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Ratgeber

Digitale Gefahr: Stormarner Unternehmer informieren sich über Cyber-Kriminalität

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Frank Bartels von der Provinzial Nordwest, Nikolaus Stapels, Fachberater für Cyber-Security, Joachim Wallmeroth, stv. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, und Axel Schneider, Leiter Firmenkunden bei der Sparkasse Holstein.

Bad Oldesloe/Ahrensburg – Cyber-Kriminalität hat die deutsche Wirtschaft in einem kaum vorstellbaren Umfang erreicht. Mit über eine Million gekaperter Computer und einer Schadenshöhe im zweistelligen Milliardenbereich hält Deutschland einen traurigen Rekord.

Große und kleine Unternehmen werden zuhauf Opfer von Erpressungen. Um Stormarner Unternehmer über die Risiken aber auch Möglichkeiten der Absicherung zu informieren, hatte die Sparkasse Holstein zu einer Vortragsveranstaltung in Ahrensburg eingeladen.

„Ohne Frage bringt das Internet viele Vorteile für Unternehmen mit sich“, sagte Joachim Wallmeroth, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein. „Neue Vorteile bedeuten aber immer auch neue Risiken“, ergänzte er. Die Unternehmen seien angreifbarer geworden, hätten eine neue „Achillesferse“ bekommen. Die IT sei heutzutage das Herz fast aller Betriebe: „Ein gezielter Angriff und alles liegt lahm.“

Das bestätigte auch der Hauptreferent der Veranstaltung: Nikolaus Stapels, Fachberater für Cyber-Security. Er ist von der Firma VdS Schadenverhütung GmbH anerkannt, einer der weltweit renommiertesten Institutionen zum Thema Cyber-Security. Stapels stellte heraus, dass das Risiko eines Cyber-Angriffs im Jahr 2016 mit 28 Prozent erstmals zu den Top 3 der größten Geschäftsrisiken zählte. Noch vor drei Jahren lag es mit sechs Prozent gerade einmal auf Platz 15. Grund für diesen Anstieg sei die veränderte Herangehensweise der Cyber-Kriminellen. Haben sie früher nur die Systeme angegriffen, gehen sie heute verstärkt den Weg über die Mitarbeiter.

„ES WIRD IMMER SCHWIERIGER, SICH DEM ZU ENTZIEHEN“

„Die besondere Herausforderung ist dabei, dass die Täter inzwischen teilweise mit Psychologen zusammenarbeiten, um die Mitarbeiter dazu zu bringen, z.B. gefährliche Links anzuklicken. Es wird immer schwieriger, sich dem zu entziehen“, so Stapels. Aber auch die Industrie 4.0, die zunehmende Ausstattung von Gegenständen mit WLAN sowie die Zunahme von mobilen Endgeräten würden die Gefahr erhöhen. Als weiteren Risikofaktor benannte er die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in den Unternehmen, z.B. zu spät installierte Sicherheits-Updates. „Was die Sicherheitsvorkehrungen angeht, sind die Firmen leider oft auf dem Stand von vor zehn Jahren. Die Hacker hingegen auf dem von heute.“

Konsequenzen der Cyber-Angriffe können zum Beispiel Ausfall der IT, Datenverlust, Geheimnisverrat oder Missbrauch der Daten sein. In der Folge drohen nicht selten Betriebsunterbrechungen oder Rechtsstreitigkeiten – für das Unternehmen wird das sehr kostspielig. Viele Unternehmer gehen daher auf die Lösegeld-Forderungen der Cyber-Kriminellen ein. „70 Prozent der betroffenen Unternehmer zahlen“, stellte Stapels heraus und warnte: „Doch wenn man erst einmal gezahlt hat, kommen die Täter immer wieder.“ Die Herausforderung sei dabei, dass mit sogenannten Bitcoins gezahlt wird – einer anonymen Internetwährung. Überweist man, kann man nicht nachvollziehen, wohin das Geld geht.

„JEDE DRITTE FIRMA ÜBERLEBT EINEN ERNSTHAFTEN CYBER-ANGRIFF NICHT“

Insgesamt beträgt der wirtschaftliche Schaden durch Cyber-Angriffe in Deutschland 50 Milliarden Euro jährlich. Der durchschnittliche Schaden in Schleswig-Holstein liegt bei 80.000 Euro pro Fall. „Jede dritte Firma, die einen ernsthaften Hacker-Angriff hat, überlebt das nicht“, betonte Stapels. Frank Bartels von der Provinzial Nordwest, der als zweiter Referent eingeladen war, ergänzte: „In Zeiten von Cyber-Risk ist es daher wichtiger denn je, alle im Unternehmen für potentielle Gefahren zu sensibilisieren, in die IT-Sicherheit zu investieren und einen Notfallplan zu haben.“

Genauso wichtig sei es, für den Ernstfall abgesichert zu sein, fügte er hinzu. Damit ließen sich die finanziellen Risiken durch Haftpflichtschäden, Eigenschäden, Vertrauensschäden sowie Ertragsausfall vermeiden. Die zahlreichen Fragen und Diskussionsbeiträge nach den Vorträgen zeigten, dass die Sparkasse Holstein bei der Themenwahl der Veranstaltung den Nerv der Unternehmer getroffen hat.

 

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Familie und Freizeit

Wie gut ist der Verbraucherschutz

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Sütterlin-Waack.
Foto: CDU/Frank Peter/Hfr

Bad Oldesloe – Die CDU möchte in Bad Oldesloe gerne über den Verbraucherschutz diskutieren. Dazu kommt die stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Schleswig-Holstein, Dr. Sabine Sütterlin-Waack, am 18. September ab 19 Uhr ins Bürgerhaus, Mühlenstraße, und spricht über das Thema „Sichere Lebensmittel, Lärmschutz, Luftbelastung – Wie gut ist unser Verbraucherschutz?“.

„Die Themen des Verbraucherschutzes sind besondere Themen für die Bürger: Langfristig drängend, wie die Lärmbelastung an Autobahnen – wie der seit 20 Jahren versprochene und noch nicht umgesetzte Lärmschutz für Hamberge – oder auch brandaktuell wie jüngst der Skandal belasteter Eier die aus Belgien kommend in ganz Europa gefunden wurden. Sabine Sütterlin-Waack will darüber berichten, wie gut der Verbraucherschutz in Schleswig-Holstein  im Spannungsfeld von Landes-, Bundes- und Europapolitik aufgestellt ist“, laden die Organisatoren ein.

Für bundespolitische Aspekte steht der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann bereit, der auch in das Thema einführen und Sütterlin-Waack vorstellen wird.

Der Eintritt ist frei. 

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Ratgeber

Bundestagswahl: Wen wählen? Der Wahl-O-Mat hilft

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Foto: Bpb/hfr

Berlin / Stormarn – Am 24. September wird der neue Bundestag und somit indirekt der neue Kanzler oder die amtierende Kanzlerin gewählt.  Doch viele Wahlberechtigte sind noch unentschieden. Und welche Partei steht eigentlich für welche Thesen ? Hilfe bei der Wahlentscheidung bietet der Wahl-O-Mat .32 von 33 bei der Bundestagswahl zur Wahl stehenden Parteien haben auf Thesen reagiert, die die Redaktion des Wahl-O-Maten aufgestellt hat. Mit dem interaktiven Tool kann nun also jeder Nutzer testen, welche Partei er wählen sollte oder eher nicht, beziehungsweise mit welcher der zur Wahl stehenden Parteien seine eigenen Überzeugungen am Besten übereinstimmen. 

Bei der Parteienauswahl  für den Wahl-O-Maten wird keine Art von Vorsortierung oder Filterung durchgeführt. 

Grundsätzlich gilt als Kriterium, dass alle Parteien und politischen Vereinigungen am Wahl-O-Mat teilnehmen dürfen, die mit einer Landesliste zur Bundestagswahl zugelassen werden. Somit können aber auch Parteien im Wahl-O-Mat auftauchen, die vom Verfassungsschutz des Bundes oder der Länder beobachtet werden und als extremistisch eingestuft werden. Welche Parteien als extremistisch eingestuft werden, kann man auf den Seiten des Verfassungsschutzes nachlesen.

Und so funktioniert der Wahl-O-Mat online: Im Prinzip ist er ein Frage-und-Antwort-Tool, das zeigt, welche zu einer Wahl zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht. 38 Thesen können mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ beantwortet werden – alle zur Wahl zugelassenen Parteien können auf die gleiche Weise antworten. Auf diese Weise können die Nutzer die eigenen Antworten mit denen der Parteien abgeglichen, der Grad der Übereinstimmung mit den ausgewählten Parteien wird errechnet. 

Das Tool wird anonym genutzt. Wichtig bleibt am Ende, dass man am 24. September seine demokratische Möglichkeit nutzt und zur Wahlurne geht. 

Hier geht es zum Wahl-O-Mat

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Familie und Freizeit

Feuerwehren präsentieren sich auf der „Norla“

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Flori Feuer und die Eventanlage „Feuertaufe“ sind Höhepunkte auf der Norla.
Foto: LFV SH /hfr

Schleswig-Holstein/Rendsburg – Sie sind immer da, wenn Menschen in Not sind – die Feuerwehren in Schles-wig-Holstein. 1350 Freiwillige Feuerwehren mit rund 50.000 Männern und Frauen sowie vier Berufsfeuerwehren und 23 Werk- und Betriebsfeuerwehren stehen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für die Sicherheit der Mitbürger parat. Ein Sicherheitsnetz, das seinesgleichen vergeblich sucht. Wer oder was die Feuerwehr aber eigentlich ist, wissen die wenigsten.

Vor diesem Hintergrund ist ein Besuch beim Stand des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein auf der NORLA in Rendsburg vom 7. – 10. September eine gute Möglichkeit, um sich über die Arbeit der Wehren im Land zu informieren. 

Am Eingang Nord präsentieren sich die Feuerwehren des Landes mit einem bunten Programm – und zwar sowohl für aktive Feuerwehrleute und solche die es werden wollen, als auch für Besucher, die gezielte Infos suchen. Der Verband informiert über Heimrauchmelder, gibt Sicherheitstipps an einem „Gefahrenhaus“ und hält für Kinder ein Glücksrad mit tollen Preisen bereit. Auch an einem Defibrillator können Interessierte trainieren und Hemmungen für einen eventuellen Realfall ablegen.

Mit einem Reaktionsspiel kann Geschicklichkeit getestet werden und die Tagessieger gewinnen Familienkarten für den Hansa-Park, Freikarten für die Polizei-Show 2017 oder  das „Jump and Race“ in der Sparkassen-Arena. An einem „Feuertrainer“ können echte Brände gelöscht werden. Aktive Feuerwehrleute können sich über die aktuellen Verbandsthemen, moderne Marketingmaßnahmen und die Facharbeit des Verbandes informieren.

Optischer Höhepunkt am Stand der Feuerwehren ist sicher die riesige aufblasbare Eventanlage „Feuertaufe“: Sieben Meter hoch, zwölf Meter tief und zehn Meter breit ist diese Feuerwehrerlebnisanlage, in der Kleine und Große zwei Hindernisparcoure überwinden müssen, um danach fünf Meter in die Tiefe rutschen zu können

Wieder dabei ist in diesem Jahr eine Bastelaktion für Kinder, die aus alten Feuerwehrschläuchen eigene Schlüsselanhänger basteln können. „Flori Feuer“  wird am Samstag und Sonntag am Messestand auftreten, Brandschutztipps vermitteln und mit Kindern das „Flori-Feuer-Lied“ einüben. Spaß ist dabei garantiert.

Zum Verkauf kommt auch in diesem Jahr wieder die beliebte Edeka-Feuerwehr-Mettwurst. Vor dem eigentlichen landesweiten Verkaufsstart am 1. Oktober in allen Edeka-Märkten gibt es die Wurst auf der NORLA zum Sonderpreis von drei Euro. Ein Euro davon fließt dabei direkt in die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren.

Am Samstag von 15 bis 16 Uhr ist der Feuerwehr-Musikzug Nortorfer Land am Mes-sestand zu Gast und gibt ein Platzkonzert. Begleitet wird das Messeangebot von täglich bis zu 30 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleuten aus dem ganzen Land. Geöffnet ist die NORLA von Donnerstag bis Sonntag, jeweils von 9 bis 18 Uhr.

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