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Bad Oldesloe

Schülerumfrage belegt: Viele Oldesloer finden Pfandringe sinnvoll

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Die ehemaligen Berufsschüler Frederic Wrage, Nils von Appen und Tobias Freymuth (von links) haben mit haben das Pfandring-Projekt mit anderen Klassenkameraden angestoßen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Sie sollen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und Flaschensammlern die Demütigung ersparen, im Müll zu wühlen: Einige Stormarner Städte haben ihre Mülleimer mit sogenannten Pfandringen ausgerüstet.

Jetzt untersuchten Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Bad Oldesloe, wie die modifizierten Abfalleimer bei den Bürgern ankommen.

Bei den meisten Menschen kommen die neuen Pfandringe gut an. Das hat eine nicht repräsentative Umfrage der Schüler ergeben. So hielten 82 Prozent der 205 befragten Innenstadt-Besucher die an Mülleimern montierten Flaschenhalter „für eine sinnvolle Sache“. Eine überwältigende Mehrheit (95,6 Prozent) äußerten die Überzeugung, dass die Pfandringe für die Sammler viele Vorteile bringen.

Pfandringe werden oft zweckentfremdet

„Im Großen und Ganzen lässt sich erkennen, dass auch die Standorte gut ausgewählt wurden“, sagt Schülerin Svantje Meyer bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse. 70 Prozent hätten außerdem angegeben, dass auch noch weitere Abfalleimer mit Pfandringen ausgestattet werden sollten. Vor allem an Mülleimern vor Schulen und Diskotheken, an Sportplätzen, am Bahnhof, Parkplätzen, im Kurpark und auf Spielplätzen.

Allerdings offenbarte die Untersuchung auch einige Kritikpunkte an der Umsetzung. So wurde bemängelt, dass die Funktion der Flaschenhalter nicht genügend bekannt und gekennzeichnet ist. In dessen Folge würden sie zu wenig benutzt oder zweckentfremdet.

„Manchmal steckte Müll in den Pfandringen oder es wurden darin leere Kaffeebecher abgestellt“, hat Schülerin Sina Gotthard beobachtet. Abhilfe schaffen könnten Hinweisschilder oder Aufkleber mit Sprüchen wie „Danke, das Pfand ich nett“, „Pfandtastisch“ oder „Die Pfandflaschen bitte“.

 

In Bad Oldesloe ist die wissenschaftliche Untersuchung in Form einer Umfrage die zweite Runde des Pfandprojektes. Bereits die Einführung der Flaschenhalter entstammte einer Initiative der des Berufsgymnasiums. Schüler hatten das Projekt angestoßen, überzeugten Lokalpolitik und Stadtverwaltung.

„Das Projekt an sich ist ein Erfolg“

Zwischen Idee und Umsetzung sind zwei Jahre vergangen. Die Initiatoren haben mittlerweile die Schule verlassen. Viele von ihnen verfolgen das Projekt aber auch weiterhin. „Wir hatten natürlich schon gehofft, dass die Pfandringe noch angebracht werden, während wir noch auf der Schule sind“, sagt Nils von Appen, der die Vorstellung der Umfrageergebnisse an seiner ehemaligen Schule besuchte und mit seinen ehemaligen Klassenkameraden Tobias Freymuth und Frederic Wrage anschließend die Standorte der Flaschenhalter in der Innenstadt inspizierte. „Das Projekt an sich ist ein Erfolg, die Farbe aber nicht“, so von Appen. Die hätte schon etwas auffälliger gewählt werden können. Er verweist dabei auf die Pfandringe in Hamburg, die sich farblich stark abheben.

Agnes Heesch vom Stadtmarketing hat die Initiative aufmerksam verfolgt: „Die Ergebnisse der Untersuchung werde ich dem Bürgermeister vorstellen.“ Generell habe die Umfrage aber gezeigt, dass die Pfandringe angenommen werden würden. Eine bessere Kennzeichnung halte auch sie für sinnvoll.

Bauausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) lobte die Zusammenarbeit zwischen Schülern und Stadt: „Ich finde die Ergebnisse interessant und das Projekt gut. Wir sollten öfters mit Schulen kooperieren.“

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Bad Oldesloe

Eintritt frei: Travebad braucht viele Gäste für Belastungstest

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Das Travebad
Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Auflage kommt noch aus der Baugenehmigung für die Sanierung und Attraktivierung des Bad Oldesloer Hallenbades: Da die im Travebad installierten Membranfilter für die Badewasseraufbereitung noch nicht in der betreffenden DIN-Norm erwähnt werden, müssen sie ihre Gleichwertigkeit mit den konventionellen Filteranlagen unter Beweis stellen.

Dieses erfolgt mit sogenannten Belastungstests, bei denen die Badewasseraufbereitung während des Betriebes und der Anwesenheit einer Mindestzahl an Badegästen „auf Herz und Nieren“ gecheckt wird.

Die innovative Filtertechnik wurde für das Travebad ausgewählt, da konventionelle Filter mit ihrer Baugröße keinen Platz im relativ niedrigen Technikkeller des Hallenbades gefunden hätten.

Der erste Belastungstest fand bereits im Januar 2014 statt. Das erfolgreiche Bestehen des Tests war eine der Voraussetzungen für die Wiedereröffnung des Travebads nach der fast dreijährigen Umbauzeit. In der Baugenehmigung aus dem Jahr 2011 wurde jedoch festgelegt, dass ein zweiter Belastungstest drei bis vier Jahre nach Wiedereröffnung des Bades durchgeführt werden soll.

Dieser zweite Belastungstest findet nun am Samstag den 2. Dezember 2017 in der Zeit von 10 bis 18 Uhr statt. Um die erforderliche Anzahl an Badegästen sicher zu stellen, wurden die Bad Oldesloer Vereine einbezogen. Das Travebad ist in diesem Zeitraum jedoch auch für die Allgemeinheit geöffnet, der Eintritt ist frei.

Eine ganze Reihe von Spielgeräten sorgt an diesem Tag für ein besonderes Schwimmvergnügen. Zusätzlich werden um 13 und 15 Uhr Aqua-Fitness Schnupperkurse angeboten. Das Travebad schließt am 2. Dezember jedoch bereits um 18 Uhr, nicht erst wie sonst samstags um 21 Uhr.

Während in den Becken also „das Leben tobt“, wird parallel die Leistungsfähigkeit der Wassertechnik von Hygieneexperten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein überprüft.

Dafür wird eine Vielzahl von Proben aus den Schwimmbecken sowie aus den Anlagen der Badewasseraufbereitung gezogen und direkt vor Ort oder im Labor des Kieler Hygieneinstituts untersucht.

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Bad Oldesloe

Advents-Basar bei der Feuerwehr: Erlöse gehen an die Jugendarbeit

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Laden ein zum Advents-Basar bei der Oldesloer Feuerwehr: Jugendgruppenleiter Lasse Matzick und Jugendfeuerwehrwart Florian Stock. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Kunsthandwerk, Schmuck, Bastelarbeiten, Süßigkeiten und selbstgemachte Kekshäuschen: Seit 23 Jahren veranstaltet der Förderverein der Ortswehr Bad Oldesloe gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr einen Advents-Basar. Die Erlöse aus den Standgebühren gehen direkt in die Jugendarbeit.

„Wir organisieren damit Freizeitfahrten oder nutzen das Geld für Anschaffungen“, sagt Jugendfeuerwehrwart Florian Stock. Über zehn Stände haben sich angemeldet. „Auch wir haben einen Stand, an dem wir von Jugendfeuerwehrmitgliedern selbstgemachte Kekshäuschen verkaufen und über unsere Arbeit informieren“, sagt Stock.

Besonders freue er sich über die Frauen von den Wollschwalben, die erneut Strickwaren verkaufen und ihren gesamten Erlös spenden. Außerdem gibt es Erbsensuppe und Würstchen. Der Advents-Basar öffnet am Sonnabend, 25. November, von 10 bis 17 Uhr in der Feuerwache in Bad Oldesloe, Lübecker Straße 38.

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Bad Oldesloe

Premiere: Bad Oldesloe bekommt seinen Weihnachtsmarkt

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Bodo Rahnenführer als Weihnachtsmann mit Engel Maylin Herrendörfer, Veranstalter Sebastian Hagen und Ilona Rehme als Frau Holle. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Wird das nun der Weihnachtsmarkt, den sich viele Oldesloer seit Jahren wünschen? Die Bilanz Ende Dezember wird es zeigen. Fakt ist, dass der Oldesloer Veranstalter Sebastian Hagen mit seinem familiären Konzept das Rennen um die Ausschreibung der Stadt gemacht hat und nun vom 2. bis 30. Dezember einen Weihnachtsmarkt in der Mühlenstraße auf die Beine stellt. Nur am 1. und 2. Weihnachtstag sollen die Buden geschlossen bleiben.

„Ich hätte ihn sogar gerne noch ein größer gemacht, aber das Veranstaltungsmanagement der Stadt möchte, dass ich erstmal klein starte. Man will wohl langsam wachsen und erstmal schauen, ob ich das kann“, so Hagen. Das dabei ein paar besondere Ideen, wie der Märchenwald im Kulturhof und ein lebendiger Adventskalender im Endeffekt nicht zugelassen wurden, ärgere ihn schon ein wenig, insgesamt sei die Vorfreude aber groß. „Ich habe dann halt etwas umgeplant, alles komprimiert und denke, dass ich einen schönen Markt vor allem für Familien auf die Beine stellen kann“, so Hagen weiter.

Mit rund 15 000 Euro geht er selbst ins finanzielle Risiko. Die Stadt kommt ihm entgegen und erlässt die Sondernutzungsgebühren. „Ansonsten muss sich das alles selbst tragen. Ich möchte keine Fördergelder beantragen. Die Gelder sollen erwirtschaftet werden durch die Standgebühren und Einnahmen“, so Hagen.

Neun Hütten wird es geben. Dabei sind sechs Food- und Getränkestände. Hinzu kommen ein Karussell, eine Schmuck- und eine Kunsthandwerksbude für „kleine Geschenkeinkäufe“. Als Rahmenprogramm tritt an mehreren Tagen Bodo Rahnenführer als Weichnachtsmann auf. Auf weitere Auftretende wurde bisher verzichte. Weihnachtsmann Rahnenführer gibt Sprechstunden (5., 12. und 19. Dezember ab 15 Uhr) oder lädt zur Bastelwerkstatt (3. und 20. Dezember ab 14.30)

Auch Weihnachtsmannparaden zum Adventsmarkt in der Stormarnhalle und zum kleinen Adventsmarkt am Mühlrade sind geplant (9. Dezember um 16 Uhr, 16. Dezember um 17 Uhr). Begleitet wird Rahnenführer von der 14-jährigen Maylin Herrndörfer, die als Engel neben ihm herschreiten wird. Zur Eröffnung feiert Ilona Rehme als „Frau Holle“ Premiere. Sie schüttelt ab 13 Uhr am 2. Dezember über der Mühlenstraße ihre Kissen aus. „Ich freue mich drauf. Ich bin erst sehr kurzfristig hinzugestoßen, als Herr Hagen mir diese Idee mitteilte und dachte, warum denn eigentlich nicht?!“, so Rehme.

Hagen hat einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben. „Es war nun alles sehr kurzfristig und etwas stressig zu planen. Wenn es gut läuft, kann ich mir eine Erweiterung für nächstes Jahr vorstellen“, so Hagen. „Sollte es nicht so laufen, habe ich mir eine Option in den Vertrag einbauen lassen, das sich 2018 auch aussteigen könnte“, erzählt er weiter. Insgesamt sei er aber positiv gestimmt und sehe großes Potenzial für die Veranstaltung. Livemusik sei für dieses Jahr noch nicht angedacht, solle dann aber 2018 folgen. Dann hoffe er auch auf Sponsorenunterstützung. Diese seien aktuell noch eher zurückhaltend.  „Ich schaue erstmal auf die Resonanz. Fest steht für mich, dass ich einen traditionellen Markt vor allem für Kinder und Eltern machen möchte“, legt er sich fest.

Öffnungszeiten ab 2. Dezember:  Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr, Freitag 11 bis 21 Uhr, Sonnabend 10 bis 22 Uhr, Sonntag 13 bis 19 Uhr. 25./26. 12 geschlossen.

 

 

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