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Bad Oldesloe

"Das ist Herr Jaeger, der hat sie nicht alle"

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Joska Pintschovius und Rocko Schamoni amüsieren sich über die absurden Texte des Satirikers Heino Jaeger. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Schon Loriot fragte sich, wie Heino Jaeger so lange ein Geheimtipp bleiben konnte und stellte fest: „Wir haben ihn wohl nicht verdient.“

Dem vor 20 Jahren in einem Oldesloer Pflegeheim verstorbenen Grafiker und Satiriker wurde jetzt in der Friedhofskapelle gedacht. Rund 70 Menschen folgten der Einladung zu der kurzweiligen Gedenkfeier, auf der der Hamburger Entertainer Rocko Schamoni Texte des Universalgenies vorlas und Jaeger-Biograf Joska Pintschovius ein paar Anekdoten zum Besten gab: „Für mich ist er ein sehr wertvoller Mensch und er fehlt mir immer noch“, sagte Pintschovius über seinen im Alter von 59 Jahren verstorbenen Freund.

Pintschovius und Jaeger lernten sich 1964 im Landesmusium Schloss Gottorf in Schleswig kennen. Dort skizzierte der Grafiker Artefakte der Wikinger-Siedlung Haitabu und fiel beim Essen unangenehm auf, als er von Kollegen auf seinen stehengelassenen Salat angesprochen wurde. Statt eine Antwort zu geben, hob Jaeger ein Salatblatt an und flüsterte in das Gericht: „Nu kommen Sie mal raus da“. Daraufhin erklärte eine Kollegin Pintschovius: „Das ist Herr Jaeger, der hat sie nicht alle.“ Das war der Beginn einer langen Freundschaft.

Dokumentarfilm „Heino Jaeger – look before you kuck“ von Gerd Kroske 

Heino Jäger wurde 1938 in Hamburg geboren und war hauptberuflich Grafiker und Maler. In den 60er Jahren kam ein zum Rundfunk und Fernsehen. Zu seinen bekanntesten Produktionen gehörte das im Stile einer Ratgebersendung aufgebaute Satire-Format „Fragen Sie Dr. Jaeger“. Trotz seines schier grenzenlosen Talents, andere Menschen zu imitieren und deren Marotten überspitzt darzustellen, blieb der große Durchbruch aus.

Heino Jaeger war – ganz Künstler – kein einfacher Zeitgenosse, wie sich aus den Erzählungen Joska Pintschovius schließen lässt: „Immer wenn er Schwierigkeiten hatte, ließ er sich in die Psychiatrie einweisen. Das erste Mal, als er die Steuerfahndung am Hals hatte und das zweite Mal, als seine Bude abgebrannt ist.“

Friedhofsverwalter Jörg Lelke mit Besuchern an Jaegers Grabstelle.

Später quartierte er sich noch in einer weiteren Klinik in Schleswig-Holstein ein. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er dann in einem Pflegeheim in Bad Oldesloe. Genie und Wahnsinn liegen auch hier offenbar dicht beieinander.

„Der letzte Teil der Pflichterfüllung ihm gegenüber wäre es, einen umfassenden Katalog mit seinen Grafiken zusammenzustellen“, sagte Christian Meurer, der bereits vor den 80er Jahren auf Jaegers geniale Werke aufmerksam wurde. So gebe es zwar einige Aufzeichnungen seiner Satire, Jaegers Grafiken seien aber in weiten Sammlerkreisen verstreut und nie umfassend dokumentiert worden.

Zu verdanken ist die Erinnerung an Heino Jaeger in Bad Oldesloe auch dem Friedhofsverwalter Jörg Lelke. Er hat mittlerweile eine Gedenktafel an dessen Grab aufgestellt.

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Gute Nachrichten

Kreisfeuerwehrverband feiert seinen 125 Geburtstag

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Landrat Henning Görtz (l.), Kreiswehrführer Gerd Riemann und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth in der Stormarnhalle
Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Noch bevor die Polizei im Kreis organisiert war, hatten sich die Feuerwehren bereits eine gemeinsame Organisation geschaffen: Seit nun schon 125 Jahren koordiniert der Kreisfeuerwehrverband Stormarn die Feuerwehrarbeit im Kreis. Das ist durchaus ein passender Anlass für eine Feierstunde. Rund 400 Feuerwehrleute und Vertreter aus Verwaltung und Politik feierten daher in der Oldesloer Stormarnhalle, die kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde.

Riemann begrüßte die Gäste
Foto:SL

Mehr als ein Drittel der 125 Jahre hat Kreiswehrführer Gerd Riemann als aktiver Brandbekämpfer selbst erlebt. Seit 45 Jahren ist er Feuerwehrmann aus Leidenschaft. „Als 16-Jähriger bin ich in ein Feuerwehrauto gestiegen und wurde mitgenommen“, erinnert sich der heute 62-Jährige. Seitdem hat Riemann ungezählt Einsätze miterlebt. Einige sind dem Reinfelder besonders im Gedächtnis geblieben: „Ich erinnere mich an ein Amtsfeuerwehrfest in Elmenhorst, das unterbrochen werden musste, weil in der Nähe ein Feuer ausbrach.“

Das war aber ein vergleichsweise kleines Feuer im Gegensatz zu dem wohl größten Brand in der jüngeren Geschichte der Stormarner Feuerwehren: „In einer Kerzenfabrik in Glinde gab es 1978 ein Großfeuer, die Löscharbeiten haben mehrere Tage gedauert.“ Damals wurde die Produktionshalle der Gies Kerzen GmbH vollkommen zerstört.

Zum Jahreswechsel folgte dann ein weiterer Großeinsatz in Stormarn: Die Jahrhundert-Schneekatastrophe im Winter 1978/79. Meterhohe Schneeverwehungen brachten den Straßen- und Eisenbahnverkehr in Norddeutschland zum Erliegen, Menschen konnten ihre Häuser nicht verlassen oder waren in ihren Autos vom Schnee eingeschlossen.

Für Musik sorgte der Feuerwehrmusikzug Rethwischfeld
Foto: SL

Auch in Stormarn vielen in vielen Orten Strom- und Telefonnetze aus. Die Freiwilligen Feuerwehren waren im Dauereinsatz, ebenso wie alle anderen Rettungsorganisationen.

Es geht seit Jahrzehnten bei weitem längst nicht mehr nur um das Löschen von Bränden. Das zeigte sich auch zehn Jahre später bei einem Gefahrguteinsätze im Jahr 1989. Über den Verursacher kann Gerd Riemann auch heute noch den Kopf schütteln. Ein Umweltsünder entsorgte auf einem A-1-Parkplatz bei Rohlfshagen eine große Menge der hochgefährlichen Chemikalie Kresol. Die eingesetzten Feuerwehrleute entfernten das Gift und mussten dabei Schutzanzüge tragen. Diese waren nach dem Einsatz ruiniert, da sie nicht ausreichend gereinigt werden konnten.

Heute ist die Feuerwehr für so gut wie alle möglichen Szenarien gewappnet. Dass Feuerwehrschlauch und Atemschutzmaske bei weitem nicht ausreichen, verdeutlichen die Zahlen. Im Jahr 2015 wurden die Feuerwehren im Kreisgebiet zu 3194 Einätzen gerufen. Nur 418 davon waren zu löschende Brände.

Elsa Eggert übereichte einen Wandteppich an den KFV
Foto: SL

Wichtig sei daher die Nachwuchsarbeit und richtige Ausbildung, wie Landesbrandmeister Detlef Radke herausstellt: „Menschen motivieren und ausbilden für den ehrenamtlichen Dienst ist eine der Kernaufgaben eines Kreisfeuerwehrverbandes“, sagte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein beim Festakt in der Stormarnhalle. Die Kreisausbildung in Stormarn habe sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und passe sich den aktuellen Veränderungen an.

„Dazu muss der Verband sowohl ein Ohr an der Basis als auch an den Stellen der technischen Entwicklungen haben und jederzeit darauf reagieren können.“Für die Ausstattung der 88 Freiwilligen Feuerwehren und 39 Jugendwehren sorgt der Kreis Stormarn. „Früher war es meist das Ziel, das Feuer abzuwehren“, sagte Landrat Henning Görtz. Heute beginne die Arbeit oft schon früher, nämlich bei der Gefahrenabwehr. „Ich freue mich sehr, dass ich Kreiswehrführer Gerd Riemann in zwei Wochen für eine weitere Amtszeit verpflichten darf.“

Im Rahmen der Feierstunde wurden zahlreiche Geschenke an den KFV Stormarn überreicht. Unter anderem übersandte das Land Schleswig-Holstein eine Ehrengabe in Form einer Glocke und einer von Ministerpräsident Daniel Günther unterschriebenen Urkunde. Ein besonderes Geschenk war ein extra hergestellter Wandteppich, den die Seniorin Elsa Eggert an Riemann überreichte. 

 

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Familie und Freizeit

Video-Reportage: Die „Schleswig Holstein Music Video Awards“ im KuB

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So liefen die ersten „Schleswig-Holstein Music Videos Awards“ des Klngstdt e.V. im Oldesloer Kultur und Bildungszentrum. Als Medienpartner waren wir mit unseren Kameras live vor Ort. 

 

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Bad Oldesloe

Bundestagswahl: Oldesloer Stadtverwaltung zeigt Wahlergebnisse im Stadthaus

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Wahl (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Wer die Bundestagswahl am 24. September nicht zu Hause verfolgen möchte, kann am Wahlabend das Stadthaus besuchen. Im Oldesloer Verwaltungsgebäude am Marktplatz werden die Ergebnisse live im Sitzungszimmer 2.09 gezeigt. 

Zur Bundestagswahl am 24. September erwartet Bürgermeister Jörg Lembke Ergebnismeldungen von den ersten der 19 Wahlvorständen gegen 18.45 Uhr.

Die jeweils aktuellen Meldungen und die fortlaufende Stimmenverteilung werden multimedial im Sitzungszimmer 2.09 des Verwaltungsgebäudes präsentiert. Interessierte Oldesloerinnen und Oldesloer haben damit die Möglichkeit, die Ergebnisentwicklung am Wahlabend hautnah mitzuerleben. Das Verwaltungsgebäude ist ab 18 Uhr geöffnet. Ebenso können die Wahlergebnisse wie gewohnt auf der Homepage der Stadtverwaltung unter: www.badoldesloe.de abgefragt werden.

Für Smartphones und andere mobile Geräte steht die App „Wahlportal“ zur Verfügung. Diese bietet die Möglichkeit, die Ergebnisentwicklung auch von unterwegs zu verfolgen.

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