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Der Kreis

Betrug durch falsche Polizisten nimmt zu

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Symbolfoto: Lolostock/shutterstock.com

Schleswig-Holstein  – In Schleswig-Holstein haben Trickbetrüger vorwiegend ältere Menschen in den letzten zwei Jahren um etwa 1,3 Millionen Euro betrogen. Die Betrugsmasche: Telefonanrufe als falsche Polizisten oder Staatsanwälte, oftmals unterstützt durch technische Tricks, sodass auf dem Display der Angerufenen die „110“ oder eine örtliche Vorwahl als Rufnummer erschien.

„Das Telefon klingelt und auf dem Display erscheint die Notrufnummer 110. Das reicht leider für viele Menschen aus zu glauben, am Apparat sei tatsächlich ein Polizeibeamter. Dabei ruft die Polizei niemals unter dieser Nummer an und sie würde auch am Telefon nicht nach finanziellen Verhältnissen oder gezielt nach Wertsachen in der Wohnung fragen“, erklärt Stephan Steffen, im Landespolizeiamt zuständig für Kriminalprävention.

„Das Ziel der Betrüger ist es die Opfer mit ausgedachten Geschichten so zu verunsichern und unter Druck zu setzen, dass sie Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände herausgeben“.

Im vergangenen Jahr versuchten in Schleswig-Holstein Täter in über 160 Fällen so an das Geld ihrer Opfer zu kommen – in 12 bekannt gewordenen Fällen waren sie leider erfolgreich. In 2017 ist die Zahl der Taten bereits auf über 220 gestiegen, 7 Mal gelangten die Täter an Geld.

„Bei den Zahlen ist zu beachten, dass wir von einem großen Dunkelfeld ausgehen müssen. Vermutlich ist dies also nur die Spitze des Eisbergs. Das perfide an diesen Taten ist, dass es überwiegend ältere Menschen trifft. Da ist der Schock vielleicht das ganze Ersparte verloren zu haben und oft auch die Scham sich deswegen Angehörigen zu offenbaren oder die Tat überhaupt anzuzeigen“, so Steffen.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein klärt über diese Form des Betrugs verstärkt über ihre landesweit tätigen Präventionsbeamten auf. Auch die Sicherheitsberater für Senioren (SfS) sind dazu wichtige Multiplikatoren.

„Wir wollen zusätzlich auch die jüngere Generation dafür sensibilisieren mit ihren Eltern und Großeltern darüber zu sprechen, dass es wirksame Methoden gibt sich vor diesem Betrug zu schützen und aufzeigen, wie sie sich bei Zweifeln die Hilfe echter Polizeibeamter bei der örtlichen Polizeidienststelle holen können“, betonte Steffen.

Das Thema „Falsche Polizeibeamte“ ist heute auch Gegenstand einer ausführlichen Pressemitteilung des „Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)“ und soll auch in der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“, heute Abend um 20:15 Uhr beleuchtet werden.

Tipps der Polizei:

Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger.

Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selber. Sie können sich aber auch an das örtliche Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen. Am besten ist, wenn Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.

Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich!

Auflegen sollten Sie, wenn: Sie nicht sicher sind, wer anruft. Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben. Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland. Sie der Anrufer unter Druck setzt. Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

Glauben Sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.

Ahrensburg

SPD Landtagsabgeordneter von Pein: „Kein weiterer religiöser Feiertag“

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Foto: von Pein/hfr

Ahrensburg/Kiel – Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber, den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Religiöse Feiertage seien quasi aus der Mode, weil die Mehrheit der Bevölkerung sich keiner Religionsgemeinschaft mehr zugehörig fühle. 

„In Hamburg wird die Debatte etwas offener geführt, dort gibt es mehrere Alternativvorschläge, die u.a. nicht-religöse Tage vorschlagen. Eine derartige Diskussion wurde in Schleswig-Holstein durch die Jamaika-Koalition abgeräumt.“ Damit ist der Versuch des SSW gemeint, den 13. Juni als Tag der Landesverfassung zu etablieren. Am 13. Juni 1990 wurde die heute gültige Landesverfassung verabschiedet.

„Diesen Tag halte ich weiterhin für geeignet als zusätzlichen Feiertag. Der Tag der Landesverfassung kann dazu dienen, die Besonderheit unserer Landesgeschichte hervorheben. Ich bin dagegen einen weiteren religiösen Feiertag zu verankern. Die Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Es gibt einen Trend der zunehmenden Säkularisierung in der Gesellschaft und das kann man nicht ignorieren.“, so von Pein.

„Auch wenn die Reformation zweifelsohne den Weg zu weitgreifenden gesellschaftlichen Umbrüchen bereitet hat, bleibt sie untrennbar mit dem Namen Luthers verbunden. Wenn es, wie es aktuell aussieht, eine breite Mehrheit für den Reformationstag als nächstem gesetzlichem Feiertag in Schleswig-Holstein gibt, so müsse zumindest die kritische Aufarbeitung der schwierigen Personalie Luther weiter fortgesetzt werden: „Der Reformationstag ist untrennbar mit dem Namen Martin Luther. Ich erwarte, dass der Reformationstag auch Raum gibt, um sich kritisch mit seiner Person auseinanderzusetzen. Die Bestrebungen im Reformationsjubiläum 2017, sich auch kritisch mit antisemitischen Äußerungen Luthers und seiner Rolle in den Bauernkriegen auseinanderzusetzen, müssen intensiviert werden.“ Dies müsse Teil der politischen Bildungsarbeit rund um den Reformationstag sein.

Von Pein begrüßt weiterhin die Debatte um einen zusätzlichen Feiertag. „Ich bin weiterhin für einen neuen gesetzlichen Feiertag, die Ungerechtigkeit im Vergleich zu anderen Bundesländern bleibt unbestritten. Aber es hätte bessere Alternativen zum Reformationstag gegeben. Daher werde ich mich bei der Abstimmung im Parlament enthalten.

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Bad Oldesloe

Berufsschüler aus Bad Oldesloe gewinnen Nordmetall Cup „Formel 1“

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Oberstudienrat Micha Garber (links) mit den strahlenden Gewinnern des Profils Metalltechnik/Maschinenbau. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Ein klarer Sieg beim Knockout Rennen des Nordmetall Cup Formel 1 in der Schule für die Klasse TG 17 der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe.

Mit ihrem selbstgebauten Modell „Black Widow“ hat die Oberstufenklasse des Beruflichen Gymnasiums -Profil Metalltechnik/Maschinenbau- den schnellsten Miniatur Formel 1 Rennwagen Schleswig-Holsteins ins Rennen geschickt und gewonnen.

Insgesamt 17 Schulmannschaften aus Schleswig-Holstein sind am Sonnabend, dem 10. Februar 2018, bei den Landesmeisterschaften „Formel 1 in der Schule“ in der Nordakademie in Elmshorn angetreten.

„Für so einen Erfolg ist Teamarbeit ganz wesentlich. Aber auch Planung und Ziel muss man im Auge behalten. Das hat im Wesentlichen sehr gut geklappt“, freut sich der stellvertretende Schulleiter Micha Garber über den Sieg im Knockout-Rennen und über die motivierende Einbindung fachlicher Inhalte im praxisorientierten Unterricht. Er hat die Schülerinnen und Schüler seiner Klasse TG 17 für den Cup vorgeschlagen und fachlich betreut. Mehrere Monate lang bereitete sich die Klasse im Fach Maschinenbautechnik intensiv auf den großen Wettbewerb vor. Im Unterricht und in der Freizeit konstruierten die Schüler ihre Mini-Rennwagen am Computer und druckten die Räder der Autos mit dem schuleigenen 3D-Drucker aus. In der professionellen Metallwerkstatt am Schanzenbarg frästen sie die Karosserien aus Polyethan-Hartschaum-Rohlingen aus. Dann testeten und optimierten sie ihre Rennautos und entwarfen ein Portfolio für Jury und Sponsoren. Der rund 20 Zentimeter lange Formel 1 Rennwagen „Black Widow“ erreicht Geschwindigkeiten von mehr als 80 Kilometern pro Stunde. Angetrieben wird er von einer Gaspatrone. Über den Gesamtsieg entscheidet beim Nordmetall Cup aber nicht allein die Schnelligkeit, sondern die beste Gesamtleistung. Dazu gehören auch Konstruktion, Design, Fertigung, Marketing und die Präsentation vor einer Fachjury. Hier siegte in der konkurrierenden Altersklasse das Team „Spectrum“ der Klaus-Groth-Schule aus Neumünster. Zur Gratulation der Landesmeisterschaft Schleswig-Holstein erschien auch Bildungsministerin Karin Prien, die den positiven Einfluss des Technologiewettbewerbs auf das nachhaltige Verständnis von Technik lobte.

Die Berufliche Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe ist bereits das dritte Mal dabei. Die Klasse TG 17 des Beruflichen Gymnasiums der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe hat gleich zwei Teams gebildet und zwei Autos ins Rennen geschickt. Das Team „Black Widow“ konstruierte nicht nur das schnellste Auto, sondern konnte außerdem die Aspen Bad Oldesloe GmbH als Sponsor für ihre Teamkleidung gewinnen. „Ein Einsatz, der sich gelohnt hat“ meinen Lucas Naguschewski ( TG 17). Und Jonas Weber (TG 17) ergänzt: „Das Erlebnis, gemeinsam zu tüfteln und dann ein Rennen zu gewinnen, war zu hundertprozent wertvoll“.

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Barsbüttel

Barsbüttel: Betrunkener 30-Jähriger fährt Schließanlage in Tiefgarage um

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Polizei im Einsatz (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Barsbüttel – Am 18. Februar meldeten Zeugen gegen 17:20 Uhr der Polizei einen Verkehrsunfall, bei dem der Unfallverursacher flüchtete. Ein 30-jähriger Barsbüttler hatte mit seinem 1er BMW beim Einfahren in eine Tiefgarage die Schließanlage umgefahren und anschließend das Weite gesucht.

Zeugen merkten sich Kennzeichen und Beschreibung des Fahrers und gaben dies an die Polizei weiter. Auf dem Weg zum Unfallort kam den Beamten eine Person, auf die die Beschreibung zutraf, zu Fuß entgegen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich tatsächlich um den Unfallfahrer handelte.

Den beschädigten PKW hatte er in einem nahegelegenen Industriegebiet abgestellt. Außerdem stellten die Beamten Atemalkoholgeruch bei dem jungen Mann fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,02 Promille. Es wurde bei ihm eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen Unfallflucht und Straßenverkehrsgefährdung wurde eingeleitet.

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