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Bad Oldesloe

Zeugnis verhauen: So reagieren Eltern richtig auf schlechte Noten

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shutterstock.com (Symbolfoto)

Bad Oldesloe – Am kommenden Freitag ist der letzte Schultag und die Kinder fiebern den Ferien entgegen. Doch bevor der Spaß losgeht, gibt es am letzten Schultag noch die Zeugnisse.

Für Kinder und Jugendliche, die mit schlechten Noten nach Hause gehen müssen, ist dies der schlimmste Tag im Jahr.

Birgitt Zabel, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Stormarn: „Es ist verständlich, wenn Eltern enttäuscht über schlechte Noten sind. Aber sie sollten nicht sofort los schimpfen, denn damit ist niemandem geholfen.“

Viele haben Angst vor den Reaktionen ihrer Eltern und trauen sich nicht nach Hause. Der Deutsche Kinderschutzbund Stormarn bietet diesen Kindern mit dem Kinder- und Jugendtelefon schnelle, anonyme und kostenlose Hilfe an.

Schülerinnen und Schüler erreichen die „Nummer gegen Kummer“ unter der kostenfreien Telefonnummer 116-111.

Von montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr können sie ihre Sorgen mit den Beraterinnen am Telefon besprechen und überlegen, wie sie ihren Eltern die schlechte Nachricht beibringen.

Ingo Loeding, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes: „Schlechte Zeugnisse brauchen gute Eltern. Sie sollten berücksichtigen, dass ihre Kinder selbst schon bedrückt über ihr schlechtes Abschneiden sind. Am besten ist, erst einmal tief durchzuatmen.“

Wenn der Streit zu Hause eskaliert oder die Schulsorgen ausweglos erscheinen, können auch Eltern sich rasch Hilfe holen. Der Kinderschutzbund bietet für diese Fälle telefonische Beratung am Elterntelefon an.

Elterntelefon bietet Unterstützung

Für Eltern gibt es das Elterntelefon unter der kostenfreien Nummer 0800-111-0550. Sie finden dort Unterstützung von ausgebildeten ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern. Das Telefon ist montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr besetzt.

Beide Beratungstelefone sind Angebote des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn in Zusammenarbeit mit dem Verein Nummer gegen Kummer e.V. – Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund. Weitere Informationen: www.nummergegenkummer.de.

Die Beratungstelefone des Kinderschutzbundes Stormarn werden mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein und der Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg gefördert.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit Band im KuB

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Foto: Dieter Kahler/hfr

Bad Oldesloe – Die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott und ihre Band spielen erstmalig in einer neuen Formation am Sonntag, 29.10. um 18 Uhr, im historischen Rathaus. Die Band präsentiert traditionelle Standards und moderne Kompositionen des Jazz in faszinierenden Arrangements mit viel Raum für Improvisation.

Ihr Repertoire reicht von Latin, Swing und Blues bis hin zu Balladen. Zusammen mit den Lübecker Musikern überzeugt die Oldesloer Jazzsängerin Petra Kott mit ihrer vielseitigen und gefühlvollen Stimme das Publikum. An diesem Abend besteht die Jazz-Formation aus Olaf Erdman am Schlagzeug, Volker Hahm am Piano, Ralph Schlunk am Saxofon und Christian Decker am Kontrabass.

Tickets sind online und in der Stadtinfo in Bad Oldesloe erhältlich. Kurzentschlossene können auch an der Abendkasse im KuB ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn Tickets erwerben.

Termine: Sonntag, 29. Oktober 2017, 18 Uhr

Ort: KuB – Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe, Saal, Beer-Yaacov-Weg 1, 23843 Bad Oldesloe

Ticketbestellung: 04531/504-199 oder www.kub-badoldesloe.de.

Preise: VVK: 13,50 Euro / 11,50 Euro (erm.), AK: 15,50 Euro / 13,50 Euro (erm.)

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Bad Oldesloe

30 Jahre Gleichstellung in Oldesloe: Mehr emanzipierte Männer gewünscht

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Die Oldesloer Gleichstellungsbeauftragte Marion Gurlit. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Frauen bekommen weniger Geld, sind seltener in Führungspositionen und in der Kommunalpolitik noch immer unterrepräsentiert. Um diese Ungerechtigkeiten Stück für Stück zu beseitigen, hat Bad Oldesloe vor 30 Jahren die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten geschaffen.

Das Ziel: „Halbe Macht den Männern“. Doch der Leitsatz der Jubiläumsfeier ist nach wie vor keine Realität. „Es hat sich in den letzten Jahrzehnten schon viel bewegt, wie etwa im Berufsleben oder bei der Kindererziehung“, sagt Marion Gurlit. Die 59-Jährige löste 1994 die erste Gleichstellungsbeauftragte Monika Fibiger ab und setzt sich seitdem für Gleichberechtigung ein.

Doch den Männern gleichgestellt sind Frauen weiterhin nur auf dem Papier. Im Schnitt verdienen Frauen 27 Prozent weniger und kommen seltener in Führungspositionen. Davon ist auch die Oldesloer Stadtverwaltung nicht ausgenommen. Während die Stellen auf der mittleren Ebene relativ gerecht verteilt sind, ist nur eine Fachbereichsleitung mit einer Frau besetzt. „Deutsche Karrieren werden nach 18 Uhr entschieden“, sagt Marion Gurlit. Und dann müssen viele Frauen sich um die Kinder kümmern. „Da braucht es auch mehr souveräne und emanzipierte Männer, die eine Veränderung in der Gesellschaft herbeiführen wollen“, so die Gleichstellungsbeauftragte. In anderen Ländern wie den Niederlanden, Dänemark oder Schweden sei es mittlerweile kein Problem mehr, seine Kinder um 16 Uhr aus der Kita abzuholen – auch als Führungskraft.

Aussagekräftig auch die Geschlechterverteilung in den Landes- und Regionalparlamenten: In Bad Oldesloe fallen nur sieben von 27 Sitzen Frauen zu. Im Landtag ist der Frauenanteil bei dieser Wahl von 32 auf 30 Prozent gesunken. „Seit 30 Jahren hat sich in der Politik nicht viel geändert“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte. Daher beschäftigt sich auch eine der beiden Jubiläumsveranstaltungen am Mittwoch, 29. November, mit dem Parité-Gesetz. Prof. Dr. Silke Laskowski referiert ab 19 Uhr im historischen Rathaus über paritätische Besetzung in den Parlamenten am Beispiel Frankreichs, das bei Wahlen bereits eine Frauenquote eingeführt hat. Eine Woche später, am Donnerstag, 7. Dezember, folgt der Soloabend „Sabbel nich – Sing“ von Ohnesorg-Schauspielerin Sandra Keck im KuB.

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Bad Oldesloe

Überschwemmung ruiniert Badesaison am Poggensee

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Die überschwemmte Liegewiese am Poggensee. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Badesaison am Poggensee war ein Reinfall. Das Oldesloer Freibad verzeichnete in diesem Jahr nur 7500 Gäste. Damit brachen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte ein. Es ist die Folge eines regnerischen Sommers – und eines verstopften Abfluss.

Ein großer Teil der Liegewiese war den kompletten Sommer überschwemmt und blieb gesperrt. Zu ungemütlich für viele Badegäste. Auch im nächsten Jahr wird der Erfolg der Badesaison am Poggensee noch mehr als sonst vom Wetter abhängen.

Sandfang soll erst 2019 gebaut werden

„Wir sind selbstverständlich bemüht, dass wir das Freibad offen halten“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Die Entwässerung solle verbessert werden. Doch zur Saison 2018 ist damit noch nicht zu rechnen.

Bei starken Regenfällen fließt das Wasser von der Liegewiese normalerweise über die Poggenbek ab. Doch die Abflüsse sind regelmäßig verstopft und können größere Wassermassen nicht mehr verarbeiten. Ein sogenannter Sandfang soll Abhilfe schaffen und grobes Material fernhalten. Doch die Konstruktion soll erst 2019 installiert werden.

Außerdem müsste zwei Bachläufe im angrenzenden Naturschutzgebiet ausgebaggert werden. Doch der Umweltausschuss hat Bedenken. Einen Beschluss, der das erlaubt, gibt es noch nicht.

Überschwemmungen sind auf der Liegewiese des Poggensee-Freibad nichts ungewöhnliches. Doch so groß wie in dieser Saison waren die Auswirkungen noch nie. Zeitweise reichte auch das Wasser des Sees bis an die Liegewiese heran und überschwemmte den Sandstrand.

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