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Lütjensee

Nina Scheer sprach in Lütjensee mit Senioren über die Zukunft der Pflege

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Am Montag, den 17. Juli 2017, diskutierte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer im Pflegeheim „Haus am See“ in Lütjensee mit interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern. Foto: hfr

Lütjensee – In dem Lütjenseer Pflegeheim „Haus am See“ hat die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer mit interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern über die Zukunft der Pflege diskutiert. Eingeladen hatte die SPD Lütjensee.

Nina Scheer begann mit einen Einblick in die Arbeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Sie berichtete von Plenarsitzungen, die auch mal bis spät in die Nacht gehen und erläuterte die parlamentarischen Arbeitsabläufe. Scheer: „Wenn das Plenum teilweise etwas leer ist, bedeutet dies nicht, dass die Abgeordneten Däumchen drehen, sondern Fachgespräche und Gesetzesberatungen sowie weitere parlamentarisch notwendige Arbeiten zu leisten haben. Ich fände es auch besser, wenn mehr Zeit für die Plenarsitzungen bliebe. Das liefe aber darauf hinaus, dass im Plenum insgesamt weniger Themen behandelt werden könnten. Richtigerweise gibt es aber keine übergeordnete Instanz, die dann eine Themenauswahl zu treffen hätte. Denn Letzteres würde die Volkssouveränität untergraben“. Unter den diskutierten Fragen war auch, wie eine mögliche Vergrößerung des Parlaments im Zuge des reformierten Wahlrechts zu bewerten sei. Scheer verteidigte das Wahlrecht und bekam hierfür Zustimmung: „Da jede Stimme gleich viel wert ist und wir nun mal über das System der Erst- und Zweitstimmen Überhangmandate bekommen können, wonach unter Umständen über die Erststimme von einer Partei mehr Kandidatinnen und Kandidaten direkt gewählt werden, als der Partei je nach Zweitstimmenergebnis an Mandaten zustehen, gebietet es die Gleichheit der Wahl, einen Ausgleich zu schaffen. Dieses hohe Gut der Gleichheit in der Stimmengewichtung sollte es uns auch wert sein, wenn sich der Bundestag je nach Wahlergebnis vergrößert. Die Alternative wäre, die Wahlkreise zu vergrößern. Das halte ich aber für falsch, da dies auf Kosten der Nähe der Abgeordneten zu den Bürgerinnen und Bürgern ginge.“

Ein ebenfalls intensiv diskutiertes Thema war die Pflege. Nina Scheer stellte das kürzlich reformierte „Pflegeberufegesetz“ vor. Ab 2018 beginnen die bisherigen drei Ausbildungsgänge der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in einer gemeinsamen zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung mit einem sich anschließenden optional zu wählenden fachspezifischem dritten Lehrjahr für Alten- und Kinderkrankenpflege während die Auszubildenden alternativ sowie für die Krankenpflege in der Generalistik verbleiben. Das Gesetz sieht zudem eine sechsjährige Evaluation der generalistischen Ausbildung vor. Sollte sie überwiegend genutzt werden, soll sie auch auf das dritte Lehrjahr ausgedehnt werden. Dies sei ein positives Signal, um die Attraktivität der Pflege-Ausbildung zu erhöhen, so Scheer. Aber auch die Entlohnung, insbesondere für die Altenpflege müsse sich verbessern. Die SPD strebe darüber hinaus eine Mindestausbildungsvergütung an, welche die Attraktivität von Ausbildungen insgesamt steigere. Scheer betonte die Notwendigkeit des Reformbedarfs: „Im Rahmen des Demografischen Wandels brauchen wir zukünftig mehr gut ausgebildete Pflegekräfte. Diese verdienen eine faire Bezahlung.“

Zum Ende kam die Gesprächsrunde auf die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu sprechen. Schnell war klar: Nina Scheer und die interessierten Bewohnerinnen und Bewohner waren sich einig, dass mit der Ehe für alle keinem etwas weggenommen werde und es somit richtig war, die Öffnung zu beschließen und hiermit bestehende Benachteiligungen abzubauen.

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Sattelauflieger löst sich und gerät auf Gegenfahrbahn: Zwei Tote

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Nur zwei der vier Fahrzeuginsassen überlebten. Foto: mopics.eu

Mollhagen – Heute Mittag kam es gegen 12.10 Uhr,auf der Bundesstraße 404, zwischen Todendorf und Mollhagen zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen tödlich verletzt wurden.

Der 35-jährige Fahrer eines Sattelzuges wollte vom Parkplatz Wolfsbrook in Richtung Süden auf die B 404 auffahren.

Hierbei löste sich aus noch ungeklärten Gründen der Sattelauflieger, geriet in den Gegenverkehr und stieß mit einem in Richtung Norden fahrenden Pkw Subaru mit polnischen Kennzeichen zusammen. Der Subaru war mit vier Personen (sämtlich polnische Staatsangehörige) besetzt.

Der Sattelauflieger löste sich von der Zugmaschine und geriet in den Gegenverkehr. Foto: mopics.eu

Der Fahrer des Subaru (35) sowie der Mitfahrerin hinten links (Alter noch nicht bekannt) wurden durch den Zusammenstoß tödlich verletzt.

Der Beifahrer (61) ist leicht verletzt mit einem RTW, die Mitfahrerin hinten rechts (Alter noch nicht bekannt) schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der Fahrer des Sattelzuges erlitt einen Schock und ist ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden. An dem Subaru entstand Totalschaden.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde für die Unfallaufnahme ein Gutachter hinzugezogen. Die B 404 musste voll gesperrt werden. Die Sperrung und Unfallaufnahme dauern noch an.

Nach ersten Informationen sollen hinter dem Subaru noch zwei weitere Pkw gefahren sein, die nicht am Unfall beteiligt waren.

Die Fahrer dieser beiden Pkw werden als mögliche Zeugen gebeten, sich mit der Polizei in Bargteheide unter der Telefonnummer 04532 / 7071-0 in Verbindung zu setzen.

Ein Video von der Unfallstelle von Mopics.eu

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Lütjensee

Einbruch in Lütjensee: Diebe klauen zwei Fernseher

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Lütjensee – In der Zeit vom 21. Dezember (9 Uhr) bis zum 24. Dezember (13 Uhr), kam es zu einem Wohnungseinbruch im Zentrum von Lütjensee.

Die Täter gelangten durch ein Fenster im Erdgeschoss in ein Gebäude in der Königsberger Straße und durchsuchten anschließend alle Räume. Sie entwendeten unter anderem zwei Flachbildfernseher. Anschließend haben die Täter das Haus vermutlich durch die Haustür wieder verlassen.

Was im Einzelnen entwendet wurde, steht noch nicht abschließend fest.

Hier bittet die Polizei etwaige Zeugen, sich zu melden. Hat vielleicht jemand im Bereich der Königsberger Straße in Lütjensee Personen beim Abtransport der beiden Fernseher gesehen? Wer etwas Verdächtiges bemerkt hat oder nähere Angaben zu Tatzeit, Täter oder Fluchtfahrzeug machen kann, soll sich an die Kriminalpolizei Ahrensburg unter Tel.: 04102/809-0 wenden.

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Lütjensee

SPD wählt Durmis Özen zum Kandidaten für die Kreistagswahl 2018

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Durmis Özen, SPD-Kandidat für den Wahlkreis Lütjensee. Foto: SPD Stormarn

Lütjensee – Der 46-jährige Lehrer Durmis Özen wird als SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 17, zu dem die Gemeinden Lütjensee, Grönwohld, Großensee, Rausdorf und Witzhave gehören in die Kreistagswahl am 6. Mai 2018 gehen.

Am Dienstag Abend entschied sich die Mehrheit der anwesenden SPD-Mitglieder auf einer Mitgliederkonferenz in der Grönwohlder Röperkate für den Fraktionsvorsitzenden aus der Lütjenseer Gemeindevertretung. Der dreifache Familienvater ist bereits seit mehr als drei Jahren Beisitzener im SPD-Kreisvorstand und möchte nun seine Arbeitsschwerpunkte Bildung, Berufsorientierung und Inklusion auch im Kreistag einbringen.

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