dem Oktobertag in dem Knick neben der Straße in Sülfeld abzulegen. Laut ihrer Verteidigerin habe ihre Mandantin die Flucht und Vergewaltigung zu verdrängen versucht.

Aufgrund dieses psychischen Ausnahmezustands hatte die Verteidigung einen Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft plädierte für eine Haftstrafe von fünf Jahren. Mit dem Urteil bleibt das Gericht unter dieser Forderung.

Weiterlesen
Kommentar schreiben

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kreis Segeberg

Polizei stoppt betrunkenen Mann auf Rasenmäher

Veröffentlicht

am

Bad Segeberg – Die Polizei hat in Bornhöved (Kreis Segeberg) einen betrunkenen Verkehrsteilnehmer gestoppt. Der Mann (52) war auf einem Aufsitzrasenmäher unterwegs und hatte zwei Promille.

Um 20:46 Uhr fiel drei Zeugen ein Aufsitzrasenmäher auf, der in der Straße Kuhberg unsicher geführt wurde. Um die offensichtliche Trunkenheitsfahrt zu unterbinden nahm ein Zeuge dem 52-jährigen Fahrer den Schlüssel dazu ab und informierte die Polizei. Der Versuch den Aufsitzrasenmäher mit einem Taschenmesser wieder zu starten schlug fehl.

Bei der Kontrolle durch die Beamten stellte sich heraus, dass der Mann mit 2,05 Promille deutlich alkoholisiert war. Die Weiterfahrt wurde natürlich unterbunden. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Die Polizisten fertigten eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Der Mann beließ es glücklicherweise bei dem halbherzigen Versuch, seinen Rasenmäher zu starten. Im Gegensatz zu dem Mann in diesem Video:

Weiterlesen

Kreis Segeberg

Früchtepunsch und hübsche Keramik: Adventsausstellung in der Töpferei

Veröffentlicht

am

Die Töpfermeisterinnen Friederike Karsten und Anne Flosdorff zeigen ihre Arbeiten. Foto: hfr

Nahe – Am ersten Adventwochenende, 2.und 3. Dezember, Töpferinnen Friederike Karsten und Anne Flosdorff zu einer Adventsausstellung in ihre Töpferei in Nahe ein.

Für dieses Wochenende machen Ton, Drehscheiben und Werkzeuge Platz für unsere gemütliche und exquisite Veranstaltung. Bummeln, Staunen, Einkauf und geselliges Treffen bei Früchtepunsch und Crêpes haben eine lange Tradition.

Neben dem umfangreichen Angebot an nützlichen und dekorativen Keramiken für Haus und Garten von Friederike Karsten und Anne Flosdorff präsentieren Kunsthandwerker aus der Umgebung und die Wohngruppe Miteinander, Nahe ihre Arbeiten. Das vielseitige Angebot der Wohngruppe Miteinander umfasst u.a. schöne handgewebte Wollteppiche, Holzarbeiten und eingekochte Leckereien aus dem eigenen Biogarten. Aus der kleinen Filzwerkstatt von Andrea Ahlert kommen eine Vielzahl nützliche, verspielte, zauberhafte und ideenreiche Schätze. Rosemarie Völkner fertigt mit viel Erfahrung aus Pappe und wunderschönen Papieren Kästen, Mappen und Ordner etc.

Die Tischlerin Martina Kroh stellt zum einen edle Schneidebretter und Schalen aus verleimten Hölzern her, zum anderen zeigt sie ihre kreativen stabilen Gartenbänke und manch andere Überraschungen.

Wir hoffen, dass kleine und große Besucher trotz der Baustelle in der Wakendorferstraße/Dorfstraße den Weg zu uns finden. Mit dem Auto ist eine Zufahrt nur über die Mühlenstraße möglich.

Adventausstellung am Samstag, 2.12.2017 von 14.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag, 03.12. 2017 von 11.00 bis 18.00 Uhr in der Töpferei, Mühlenstraße 19 in Nahe.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Erneut Trickbetrug durch angeblich „Taubstumme“

Veröffentlicht

am

Polizist auf Streife
Symbolfoto: SL

Norderstedt/Stormarn – Ein 30-jähriger aus Norderstedt verließ gestern, gegen 12:50 Uhr, einen Lebensmitteldiscounter Am Tarpenufer in Norderstedt. Vor dem Ausgang kam eine männliche Person auf ihn zu und hielt ihm einen Zettel hin.

Auf dem Zettel stand ein Text, dass die Person taubstumm sei und Unterschriften und Spenden sammle. Während der Mann aus Norderstedt sich den Zettel genauer ansah, merkte er, dass die Person in seine Jackentasche griff, um eventuelle Wertgegenstände zu stehlen.

In einer ersten Reaktion verscheuchte er die Person, ging ihr dann aber noch hinterher. Hierbei stellte er fest, dass derjenige mit drei weiteren männlichen Personen unterwegs war. Die anderen Personen versuchten gerade mit demselben Trick eine ältere Dame zu bestehlen. Auch ihr wurde ein Zettel vorgehalten und zeitgleich in die mitgeführte Handtasche gegriffen. Ein Diebstahl konnte hier offensichtlich noch verhindert werden.

Auch in Stormarn tauchen Betrüger immer wieder mit genau dieser Masche auf Supermarktparkplätzen auf. In Bad Oldesloe wurden sie kürzlich bei Famila, auf dem Hagebauparkplatz und in der Fußgängerzone gesehen. Auch in Ammersbek tauchten die Trickbetrüger in der Vergangenheit auf. 

Die vier männlichen Täter konnten durch den Zeugen wie folgt beschrieben werden:

– Alle vier Personen hatten kurze, schwarze Haare und ein
osteuropäisches Erscheinungsbild – Drei Personen waren ca. 165 – 175
cm groß – Eine Person war ca. 175 – 185 cm groß und ca. 25 Jahre alt
– Zur Bekleidung konnte nur der Hinweis „blaue Jeans“ gegeben werden

Die Polizei warnt die Bevölkerung vor den Trickdieben und der geschilderten Masche.

In dem Zusammenhang weist die Polizei auf eine andere bekannte Vorgehensweise hin. Hierbei werden Personen angesprochen und gebeten, Geld zu wechseln. Wenn jemand dann seine Geldbörse herausholt, lenkt der Betrüger denjenigen ab oder hält seine Hand oder einen Zettel über die Geldbörse und entwendet dabei schnell und geschickt das Bargeld aus dem Portemonnaie. Die Geschädigten selbst bemerken das nicht.

Sollte es in diesem Zusammenhang weitere Zeugen oder Geschädigte geben, werden diese gebeten, sich unter Tel. 040 / 52806-0 an die Polizei in Norderstedt zu wenden.

Ein ähnlicher Fall aus Hamburg

 

 

Weiterlesen

Trending