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Bad Oldesloe

Rechtsradikale Aufkleber in Oldesloer Innenstadt: Staatsschutz ermittelt

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„Refugees not welcome“-Aufkleber in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – „Flüchtlinge nicht willkommen“: Im Oldesloer Stadtgebiet sind in den vergangenen Tagen offen rassistische Aufkleber aufgetaucht. Die Stadt hat die Polizei eingeschaltet. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Sie tragen die Aufschrift „Refugees not welcome – stay in your Homeland“ (Flüchtlinge nicht willkommen – bleibt in eurem Heimatland), zeigen ein Kind mit einem Sprengstoffgürtel, eine Frau mit Kopftuch und Maschinengewehr und einem turbantragenden Mann, der mit Säbel und Panzerfaust bewaffnet ist. Die Aussage ist eindeutig: Flüchtlinge sind gefährlich. Nachdem vor allem im Innenstadtbereich zahlreiche Aufkleber mit diesem offensichtlich rechtsradikalen Inhalt geklebt wurden, hat Bürgermeister Jörg Lembke die Polizei eingeschaltet.

„Wir haben mit dem Bürgermeister abgesprochen, dass wir entsprechende Beweise in Form von Fotos sichern und einen Bericht anfertigen“, sagt Hauptkommissar Rolf Assmann gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Sechs Aufkleber haben Beamte in den vergangenen Tagen im Oldesloer Stadtgebiet noch dokumentieren können. Ursprünglich dürften es mehr gewesen sein. „Wir wissen nicht, wann die Aufkleber geklebt wurden“, sagt Assmann. Daher sei es wahrscheinlich, dass viele bereits von Bürgern entfernt worden seien.

Dürfen die Aufkleber einfach abgerissen werden? Rolf Assmann: „In meinen Augen ist es wichtig, dass Aufkleber mit solchen Aussagen schnell aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Sie verschandeln das Stadtbild.“ Allerdings schadet es nicht, die Aufkleber vor dem Entfernen zu dokumentieren, Foto und Standort anschließend der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Rolf Assmann hat schon häufiger mit derartigen Aufklebern zu tun gehabt. „Häufig sind das keine regionalen Kampagnen“, sagt der Hauptkommissar. Oft werde in einer Nacht in mehreren Städten geklebt. „Und ich persönlich frage mich, was für Druckereien sich für solche Aufkleber hergeben.“

Die Ermittlungen führt allerdings nicht die Oldesloer Polizei. Der Bericht für die Kollegen das für Staatsschutzkommissariat (K5) ist bereits geschrieben. Die Abteilung der Bezirkskriminalinspektion in Lübeck ermittelt bei Straftaten wie Volksverhetzung.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Oldesloer Innenstadt rechtsradikale Aufkleber oder Schmierereien auftauchen. Walter Albrecht vom Bündnis gegen Rechts ärgert sich über die rechtsextremen Aufkleber: „Die Verfasser dürfen sich nicht noch wohlfühlen und denken, dass sie Zustimmung bekommen, indem die Aufkleber hängen bleiben.“ So etwas dürfe in keinem Fall akzeptiert werden. Walter Albrecht hofft, dass die Urheber der Aufkleber-Kampagne gefunden oder mal beim Kleben von der Polizei erwischt werden: „Ich stelle immer wieder fest, dass Menschen mittlerweile verabscheuungswürdige Dinge über Flüchtlinge sagen können, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.“

Bad Oldesloe

Oldesloe gibt Flüchtlingen Nachhilfe in Gleichberechtigung

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Die Oldesloer Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Am 18. Oktober 2017 hat die Oldesloer Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit in Zusammenarbeit mit den Johannitern und dem Dolmetscherbüro von Mosen Vedadi rechtliche Kurse jeweils für weibliche und für männliche Flüchtlinge angeboten.

In diesen Kursen ging es vor allem um Rechte, Werte und Geschlechterrollen. Die Kurse fanden in der Flüchtlingsunterkunft in der Kastanienallee in Bad Oldesloe statt, die von den Johannitern betreut wird. Als Grundlage der Kurse diente das Grundgesetz (GG), genauer die ersten sechs Artikel.

  • Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar
  • Artikel 2: Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit
  • Artikel 3: Männer und Frauen sind gleichberechtigt
  • Artikel 4: Freiheit des Glaubens
  • Artikel 5: Meinungsfreiheit
  • Artikel 6: Ehe und Familie stehen unter besonderem Schutz des Staates.

Diese Angebote sollen eine Hilfestellung sein, um sich in unserer Gesellschaft besser zurechtfinden zu können. Angesprochen wurde z.B. das Recht der Frau auf freie Partnerwahl, das Recht auf Berufstätigkeit der Frau, das Recht der Frau eigenständige Entscheidungen fällen zu dürfen und auch der Umgang mit Konflikten, das Verbot von häuslicher Gewalt sowie gewaltfreie Erziehung.

Die Frage: Welche Konsequenzen drohen Männern, die Frauen gegen deren Willen anfassen? wurde u.a. erörtert. Angesprochen wurde auch, dass es die Aufgabe der Väter ist ihre Kinder zu betreuen, damit die Frauen zum Deutschkurs gehen können.

Die teilnehmenden Frauen und Männer waren sehr interessiert und haben die Informationen durchweg als sehr wichtige Hilfestellung wahrgenommen. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Buch „Willkommen in Deutschland“ und das Grundgesetz in ihrer Heimatsprache. Diese Kurse sollen nach Möglichkeit auch in Zukunft angeboten werden.

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Nütschauerin spendet 240 Liter Apfelsaft an Kinderhäuser

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Renate Günther, Karin Roes-Schult, Brigitta Dresler und eine Ladefläche voller Apfelsaft. Foto: Alexa Rathke

Bad Oldesloe – 240 Liter Apfelsaft für die Kinderhäuser Blauer Elefant des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn übergab Karin Roes-Schult anlässlich ihres 60. Geburtstages an die Oldesloer Kinderhaus-Leiterin Renate Günther.

Die Äpfel für den Saft stammen von einem Gartengrundstück, das in direkter Nachbarschaft von Karin Roes-Schuldt in Nütschau liegt. Es wurde über 25 Jahre lang von Dieter Dresler aus Bad Oldesloe bewirtschaftet, der im vergangenen Jahr verstorben ist. Die reichhaltige Ernte 2016 wurde nun von der Süßmosterei in Nienwohld verarbeitet. Dafür gab es Saftgutscheine. „Allein schaffe ich den Saft gar nicht“, sagte sich Brigitta Dresler und so entstand im Gespräch mit Karin Roes-Schult die Idee, den Saft einer Einrichtung in Bad Oldesloe zu spenden.

Karin Roes-Schult holte den Saft nun in Nienwohld ab und brachte ihn den Kindern in den drei Kinderhäusern Blauer Elefant in Bad Oldesloe, Bargteheide und Ahrensburg. In die Kinderhäuser Blauer Elefant kommen täglich über 100 Kinder zum Spielen und Lernen. Gemeinsame Mahlzeiten – jetzt immer wieder ergänzt mit Apfelsaft – gehören zum festen Bestandteil ihres Tagesablaufes.

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Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit Band im KuB

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Foto: Dieter Kahler/hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott und ihre Band spielen erstmalig in einer neuen Formation am Sonntag, 29.10. um 18 Uhr, im historischen Rathaus. Die Band präsentiert traditionelle Standards und moderne Kompositionen des Jazz in faszinierenden Arrangements mit viel Raum für Improvisation.

Ihr Repertoire reicht von Latin, Swing und Blues bis hin zu Balladen. Zusammen mit den Lübecker Musikern überzeugt die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit ihrer vielseitigen und gefühlvollen Stimme das Publikum. An diesem Abend besteht die Jazz-Formation aus Olaf Erdman am Schlagzeug, Volker Hahm am Piano, Ralph Schlunk am Saxofon und Christian Decker am Kontrabass.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

Termine: Sonntag, 29. Oktober 2017, 18 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

Preise: VVK: 13,50 Euro / 11,50 Euro (erm.), AK: 15,50 Euro / 13,50 Euro (erm.)

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