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Bargteheide

Um 9 Uhr morgens: Frau fährt mit 2,8 Promille in Baustelle und begeht Fahrerflucht!

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Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Bargteheide – Im Vollsuff hat eine Autofahrerin in Bargteheide einen Verkehrsunfall verursacht und anschließend Fahrerflucht begangen. Die Frau (62) konnte erst in Ahrensburg von der Polizei gestoppt werden. Der Alko-Test ergab 2,8 Promille!

Der Bargteheider Polizei wurde am Mittwoch um 8.40 Uhr ein roter Opel gemeldet, der in die Baustellenabsicherung „Am Markt“ Ecke „Am Steinkreuz“ gefahren ist.

Nach Zeugenaussagen sei die Fahrzeugführerin über den Gehweg in die Baustellenabsperrung gefahren. Die Absicherung klemmte dann vorne unter dem Fahrzeug. Die Frau versuchte mehrfach ihre Fahrt fortzusetzen. Das gelang ihr erst, nachdem die Absperrung abgefallen sei.

An der nächsten Ampel (Am Markt, Einmündung Wurth) sei sie von einem weiteren Verkehrsteilnehmer angesprochen worden, kurz ausgestiegen und dann doch weitergefahren. Der Pkw wurde dann in der Lübecker Straße Höhe Am Weinberg in Ahrensburg von Polizeibeamten angetroffen.

Hier missachtete die 62-jährige Fahrerin die Haltezeichen. Erst im Beimoorweg hielt sie an. Die Fahrerin führte einen freiwilligen Atemalkoholtest durch, der 2,79 Promille ergab. Der Fahrerin wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein wurde beschlagnahmt.

Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt ca. 1200 Euro. Der Verkehrsteilnehmer, der die Frau an der Ampel angesprochen hat, wird gebeten sich bei der Polizeistation Bargteheide unter Telefonnummer 04532-70710 zu melden.

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Familie und Freizeit

Bargteheide: Kinderschutz bildet ehrenamtliche Betreuer aus

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Symbolfoto: DKSB/Susanne Tessa Müller

Bargteheide – Wenn Eltern sich trennen, durchleben Kinder oft eine schwere Zeit. Was ihnen ganz besonders hilft ist, wenn sie weiterhin Kontakt zu beiden Elternteilen halten können. In vielen Fällen ist aber gerade das schwierig, wenn Mutter und Vater sich nicht mehr verstehen und nicht miteinander reden. Hier kann der Kinderschutzbund mit dem sogenannten „Betreuten Umgang“ helfen.

Andrea Schulz, Leiterin des Kinderhauses Blauer Elefant in Bargteheide, erzählt: „Die fünfjährige Lotta (Name geändert) war eines der ersten Kinder, die wir beim Umgang mit ihrem Papa begleitet haben. Ihre Eltern hatten sich nach der Trennung über den Unterhalt und andere finanzielle Dinge völlig zerstritten. Fast ein Jahr lang hatte Lotta ihren Vater nicht mehr gesehen, als ihre Mutter zu uns in den Blauen Elefanten kam. Sie hatte im Jugendamt erfahren, dass wir Kinder beim Umgang mit einem Elternteil begleiten. Die Mutter machte sich wirklich Sorgen um ihr Kind, denn Lotta vermisste ihren Papa sehr. Sie willigte dann ein, dass Lotta ihren Vater in regelmäßigen Abständen im Kinderhaus Blauer Elefant sehen durfte. Und sie war froh darüber, dass der Kinderschutzbund die Vermittlerrolle übernahm. Nach kurzer Zeit konnten die Eltern wieder beide für ihr Kind da sein.“

Betreuter Umgang umfasst in der Regel zehn Termine. Im Verlauf der Umgangsbetreuung werden Gespräche von den hauptamtlichen Beraterinnen des Kinderschutzbundes mit den Eltern geführt, die dazu beitragen sollen, dass die Eltern wieder eine einvernehmliche Regelung für den Umgang mit ihrem gemeinsamen Kind finden. Auf neutralem Boden, in kindgerechten Räumen und unter spannungsarmen Bedingungen, soll den Kindern ein stressfreier Kontakt zum anderen Elternteil ermöglicht werden. Eine wichtige Rolle kommt dabei der ehrenamtlichen Betreuerin zu: sie hat die Aufgabe, das Vertrauen des Kindes zu gewinnen und dem Kind Sicherheit beim Umgang zu geben.

Am 5. März startet der Kinderschutzbund die nächste Ausbildung für ehrenamtliche Betreuerinnen im Betreuten Umgang. Es werden engagierte Mitarbeiterinnen aus dem gesamten Bereich des Kreises Stormarn gesucht, die im Rahmen einer 56-stündigen Ausbildung auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Während der Ausbildung werden Theorie und Praxis zur Psychologie von Trennungsfamilien vermittelt, Kommunikationsregeln erforscht, rechtliche Hintergründe erörtert und schwierige Situationen besprochen.

Die Besuchskontakte finden in der Regel am Freitagnachmittag oder am Samstag statt, u.a. in den Kinderhäusern Blauer Elefant in Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg, sowie im Stützpunkt Glinde des Kinderschutzbundes. Es werden daher Ehrenamtliche aus allen Regionen des Landkreises gesucht, die an diesen Tagen für ca. 3 Stunden und im 14-tägigen Abstand tätig werden wollen.

Die Ausbildung wird am Montag, den 5. März von 17 bis 20 Uhr in der Hamburger Str. 4 in Bargteheide starten. Interessierte Mitbürgerinnen können sich bei Andrea Schulz oder Jutta Schirm unter der Telefonnummer des Kinderhauses Blauer Elefant in Bargteheide 04532-51 70 über die Ausbildung informieren.

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Kultur

Bargteheide feiert 333. Bach-Geburtstag

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Menno van Delft
Foto:van Delft/hfr

Bargteheide –  Im Jahr 1685 wurde Johann Sebastian Bach geboren – vor nun also genau 333 Jahren. Dieses besondere Jubiläum wird am Sonntag, dem 11. Februar, um 18 Uhr in der Bargteheider Kirche, Lindenstraße 2, gefeiert.

„Wir konnten zwei hochkarätige Musiker der alten Musik gewinnen“, verspricht Kantor Andis Paegle, „Simone Eckert (Viola da Gamba) und Menno van Delft (Cembalo) werden solistisch und als Ensemble Sonaten und Suiten von Johann Sebastian Bach spielen.“

Und weiter verrät er: „Und es darf noch ein 333. Geburtstag gefeiert werden: die Viola da Gamba, die Simone Eckert spielt, stammt auch aus dem Jahr 1685, gebaut im Bach’schen Geburtsjahr vom Hamburger Instrumentenbauer Joachim Tielke. Typisch für dieses Instrument, das so ähnlich aussieht wie ein Cello, sind die sieben Saiten und die Bünde.“

Die Diplommusikerin und Gambistin Eckert leitet das bekannte Ensemble „Hamburger Ratsmusik“, das immer wieder in unterschiedlicher Besetzung zusammentritt. Mit der Hamburger Ratsmusik hat sie etliche CDs herausgegeben hat, hauptsächlich Einspielungen von Werken für Viola da Gamba. Dafür wurde sie schon zweimal mit dem Echo-Klassik Preis ausgezeichnet. Sie wird die Suite in d-Moll, BWV 995, für Viola da Gamba solo spielen.

Der Cembalist Menno van Delft aus Amsterdam hat Cembalo, Orgel und Musikwissenschaften studiert und sich auch auf die alte Musik spezialisiert. Er ist international bekannt- Ihm wurde unter anderem beim C. Ph. E. Bach Wettbewerb in Hamburg der erste Preis für Cembalo zuerkannt. Er spielt solistisch die Französische Suite G-Dur, BWV 816. Gemeinsam werden die beiden Virtuosen drei Sonaten von J. S. Bach spielen, BWV 1027, 1028 und 1029.

Das Instrument, das Menno van Delft bei dem Konzert spielen wird, ist ein vom Cembalobauer Cornelis Bom originalgetreu nachgebautes historisches Instrument aus dem 18. Jahrhundert. Die Vorlage ist ein flämisches doppelmanualiges Cembalo, von Johann Daniel Dulcken, 1745 in Antwerpen gebaut.

Das Original mit dem für ein Dulcken-Instrument typischen Blumenschmuck im Corpus ist in Amerika zu sehen im National Museum of American History in Washington D.C. Es ist ein für seine Zeit überaus großes Instrument, es misst in der Länge über zweieinhalb Meter. Der in dem Konzert erklingende Nachbau stammt aus dem Privatbesitz des Bargteheider Kantors Andis Paegle.

Die Karten für das Konzert zum Preis von zwölf Euro, ermäßigt zehn und fünf Euro, gibt es im Vorverkauf in der Arkaden Buchhandlung, der Bargteheider Buchhandlung oder der Filiale der Sparkasse Holstein um einen Euro vergünstigt. An der Abendkasse wird es auf jeden Fall auch noch Karten geben.

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Kita und Schule

Wildkameras im Unterrichtseinsatz: Schüler untersuchen den Wald

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Bache mit Frischlingen im Morgennebel

Bargteheide/Ammersbek –Mit Hilfe zweier Wildkameras vom Landesjagdverband hat die Q2b des Gymnasium Eckhorst ein Jahr lang festgehalten, welche größeren Wildtiere in der Umgebung von Ammersbek leben.

„In Zeiten des Diskutierens mit Schlagwörtern und Halbwahrheiten über ökologische Themen ist es der Biologiefachschaft am Gymnasium Eckhorst besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler den Kontakt „nach draußen“ aufnehmen und lernen, feldbiologisch zu arbeiten“, sagt der Vorsitzende der Fachschaft Biologie, Hermann Meyer.

Schüler sichteten über 1000 Fotos

Mit einem beeindruckenden Ergebnis: Nach Sichtung von über 1000 Fotos zeigte sich, dass neben zwei Rotten Schwarzwild auch vier Rothirsche, fünf Damhirsche und vier Rehe regelmäßig an den Kameras vorbeizogen. Unregelmäßig zeichneten die Kameras weibliches Rot- und Damwild auf, außerdem Füchse, Dachse, Marderhunde und Steinmarder.

Die wechselnde Anordnung der Kameras auf dem Untersuchungsgebiet machte es den Schülern möglich, Bewegungszeiten und mit Hilfe der Spuren auch ein Bewegungsraster zu erkennen. So konnte die Q2b feststellen, dass sogar die großen Wildtiere (Schwarzwild, Rot- und Damwild) in der zweiten Nachthälfte sehr dicht an die Häuser herankommen, ehe sie in der Morgendämmerung wieder in den Brook ziehen.

Zwei junge Damhirsche

Nach der Geburt der Frischlinge im Frühjahr tauchten ab Mai/Juni auf einmal Wildschweinrotten mit über 20 Tieren vor den Kameras auf. Dies führte die Klasse und ihren Biologielehrer Hermann Meyer im Biologieunterricht zur Frage, wie schnell Populationen eigentlich wachsen.

Hierzu mussten die Schüler nach der Feldarbeit erst einmal recherchieren, welche Geburtenrate und welches Lebensalter die beobachteten Arten in freier Wildbahn erreichen.

Dank des Schülers Hendrik Smischliaew, der einen Leslie-Matrix-Rechner mit den Parametern Geburten- und Sterberate und bis 12 Altersklassen entwickelte, war das Errechnen verschiedener Szenarien einfach: So können z.B. aus einem Rothirsch und zwei weiblichen Tieren in zehn Jahren über 120 Tiere werden. Erst bei einer Mortalität von 50 Prozent in der Jüngstenklasse und zehn Prozent in den Folgejahren bleibt die Population relativ stabil mit zehn Tieren.

Auch ein Kranich verirrte sich vor die Kamera

Noch dramatischer entwickelt sich eine Schwarzwildpopulation: Wenn eine der beobachteten Winterrotten von sechs Tieren eine Mortalität von 0 besitzt, ist nach 8 Jahre eine Populationsgröße von über 90000 Tieren erreicht. Eine stabile Population stellt sich nur ein, wenn 70 bis 80 Prozent der Frischlinge sterben.

Eine vom Hausmeister gefundene Zwergfledermaus brachte die 7a und ihre Biologielehrerin Anke Plickat dazu, sich mit diesen fliegenden Säugetieren, die alle unter Artenschutz stehen, zu beschäftigen. Wegen des Schutzstatus bauten die Schülerinnen und Schüler dann Fledermauskästen, die auf dem Schulgrundstück aufgehängt wurden.

Vier Schüler beschäftigten sich im Rahmen von „Jugend forscht“ weiter mit dem Thema. Da die Arbeiten gerade erst eingereicht wurden, sei nur so viel verraten: Livia Klotz, Sandra Hebersaat und Madita Lichte konnten mit Fledermaus-Detektoren mindestens sieben Fledermausarten um die Schule herum nachweisen und Fiete Sellke hat nach umfangreichen Untersuchungen von Zwergfledermauskot das Nahrungsspektrum dieser kleinsten Fledermausart analysiert.

Die Fachschaft Biologie hat auch für die Zukunft Pläne: So soll das Fledermausvorkommen in Bargteheide und umliegenden Dörfern kartiert werden, die Populationsentwicklung Neobiota wie Waschbär, Marderhund, Springkraut oder Knöterich untersucht werden.

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