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Kultur

Landrat besucht Ahrensburger Siebdruck-Künstler

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Foto: Kreis Stormarn/hfr

Ahrensburg – Landrat Dr. Henning Görtz besuchte das Atelier des Stormarner Künstlers Thomas Klockmann. Görtz zeigte sich beeindruckt von der Werkstatt und den Werken Klockmanns: „Die Verbindung aus computergestützter Grafik und Druckkunst finde ich sehr spannend. Es ist großartig, dass wir solch interessante Künstler bei uns in der Region haben“.

Thomas Klockmann arbeitet seit 2003 in seiner eigenen Werkstatt für künstlerischen Siebdruck in Ahrens­burg im Ortsteil Wulfsdorf – dort im „Dorfprojekt“ Allmende auf dem Gelände des ehemaligen AZW (Aus­bildungszentrum Wulfsdorf). Der 1954 in Lübeck geborene Künstler und Grafiker absolvierte zunächst ein Studium der Ethnologie und arbeitete im Anschluß mehrere Jahre in der Völkerkunde-Sammlung der Hansestadt als wissenschaftlicher Mitarbeiter/Kurator. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er ab 1990 an der privaten Hamburger Kunstschule Paulwitz-Matthäi.

Lag der Schwerpunkt seiner Arbeit viele Jahre hauptsächlich im Bereich einer frei aufgefassten Stilleben­malerei, wandte sich Klockmann ab 1999 der computergestützten Grafik zu und verbindet diese Technik seitdem mit dem künstlerischen Siebdruck, der dafür – besonders, wenn er mit den Mitteln der Collage arbeitet – eine spezielle „Schnittstelle“ besitzt. Während die Bildzitate in der Früh- und Hochzeit des Sieb­drucks auf den bekannten Arbeiten z.B. Robert Rauschenbergs noch einer Zeitschrift entnommen waren (meist aus dem Magazin LIFE), eröffnete die Durchsetzung des world wide web einen bis dahin kaum vorstellbaren Zugang zu einer Vielzahl von Bildquellen, die auch inhaltlich an wichtige Themenbereiche angeschlossen werden können.

Für den Künstler ergibt sich die Chance mit dem geschulten Auge des Stillebenmalers im mehrfarbigen Siebdruck eine erzählerisch orientierte Grafik als eine Sammlung von Bildgeschichten zu entwickeln, die von mal zu mal erlaubt, wie er es selbst sagt „von hier nach dort immer weiterzuspringen wie auf den Steinplatten, die bei Planten und Blomen in die Teiche gelegt sind“.

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Kultur

Künstler Hendrik Lörper stellt in der Wassermühle aus

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Hendrik Lörper
Foto: SL

Trittau – Ab Sonnabend, dem 19. August, ist in der Galerie in der Wassermühle  die Ausstellung „Hendrik Lörper – Schöne Ordnung“ zu sehen. Der in Kiel lebende Künstler Hendrik Lörper  gibt einen Einblick in sein vielgestaltiges Werk: In der Ausstellung wird eine Zusammenstellung aus Fotogrammen, Fotografien und kinetischen Objekten gezeigt.

„Die in Trittau präsentierten Fotogramme und Fotografien lassen eine intensive Beschäftigung mit kleinen, aber besonders schönen Phänomen der Natur erkennen. Das Fotogramm ist ein technisches Verfahren, bei dem Objekte mittels Licht direkt auf lichtempfindlichem Papier abgebildet werden. Die Silhouetten der Gegenstände werden sozusagen vom Licht auf das Papier gezeichnet. Es entstehen detailreiche Bilder, die in ihrer Farbigkeit an Röntgenbilder erinnern: strahlend weiße Formen auf tiefschwarzem Grund. Hendrik Lörper untersucht unscheinbare Elemente wie Daunenfedern oder Seifenschaum, die mit diesem Verfahren auf ihre Form reduziert und zudem auf ein Vielfaches vergrößert werden. In mehrteiligen Serien sind diese seltsam schönen Gebilde zu bewundern. Auch Lörpers Fotografien weisen ein großes Interesse an der Schönheit natürlicher Gesetzmäßigkeiten auf: Seifenblasen hängen etwa an einem Grashalm, glänzen ebenmäßig und sind doch einem baldigen Ende geweiht“, erklärt Julia Kölle von der Sparkassen Kulturstiftung.

Hendrik Lörper ist auch für seine raumgreifenden und raumbezogenen Installationen sowie seine kinetischen Objekte bekannt. Unter Verwendung von Lüftungen, Elektromotoren oder Zeitschaltuhren bringt er Materialien und Objekte in Bewegung. In seiner Ausstellung in Trittau zeigt er zum Beispiel einen selbstgebauten Apparat, der eine übermannshohe Spiegelfolie in stetige Bewegung versetzt. Durch einen Aufbau aus einer Holzkonstruktion, Gummibändern und einem Motor wackelt und wabert die Folie. Das Spiegelbild gerät in Bewegung, die Gesetzmäßigkeiten des abgebildeten Raums lösen sich auf. Es ist eine leichte Irritation des vorhandenen Raums, die allerdings die Wahrnehmung der Betrachter entscheidend herausfordert.

Mit einer Arbeit gewährt der Künstler den Besuchern sogar einen besonders intimen Blick in seine Arbeitsweise: An einer Wand ist eine Vielzahl unterschiedlicher Fotografien großflächig aneinandergefügt – ganz ähnlich seiner sich stets verändernden Atelierwand. Die Kombination von Bildern und die assoziative Verknüpfung der einzelnen Motive lassen das bildliche Denken des Künstlers sichtbar werden.

Die Ausstellung wird am Samstag, 19. August 2017, um 16 Uhr von Oliver Mesch, Bürgermeister der Gemeinde Trittau, eröffnet. Zur Einführung spricht die Lübecker Kuratorin Marlies Behm. Im Rahmen der Ausstellung findet am 24. September um 15 Uhr ein Künstlergespräch statt, moderiert von Dr. Katharina Schlüter, Leiterin Kunst & Kultur und Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Gudberg Nerger Verlag.

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Bad Oldesloe

Verbrauchergemeinschaft besuchte die „Elphi“

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Teilnehmer der Konzerthausführung
Foto: Waltraut Broschinsky

Bad Oldesloe/Hamburg – Die Verbrauchergemeinschaft Stormarn war wieder unterwegs. Dieses Mal war die neue Hambruger Elbphilharmonie das Ziel. 30 Teilnehmer hatten die Gelegenheit die Elbphilharmonie ganz intim von innen zu erleben. Die Gästeführerin informierte die Zuhörer ausführlich von der ursprünglichen Idee, im ehemaligen Kaispeicher einen kleinen Konzertsaal zu bauen, bis zur endgültigen Umsetzung mit drei Konzertsälen, Gastronomie,  einem Hotel von der 6. bis zur 20. Etage, und Wohnungen.

Zuerst ging es über die 82 m lange Rolltreppe, Tube genannt, hinauf zum ersten Panoramafenster. Von dort ging es direkt weiter über eine kleine Rolltreppe in die 8. Etage, der Plaza, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier befinden sich auch die Treppenhäuser für den großen und kleinen Konzertsaal.

Auf die Frage nach der Reinigung der Fassade  erklärte die Gästeführerin, dass die Fensterputzer sich an dafür oberhalb des Daches vorgesehenen Haltevorrichtungen abseilen, was aus Sicherheitsgründen aber nur von Mai bis Oktober durchgeführt werden darf.

„Der Höhepunkt war der Besuch in der 13. Etage, mit Zutritt in den Großen Saal, in dem gerade an der Orgel geprobt wurde. So bekam die Gruppe einen Eindruck von der einzigartigen Akustik. Im Anschluss erfolgte noch ein Spaziergang zum Besuch des Zollmuseums und eine Schifffahrt auf der Elbe bei herrlichem Sommerwetter, was zum Gelingen des Programms beitrug“, berichten die Organisatoren von der Verbrauchergemeinschaft.

Da die Nachfrage zu dieser Veranstaltung sehr groß war, wird die Verbrauchergemeinschaft  weitere Termine zur Konzerthausführung in Hamburg anfragen.

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Kultur

Feierlicher Abschluss der Orgelkonzertreihe in Bargteheide

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Die Bensmann-Orgel
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Bargteheide –  Die Kirchengemeinde Bargteheide feierte in diesem Jahr schon mit mehreren großen Konzerten das 20jährige Bestehen der Bensmann-Orgel. Am Sonntag, dem 27. August findet nun das große Abschlusskonzert des Bargteheider Orgelsommers statt. Jan Ernst, Kantor und Organist am Schweriner Dom und Professor an der Musikhochschule Hamburg, spielt zum Orgeljubiläum Musik von anderen Jubilaren dieses Jahres.

Auf der Orgel erklingen Werke von Telemann, er verstarb vor 250 Jahren, von Knecht, dessen Todestag genau 200 Jahre her ist, und von Tunder, der vor 350 Jahren starb. Dazu kommen Bearbeitungen aus Opern von Rameau, eine Partita des niederländischen Komponisten Willem Vogel und die Toccata in F-Dur von Johann Sebastian Bach.

Jan Ernst
Foto: Kirchengemeinde Bargteheide/hfr

Kantor Andis Paegle freut sich auf ein insgesamt farbiges Programm: „Unsere Bensmann-Orgel ist ja ihrer historischen Vorgänger-Orgel von 1696 nachempfunden. Sie ist eine Rekonstruktion im Stile norddeutscher Orgelbaukunst. Professor Jan Ernst, ein Meister für alte Musik und deren historische Aufführungspraxis, wurde in seinem Orgelspiel schon von Kindheit an mit und durch die reiche Orgellandschaft seiner ostfriesischen Heimat an die norddeutsche Tradition herangeführt.

Er studierte bei den Professoren Harald Vogel (Bunde), Rose Kirn (Hamburg) und Hans van Nieuwkoop (Amsterdam). Und jetzt kommt er mit einem vielversprechenden Programm zu uns – ein würdiger Abschluss des Orgelsommers und eine angemessene Würdigung unserer wunderbaren Orgel.“

Das Konzert in der Bargteheider Kirche, Lindenstraße 2,  beginnt um 18 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 8 und 6 Euro. Im Vorverkauf in der Arkaden-Buchhandlung , der Bargteheider Buchhandlung und der Filiale der Sparkasse Holstein können die Karten um einen Euro ermäßigt erworben werden.

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