Folge uns!

Hamburg

Polizeigewalt gegen Journalisten: DJV verlangt Antworten vom BKA

Veröffentlicht

am

Polizei im Demoeinsatz (Symbolfoto) Foto: Jannis Tobias Werner / Shutterstock

Hamburg – Der G20-Gipfel mit all seinen Folgen wird viele Menschen noch eine längere Weile beschäftigen und sicherlich einige Nachspiele haben auf unterschiedlichsten Ebenen.

Journalisten wurden zum Teil laut Berichten an ihrer Arbeit gehindert, sogar angegriffen und beleidigt.

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert daher nun vom Bundeskriminalamt Antworten auf Übergriffe von Polizisten auf Berichterstatter im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg.

Der DJV bezieht sich auf Berichte mehrerer Journalisten vom Wochenende. Danach wurden Journalisten Opfer von physischer Gewalt von Polizisten. Es gab Pfefferspray-Attacken und Schlagstockeinsätze von Polizisten gegen Berichterstatter. Presseausweise wurden von den Einsatzkräften ignoriert, Journalisten wurden zum Teil wüst beschimpft.

„Wie erklären Sie dieses Vorgehen gegen Journalisten?“ fragt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall in einem Brief an BKA-Präsident Holger Münch vom heutigen Montag. Und weiter: „Wurden die Polizisten von den Einsatzleitern auf die besondere Rolle der Medien hingewiesen?“

Auskunft verlangt der DJV-Vorsitzende auch zum Entzug von Akkreditierungen während des Gipfels, die mit „Sicherheitsbedenken“ begründet wurden: „Wie viele Journalisten waren davon betroffen? Was ist unter ,Sicherheitsbedenken‘ zu verstehen? Warum wurden die Journalisten zunächst akkreditiert, dann aber ausgeschlossen, als die Krawalle begannen?“
„Wir sind gespannt auf die Antworten des BKA-Chefs“, so Überall.

Es sei klar, so der DJV-Vorsitzende, dass es sich um Einzelfälle und nicht um ein systematisches Vorgehen der Polizeikräfte gehandelt habe. „Aber es waren ziemlich viele Einzelfälle.“ Nicht nur die betroffenen Kollegen hätten ein Anrecht auf Transparenz, sondern wegen der großen Bedeutung des Gipfels die gesamte Öffentlichkeit.

Der Brief des DJV ans BKA

Weiterlesen
Werbung
Kommentar schreiben

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hamburg

Polizei fahndet nach Welpenmörder

Veröffentlicht

am

Erschlagener Hundewelpe
Foto: Polizei Hamburg/hfr

Hamburg – Beamte des Polizeikommissariates 44 haben bereits am 11.08.2017 einen schwer verletzten Hundewelpen übergeben bekommen, welcher nach kurzer Zeit seinen Verletzungen erlag. Die Fachdienststelle der Wasserschutzpolizei für Umwelt- und Tierdelikte (WSP 51) führt die Ermittlungen.

Ein Anwohner fand einen verletzten Hundewelpen vor einem Mülltonnenverschlag im Hof seines Hauses in Hamburg-Wilhelmsburg und brachte den Terriermischling zum Polizeikommissariat 44.

Die Polizeibeamten setzten den Tierschutzverein Süderstraße in Kenntnis, welcher das Tier noch am selben Tag in Obhut nahm. Trotz umgehender veterinärmedizinischer Behandlung verstarb die kleine Hündin.

Eine im Institut für Hygiene und Umwelt durchgeführte Sektion ergab, dass der Welpe aufgrund massiver Hinverletzungen infolge von stumpfer Gewalteinwirkung mit einem harten Gegenstand verstorben ist.

Die Hündin kann wie folgt beschrieben werden:

– ca. zwei Monate alt – schwarz-braunes Fell, vermutlich

Terrier-Mischling – ca. 15 cm groß – kupierte Rute

Zeugen, die möglicherweise gesehen haben, wie der Hund an den Müllcontainern abgelegt wurde oder Hinweise zum Hundehalter geben können werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter der Rufnummer 040/4286-5678 zu melden.

Weiterlesen

Hamburg

Hamburg: Zwei 23-Jährige verletzten mehrere Männer

Veröffentlicht

am

Bundespolizisen im Einsatz am Hamburger Hauptbahnhof.
Symbolfoto: Bundespolizei/hfr

Hamburg – Am 8. September 2017 gegen 21:45 Uhr konnten zwei tatverdächtige Frauen am Hamburger Hauptbahnhof nach einer vorangegangenen gefährlichen Körperverletzung festgenommen werden.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen hatten die beiden 23 Jahre alten Frauen einen 37-jährigen Mann am Eingang Fischerturm mit einem Messer und einem Schlagring attackiert. Der Mann wurde durch mindestens einen Schlag im Gesicht getroffen und erlitt eine blutende Wunde.

Zwei zunächst unbeteiligte Männer (43 und 48) bemerkten die Situation und wollten schlichtend eingreifen. Daraufhin wurden auch diese durch die Frauen mit einem Schlagring und Pfefferspray angegriffen. Die Männer erlitten hierdurch Reizungen der Augen und mussten durch eine Rettungswagenbesatzung behandelt werden.

Die tatverdächtigen Frauen konnten zunächst flüchten, wurden aber kurze Zeit später im Hamburger Hauptbahnhof durch Bundespolizisten festgenommen. Sie wurden dem Revier am Hauptbahnhof zugeführt. Bei der Durchsuchung wurde ein Schlagring, ein Messer und Pfefferspray aufgefunden. Bei beiden Frauen wurde ein Atemalkoholwert von über 1 Promille festgestellt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Frauen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Polizei Hamburg. An den Fahndungsmaßnahmen waren auch Streifenwagen der Polizei Hamburg beteiligt.

Weiterlesen

Hamburg

Einsatz in St. Georg: Polizistin schießt Messer-Angreifer nieder

Veröffentlicht

am

Polizeieinsatz
Symbolfoto: SL

Hamburg – Eine Polizistin (31) hat in Hamburg St. Georg einen Mann angeschossen. Der 24-jährige Portugiese, der zuvor mit einem Messer auf die eingesetzten Polizeibeamten zugelaufen ist, wurde am Bauch getroffen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurden die Polizisten aufgrund einer Schlägerei zu einer Jugendwohnung gerufen.

Im Verlauf der Sachverhaltsklärung stürmte aus einer Wohnung kommend ein mit einem Messer bewaffneter Mann auf die Beamten (31, 38, 42) zu. Die 31-jährige Polizeibeamtin machte daraufhin von ihrer Schusswaffe Gebrauch. Sie gab einen Schuss ab, der den Angreifer im Bauchbereich traf. Der Angreifer brach schließlich zusammen. Bei ihm handelt es sich um einen polizeibekannten 24-jährigen Portugiesen.

Der 24-Jährige war zunächst noch ansprechbar. Zwischenzeitlich bestand Lebensgefahr, nach einer Notoperation ist sein Zustand derzeit aber stabil. Die eingesetzten Polizeibeamten wurden nicht verletzt.

Im Verlauf des Polizeieinsatzes wurden eine 17-Jährige und ein 22-Jähriger durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt. Sie kamen zur Behandlung in Krankenhäuser.

Hintergrund der dem Polizeieinsatz vorangegangenen Auseinandersetzung dürften Beziehungsstreitigkeiten der Beteiligten gewesen sein.

Ermittler des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) übernahmen die erste Sachbearbeitung. Gegen den 24-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Darüber hinaus haben Beamte des Dezernats Interne Ermittlungen wegen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs bereits gestern Abend ebenfalls Ermittlungen aufgenommen.

Weiterlesen

Trending