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Wacken: Staufreie Anreise und einem Besucher war es zu laut

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Wacken
Archivfoto: SL

Wacken – Nahezu staufrei ist die Anfahrt der Festival-Teilnehmer am gestrigen Hauptanreisetag verlaufen. Lediglich kleinere Wartezeiten mussten die Besucher im Nahbereich des Veranstaltungsortes in Kauf nehmen, auf der Autobahn 23 flutschte der Verkehr wie gewohnt. So stressfrei wie die Anreisewelle verlief der Mittwoch auch die Kriminalität betreffend. Nur wenige nennenswerte Straftaten waren zu verzeichnen.

Für einen Randalierer endete das Festival bereits am gestrigen Tage – er war nach dem anfänglichen Verdacht des Diebstahls von Mitarbeitern der Security aufgegriffen worden. Als diese ihm sein Zugangs-Bändchen abnehmen wollten, rastete der Mann aus, so dass die Angehörigen des Sicherheitsdiensts ihn fixierten und letztlich der Polizei übergaben. Starke Stimmungsschwankungen und ein Atemalkoholwert von 2,52 Promille veranlassten die Einsatzkräfte schließlich, den Mann im Itzehoer Polizeigewahrsam unterzubringen.

Bis 06.00 Uhr nüchterte er hier aus, um im Anschluss seinen Zeltplatz in polizeilicher Begleitung zu räumen. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings, da der Mann sein Zelt nicht wieder fand. Nun muss er sich wohl ohne Gepäck auf die Rückreise begeben.

Ebenfalls frühzeitig endete das W:O:A für einen Mann aus Brunsbüttel und drei weitere aus dem Landkreis Göppingen, weil sie auf dem Zeltplatz einen Sprengkörper samt Metallschachtel zündeten. Die Splitter flogen bis zum benachbarten Zelt, was die Bewohner die Polizei alarmieren ließ. Bei den Beschuldigten fanden die Beamten einige Raketen. Das Quartett muss sich nun strafrechtlich für sein Verhalten verantworten und wird noch heute das Veranstaltungsgelände verlassen.

Zwei Frauen zeigten unabhängig voneinander sexuelle Belästigungen an – eine von ihnen war in alkoholisiertem Zustand in ein fremdes Auto zu zwei Männern gestiegen, die sie kurz vor 04.00 Uhr unsittlich berührten. An einer Zufahrt zu einer Campingfläche verließ die 33 Jahre den Wagen wieder und informierte später die Polizei. Eine erste Suche nach dem Auto der Täter verlief negativ.

Zu einer gefährlichen Körperverletzung kam es gegen 20.20 Uhr in der Hauptstraße. Hier schlug ein 23-Jähriger einem 46-Jährigen mit einem Stock ins Gesicht. Eine eingesetzte Streife nahm dem Beschuldigten später den Knüppel und ein Messer ab und ordnete bei dem Mann die Entnahme einer Blutprobe an – ein zuvor absolvierter Atemalkoholtest lieferte ein Ergebnis von 2,05 Promille. Neben der Anzeige erhielt der Schläger einen Platzverweis für den gesamten Veranstaltungsraum.

Mittlerweile haben sich auch einige Geschädigte nach Diebstählen bei der Polizei gemeldet – vielfach machten sich die Diebe an den Zelten der Betroffenen zu schaffen, schreckten aber auch nicht vor Fahrzeugen zurück. Das bekam in der Nacht ein Anzeigender zu spüren, der seinen Wagen nicht verschlossen hatte und nun den Verlust von 500 Euro beklagte.

Ob ein männlicher Besucher bei dem Kauf eines Festival-Tickets tatsächlich wusste, worauf er sich einließ, ist zu bezweifeln. Der Mann beschwerte sich in den frühen Morgenstunden bitterlich über Musik auf einem der Campingplätze – offenbar fühlte er sich in seiner Nachtruhe gestört. Möglicherweise helfen ihm Ohrstöpsel, den Rest des Festivals zu überstehen und so dem Stress mit seinen Nachbarn aus dem Weg zu gehen.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit Band im KuB

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Foto: Dieter Kahler/hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott und ihre Band spielen erstmalig in einer neuen Formation am Sonntag, 29.10. um 18 Uhr, im historischen Rathaus. Die Band präsentiert traditionelle Standards und moderne Kompositionen des Jazz in faszinierenden Arrangements mit viel Raum für Improvisation.

Ihr Repertoire reicht von Latin, Swing und Blues bis hin zu Balladen. Zusammen mit den Lübecker Musikern überzeugt die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit ihrer vielseitigen und gefühlvollen Stimme das Publikum. An diesem Abend besteht die Jazz-Formation aus Olaf Erdman am Schlagzeug, Volker Hahm am Piano, Ralph Schlunk am Saxofon und Christian Decker am Kontrabass.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

Termine: Sonntag, 29. Oktober 2017, 18 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

Preise: VVK: 13,50 Euro / 11,50 Euro (erm.), AK: 15,50 Euro / 13,50 Euro (erm.)

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Bad Oldesloe

Fotoimpressionen: 20 Jahre „Stormarn Magic“

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Bad Oldesloe – Die Marching Band „Stormarn Magic“ feierte gemeinsam mit mehreren Gastvereinen das mittlerweile schon 20-jährige Bestehen. Nach einer Parade durch die Innenstadt ging es mit Konzerten und einer abschließenden Feier in der Stormarnhalle weiter. Ein echter Hit war die Tombola, deren 800 Lose schon früh ausverkauft waren. 

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Bad Oldesloe

Alarm! Silence bei „Big City Light“: Erster Solo-Auftritt seit Jahren

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Alarm! Silence: Der Oldesloer Songwriter Patrick Niemeier spielt bei Big City Light. Foto: hfr

Bad Oldesloe –  Es ist zwei Uhr Nachts auf einer Gartenparty in Stormarn. Und während die Partygirlanden bereits halb heruntergefallen sind, das Konfetti leicht zertreten den Boden bedeckt, betritt noch ein Musiker die kleine Bühne, um einige „Lieder der Nacht“ zu spielen. Es sind Songs im Halbdunkel über Liebe und Trennung, über Hoffnung und Verlust über Gewinnen und Verlieren.

So darf man sich das Setting vorstellen in dem der Oldesloer Musiker Patrick Niemeier am 13. Oktober im KuB Saal in der Reihe „Big City light“ auftreten wird. Bekannt ist er vielen Oldesloern vor allem als langjähriger Solist des Jugendchors, mit dem er als Gospelsänger weit über die Region hinaus von sich reden machte. Doch schon damals reichte ihm ein einziges musikalisches Spielfeld nicht.

Nebenbei war er der Frontmann der Oldesloer Alternative-Band „Puppies on acid“, die hunderte Auftritte in der ganzen Republik spielte. „Irgendwann war mir das alles aber zu eng. Ja, ich habe viel Lob als Gospelsänger erhalten, hatte auch als Solist tolle Anfragen, die mich ehrten. Die Band lief ebenfalls super. Aber nach etlichen Jahren war der Punkt gekommen, dass ich mich musikalisch in all dem nicht wiederfand“, so Niemeier heute.

„Die Puppies haben wir nie aufgelöst. Sie bestehen bis heute, aber wir sind nicht mehr wirklich live aktiv in den letzten Jahren. Gospel habe ich hinter mir gelassen. Das waren gute Zeiten, an die man gerne denkt, manchmal auch staunt, was man alles so gemacht hat, aber das ist vorbei“, so Niemeier.

Seitdem hat er zahlreiche Songs geschrieben und aufgenommen. Auftritte spielte er aber nur noch im kleinen Rahmen und auf Open Stages. „Nachdem ich früher schon mal vor 20.000 Leuten auftreten durfte, manches Mal Konzerte ausverkauft waren – stand ich nun also vor 50 Leuten, von denen 30 kopfschüttelnd den Raum verließen. Das hat mich nur bestärkt, weiter an meinen musikalischen Visionen zu arbeiten“, so Niemeier.

Am 13. Oktober sei es das Ziel sich wieder deutlich zugänglicher zu präsentieren, aber dabei trotzdem eine eigenständige, manchmal eigenwillige Note zu behalten. „Meine musikalischen Seelenverwandten reichen von David Bowie über Jeff Buckley und Radiohead hin bis zu Neo-Country a la Conor Oberst, Indie-Pop von The National oder Interpol sowie Postrock von The Notwist und Sigur Ros“, erklärt der Musiker. All das wird irgendwie auch in das Konzert einfließen.„Während es bei den Puppies oft darum ging, den technisch cleversten Song zu schreiben, möchte ich jetzt einfach den traurigsten Song aller Zeiten schreiben“, lacht Niemeier. „Ohne große Ziele geht es bei mir nie“, führt er weiter aus.

Der Auftritt am 13. Oktober wird sein erster echter Solo-Gig seit vielen Jahren sein. Das Konzert „Alarm!Silence. – when the party is over, we will still have to clean up“ beginnt am Freitag um 20 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe. Karten kosten 7,50 Euro im Vorverkauf und elf Euro an der Abendkasse. Tickets gibt es unter 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

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